Monde und Ringe vor Saturn

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Credit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Halten Sie, wenn Sie um Saturn kreisen, Ausschau nach pittoresken Aneinanderreihungen von Monden und Ringen. Eine weitere auffällige Begegnung ereignete sich letzten März im Blickfeld der von Menschen gebauten und Saturn umrundenden Raumsonde Cassini. Rhea, einer von Saturns größeren Monden, wurde fotografiert, als er an Epimetheus, einem von Saturns kleineren Monden, vorbeizog. Epimetheus, wie oben abgebildet, steht tatsächlich ein gutes Stück hinter dem mit vielen Kratern bedeckten Rhea. Weiter hinten ist zu sehen, wie mehrere der komplexen Ringe Saturns das Bild waagrecht kreuzen. Hinter Monden und Ringen steht der Riese Saturn selbst und zeigt ausgedehnte, aber strukturlose Wolken in dem grünen Licht, in dem das obige Bild aufgenommen wurde. Die Cassini-Mission um Saturn wurde nun bis zum Jahr 2017 verlängert, um das komplexe planetare System im Wandel der Jahreszeiten von Tag- und Nachtgleiche bis zur Sonnenwende besser untersuchen zu können.

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Das galaktische Zentrum in Infrarot von 2MASS

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Credit: 2MASS Project, U. Mass., IPAC/Caltech, NSF, NASA

Beschreibung: Das Zentrum unserer Galaxis ist ein geschäftiger Ort. Im sichtbaren Licht ist ein Großteil des galaktischen Zentrums von undurchsichtigem Staub verdeckt. Im Infrarotlicht leuchtet Staub stärker und verdeckt weniger, was die Aufnahme fast einer Million Sterne im obigen Bild ermöglicht. Das galaktische Zentrum selbst leuchtet links unten und ist etwa 30.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schütze (Sagittarius). Die galaktische Ebene unserer Milchstraße, der Galaxis – jene Ebene, in der die Sonne kreist -, ist anhand der dunklen diagonalen Staubstraße erkennbar. Die undurchsichtigen Staubkörner werden in den Atmosphären kühler roter Riesensterne erzeugt und wachsen zu Molekülwolken. Die Region, die das galaktische Zentrum unmittelbar umgibt, leuchtet hell im Radiobereich und in hochenergetischer Strahlung. Das galaktische Zentrum beherbergt wahrscheinlich ein riesiges Schwarzes Loch.

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Schwarze Löcher in verschmelzenden Galaxien

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Credit: NASA / Swift / NOAO / Michael Koss und Richard Mushotzky (Univ. Maryland)

Beschreibung: Gewaltige Galaxienverschmelzungen können sehr massereiche Schwarze Löcher speisen. Theoretisch ist das Ergebnis starke Strahlung von Regionen in der Nähe sehr massereicher Schwarzen Löcher, was einige der lichtstärksten Objekte im Universum erzeugt. Astronomen bezeichnen sie als aktive galaktische Kerne (AGN). Jahrzehntelang jedoch schien nur etwa 1 Prozent der AGN in einem Zusammenhang mit Galaxienverschmelzungen zu stehen. Neue Ergebnisse einer erstklassigen Himmelsdurchmusterung des NASA-Satelliten Swift im harten (energiereichen) Röntgenlicht zeigt nun jedoch einen starken Zusammenhang von AGN mit verschmelzenden Galaxien. Die harte Röntgenstrahlung durchdringt die Staub- und Gaswolken in verschmelzenden Galaxien leichter und zeigt, dass Strahlung von den aktiven Schwarzen Löchern vorhanden ist. Die Bildfelder zeigen die Orte (in Kreisen) der von Swift im Röntgenbereich entdeckten sehr massereichen Schwarzen Löcher in einer Vielzahl von verschmelzenden Galaxiensystemen. Die optischen Bilder stammen vom Kitt Peak National Observatory in Arizona. Oben in der Mitte ist NGC 7319 und eine kompakte Galaxiengruppe, die als Stephans Quintett bekannt ist.

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Atlantis über Rhodos

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Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Beschreibung: Eine mondbeschienene Kapelle steht im Vordergrund dieser nächtlichen Landschaft der historischen griechischen Insel Rhodos. Der reizende Himmel darüber zeigt eine farbenprächtiger Hof um den Mond, wo das helle Mondlicht von den Wassertröpfchen in den dünnen Wolken, die vor der Mondscheibe vorbeiziehen, gestreut wird. Das Bild wurde am frühen Abend des 17. Mai aufgenommen und ist ein Komposit aus 9 aufeinanderfolgenden Aufnahmen, jede davon 20 Sekunden lang belichtet. Es zeigt auch Sternspuren, darunter die sehr helle Spur des untergehenden Planeten Venus unter dem Mond am rechten Bildrand. Vom Horizont am rechten Bildrand ausgehend wölbt sich zum linken Bildrand die überraschend farbenfrohe Spur der Raumfähre Atlantis, die an die Internationale Raumstation angedockt ist. Das Paar aus Orbiter und Raumstation ist zirka 350 Kilometer über der Erdoberfläche noch in Sonnenlicht getaucht. Obwohl es über dem Himmel von Rhodos passender wäre, wurde die Raumfähre Atlantis nicht direkt nach der legendären Insel Atlantis benannt. Stattdessen wurde sie nach dem klassischen Segelschiff RV Atlantis aus dem Jahr 1930 benannt, dem ersten Forschungsschiff, das vom Woods Hole Oceanographic Institute betrieben wurde.

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M13: Der große Kugelsternhaufen im Herkules

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Credit und Bildrechte: Marco Burali, Tiziano Capecchi, Marco Mancini (Osservatorio MTM)

Beschreibung: 1716 notierte der britische Astronom Edmond Halley, „Dies ist ein nur ein kleiner Fleck, doch er zeigt sich selbst dem bloßen Auge, wenn der Himmel heiter und der Mond abwesend ist.“ Natürlich ist M13, inzwischen bescheidenerweise als der große Kugelsternhaufen im Herkules bekannt, einer der hellsten Kugelsternhaufen am nördlichen Himmel. Teleskopansichten zeigen Hunderte von Tausenden spektakulären Sternen des Haufens. In einer Entfernung von 25.000 Lichtjahren drängen sich die Haufensterne in einer Region mit einem Durchmesser von 150 Lichtjahren, doch wenn man sich dem Kern des Haufens nähert, könnten 100 Sterne und mehr in einem Würfel von nur 3 Lichtjahren Seitenlänge enthalten sein. Zum Vergleich: der sonnennächste Stern ist mehr als 4 Lichtjahre entfernt. Zusammen mit dem dichten Kern des Haufens sind die äußeren Bereiche von M13 auf diesem scharfen Farbbild hervorgehoben. Die weiter entwickelten roten und blauen Riesensterne des Haufens erscheinen in gelblichen und blauen Farbtönen.

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Wolken und Sterne über dem Vulkan Cotopaxi in Ecuador


Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de America), TWAN

Beschreibung: Was geschieht über dem Vulkan Cotopaxi in Ecuador? Einiges, so wie es auf dem obigen Zeitrafferfilm aus einer Nacht aussieht, der Anfang dieses Monats aufgenommen wurde. Der majestätische Vulkan ist zu Beginn des Films durch Lücken in den rasch wandernden Wolken zu sehen. Bald haben sich die Wolken verzogen, und der mit Sternen übersäte Himmel scheint um den schneebedeckten Vulkangipfel zu kreisen. Das Band unserer Galaxis – der Milchstraße -, der dunkle Kohlensacknebel und das Kreuz des Südens sind allesamt hoch oben zu sehen. Satelliten streifen aus verschiedenen Richtungen vorbei. Bald rollen dünne Wolken an und scheinen die hellsten Sterne zum Funkeln zu bringen. Auf dem Vulkan (ab etwa 1:13 im Film) blitzen die Lichter von Bergsteigern auf. Gegen Ende des Films ist zu sehen, wie ein helles Flugzeug über dem Gipfel vorbeifliegt und einen Kondensstreifen hinterlässt, der sich verzieht.

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Blick zurück über den Mars

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Credit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA

Beschreibung: Es war eine lange Reise für den Marsrover Opportunity. Letzte Woche übertraf Opportunity Viking 1 als die am längsten laufende Mission auf dem Mars, die nun schon einiges mehr als sechs Jahre dauert. Oben sind Opportunitys Reifenspuren in einer fast strukturlosen Marswüste zu sehen, ausgehend von einem fernen Horizont. Der Roboter Opportunity, der 2004 auf Meridiani Planum landete, ist zu seiner längsten und bisher gefährlichsten Reise aufgebrochen, mit dem Ziel den großen Krater Endeavor im Laufe des nächsten Jahres zu erreichen. Endeavor, so wird gehofft, enthält neue Hinweise auf die ursprüngliche Geologie des Mars und ob Mars einst Leben beherbergt haben könnte.

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Rho Ophiuchi Weitwinkel

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Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Beschreibung: Die Wolken, die das Sternsystem Rho Ophiuchi umgeben, bilden eine der am nächsten gelegenen Sternbildungsregionen. Rho Ophiuchi selbst ist ein Doppelsternsystem in der leicht gefärbten Region rechts im Bild. Das Sternsystem, das nur etwa 400 Lichtjahre entfernt ist, wird von seiner farbenprächtigen Umgebung geschmückt. Dazu gehört ein roter Emissionsnebel und zahlreiche hell- und dunklebraune Staubstraßen. Rechts über dem Rho-Ophiuchi-Molekülwolkensystem steht der gelbe Stern Antares, während der weiter entfernte, aber in der gleichen Richtung stehende Kugelsternhaufen M4 zwischen Antares und dem roten Emissionsnebel sichtbar ist. Nahe dem unteren Bildrand liegt IC 4592, der „blaue Pferdekopfnebel“. Das blaue Leuchten, welches das Auge des blauen Pferdekopfes umgibt – wie auch andere Sterne im Bild -, ist ein Reflexionsnebel, der aus feinem Staub besteht. Links im Bild steht ein geometrisch gewinkelter Reflexionsnebel, der als Sharpless 1 katalogisiert ist. Hier erzeugt der helle Stern nahe dem Staubstrudel das Licht des umgebenden Reflexionsnebels. Obwohl die meisten dieser Strukturen mit einem kleinen Teleskop, das auf Schlangenträger, Skorpion und Schütze gerichtet ist, sichtbar sind, besteht die einzige Möglichkeit die komplexen Details der Staubwirbel so zu erkennen, wie sie oben zu sehen sind, darin, eine Langzeitbelichtungskamera zu verwenden.

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Station und Raumfähre ziehen vor der Sonne vorbei

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Credit und Bildrechte: Thierry Legault

Beschreibung: Das ist kein Sonnenfleck. Die dunklen Flecken oben rechts im Bild der Sonne sind in Wirklichkeit die Internationale Raumstation (ISS) und der Raumfähre Atlantis bei der Mission STS-132. In der Vergangenheit haben viele Himmelsbeobachter die Raumstation und die Raumfähre als helle Sterne beobachtet, die in der Dämmerung über den Himmel glitten und dabei immer noch im Sonnenlicht glänzten, während sie mehr als 200 Kilometer über der Erdoberfläche kreisten. Doch hier berechnete der Astrofotograf Thierry Legault genau den Eintritt einer noch selteneren Gelegenheit, um die Kombination der Raumfahrzeuge zu fotografieren, während sie als Silhouetten mit hoher Geschwindigkeit über die Sonnenscheibe wanderten. Er schoss das obige Bild letzten Sonntag am 16. Mai, etwa 50 Minuten bevor die Raumfähre an die Raumstation andockte. Atlantis startete kürzlich zu ihrer letzten Mission zur ISS vor ihrem Ruhestand.

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Dunkle Filamente der Sonne

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Credit: NASA / Goddard / SDO AIA Team

Beschreibung: Dieses dunkle Filament, das von Magnetfeldern über einer aktiven Region gehalten wird, umfasst 40 Erddurchmesser. Die bedrohliche Struktur scheint nahe dem Sonnenrand in der Zeit festgefroren zu sein, doch Sonnenfilamente sind instabil und brechen häufig aus. Das detailreiche Szenario wurde am 18. Mai im extrem ultravioletten Licht von Kameras an Bord des Solar Dynamics Observatory aufgenommen. Während das kühlere Plasma der Filamente dunkel wirkt, folgt das heißere, hellere Plasma darunter den Magnetfeldlinien, die von der aktiven Region ausgehen. Filamente sehen jedoch vor dem dunklen Hintergrund des Weltraums hell aus, wenn sie sich über den Sonnenrand wölben, und werden dann als Protuberanzen bezeichnet.

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Ruhiger Sichelmond und Venus

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Credit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Beschreibung: Letztes Wochenende bildeten Moon und Venus nach Sonnenuntergang im Westen ein schönes nahe beisammen stehendes Paar – eine Szenerie, die Himmelsbeobachtern auf der ganzen Welt gefiel. Auf dieser lieblichen Ansicht der Konjunktion aus Schweden liegt der ruhige See Vallentuna im Vordergrund, wobei die Farben des Sonnenuntergangs hinter der Baumlinie am gegenüberliegenden Ufer weiter verblassen. Die Sichel des jungen Mondes leuchtet hell, doch durch das Erdlichtvom Planeten Erde reflektiertes Licht – ist sein ganzer Umriss zu sehen. Für Himmelsbeobachter mit guter Aussicht bedeckte der Mond am Sonntag, 16. Mai, tatsächlich die gleißende Venus (er wanderte im Vordergrund vorbei). Für viele war die Bedeckung am Tag sichtbar.

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