Ein ungewöhnliches SETI-Signal

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: SETI League

Beschreibung: Niemand weiß genau, wie dieses Signal verursacht wurde. Es gibt eine kleine Chance, dass es von einer außerirdischen Intelligenz stammt. Die hellen Farben auf dem blauen Hintergrund lassen den Schluss zu, dass hier auf der Erde ein ungewöhnliches Signal von einem Radioteleskop empfangen wurde, das an einer Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI) beteiligt ist. Die Suche nach diesen Signalen wird von mehreren Gruppen fortgeführt, etwa den freiwilligen Helfern der SETI League. Auf der senkrechten Achse dieser Grafik ist die Zeit abzulesen, auf der horizontalen die Frequenz. Obwohl dieses starke Signal niemals sicher bestätigt wurde, entdeckten Astronomen darin viele Merkmale, die für einen eher alltäglichen und letztendlich irdischen Ursprung charakteristisch wären. In diesem Fall wäre es am wahrscheinlichsten, dass das Signal von einer ungewöhnlichen Modulation zwischen einem GPS-Satelliten und einer unbekannten irdischen Quelle stammt. Viele ungewöhnliche Signale aus dem All bleiben unerkannt. Kein Signal war bisher stark genug oder konnte lange genug ampfangen werden, um eindeutig als von einer außerirdischen Intelligenz stammend bestätigt zu werden.

Zur Originalseite

Apollo 14: Ein Blick von Antares

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Edgar Mitchell, Apollo 14, NASA; Mosaik: Eric M. Jones

Beschreibung: Als der Astronaut Ed Mitchell vor vierzig Jahren aus dem Fenster des Landemoduls Antares von Apollo 14 blickte, schoss er eine Fotoserie der Mondoberfläche, die von einem Herausgeber des Apollo Lunar Surface Journal, Eric Jones, zu diesem detailreichen Mosaik zusammengefasst wurden. Die Aussicht blickt von der Landestelle aus nach Nordwesten über das Fra-Mauro-Hochland, nachdem die Apollo-14-Astronauten ihren zweiten und letzten Mondspaziergang durchgeführt hatten. Ihr Modular Equipment Transporter (MET), eine Art Handkarren mit zwei Rädern, mit dem Werkzeug und Proben transportiert wurden, steht markant im Vordergrund. Am Horizont, oben in der Mitte, steht ein 1,5 Meter breiter Felsbrocken, der „Schildkrötenstein“ genannt wurde. Im flachen Krater unter dem Schildkrötenfelsen befindet sich der lange, weiße Handgriff eines Instruments zum Sammeln von Proben, das Mitchell wie einen Speer dorthin geworfen hatte. Alan Shepard, Mitchells Kollege auf dem Mond und erster Amerikaner im All, verwendete auch einen provisorischen Golfschläger um zwei Golfbälle abzuschlagen. Einer von Shepards Golfbällen ist gerade noch als weißer Punkt unter Mitchells Speer zu sehen.

Zur Originalseite

Zeta Oph: Ausreißerstern

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: NASA, JPL-Caltech, WISE-Team

Beschreibung: Wie ein Schiff, das durch das kosmische Meer pflügt, erzeugt der Ausreißerstern Zeta Ophiuchi die gewölbte interstellare Bugenwelle oder Kopfwelle, die auf diesem atemberaubenden Infrarotbild der Raumsonde WISE zu sehen ist. Der bläuliche Zeta Oph, ein Stern, der etwa 20mal massereicher ist als die Sonne, steht in dieser Falschfarben-Ansicht nahe der Bildmitte und bewegt sich mit 24 Kilometern pro Sekunde nach oben. Sein starker Sternenwind eilt ihm voraus, wobei er die staubhaltige interstellare Materie komprimiert und aufheizt und dabei die kurvenförmige Stoßfront formt. In der Umgebung liegen Wolken aus relativ ruhigem Material. Wie ist dieser Stern in Bewegung geraten? Zeta Oph war wahrscheinlich ursprünglich Teil eines Doppelsternsystems mit einem massereicheren und daher kurzlebigeren Begleitstern. Als der Begleiter als Supernova explodierte und katastrophal an Masse verlor, wurde Zeta Oph aus dem System hinauskatapultiert. Zeta Oph ist etwa 460 Lichtjahre entfernt und 65.000mal leuchtkräftiger als die Sonne. Er wäre einer der hellsten Sterne am Himmel, wenn er nicht von undurchsichtigem Staub umgeben wäre. Das WISE-Bild umfasst in der geschätzten Entfernung von Zeta Ophiuchi etwa 1,5 Grad oder 12 Lichtjahre.

Zur Originalseite

Sechs Welten für Kepler-11

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Illustrationscredit: Tim Pyle, NASA

Beschreibung: Sechs Welten umkreisen Kepler-11, einen 2000 Lichtjahre entfernten sonnenähnlichen Stern im Sternbild Schwan (Cygnus). Die neue Entdeckung, die auf Daten der Planeten jagenden Raumsonde Kepler der NASA beruht, macht das Kepler-11-System zum vollsten Exoplaneten-System, das wir kennen. Die Illustration vergleicht es mit unserem Sonnensystem und zeigt, dass fünf der Planeten von Kepler-11 näher an ihrem Heimatstern kreisen als der Merkur an der Sonne und Umlaufzeiten zwischen 10 und 47 Tagen aufweisen. Alle sechs sind größer als die Erde und bestehen wahrscheinlich aus einer Mischung aus Gestein und Gas. Ihr Vorhandensein sowie ihre Größen und Massen wurden durch sorgfältige Beobachtung des Ausmaßes ermittelt, in dem die Planeten das Licht von Kepler-11 abblenden, wenn sie vor dem Stern vorbeiziehen. Im August 2010 registrierten Keplers Teleskop und Kamera sogar den gleichzeitigen Transit dreier Planeten im System. Wie gestern angekündigt hat die Kepler-Mission unter Anwendung der Transit-Technik in einem Sichtfeld, das nur etwa 1/400stel des Himmels umfasst, inzwischen mehr als 1200 Kandidaten für Exoplaneten ermittelt. Dieses faszinierende Ergebnis lässt darauf schließen, dass es in unserer Galaxis viele noch unentdeckte Planeten gibt, die Sterne umkreisen.

Zur Originalseite

Mond und Venus über der Schweiz

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: David Kaplan

Beschreibung: Manchmal ist der Morgenhimmel eine Kombination aus stimmungsvoll und surreal. So könnte man den Himmel letzten Sonntag vor Sonnenaufgang beschreiben, wie er an einem verschneiten Hang im Osten der Schweiz zu sehen war. Ruhige Wolken bedecken die Szenerie, von unten her beleuchtet von den Lichtern des Dorfes Trübbach. Ein schneebedeckter Berg, der Mittlerspitz, posiert pathetisch oben links, über der kleinen, viel tiefer liegenden Stadt Balzers in Liechtenstein schwebend. Die Gipfel der Alpen sind sind weit rechts auf der anderen Seite zu sehen, knap unter der frisch aufgehenden Sonne. Oben rechts sind der Sichelmond und der helle Planet Venus zu sehen. Die Venus bleibt den ganzen Monat lang am Morgenhimmel, auch wenn sie wahrscheinlich nicht in einer so fotogenen Umgebung stehen wird.

Zur Originalseite

Zehn Hoch


Credit und Videorechte: Charles und Ray Eames (Eames Office)

Beschreibung: Wie unterscheidet sich das Universum im kleinen, mittleren und großen Maßstab? Der berühmteste Wissenschafts-Kurzfilm seiner Generation zeigt atemberaubende Vergleiche. Dieser Film, „Zehn Hoch“ aus den 1960er Jahren, wurde nun offiziell auf YouTube veröffentlicht und ist oben eingebettet. Bitte klicken Sie auf den Pfeil im Bild, um das neun Minuten lange Video zu sehen. Von einer Picknick-Decke in der Nähe von Chicago geht es hinaus am Virgo-Galaxienhaufen vorbei, alle zehn Sekunden zeigt der Film ein Quadrat, das an jeder Kante zehnmal größer ist als das vorige. Dann läuft das Video zurück, verkleinert das Bild alle zwei Sekunden um den Faktor zehn und endet schließlich im Inneren eines einzelnen Protons. Der Ablauf von „Zehn-Hoch“ basiert auf dem Buch „Cosmic View“ von Kees Boeke aus dem Jahr 1957, wie auch der ähnliche, aber großteils animierte Film „Cosmic Zoom„, der ebenfalls Ende der 1960er Jahre entstand. Die sich verändernden Perspektiven sind so spannend und interessant, dass Teile davon mithilfe moderner Computertechnik neu erstellt wurden, etwa in den ersten paar Minuten des Films „Contact“ oder in dem kurzen Digitalvideo „The Known Universe„, das letztes Jahr für das American Museum of Natural History erstellt wurde. Ray und ihr Ehemann Charles, die Produzenten des Films, waren ziemlich visionär und erfanden sogar einen eigenen, weithin bekannten Stuhl.

Zur Originalseite