Roter Schneemond über Edmonton

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Credit und Bildrechte: Luca Vanzella

Beschreibung: Was schwebt da zwischen den Gebäuden? Der Mond. Das obige Bild wurde vor etwa zwei Wochen aufgenommen, als der volle Schneemond über Edmonton in Alberta (Kanada) aufging. Die eigenartige Übereinstimmung zwischen der Winkelgröße des Mondes in weiter Ferne und der Winkelentfernung der nahen Gebäude erzeugte einen auffälligen Vergleich. Entscheidend für die Planung des Bildes war es, Abstand von den Gebäuden zu gewinnen, um ihre Winkelgröße zu verringern. Die Temperatur war so niedrig – minus 25°C -, dass von den benachbarten Ölraffinerien Dampfschwaden aufstiegen. Das obige Bild wurde wähend einer kurzen Unterbrechung in den Schwaden aufgenommen. Der aufgehende Mond erscheint hier aus dem gleichen Grund rot, aus dem die untergehende Sonne rot erscheint – weil blaues Licht durch die dazwischen liegende Luft stärker gestreut wird. In diesem Fall ließen die schimmernden Dampfschwaden den Mond außerdem wahrscheinlich leicht komprimiert erscheinen. Der nächste Vollmond, der volle Wurmmond, geht Mitte März auf.

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Saturns Hyperion: Ein Mond mit seltsamen Kratern

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was befindet sich auf dem Boden von Hyperions seltsamen Kratern? Niemand weiß das genau. Um das herauszufinden flog die Roboter-Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist, in den Jahren 2005 und 2010 an dem schwammartig strukturierten Mond vorbei und schickte beispiellos detailreiche Aufnahmen zur Erde. Ein Bild vom Vorbeiflug im Jahr 2005, das oben in Falschfarben zu sehen ist, zeigt eine außergewöhnliche Welt, die mit seltsamen Kratern und einer allgemein merkwürdigen Oberfläche bedeckt ist. Die leichten Farbunterschiede zeigen wahrscheinlich unterschiedliche Oberflächenzusammensetzungen. Am Boden der meisten Krater liegt unbekanntes, dunkles Material. Untersuchungen des Bildes zeigen helle Strukturen, welche den Schluss zulassen, dass das dunkle Material an manchen Stellen nur ein paar Dutzend Meter dick ist. Hyperion ist etwa 250 Kilometer groß, rotiert chaotisch und hat eine so niedrige Dichte, dass er ein riesiges Höhlensystem bergen könnte.

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Schalengalaxien in den Fischen (Pisces)

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Bildcredit und Bildrechte: Stephen Leshin

Beschreibung: Diese farbenprächtige kosmische Himmelslandschaft zeigt ein seltsames Galaxiensystem, das als Arp 227 katalogisiert ist und an die 100 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Arp 227 schwimmt innerhalb der Grenzen des Sternbildes Fische (Pisces) und besteht aus den beiden markanten Galaxien links: die merkwürdige Schalengalaxie NGC 474 und ihr blauer spiralarmiger Nachbar NGC 470. Die blassen, weiten Bögen oder Schalen von NGC 474 könnten durch eine gravitative Begegnung mit dem Nachbarn NGC 470 entstanden sein. Alternativ könnten die Schalen durch eine Verschmelzung mit einer kleineren Galaxie entstanden sein, was einen Effekt hervorrief, der Wellen auf der Oberfläche eines Teiches ähnelt. Bemerkenswerterweise scheint NGC 467, die große Galaxie rechts auf diesem detailreichen Bild, ebenfalls von zarten Schalen umgeben zu sein, was ein Hinweis auf ein weiteres wechselwirkendes Galaxiensystem ist. Faszinierende Hintergrundgalaxien sind über das Feld verstreut, das auch gezackte Vordergrundsterne enthält. Natürlich liegen diese Sterne weit innerhalb unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße. Das Sichtfeld umfasst 25 Bogenminuten oder etwa 1/2 Grad am Himmel.

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NGC 4449: Nahaufnahme einer kleinen Galaxie

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Credit: Daten: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Große Spiralgalaxien scheinen oft die ganzen Loorbeeren zu ernten. Ihre jungen, blauen Sternhaufen und rosaroten Sternbildungsregionen in ausgedehnten Spiralarmen erregen garantiert Aufmerksamkeit. Doch kleine, irreguläre Galaxien bilden ebenfalls Sterne, wie etwa die zirka 12 Millionen Lichtjahre entfernte NGC 4449. Das kleine Inseluniversum mit einem Durchmesser von weniger als 20.000 Lichtjahren hat eine ähnliche Größe und wird oft mit einer Begleitgalaxie der Milchstraße, der Großen Magellanschen Wolke (GMW), verglichen. Diese bemerkenswerte Nahaufnahme der gut untersuchten Galaxie des Weltraumteleskops Hubble wurde neu bearbeitet, um das vielsagende rötliche Leuchten des Wasserstoffgases hervorzuheben. Das Gas folgt den weit verstreuten Sternbildungsregionen von NGC 4449, von denen manche sogar größer sind als jene in der GMW, wobei kurzlebige, massereiche Sterne riesige interstellare Bögen und Blasen aufblähen. NGC 4449 ist Mitglied einer Galaxiengruppe, die im Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici) zu finden ist. Wahrscheinlich haben Wechselwirkungen mit nahen Galaxien die Sternbildung in NGC 4449 beeinflusst.

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NGC 1999: Süden des Orion

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Beschreibung: Südlich der großen Sternbildungsregion, die als Orionnebel bekannt ist, liegt der helle, blaue Reflexionsnebel NGC 1999. Die Beleuchtung für NGC 1999 stammt von dem eingebetteten Stern V380 Orionis, der etwa 1500 Lichtjahre entfernt ebenfalls am Rand des Orion-Molekülwolkenkomplexes liegt. Der Nebel, markiert von einer dunklen, seitlich gelegenen T-Form, befindet sich nahe der Mitte dieser ausgedehnten kosmischen Aussicht, die über 10 Lichtjahre umfasst. Die dunkle Form wurde früher für eine dunkle Staubwolke gehalten, die sich als Silhouette vor dem hellen Reflexionsnebel abzeichnet. Doch aktuelle Infrarotbilder zeigen, dass die Form wahrscheinlich ein ein Loch ist, das von energiereichen jungen Sternen durch den Nebel hindurchgeblasen wurde. Die Region enthält viele energiereiche junge Sterne, von denen Strahlen und Ströme ausgehen, welche die leuchtenden Stoßwellen erzeugen. Diese Stoßwellen, die nach den Astronomen George Herbig und Guillermo Haro als Herbig-Haro-Objekte (HH) katalogisiert werden, sind in dieser Ansicht in leuchtendem Rot zu sehen, wobei sich HH1 und HH2 direkt unter NGC 1999 befinden. Die Sternstrahlen und Ausflüsse drängen mit Geschwindigkeiten von Hunderten Kilometern pro Sekunde durch das sie umgebende Material.

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Das Sonnensystem von MESSENGER

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Credit: NASA/JHU APL/CIW

Beschreibung: Wenn Sie vom Zentrum des Sonnensystems hinausblickten, was würden Sie sehen? Eine sehr ähnliche Ansicht wurde kürztlich von der Raumsonde MESSENGER aufgenommen, die derzeit die Sonne in der Merkurdistanz umkreist. Alle Planeten der Sonne erscheinen als Lichtpunkte, wobei der am nächsten gelegene und der größte am hellsten erscheinen. Die Planeten scheinen alle in dieselbe Richtung zu kreisen und sind (fast) auf den gleichen Großkreis am Himmel beschränkt – die Ekliptik-Ebene. Venus, Erde, Mars, Jupiter und Saturn sind alle im obigen, horizontal verkürzten Bild zu sehen, während die Positionen von Uranus und Neptun beschriftet sind, obwohl sie zu blass sind, um erkennbar zu sein. Pluto, dessen Planetenstatus kürzlich in Frage gestellt wurde, ist viel zu blass fürs Auge. Der Erdmond ist jedoch zu sehen, wie auch die galileischen Monde Jupiters. Das obige Bild ist die Kehrseite eines anderen, das Voyager 1 im Jahr1990 außerhalb des Sonnensystems aufnahm. MESSENGER, der inzwischen dreimal an Merkur vorbeigeflogen ist, soll planmäßig im nächsten Monat in eine Umlaufbahn um den innersten Planeten des Sonnensystems eintreten.

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Sterngrößen im Vergleich


Credit und Videorechte: morn1415 (YouTube)

Beschreibung: Wie groß ist unsere Sonne, verglichen mit anderen Sternen? In einem bemerkenswerten populären Video, das auf YouTube gezeigt wird, werden die Größen von Planeten und Sternen vom kleinsten bis zum größten verglichen. Das obige Video beginnt mit dem Erdmond und schreitet zu immer größere Planeten in unserem Sonnensystem fort. Als nächstes kommt die Sonne, im Vergleich zu vielen benachbarten, helleren Sternen der Galaxis, unserer Milchstraße. Schließlich rotieren einige der größten bekannten Sterne ins Blickfeld. Beachten Sie, dass die wahren Größen der meisten Sterne außerhalb der Sonne und Beteigeuze nicht durch direkte Beobachtung ermittelt wurden, sondern eher durch Messungen ihrer wahrnehmbaren Helligkeit, Temperatur und Entfernung. Obwohl es ein anregendes, großteils genaues Lernwerkzeug ist, sind APOD-Leser aufgerufen die Lernerfahrung zu ergänzen – und vielleicht an genaueren künftigen Versionen mitzuarbeiten -, indem Sie auf leichte Ungenauigkeiten in diesem Video aufmerksam machen.

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Milchstraße über der Schweiz

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Credit: Stephane Vetter (Nuits sacrees)

Beschreibung: Was ist um diese Jahreszeit am Nachthimmel zu sehen? Um die Antwort zu veranschaulichen wurden zu Beginn dieses Monats ein schönes Land, Wolken und eine Himmelslandschaft über Neuchâtel in der Schweiz fotografiert. Im Vordergrund waren sowohl die schneebedeckten Klippen des wie ein Amphitheater geformten Creux du Van zu sehen als auch die fernen Bäume und die von der Stadt beleuchteten Wolken.

Am Nachthimmel waren um Mitternacht Galaxien zu sehen, darunter der lange Bogen des Zentralbandes unserer Galaxis, der Milchstraße, die Andromedagalaxie (M31) und die Dreiecksgalaxie (M33). Zu den sichtbaren Sternhaufen zählten NGC 752, M34, M35, M41, der Doppelhaufen und Praesepe (M44). An Nebeln waren der Orionnebel (M42), NGC 7822, IC 1396, der Rosettennebel, der Flammensternnebel, der Kaliforniennebel, Herz- und Seelennebel sowie der Pacman-Nebel zu sehen.

Wenn Sie den Mauspfeil über das obige Bild schieben, sehen Sie Beschriftungen für alle Objekte. Doch das obige Weitwinkelbild des Himmels zeigt noch mehr Himelswunder. Welche weiteren Nebel finden Sie im obigen Bild?

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Mammatus-Wolken über Olympic Valley

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Credit und Lizenz: Matt Saal (Wikipedia)

Beschreibung: Was ist mit diesen Wolken passiert? Normale Wolkenunterseiten sind flach, weil feuchte, warme Luft, die aufsteigt und abkühlt, bei einer ganz bestimmten Temperatur zu Wassertröpfchen kondensiert, die üblicherweise einer bestimmten Höhe entspricht. Nachdem sich Wassertröpfchen gebildet haben, wird die Luft zu einer undurchsichtigen Wolke. Unter gewissen Bedingungen können sich jedoch Wolkentaschen bilden, die große Tröpfchen aus Wasser oder Eis enthalten, welche in die klare Luft fallen und dabei verdunsten. Solche Taschen können in der turbulenten Luft in der Nähe eines Gewitters auftreten und sind zum Beispiel nahe dem Gipfel von Ambosswolken zu sehen. Solche Mammatus-Wolken können besonders dramatisch erscheinen, wenn sie seitlich von der Sonne beleuchtet werden. Diese Mammatus-Wolken wurden letzten August über Olympic Valley in Kalifornien (USA) fotografiert.

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Nahaufnahme der Spiralgalaxie NGC 2841

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Credit: NASA, ESA und das Hubble Heritage (STScI / AURA) – ESA / Hubble Collaboration

Beschreibung: Die Spiralgalaxie NGC 2841, etwa 46 Millionen Lichtjahre entfernt, ist im nördlichen Sternbild Ursa Major zu finden. Diese scharfe Ansicht des prächtigen Inseluniversums weist einen auffälligen gelben Kern und eine galaktische Scheibe auf. Staubstraßen, kleine rosarote Sternbildungsregionen und junge, blaue Sternhaufen sind in die ungleichmäßigen, eng gewundenen Spiralarme eingebettet. Im Kontrast dazu weisen viele andere Spiralen gewaltige, weitläufige Arme mit riesigen Sternbildungsregionen auf. NGC 2841 hat einen Durchmesser von mehr als 150.000 Lichtjahren und ist sogar größer als unsere eigene Milchstraße, aber diese Hubble-Nahaufnahme umfasst etwa 34.000 Lichtjahre in der inneren Region der Galaxie. Im Röntgenbereich aufgenommene Bilder liefern Hinweise, dass resultierende Winde und Sternexplosionen Schwaden aus heißem Gas erzeugen, die sich in einen Hof um NGC 2841 hinaus ausdehnen.

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Projekt mit planetarischen Nebeln

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Credit und Bildrechte: J-P Metsävainio (Astro Anarchy)

Beschreibung: Planetarische Nebel werden von sterbenden, sonnenähnlichen Sternen abgestoßen und stellen eine kurze, aber prächtige Schlussphase der Sternentwicklung dar. Die Gashüllen ionisiert eine extrem heiße Quelle in der Mitte – der schrumpfende Kern eines Sterns, dessen Kernfusionstreibstoff zur Neige geht. Ihre einfachen Symmetrien, die in der kosmischen Nacht leuchten, sind faszinierend und haben dieses Plakatprojekt mit planetarischen Nebeln inspiriert. Darin sind neun Planetarier zum Vergleich in einem 3×3-Raster zu sehen. Natürlich werden Freunde der planetarischen Nebel leicht die hellen Messierobjekte M27 – den Hantelnebel -, M76 – den kleinen Hantelnebel -, und M57 – den Ringnebel – heraussuchen können -, aber auch NGC 6543, bekannt als Katzenaugen-Nebel. Weniger bekannte Nebel sind der Medusa-Nebel und der Käfer-Nebel. Alle Bilder wurden mit detailreichen Schmalbanddaten gemacht und sind im gleichen Winkelmaß dargestellt, das 20 Bogenminuten (1/3 Grad) umfasst. Bei dieser Größenordnung entspricht der graue Kreis der sichtbaren Größe des Vollmondes am Himmel. Diese planetarischen Nebel deuten das Schicksal unserer eigenen Sonne an, wenn in weiteren 5 Milliarden Jahren der Kernbrennstoff in ihrem Inneren zur Neige geht.

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