Prometheus steigt durch Saturns F-Ring auf

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA; Farbkomposit: Gordan Ugarkovic

Beschreibung: Was ist der dunkle Streifen unter Prometheus? Obwohl er wie ein Schatten aussieht, oder wie eine Spur, die sich durch aufgewirbeltes Material abhebt, lassen Computersimulationen darauf schließen, dass der dunkle Streifen eher als leerer Pfad zu verstehen ist, der durch die Gravitation des kleinen Saturnmondes gezogen wurde. Die Teilchen folgen Prometheus nicht sosehr, wie sie seitwärts gleiten, an der Stelle vorbei, wo Prometheus war. Jedes Mal, wenn Prometheus durch den F-Ring wandert, den er führt, wird ein dunkles Band erzeugt. Diese Bänder wurden nicht erwartet und wurden erstmals 2004 auf hoch aufgelösten Bildern der robotischen Raumsonde Cassini, die Saturn umkreist, entdeckt. Genaue Untersuchungen der Oberfläche Prometheus‘ im obigen Bild zeigt interessante Strukturen und Krater. Die Raumsonde Cassini erreichte Saturn im Jahr 2004 und wird voraussichtlich, da sie immer noch gut funktioniert, bis 2017 Daten und Bilder aus der fernen, beringten Welt schicken.

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Es kam von der Sonne

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Credit: SOHO-EIT Consortium, ESA, NASA

Beschreibung: Was taucht da am Sonnenrand auf? Was auf den ersten Blick wie ein Sonnenmonster aussehen mag, ist in Wirklichkeit eine Sonnenprotuberanz. Die oben gezeigte Protuberanz, die in diesem Jahr vom die Sonne umkreisenden Satelliten SOHO in einer frühen Phase ihrer Eruption aufgenommen wurde, entwickelte sich rasch zu einer der größten, die je aktenkundig wurden. Sogar auf dieser Abbildung ist die Protuberanz riesig – die Erde würde leicht hineinpassen. Eine Sonnenprotuberanz ist eine dünne Wolke aus Sonnengas, das vom Magnetfeld der Sonne über der Sonnenoberfläche gehalten wird. Eine ruhende Protuberanz bleibt üblicherweise etwa einen Monat lang bestehen, während sich eine eruptive Protuberanz – wie jene, die sich oben entwickelt – innerhalb von Stunden in einem koronalen Massenauswurf (KMA) entladen kann und dabei heißes Gas ins Sonnensystem ausstößt. Protuberanzen sind zwar sehr heiß, erscheinen aber üblicherweise dunkel, wenn man sie vor der Sonne betrachtet, da sie etwas kühler als deren Oberfläche sind. Da sich unsere Sonne im Lauf der nächsten drei Jahre auf ein solares Maximum zubewegt, sind weitere große eruptive Protuberanzen zu erwarten.

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NGC 346 in der Kleinen Magellanschen Wolke

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Credit: A. Nota (ESA/STScI) et al., ESA, NASA

Beschreibung: Wie und warum entstehen all diese Sterne? NGC 346 ist eine Sternbildungsregion mit einem Durchmesser von 200 Lichtjahren, die zu den Haufen und Nebeln in der Kleinen Magellanschen Wolke gehört, und ist oben vom Weltraumteleskop Hubble abgebildet. Die Kleine Magellansche Wolke (KMW), eine Begleitgalaxie der Milchstraße, ist ein Wunder des Südhimmels und etwa 210.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Tukan (Tucana). Astronomen haben bei der Erforschung von NGC 346 eine Population neu entstehender Sterne entdeckt, die an den dunklen, kreuzenden Staubstraßen, die rechts zu sehen sind, aufgereiht sind. Das Licht der jungen Sterne, die immer noch im Inneren ihrer Geburtswolken kollabieren, ist durch den dazwischenliegenden Staub gerötet. Die KMW selbst, eine kleine, irreguläre Galaxie, gehört zu einer Galaxienart, die im frühen Universum häufiger vorkam. Doch diese kleinen Galaxien waren vermuglich die Bausteine der größeren Galaxien, die wir heute vorfinden. Sternkrippen wie NGC 346 innerhalb der KMW ähneln vermutlich ebenfalls jenen, die im frühen Universum zu finden waren.

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Die große Wolke von Magellan

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Credit und Bildrechte: John P. Gleason

Beschreibung: Der portugisische Seefahrer Ferdinand Magellan und seine Besatzung hatten während der ersten Weltumsegelung im 16. Jahrhundert reichlich Zeit um den südlichen Himmel zu studieren. Seither sind zwei unscharfe wolkenartige Objekte, die für Beobachter des Südhimmels leicht sichtbar sind, als die Wolken Magellans bekannt und werden inzwischen als Begleitgalaxien unserer viel größeren Spiralgalaxie, der Milchstraße, verstanden. Die Große Magellansche Wolke (GMW), etwa 180.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Dorado, ist hier als bemerkenswert detailreiches, farbenprächtiges Kompositbild zu sehen. Sternenlicht des zentralen bläulichen Balkens steht in einem Kontrast zu dem vielsagenden rötlichen Leuchten ionisierten atomaren Wasserstoffgases. Sie umfasst etwa 15.000 Lichtjahre und ist somit die massereichste Satellitengalaxie der Milchstraße und Heimat der nächstgelegenen Supernova der Neuzeit, SN 1987A. Der berühmte Fleck links oben ist 30 Doradus, auch bekannt als der prächtige Tarantelnebel. Diese riesige Sternbildungsregion hat einen Durchmesser von etwa 1000 Lichtjahren.

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Aussicht mit NGC 2170

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Credit und Bildrechte: ESO/J. Emerson/VISTA; Danksagung: Cambridge Astronomical Survey Unit

Beschreibung: Diese staubhaltigen Ströme und neu geborenen Sterne, die durch das gehörnte Sternbild Monoceros treiben, sind Teil der aktiven Sternbildungsregion Monoceros R2, eingebettet in eine riesige Molekülwolke. Die kosmische Szenerie wurde vom Durchmusterungsteleskop VISTA im nahen Infrarotlicht aufgenommen. Bilder im sichtbaren Licht zeigen den staubhaltigen NGC 2170, hier rechts neben der Mitte, als einen Komplex aus bläulichen Reflexionsnebeln. Doch diese alles durchdringende Ansicht im nahen Infrarot zeigt verräterische Anzeichen auf fortlaufende Sternbildung und massereiche junge Sterne, die sonst vom Staub verdeckt sind. Energiereiche Winde und Strahlung heißer, junger Sterne formen die interstellaren Wolken neu. Die Region Monoceros R2, die am Himmel in der Nähe des Sterne bildenden Orionnebels steht, ist fast doppelt so weit entfernt wie dieser – etwa 2700 Lichtjahre. In dieser Entfernung umfasst diese Ansicht etwa 80 Lichtjahre.

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Haufen, Hartley und das Herz

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Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Beschreibung: Der faszinierende Komet Hartley 2 kreuzte am 8. Oktober den Nachthimmel des Planeten Erde und passierte den berühmten Doppelsternhaufen im Perseus in einem Abstand von weniger als einem Vollmonddurchmesser. Dieser sehnlich erwartete himmlische Fototermin wurde hier in einem Mosaik aus drei Bildern festgehalten, wobei der grünliche Komet und die Haufen h und Chi Persei links platziert sind. Das gut gewählte Weitwinkelfeld umfasst etwa 7 Grad. Es reicht über die Grenzen des Sternbildes hinaus in die Kassiopeia bis zum Herznebel (IC 1805) ganz rechts. Um den kosmischen Augenblick einzufangen wurde eine relativ kurze Belichtungszeit von 5 Minuten gewählt, um den wandernden Kometen an einem Ort festzuhalten, aber für die Bildfelder in der Mitte und rechts wurde eine längere Aufnahmezeit und ein Schmalbandfilter verwendet. Die Schmalband-Belichtung bringt das zartere rötliche Leuchten des atomaren Wasserstoffgases im Nebel zur Geltung, das einen Kontrast zum Kryptonit-Grün der Koma des Kometen bildet. In den letzten paar Tagen meldeten Kometenbeobachter, dass Hartley 2 soeben an dunklen, klaren Orten für erfahrene Beobachter mit bloßem Auge sichtbar wurde. Am 20. Oktober erreicht der Komet seinen erdnächsten Punkt, etwa 17 Millionen Kilometer entfernt. Am 4. November fliegt eine Raumsonde der NASA am kleinen Kometenkern mit einem geschätzten Durchmesser von nur 1,5 Kilometern vorbei.

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Wissenschaftsmuseum Hubble

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Credit: ESA, Hubble

Beschreibung: Wird das Weltraumteleskop Hubble (HST) in einem Museum enden? Vielleicht nicht, da es den aktuellen Plänen zufolge im Meer zum Absturz gebracht werden soll, sobald es den Geist aufgegeben hat. Doch das tut der Ähnlichkeit zwischen dem berühmten schwebenden Observatorium und jenen, die in Wissenschaftsmuseen auf der ganzen Welt erscheinen – manchmal zusammen mit sinen erstaunlichen Bildern -, keinen Abbruch. Die oben gezeigte Nachbildung des Teleskops erhielt zur Feier des 20. Jahrestags des Starts von Hubble ein pittoreskes Umfeld im italienischen Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti im schönen historischen Palazzo Loredan. Die Szenerie dort erscheint vielleicht ein bisschen surreal, da der Weltraumspäher über einem irdischen Fliesenboden erscheint, umgeben von den Büsten berühmter Denker und unter Bögen, die an Escher erinnern. Wenn Sie Glück haben, finden Sie sogar eine Ausstellung von Hubble-Bildern in Ihrer Nähe. Und wenn dort kein HST-Modell erscheint, können Sie immer noch selbst eins bauen.

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Saturn: hell, dunkel und seltsam

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Credit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wie entstehen diese dunklen Bänder auf Saturn? Manchmal ist ein bisschen Detektivarbeit nötig um das Wie und Warum eines Bildes zu verstehen, das von der um Saturn kreisenden Raumsonde Cassini gemacht wurde. Mal sehen. Die große Kugel links muss Saturn selbst sein. Diese Bögen rechts sind sicherlich die Ringe. Das dunkle Band, das diagonal verläuft, muss Saturns Schatten auf den Ringen sein. Übrig bleiben die ungewöhnlichen dunklen Bänder, die auf Saturns Scheibe liegen – sind das Schatten der Ringe? Ein pingeliger Detektiv würde schlussfolgern, dass sie es nicht sind. Wenn man genau hinsieht, biegen sich die Ringe von unten links hinter dem Planeten nach rechts herum und müssen somit oben links auf der Kameraseite des Planeten vorbeikommen. Also verursachen die Ringe selbst die dunklen Streifen auf Saturn. Diese Ringsegmente erscheinen dunkel, weil sie in Saturns Schatten liegen. Die Nachtseite Saturns zeigt ein zartes Leuchten, wegen des Sonnenlichts, das von anderen Teilen der Ringe reflektiert wird. Alles klar? Wenn es den Fliesenboden nicht gäbe, wäre das Bild von morgen dummerweise noch schwerer zu verstehen.

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NGC 2683: von der Seite sichtbare Spirale

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Credit: Daten: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung: Nikolaus Sulzenauer

Beschreibung: Hat die Spiralgalaxie NGC 2683 einen Balken in der Mitte? Da sie unserer Milchstraße, die einen Balken hat, so ähnlich ist, könnte man das vermuten. Da sie jedoch fast von der Seite zu sehen ist, ist das schwer zu sagen. So oder so, dieses großartige Inseluniversum, das als NGC 2683 katalogisiert ist, liegt an die 20 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Luchs (Lynx). NGC 2683 ist auf dieser kosmischen Aussicht fast von der Seite zu sehen, wobei weiter entfernte Galaxien im Hintergrund verstreut liegen. Gemischtes Licht einer großen Population alter, gelblicher Sterne bildet den auffallend hellen galaktischen Kern. Vor dem Sternenlicht zeichnen sich die Staubstraßen entlang der gewundenen Spiralarme ab, die mit dem verräterischen blauen Leuchten junger Sternhaufen in den Sternbildungsregionen dieser Galaxie gesprenkelt sind.

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Mondbeben überraschend häufig

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Credit: Neil Armstrong, Apollo-11-Besatzung, GRIN, NASA

Beschreibung: Warum gibt es soviele Mondbeben? Eine aktuelle Neualyse der Seismografen, die bei den Apollo-Mondlandungen auf dem Mond zurückgelassen wurden, zeigte eine überraschende Anzahl an Mondbeben, die innerhalb von 30 Kilometern unter der Oberfläche auftraten. Es wurden sogar 28 Mondbeben in Daten, die zwischen 1972 und 1977 aufgezeichnet wurden, festgestellt. Diese Mondbeben waren nicht nur stark genug um Möbel zu bewegen, sogar starre Mondfelsen vibrierten viele Minuten lang, deutlich länger als die gedämpften Felsbeben auf der Erde. Die Ursache der Mondbeben bleibt unbekannt, wobei einer Hypothese zufolge die Landeplätze in Kratern die Vibrationen verursachen. Unabhängig von der Quelle müssen künftige Mondgebäude den regelmäßigen Erschütterungen standhalten. Oben wurde 1969 der Apollo-11-Astronaut Buzz Aldrin fotografiert, als er neben einem kurz zuvor aufgestellten Mondseismometer steht und zur Mondlandefähre zurückblickt.

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Kugelsternhaufen NGC 6934

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Credit: NASA, ESA, Weltraumteleskop Hubble

Beschreibung: Kugelsternhaufen wandern durch den Hof unserer Milchstraße. Diese kugelförmigen Gruppen aus üblicherweise mehreren Hunderttausend Sternen, die durch ihre Gravitation aneinander gebunden sind, sind uralt – älter als die Sterne der galaktischen Scheibe. Messung von Kugelsternhaufen ergaben sogar, dass ihr Alter das Alter des Universums (es muss älter sein als als die Sterne darin!) festlegt, und dass die genaue Feststellung der Entfernungen dieser Haufen eine Stufe auf der Entfernungsskala astronomischer Distanzen liefert. Der Kugelsternhaufen NGC 6934 selbst ist etwa 50.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Delfin. In dieser Entfernung umfasst dieses gestochen scharfe Bild von Hubbles Advanced Camera for Surveys etwa 50 Lichtjahre. Das Alter der Haufensterne wird auf mehrere Milliarden Jahre geschätzt.

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