Feuerring über dem Monument Valley

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Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Wenn der Neumond das Schattenspiel dieser Jahreszeit fortführt, beginnt am 9. Mai um 22:30 UT in Westaustralien der Pfad einer ringförmigen Sonnenfinsternisnach lokaler Zeit am 10. Mai kurz vor Sonnenaufgang. Da sich die Finsternis zeitlich nur wenige Tage vom Mondapogäum entfernt ereignet, bedeckt die Silhouette des Mondes die Sonne während des Finsternishöhepunktes nicht ganz und bildet einen Augenblick lang einen eindrucksvollen Feuerring. Während in einer größeren Region eine partielle Finsternis zu beobachten ist, sieht man die ringförmige Phase in der Mitte der Finsternis entlang eines nur 200 Kilometer breiten, aber 13.000 Kilometer langen Schattenpfades, der sich über den Zentralpazifik erstreckt. Für bestimmte Orte auf dem Pfad dauert der Feuerring 4-6 Minuten. Die Erscheinung der ringförmigen Finsternis vom 9. und 10. Mai nahe dem Horizont (hier online zu sehen) kann man sich anhand dieses dramatischen Kompositbildes vom Mai 2012 vorstellen. Die Zeitrafferserie zeigt den Fortschritt einer ringförmigen Finsternis vor Sonnenuntergang über dem Monument Valley im Südwesten der Vereinigten Staaten.

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Großteleskope der Erde untersuchen GRB 130427A

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Illustrationscredit: NASA, DOE, Fermi-LAT-Collaboration

Beschreibung: Eine gewaltige Explosion ereignete sich im nahen Universum, nun ermitteln Großteleskope auf der ganzen Erde und im Weltraum. Der Gammablitz mit der Bezeichnung GRB 130427A wurde zuerst vom Satelliten Swift im Erdorbit im energiereichen Röntgenspektrum entdeckt und rasch der Erde gemeldet. Nur drei Minuten später fand das Teleskop ISON in New Mexico mit einem halben Meter Durchmesser die Explosion im sichtbaren Licht, bemerkte seine extreme Helligkeit und gab genauere Koordinaten weiter. Innerhalb der nächsten Minuten wurde die helle optische Entsprechung von mehreren rasch ausrichtbaren Teleskopen verfolgt, etwa dem 2-Meter-Teleskop P60 in Kalifornien, dem 1,3-Meter-Teleskop PAIRTEL in New Mexico und dem 2 Meter großen Faulkes Telescope North auf Hawaii. Innerhalb von zwei Stunden stellte das 8,2-Meter-Teleskop Gemini Nord auf Hawaii eine Rotverschiebung von 0,34 fest und platzierte somit die Explosion in eine Entfernung von etwa 3,6 Milliarden Lichtjahren – das ist in kosmologischen Größenordnungen relativ nahe. Zuvor aufgenommene Bilder der RAPTOR-Ganzhimmelsüberwachung wurden abgetastet, und eine sehr helle optische Entsprechung – Größenklasse 7,4 – wurde 50 Sekunden vor dem Swift-Auslöseimpuls entdeckt. Ein Signal von GRB 130427A, dem hellsten Ausbruch der letzten Jahre, wurde ebenfalls in energiearmen Radiowellenlängen vom Very Large Array (VLA) sowie vom Fermi-Satelliten in den höchsten je gemessenen Energiebereichen gemessen. Neutrino, Gravitationswellen und Teleskope, die dafür gebaut wurden, um nur extrem energiereiche Photonen aufzuspüren, suchen in ihren Daten nach einem Signal von GRB 130427A. In der obigen Animation ist zu sehen, wie der gesamte Gammastrahlenhimmel augenblicklich vom intensiven Leuchten von GRB 130427A dominiert wird. Die optische Entsprechung wird sicherlich weithin beobachtet, da die Möglichkeit besteht, dass bald das Leuchten einer klassischen Supernova auftritt.

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Aussicht mit Galaxis und Bucht

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Um so eine Aussicht zu genießen, braucht man Geduld, eine Reise und eine Kamera. Geduld war nötig, um diesen Ort zu finden und auf die passende Zeit zu warten. Man musste eine kurze Reise machen, um diesen felsigen Hochsitz über einer einsamen Bucht im Julia Pfeiffer Burns State Park in Kalifornien (USA) zu erreichen. Und eine Kamera war nötig für die Langzeitaufnahme, um das zarte Licht der Sterne und Nebel der Milchstraße im Hintergrund hervorzuholen. Mondlicht und ein kurzer, künstlicher Blitz beleuchteten im obigen Kompositbild, das vor zwei Wochen fotografiert wurde, den verborgenen Strand und den Einlass hinter den nahen Bäumen. Der meist verdeckte McWay-Wasserfall ist unter der Bildmitte zu sehen, rechts davon der Pazifische Ozean.

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Schweife des Kometen Lemmon

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Bildcredit und Bildrechte: Gerald Rhemann

Beschreibung: Wie entstanden die interessant verschachtelten Schweife, die Komet Lemmon Anfang dieses Jahres zur Schau stellte? Fast jeder Komet, der sich der Sonne nähert, weist allgemein zwei Schweife auf: einen Staubschweif und einen Ionenschweif. Komet Lemmons schmutzig-weißer Staubschweif, der über und um den Kometenkern zu sehen ist, entsteht durch Sonnenlicht, reflektiert von Staub, der vom aufgeheizten Kometenkern ausströmt. Fließend und stärker strukturiert ist jedoch der blaue Ionenschweif von C/2012 F6 (Lemmon), der sich ausbreitet, indem Sonnenwind die vom Kern ausgestoßenen Ionen von der Sonne forttreibt. Bemerkenswert ist auch Koma um Komet Lemmons Kern aus atomarem Kohlenstoffgas, das im Sonnenlicht fluoresziert und daher grün leuchtet. Das obige Bild wurde Mitte April unter dem dunklen Himmel Namibias fotografiert. Komet Lemmon verblasst nun, während er ins äußere Sonnensystem zurückwandert.

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Superzellen-Gewitterwolke über Montana

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Bildcredit und Bildrechte: Sean R. Heavey

Beschreibung: Ist das ein Raumschiff oder eine Wolke? Obwohl es wie ein außerirdisches Mutterschiff aussieht, ist es doch nur eine eindrucksvolle Gewitterwolke, die als Superzelle bezeichnet wird. Solche kolossalen Sturmsysteme rotieren um Mesozyklone – bis zu mehrere Kilometer große rotierende Aufwinde, die sintflutartige Regenfälle und Starkwinde, ja sogar Tornados mit sich bringen können. Zerklüftete Wolken zieren den Rand der Superzelle, während vom Wind verwehter Staub und Regen das Zentrum beherrschen. Ein Baum wartet geduldig im Vordergrund. Die oben gezeigte Superzellenwolke wurde im Juli westlich von Glasgow in Montana (USA) fotografiert, verursachte geringe Schäden und blieb einige Stunden, bevor sie weiterwanderte.

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Ungarische Frühlingsfinsternis

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Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Beschreibung: Letzte Woche bei Sonnenuntergang stieg ein Vollmond über der Frühlingslandschaft von Tihany in Ungarn am nördlichen Ufer des Balaton auf. Während er am klaren Himmel aufging, streifte er bei der ersten partiellen Mondfinsternis des Jahres knapp den dunklen Kernschatten des Planeten Erde. Die partielle Phase am oberen Bildrand, wo die Mondscheibe am oberen Rand verdunkelt ist, dauerte weniger als 27 Minuten. Das Bild wurde aus aufeinanderfolgenden Aufnahmen erstellt und zeigt die natürlichen Farben der Szenerie und die zarten, mit bloßem Auge sichtbaren Schattierungen. Nächste Woche bei Neumond geht das jahreszeitliche Himmelsschattenspiel mit einer ringförmigen Sonnenfinsternis weiter, der Pfad der Ringförmigkeit zieht über Nordaustralien und den Zentralpazifik.

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Pferdekopf: ein größerer Blickwinkel

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Bildaufbau und Bearbeitung: Robert Gendler
Bilddaten: ESO, VISTA, HLA, Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Bilddaten des wuchtigen erdgebundenen VISTA-Teleskops sowie des Weltraumteleskops Hubble wurden zu dieser Weitwinkelperspektiveder interstellaren Landschaft kombiniert, die den berühmten Pferdekopfnebel umgibt. Die staubhaltigen Molekülwolken wurden im nahen Infrarot fotografiert und breiten sich über die Szenerie aus, die am Himmel einen Winkel von etwa zwei Dritteln des Vollmondes bedeckt. Die Breite des Feldes in der Entfernung des Pferdekopfnebels (etwa 1600 Lichtjahre) beträgt etwas mehr als 10 Lichtjahre. Der immer noch erkennbare Pferdekopfnebel, auch als Barnard 33 bekannt, steht oben rechts – eine im nahen Infrarot leuchtende Staubsäule, gekrönt von neugeborenen Sternen. Der helle Reflexionsnebel NGC 2023 links unten ist die beleuchtete Umgebung eines heißen, jungen Sterns. Dichte Wolken am Fundament des Pferdekopfes und den Rändern von NGC 2023 weisen die verräterische rote Emission energiereicher Strahlen auf, die als Herbig-Haro-Objekte bekannt sind und ebenfalls im Zusammenhang mit neugeborenen Sternen stehen.

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Saturnorkan

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Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Nachdem Cassini Ende letzten Jahres die ersten von der Sonne beleuchteten Bilder von Saturns hohem Norden erhielt, fotografierte die Teleobjektiv-Kamera der Raumsonde dieses atemberaubende Bild vom Strudel am Nordpol des Ringplaneten. Das Falschfarbenbild im nahen Infrarot zeigt tief liegende Wolken in roten Farbtönen und hohe Wolken in Grün, weshalb der Nordpol-Orkan wie eine Rose aussieht. Das Auge des Sturms, nach irdischen Maßstäben kolossal, ist etwa 2000 Kilometer groß, die Wolken am äußeren Rand rasen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 500 Kilometern pro Stunde. Der Orkan an Saturns Nordpol wirbelt im Inneren des großen sechseckigen Wettermusters, das als Saturns Sechseck bekannt ist. Natürlich fotografierte Cassini 2006 auch den Orkan bei Saturns Südpol.

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Omega Centauri, der hellste Kugelsternhaufen

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Bildcredit und Bildrechte: Joaquin Polleri und Ezequiel Etcheverry (Observatorio Panameño en San Pedro de Atacama)

Beschreibung: Diese riesige Sternenkugel ist älter als unsere Sonne. Lange bevor sich die Menschheit entwickelte, ehe die Dinosaurier umherwanderten, sogar bevor die Erde überhaupt existierte, verdichteten sich uralte Sternenkugeln und umkreisten die junge Milchstraße. Von den ungefähr 200 Kugelsternhaufen, die bis heute überlebten, ist Omega Centauri der größte – er enthält mehr als zehn Millionen Sterne. Omega Centauri ist auch der hellste Kugelsternhaufen – mit einer scheinbaren Helligkeit von 3,9 Größenklassen ist er für Beobachter des Südhimmels mit bloßem Auge sichtbar. Omega Centauri ist als NGC 5139 katalogisiert, etwa 18.000 Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von 150 Lichtjahren. Anders als viele andere Kugelsternhaufen sind die Sterne in Omega Centauri unterschiedlich alt und besitzen Elementhäufigkeiten, die den Schluss zulassen, dass der 12 Milliarden Jahre alte Kugelsternhaufen eine komplexe Geschichte hinter sich hat.

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