Live-Übertragung von der Internationalen Raumstation


Bildcredit: NASA, UStream, HDEV-Projekt

Beschreibung: Das könnten Sie sehen, wenn Sie jetzt über der Erde schweben würden. 2014 lieferte eine robotische SpaceXDragon-Kapsel , die Nachschub zur Internationale Raumstation (ISS) im Erdorbit brachte, die Kameras für die High Definition Earth Viewing (hochauflösende Erdbeobachtung, HDEV), diese filmen und senden Echtzeitansichten der Erde. Wenn es funktioniert, sehen Sie hier den Echtzeit-Videofeed, der zwischen vier Kameras wechselt, von denen jede anders ausgerichtet ist.

Beobachten Sie, wie weiße Wolken, braunes Land und blaue Ozeane vorbeiziehen. Diese Echtzeitansicht erscheint schwarz, wenn auf der Erde unten Nacht ist, doch der schnelle 90-Minuten-Umlauf der Raumstation verkürzt diese dunkle Zeit auf nur 45 Minuten. Den aktuellen Aufenthalt der ISS über der Erde finden Sie im Netz. Wenn das Video grau erscheint, wird entweder gerade auf eine andere Kamera umgeschaltet, oder die Kommunikation mit der ISS ist vorübergehend nicht verfügbar.

Im Zuge des HDEV-Projekts wird die Videoqualität überwacht, um herauszufinden, welche Wirkung die energiereiche Strahlung hat, welche Kameramodelle am besten funktionieren und welche Erdansichten am beliebtesten sind.

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Manicouagan-Einschlagskrater, vom Weltall aus gesehen

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Bildcredit: NASA, Internationale Raumstation Expedition 59

Beschreibung: Die Besatzung der Expedition 59 der Internationalen Raumstation, die im Orbit 400 Kilometer über Quebec in Kanada um den Planeten Erde kreiste, fotografierte am 11. April diesen Schnappschuss mit dem breiten Sankt-Lorenz-Strom und dem eigenartig runden Manicouagan-Stausee.

Der ringförmige See rechts ist ein moderner Stausee im erodierten Überrest eines urzeitlichen, 100 Kilometer großen Einschlagskraters. Der uralte Krater ist vom Orbit aus sehr auffällig, er visualisiert die Warnung, dass Gestein aus dem Weltall die Erde verletzlich macht. Der Manicouagan-Krater ist älter als 200 Millionen Jahre und entstand vermutlich durch den Einschlag eines Gesteinskörpers mit einem Durchmesser von etwa 5 Kilometern. Derzeit kennen wir keinen Asteroiden, der mit hoher Wahrscheinlichkeit im Laufe des nächsten Jahrhunderts die Erde treffen wird. Doch es gibt ein fiktives Szenario bei der IAA Planetary Defense Conference 2019, das helfen soll, für einen Asteroideneinschlag zu üben.

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Äquinoktium auf dem Planeten Erde


Bildcredit: NASA, Meteosat, Robert Simmon

Beschreibung: Willkommen zur Tag- und Nachtgleiche auf dem Planeten Erde. Heute sind Tag und Nacht auf der ganzen Welt fast gleich lang – es ist der erste Frühlingstag auf der Nordhalbkugel unseres schönen Planeten und Herbstbeginn auf der Südhalbkugel. Zum Äquinoktium verläuft der Terminator der Erde – das ist die Trennlinie zwischen Tag und Nacht – vom Nord- zum Südpol des Planeten. Man sieht das am Beginn dieses interessanten Zeitraffervideos, das ein ganzes Jahr in 12 Sekunden komprimiert.

Für dieses Video zeichnete der Satellit Meteosat auf einer geosynchronen Bahn täglich zur selben Ortszeit Infrarotbilder auf. Das Video beginnt im September 2010 zur Tag- und Nachtgleiche, als der Terminator senkrecht ausgerichtet war. Während die Erde die Sonne umkreist, neigt sich der Terminator, sodass die Nordhalbkugel weniger Tageslicht erhält, bis sie bei der größten Neigung die Sonnenwende und den Winter auf der Nordhalbkugel erreicht. Während das Jahr fortschreitet, neigt sich der Terminator wieder zurück, und erreicht zur Hälfte des Videos im März 2011 das Äquinoktium. Dann schwingt der Terminator in die andere Richtung über die Vertikale hinaus, erreicht die Sonnenwende im Juni 2011 und den Beginn des nördlichen Sommers. Das Video endet bei der Rückkehr zum Septemberäquinoktium.

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Ostern fällt 2019 nicht auf den Sonntag nach dem Frühlingsvollmond

Enthüllte Venus

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Bildcredit: Venus (links): NASA, JPL, Magellan-Projekt; Erde (rechts): NASA, Apollo 17

Beschreibung: Wie sieht die Venus unter ihren dicken Wolken aus? Diese Wolken verbergen die Oberfläche des Planeten sogar vor den mächtigsten Teleskopaugen der Astronomen auf der Erde. Doch in den frühen 1990er Jahren lüftete die Raumsonde Magellan der NASA in einer Umlaufbahn um die Venus den Schleier der Venusoberfläche mit Radarbeobachtungen und erstellte eindrucksvoll hoch aufgelöste Bilder der Planetenoberfläche.

Die Farben dieses Bildes, das computergestützt aus Magellan-Radardaten erstellt wurde, basieren auf Farbbildern der Venusoberfläche, die von den sowjetischen Landesonden Venera 13 und 14 übermittelt wurden. Das helle Gebiet, das etwa in der Mitte verläuft, ist das größte Hochlandgebiet der Venus, bekannt als Aphrodite Terra. Die Venus auf der linken Seite ist etwa gleich groß wie unsere Erde, die zum Vergleich rechts abgebildet ist.

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Erdaufgang 1: Ein historisches Bild wurde überarbeitet

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Bildcredit: NASA, Besatzung von Apollo 8, Bill Anders; Bearbeitung und Lizenz: Jim Weigang

Beschreibung: „Meine Güte! Seht euch das Bild da drüben an! Hier kommt die Erde herauf. Mensch ist das schön!“ Heute vor 50 Jahren wurde kurz nach diesem Ausruf eines der berühmtesten Bilder aller Zeiten in der Mondumlaufbahn fotografiert. Das kultige Bild ist nun als „Erdaufgang“ bekannt, es zeigt, wie die Erde über dem Rand des Mondes aufgeht, fotografiert von der Besatzung von Apollo 8.

Das berühmte Erdaufgangsbild war eigentlich das zweite Bild, das von der aufgehenden Erde über dem Mondrand fotografiert wurde – es war jedoch das erste in Farbe. Mit moderner Digitaltechnik wurde nun das echte erste – ursprünglich schwarz-weiß – Erdaufgangsbild neu überarbeitet, auf diese Weise wurden Auflösung und Farbe der ersten drei Bilder kombiniert.

Sehen Sie sich das an! Dieses Bild ist eine Nahaufnahme des Anblicks, von dem der Apollo-8-Astronaut Bill Anders sprach. Dank moderner Technik und menschlichen Einfallsreichtums sehen wir es nun alle. (Historische Anmerkung: Ein anderes historisches Schwarz-Weiß-Bild der Erde, die hinter dem Mondrand unterging, wurde zwei Jahre zuvor vom robotischen  Lunar Orbiter 1 fotografiert.)

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Erdaufgang: Eine Videorekonstruktion


Bildcredit: NASA, SVS, Besatzung Apollo 8; Leitanimator: Ernie Wright; (USRA); Musik: Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach

Beschreibung: Ungefähr 12 Sekunden nach Beginn dieses Video geschieht etwas Ungewöhnliches. Die Erde geht auf. Noch nie hatten Menschen das gesehen. Der Erdaufgang über dem Mondrand ereignete sich morgen vor 50 Jahren, er überraschte und erstaunte die Besatzung von Apollo 8. Alle sammelten sich sofort, um Standbilder der atemberaubenden Aussicht zu fotografieren, welche ihnen die Bahn von Apollo 8 um den Mond bot.

Dieses Video ist eine moderne Rekonstruktion des Ereignisses, es zeigt, was man gesehen hätte, wenn es mit einer modernen Kamera gefilmt worden wäre. Die farbenprächtige Kugel unserer Erde ragt als vertrautes Bild auf, während sie über einer fernen, fremdartigen Mondlandschaft aufgeht. Die Szenerie ist von der Idee her die Umkehrung eines von der Erde aus beobachteten, alltäglichen Mondaufganges. Viele sahen in der Szene auch ein Symbol der gesamten Menschheit: Diese große blaue Murmel – das sind wir – wir alle leben dort.

Das Zwei-Minuten-Video ist keine Zeitrafferanimation – es zeigt, wie die Erde im Fenster von Apollo 8 in Echtzeit aufgeht. Sieben Monate und drei Missionen später würden die Astronauten von Apollo 11 nicht nur um den Erdmond kreisen, sondern darauf landen.

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Ultravioletterde von einem Observatorium auf dem Mond

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Bildcredit: G. Carruthers (NRL) et al., Far UV Camera, Apollo 16, NASA

Beschreibung: Welcher Planet ist das? Die Erde. Diese Falschfarben zeigen, wie die Erde in Ultraviolettlicht (UV) leuchtet. Das Bild ist historisch, weil es auf der Oberfläche des Mondes vom einzigen Mondobservatorium der Menschheit aufgenommen wurde.

Obwohl sehr wenig UV-Licht durch die Erdatmosphäre gelangt, kann das wenige durchdringende Sonnenlicht einen Sonnenbrand verursachen. Der Teil der Erde, der zur Sonne zeigt, reflektiert viel UV-Licht, aber noch interessanter ist die Seite, die von der Sonne wegweist. Die Bänder hier sichtbaren Bänder an UV-Emissionen sind das Ergebnis von Polarlichtern, diese werden durch geladene Teilchen verursacht, die von der Sonne ausgestoßen werden. Auch auf anderen Planeten sind Polarlichter in UV zu sehen, etwa bei Mars, Saturn, Jupiter und Uranus.

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Aerosole der Erde

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Credit Modellvisualisierung: NASA Earth Observatory, GEOS FP, Joshua Stevens

Beschreibung: Diese interessante, weltumspannende Visualisierung vom 23. August 2018 zeigt die Verteilung von Aerosolen in der Erdatmosphäre. Das in Echtzeit erstellte Modell des Goddard Earth Observing System Forward Processing (GEOS FP) basiert auf einer Kombination der Daten von Erdbeobachtungssatelliten und bodengebundenen Daten, um die Vorkommen der Arten von Aerosolen zu berechnen, das sind winzige feste Teilchen und Wassertröpfchen, die um den gesamten Planeten kreisen.

Dieses Modell vom 23. August zeigt schwarze Kohlenstoffteilchen von Verbrennungsprozessen in Rot, zum Beispiel den Rauch der Brände in den Vereinigten Staaten und Kanada, die sich über große Landstriche von Nordamerika und Afrika ausbreiten. Meersalzaerosole sind blau dargestellt und wirbeln über drohenden Taifunen in der Nähe von Südkorea und Japan sowie dem Wirbelsturm, der in der Nähe von Hawaii aufzieht. Der in violetten Farbtönen dargestellte Staub weht über afrikanischen und asiatischen Wüsten. Die Lage von Städten und Gemeinden ist an der Lichtkonzentration erkennbar, basierend auf Satellitenbilddaten der Erde bei Nacht.

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Schatten der totalen Sonnenfinsternis von einem Ballon

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Bildcredit: Kuaray Project, NASA Eclipse Ballooning Project, Brasilia Astronomy Club, Montana State U.

Beschreibung: Wo waren Sie während der großen amerikanischen Finsternis 2017? Letzte Woche vor einem Jahr gingen in Nordamerika mehr als 100 Millionen Menschen hinaus, um eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Mehr als 10 Millionen fuhren sogar durch einen Teil der USA, um zu sehen, wie die Sonne vollständig hinter dem Mond verschwand – eine totale Sonnenfinsternis. Ungefähr 88 Prozent der Erwachsenen in Amerika sahen die Finsternis entweder selbst oder mit elektronischen Hilfsmitteln. Es war eines der am besten fotografierten Ereignisse der Menschheitsgeschichte.

Zu den Bildern der Finsternis zählen einige ungewöhnliche Aussichten, zum Beispiel von Ballonen, die in der Stratosphäre der Erde schwebten. Ungefähr fünfzig solcher robotischen Ballone wurden im Rahmen des Eclipse Ballooning-Projekts der NASA gestartet. Dieses Bild stammt aus einem 360-Grad-Panoramavideo eines Ballons, der von Studenten aus Brasilien zusammen mit der NASA und der Montana State University hoch über Idaho stationiert wurde. Der Film zeigt, wie der dunkle Mondschatten unten auf der Erde vorüberzog.

Obwohl die totale Finsternis weniger als drei Minuten dauerte, erinnern sich viele, die sie beobachteten, vielleicht ihr ganzes Leben lang daran. Viele Nordamerikaner bekommen 2024 eine zweite Chance, um eine totale Sonnenfinsternis zu erleben.

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Feuer auf der Erde

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Bildcredit: John McColgan (AFS, BLM)

Beschreibung: Manchmal fangen Gebiete auf dem Planeten Erde zu brennen an. Feuer ist die rasante Aufnahme von Sauerstoff und Sauerstoff ist ein Schlüsselindikator für Leben, daher wäre Feuer auf jedem beliebigen Planeten ein Indikator für Leben. Auf der Erde wurde ein Großteil des Festlandes irgendwann in der Vergangenheit von Feuer versengt.

Obwohl Feuer viele Tragödien verursacht, gehört es an vielen Orten der Erde zum natürlichen Kreislauf des Ökosystems. Große Waldbrände auf der Erde werden meist entweder durch Menschen oder Gewitter verursacht und sind von der Umlaufbahn aus sichtbar. Auf diesem Bild aus dem Jahr 2000 flüchten verängstigte Hirsche vor einem Feuer, das durch das Bitterroot Valley in Montana fegt, indem sie sich in einen Bach stellen.

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Polarlicht und Manikouagankrater von der Raumstation aus

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Bildcredit: NASA

Beschreibung: Welches dieser Dinge finden Sie auf dem heute gezeigten Foto: ein Polarlicht, Nachthimmellicht, einen der ältesten Einschlagskrater der Erde, Schnee und Eis, Sterne, Stadtlichter und einen Teil der Internationalen Raumstation? Die meisten davon sind an ihren charakteristischen Farben erkennbar.

Das Polarlicht leuchtet unten grün, oben rot und ist links im Bild sichtbar. Nachthimmelslicht erscheint orangefarben und schwebt über der Erdkrümmung. Der runde Manicouagan-Krater in Kanada ist ungefähr 100 Kilometer groß und 200 Millionen Jahre alt, er ist rechts unten zu sehen und mit weißem Schnee und Eis bedeckt. Sterne in hellen Farben sind am dunklen Hintergrund des Weltraums verstreut. Stadtlichter leuchten in hellem Gelb und sprenkeln die Landschaft. Oben erscheint ein Teil der Internationalen Raumstation (ISS) großteils braun.

Dieses Bild wurde 2012 auf der ISS fotografiert.

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