IRAS 05437+2502: Hubble zeigt rätselhafte Sternwolke

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Credit: ESA, Hubble, R. Sahai (JPL), NASA

Beschreibung: Was beleuchtet den Nebel IRAS 05437+2502? Niemand weiß es genau. Besonders rätselhaft ist das helle, auf den Kopf gestellte V, das den oberen Rand des schwebenden Berges dieser interstellaren Wolke bildet und nahe der Bildmitte zu sehen ist. Dieser geisterhafte Nebel enthält eine kleine Sternbildungsregion, die mit dunklem Staub gefüllt ist und erstmals 1983 auf Infrarotbildern des Satelliten IRAS bemerkt wurde. Auch das oben gezeigte Bild des Weltraumteleskops Hubble, das kürzlich veröffentlicht wurde, hat keine klar erkennbare Ursache für den hellen, scharfen Bogen entdeckt, wenngleich es viele neue Details zeigt. Einer Hypothese zufolge entstand der leuchtende Bogen durch einen massereichen Stern, der auf irgendeine Weise eine hohe Geschwindigkeit erreichte und den Nebel inzwischen verlassen hat. Der kleine, blasse IRAS 05437+2502 umfasst nur 1/18tel des Vollmondes im Sternbild Stier (Taurus).

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Zwei Stunden vor Neptun

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Credit: Voyager 2, NASA

Beschreibung: Zwei Stunden vor seiner größten Annäherung an Neptun im Jahr 1989 nahm die Raumsonde Voyager 2 dieses Bild auf. Zum ersten Mal waren lange helle Zirrus-Wolken deutlich zu sehen, die hoch in Neptuns Atmosphäre schweben. Schatten dieser Wolken sind sogar auf tiefer liegenden Wolkendecken zu sehen. Der Großteil von Neptuns Atmosphäre besteht aus Wasserstoff und Helium, die unsichtbar sind. Neptuns blaue Farbe stammt daher von kleineren Mengen atmosphärischen Methans, das vorzugsweise rotes Licht absorbiert. Auf Neptun gibt es die schnellsten Winde im Sonnensystem, welche Spitzengeschwindigkeiten von 2000 Kilometern pro Stunde erreichen. Es gibt Überlegungen, dass in der dichten, heißen Umgebung unterhalb der Wolkenoberflächen von Uranus und Neptun Diamanten entstehen könnten.

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Regenbogen bei Sonnenuntergang

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Credit und Bildrechte: Bernd Thinius (Inastars Observatory Potsdam)

Beschreibung: Wo steht die Sonne, wenn Sie einen Regenbogen sehen? Natürlich hinter Ihnen. Auf diesem reizvollen Panorama, das am 28. Juli aufgenommen wurde, sehen Sie aber einen Regenbogen Seite an Seite mit der Sonne (weit rechts). Die wolkige Ansicht des Sonnenuntergangs umfasst ganze 360 Grad um den Horizont und wurde aus 20 Einzelbildern erstellt, die an einem Observatorium am Stadtrand von Potsdam in Deutschland aufgenommen wurden. Der Regenbogen selbst entsteht durch Sonnenlicht, das im Inneren der Regentropfen aus der Gegenrichtung der Sonne zum Beobachter zurückreflektiert wird. Wenn Sonnenlicht durch die Tropfen fällt und dabei von Luft in Wasser und wieder zurück in die Luft gelangt, werden längere Wellenlängen (rötere Farben) weniger stark gebrochen oder gebeugt als kürzere Wellenlängen (blauere Farben), wodurch das Sonnenlicht in die Regenbogenfarben aufgeteilt wird. Dieses scharfe Bild zeigt neben dem vollständigen prächtigen Primärregenbogen auch subtilere Effekte. Sie sehen einen teilweisen schwächeren Sekundärregenbogen links über dem Primärregenbogen und zarte Bögen knapp innerhalb des Primärregenbogens, die als Interferenzregenbögen bezeichnet werden.

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Die nicht so stille Sonne

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Credit: NASA / Goddard / SDO AIA Team

Beschreibung: Nach einem langen Sonnenminimum ist die Sonne nun nicht mehr so ruhig. Am 1. August hielt dieser Sonnenschnappschuss im extremen Ultraviolett des Solar Dynamics Observatory einen komplexen Ausbruch an Aktivität fest, die sich auf der nördlichen Hemisphäre abspielt. Das Falschfarbenbild zeigt das heiße Sonnenplasma bei Temperaturen zwischen 1 und 2 Millionen Kelvin. Zusammen mit den ausbrechenden Filamenten und Protuberanzen brach links in der aktiven Region eine kleine(!) Sonnenfackel aus, die von einem koronalen Massenauswurf (CME) begleitet wurde – einer Wolke aus Milliarden Tonnen energiereicher Teilchen, die den Planeten Erde ansteuerten. Der Massenauswurf überwand die 150 Millionen Kilometer in nur zwei Tagen und prallte auf die Magnetosphäre der Erde, was einen Sturm im Erdmagnetfeld sowie Nord– und Südlichter hervorrief.

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M8: Der Lagunennebel

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Credit und Bildrechte: Steve Mazlin, Jack Harvey, Rick Gilbert und Daniel Verschatse; (Star Shadows Remote Observatory, PROMPT, CTIO)

Beschreibung: Diese schöne kosmische Wolke ist bei Teleskopspaziergängen im Sternbild Schütze eine beliebte Station. Charles Messier, Tourist im 18. Jahrhundert, katalogisierte den hellen Nebel als M8. Zeitgenössische Astronomen erkannten den Lagunennebel als eine etwa 5000 Lichtjahre ferne aktive Sternkrippe in Richtung des Zentrums unserer Galaxis, der Milchstraße. Bemerkenswerte Details sind auf diesem scharfen Bild zu erkennen, darunter die Filamente aus leuchtendem Gas und dunklen Staubwolken. Nahe der Mitte der Lagune windet sich die helle Form der Sanduhr als turbulentes Ergebnis extremer Sternwinde und intensiven Sternenlichts. Die faszinierende Ansicht ist ein Farbkomposit aus Breit- und Schmalbandbildern, die aufgenommen wurden, als M8 hoch am dunklen chilenischen Himmel stand. Es zeigt die Lagune in einem bläulicheren Farbton als auf den üblichen Bildern, die vom roten Licht der Wasserstoffemissionen dieser Region dominiert werden. In der geschätzten Entfernung des Nebels umfasst das Bild etwa 30 Lichtjahre.

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Finsternis-Schattenkegel über Patagonien

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Credit und Bildrechte: Daniel Fischer (Cosmic Mirror)

Beschreibung: Manchmal ist während einer totalen Sonnenfinsternis ein seltsamer düsterer Schatten zu sehen, der sich in die Ferne hin ausdehnt. Solche Schatten werden als Schattenkegel bezeichnetten und sind sichtbar, weil die Erdatmosphäre nicht völlig transparent ist, sonder Sonnenlicht streut und daher tagsüber blau erscheint. Schattenkegel sind besonders dramatisch bei Finsternissen nahe dem Horizont, weil durch die Geometrie ein langer Korridor aus abgeschatteter Luft entsteht. Oben ist ein Schattenkegel zu sehen, der letzten Monat bei Sonnenuntergang während einer totalen Sonnenfinsternis in Patagonien (Argentinien) aufgenommen wurde. Die verfinsterte Sonne leuchtet wegen des Lichtes der sie umgebenden Korona immer noch hell um den Mondrand herum. Wenige Minuten später begann sich der Mond von der Sonne zu entfernen, während beide hinter den in der Ferne liegenden Anden untergingen.

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Planet und Antennenschüssel

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Credit und Bildrechte:  Alex Cherney (Terrastro)

Beschreibung: Welcher Planet ist das? Er scheint aus „Der kleine Prinz“ zu stammen, doch es ist die Erde, genauer gesagt ein kleiner Teil der Erde. Vier Bilder wurden zu einer stereografischen „Kleiner-Planet“-Projektion kombiniert. Das Fischaugenbild in der Mitte zeigt nach unten, die umgebenden Weitwinkelbilder wurden mit einer Neigung von 30 Grad aufgenommen und später digital hinzugefügt.

Die irdischen Gegenstände rund um die Bildmitte sind grünes Gras, dunkle Schatten sowie nahe und ferne Bäume. Am oberen Bildrand (12 Uhr, wenn der Planet eine Uhr wäre) befindet sich die beleuchtete Parkes-Radioteleskopantenne in New South Wales (Australien). Der Himmel rundum zeigt viele Juwelen des Nachthimmels, etwa den Mond auf 9 Uhr, die Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße zwischen 1:30 und 7 Uhr sowie die Galaxie Kleine Magellansche Wolke auf 5 Uhr. Ein interaktive Vollbildversion ist hier zu sehen.

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Prometheus zieht Schleifen in den Saturnringen

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Credit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was erzeugt die seltsamen dunklen Schleifen in den Saturnringen? Prometheus. Ein Orbitaltanz, an dem der Saturnmond Prometheus beteiligt ist, erzeugt fortwährend ungewöhnliche helle und dunkle Schleifen in Saturns F-Ring. Prometheus kreist knapp innerhalb des dünnen F-Rings um Saturn, dringt jedoch alle 15 Stunden zu seinem inneren Rand vor. Prometheus‘ Gravitation zieht dann die nächstgelegenen Ringpartikel zu dem 80 km großen Mond. Das Ergebnis ist nicht nur ein Strom heller Ringteilchen, sondern auch ein dunkles Band, wo zuvor Ringpartikel waren. Da Prometheus schneller als die Ringteilchen kreist, zieht er eisige Mond bei jedem Durchgang eine neue Schleife heraus. Oben sind mehrere Schleifen oder Kringel auf einmal zu sehen. Das obige Foto wurde im Juni von der Roboter-Raumsonde Cassini aufgenommen, die Saturn umrundet. Der längliche Mond Prometheus ist links zu sehen.

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Die einst geschmolzene Oberfläche der Venus

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Credit: E. De Jong et al. (JPL), MIPL, Magellan Team, NASA

Beschreibung: Was würde man sehen, wenn man mit Radaraugen über die Venus blicken könnte? Diese computergestützte Rekonstruktion der Venusoberfläche wurde aus Daten der Raumsonde Magellan erstellt. Magellan umkreiste zwischen 1990 und 1994 die Venus und kartierte mithilfe von Radar die Oberfläche unseres benachbarten Planeten. Magellan fand viele interessante Oberflächenstrukturen, darunter die großen runden Kuppen mit Durchmessern von typischerweise 25 Kilometern, die oben abgebildet sind. Vermutlich entstanden diese Kuppen durch Vulkanismus, wenngleich der genaue Mechanismus nicht bekannt ist. Die Oberfläche der Venus ist so heiß und lebensfeindlich, dass keine Landesonde dort länger als wenige Minuten funktionierte.

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