Die ungewöhnlich glatte Oberfläche des Saturnmondes Calypso

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Warum ist dieser Mond so glatt? Vergangenes Wochenende passierte die von Menschen gebaute Raumsonde Cassini, die Saturn umkreist, den kleinen Saturnmond Calypso so nahe wie nie zuvor und bildete ihn sehr detailreich ab. Oben ist ein früh zurückgeschicktes, unbearbeitetes Rohbild des 20 Kilometer langen irregulären Mondes zu sehen. Wie sein Geschwistermond Telesto und der Schäfermond Pandora erweist sich Calypso als ungewöhnlich glatt – viel glatter als die meisten größeren Saturnmonde. Eine Hypothese für Calypsos Glätte ist, dass ein Großteil der Mondoberfläche aus relativ losem Material besteht, was Calypso zu einem Geröllhaufenmond macht. Die lose Natur der kleinen Eisstückchen erlaubt ihnen, viele kleine Krater und andere Oberflächendetails zu füllen. Calypso umkreist Saturn immer hinter dem viel größeren Mond Tethys, während Telestos auf seinem Orbit Tethys immer vorausläuft. Calypsos extrem weiße Oberfläche – frischem Schnee nicht unähnlich – mag das Ergebnis einer kontinuierlichen Anreicherung frischer Eispartikel sein, die von Saturns E-Ring einfallen.

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Dunkle Raumfähre im Anflug

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Credit: Besatzung der Expedition 22, NASA

Beschreibung: Was kommt da angeflogen? Die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation sahen es zuerst in weiter Ferne. Bald wurde es größer und zu einem dunklen Umriss. Als es noch näher kam, entpuppte sich die Silhouette als Raumschiff. Schließlich stellte sich letzten Dienstag kurz nach fünf Uhr (GMT) heraus, dass das Objekt die Raumfähre Endeavor war, der wie erwartet an der die Erde umkreisenden Raumstation anlegte. Oben wurde die Endeavour, als sie näherkam, nahe dem Erdhorizont abgebildet, wo verschiedene Schichten der Erdatmosphäre sichtbar waren. Unmittelbar hinter der Raumfähre ist die Mesosphäre zu sehen, die blau leuchtet. Die weiß erscheinende atmosphärische Schicht ist die Stratosphäre, während die orangefarbene Schicht die Troposphäre der Erde ist. Für diese Shuttlemission, die mit einem dramatischen Nachtstart begann und bis nächste Woche fortgesetzt wird, sind viele Aufgaben geplant, darunter die Lieferung des Tranquility-Moduls mit der Cupola, einem Erker mit Fenstern, die eine noch bessere Aussicht auf bei der Raumstation ankommende und von ihr ablegende Raumschiffe bieten soll.

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Die Raumsonde Cassini kreuzt Saturns Ringebene

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Credit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wenn das Saturn ist, wo sind dann die Ringe? Als Saturns „Anhängsel“ 1612 verschwanden, verstand Galileo nicht, warum. Noch im selben Jahrhundert fand man heraus, dass Saturns ungewöhnliche Vorsprünge Ringe waren, die scheinbar verschwinden, wenn die Erde die Ringebene kreuzt, weil sie dann von der Kante zu sehen sind. Der Grund dafür ist, dass Saturns Ringe auf eine Ebene begrenzt sind die proportional viel dünner ist als eine Rasierklinge. In jüngster Zeit kreuzte die Roboter-Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist, ebenfalls die Ringebene Saturns. Ende Februar suchte der interessierte spanische Amateur Fernando Garcia Navarro eine Serie von Bildern von Durchgängen der Ebene aus dem riesigen Online-Archiv von Cassinis Rohbildern. Das obige Bild, digital beschnitten und in charakteristischen Farben gesetzt, ist das eindrucksvolle Ergebnis. Saturns dünne Ringebene erscheint blau, die Bänder und Wolken in der oberen Atmosphäre leuchten golden. Da Saturn kürzlich seine Tag- und Nachtgleiche passierte, zeigt die Ringebene heute fast auf die Sonne, und die Ringe können keine solchen hohen, dunklen Schatten werfen, wie sie im oberen Teil des Bildes zu sehen sind, das 2005 aufgenommen wurde. Die Monde erscheinen als Beulen in den Ringen.

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Das Feld der Rose

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Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Was umgibt den blumigen Rosettennebel? Um diese Himmelsregion besser abzubilden, wurde der berühmte blumenartige Emissionsnebel ganz rechts vor kurzem in einem eindrucksvollen Weitwinkelbild festgehalten, das auch einige weitere Glanzlichter des Himmels zeigt. Das Zentrum des Rosettennebels, der als NGC 2237 bezeichnet wird, ist von den hellen, blauen Sternen des offenen Sternhaufens NGC 2244 bevölkert, deren Winde und energiereiches Licht das Zentrum des Nebels evakuieren. Unter der berühmten Blume ist ein Valentinstagssymbol zu sehen, eine Säule aus Staub und Gas, die wie ein Rosenstiel aussieht, aber Hunderte Lichtjahre groß ist. Der helle blaue Stern links unter der Bildmitte wird S Monocerotis genannt. Er gehört zu einem offenen Sternhaufen mit der Bezeichnung NGC 2264, der als Schneeflockennebel bekannt ist. Rechts von S Mon steht eine dunkle, spitze Gestalt – der Kegelnebel, der wahrscheinlich von Winden geformt wurde, die von einem massereichen, von Staub verdeckten Stern ausströmen. Links von S Mon befindet sich der Fuchsfellnebel, eine stürmische Region, die vom sich rasch entwickelnden Schneeflockennebel kreiert wird. Die Rosettenregion ist etwa 5000 Lichtjahre entfernt – ungefähr doppelt so weit wie die Region, die S Mon umgibt. Das ganze Feld ist mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Einhorn (Monoceros) zu sehen.

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Wasserweg in den Orbit

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Credit und Bildrechte: James Vernacotola

Beschreibung: Die 32. Shuttlemission zur internationalen Raumstation, STS-130, verließ den Planeten Erde am 8. Februar. Der frühmorgendliche Start in den Orbit von der Strartrampe 39A am Kennedy Space Center folgte dem langen, anmutigen, ostwärts gerichteten Bogen, der auf dieser 2 Minuten lang belichteten Aufnahme zu sehen ist. Das pathetische Bild ist gut arrangiert und zeigt auch die Reflexion des Bogens im Wasser von der Intracoastal Waterway Bridge in Ponte Vedra, Florida, etwa 185 Kilometer nördlich vom Startplatz. Der abnehmende Sichelmond und die Sterne hinterließen am Himmelshintergrund ihre eigenen kurzen Spuren vor dem immer noch dunklen Himmel. Die hellste Sternspur in der Nähe des Mondes stammte von dem roten Superriesen Antares, dem hellsten Stern im Sternbild Skorpion.

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Teide-Sternspuren

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Credit und Bildrechte: Daniel López

Beschreibung: Der schneebedeckte Vulkan Teide wird auf dieser fast symmetrischen Himmelsansicht von der kanarischen Insel Teneriffa in einem Wasserbecken reflektiert. Der helle Nordstern Polaris steht auf dieser Aufnahme, die auch die gleißende Spur eines Iridiumsatelliten mit polarer Umlaufbahn einfing, über dem Gipfel.

Natürlich ziehen die Sterne, wenn die Kamera auf einem Stativ fix montiert ist, auf lang belichteten Aufnahmen konzentrische Kreise, was die Rotation der Erde um ihre eigene Achse widerspiegelt.

Sie können diesem Bild rasch etwa 4,5 Stunden Belichtungszeit hinzufügen, wenn Sie einfach den Mauspfeil über das Bild schieben. Auch große astronomische Observatorien nützen den Vorteil eines ruhigen Himmels über den Kanarischen Inseln.

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Sternhaufen M34

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Credit undBildrechte: Bob Franke

Beschreibung: Der hübsche offene Sternhaufen M34 hat am Himmel etwa die Größe des Vollmondes. Er ist mit kleinen Teleskopen leicht wahrzunehmen und liegt an die 1800 Lichtjahre entfernt im Sternbild Perseus. In dieser Entfernung erstreckt sich M34 physikalisch gesehen über etwa 15 Lichtjahre. Alle Sterne von M34 wurden zur selben Zeit in derselben Staub- und Gaswolke gebildet und sind zirka 200 Millionen Jahre jung. Doch ähnlich wie jeder Sternhaufen, der in der Ebene unserer Galaxis kreist, wird M34 möglicherweise auseinandergezogen, wenn er bei der Begegnung mit interestellaren Wolken und den anderen Sternen der Milchstraße gravitationsbedingte Gezeitenkräfte erfährt. Vor mehr als vier Milliarden Jahren wurde unsere Sonne wahrscheinlich in einem ähnlichen offenen Sternhaufen gebildet.

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Der Vulkan Sakurajima mit Blitzen

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Credit und Bildrechte: Martin Rietze (Alien Landscapes on Planet Earth)

Beschreibung: Warum entstehen bei einer Vulkaneruption manchmal Blitze? Oben ist der Vulkan Sakurajima im Süden Japans zu sehen, als er Anfang des letzten Monats ausbrach. Magmablasen, so heiß, dass sie leuchten, schießen weg, wenn flüssiger Fels von unten durch die Erdoberfläche bricht. Das obige Bild ist besonders bemerkenswert, da nahe dem Vulkangipfel Blitze zu sehen sind. Warum Blitze entstehen, wird sogar bei gewöhnlichen Gewittern noch untersucht, doch die Ursache vulkanischer Blitze ist noch viel rätselhafter. Sicherlich gleichen Blitzschläge elektrisch entgegengesetzt geladene und voneinander getrennte Bereiche aus. Einer Hypothese zufolge sind hochgeschleuderte Magmablasen und vulkanische Asche elektrisch geladen, und durch ihre Bewegung erzeugen sie diese getrennten Areale. Andere Vulkanblitze könnten durch Ladung induzierende Kollisionen im vulkanischen Staub entstehen. Blitze entstehen ständig irgendwo auf der Erde, üblicherweise mehr als 40 pro Sekunde.

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Nachtstart der Raumfähre Endeavour

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Credit: NASA

Beschreibung: Manchmal startet der Spaceshuttle in der Nacht. Oben ist zu sehen, wie die Raumfähre Endeavour gestern in den frühen Morgenstunden von der Startrampe 39A am Kennedy Space Center in Florida (USA) abhob, ihr Ziel ist die Internationale Raumstation ISS. Ein Nachtstart, der im Lauf des Jahres manchmal zum leichteren Erreichen der Raumstation nützlich ist, bietet oft eine Gelegenheit für lebhafte Startbilder. Der Shuttle ist, wie oben zu sehen, von gewaltigen, typischen Abgaswolken umgeben, die ausgestoßen wurden, als die mächtigen Raketen des Shuttles begannen den zwei Millionen Kilogramm schweren Weltraumbus in den Erdorbit zu heben. Die Mission der Endeavour mit der Bezeichnung STS-130 umfasst den Transport des Tranquility-Moduls zur Raumstation. Tranquility wird den Astronauten der Raumstation mehr Platz bieten und enthält einen Satz großer runder Fenster, die eine erheblich verbesserte Aussicht auf die Erde, den Nachthimmel und die Raumstation selbst ermöglichen.

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Ein Sonnenhalo über Kambodscha

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Credit und Bildrechte: Nagy Attila

Beschreibung: Haben Sie schon einmal einen Halo um die Sonne gesehen? Dieser ziemlich alltägliche Anblick ergibt sich, wenn hoch gelegene, dünne Wolken, die Millionen winziger Eiskristalle enthalten, einen Großteil des Himmels bedecken. Jeder Eiskristall agiert wie eine Miniaturlinse. Weil die meisten Kristalle eine ähnliche längliche hexagonale Form haben, wird Licht, das in eine Kristallfläche ein- und durch die gegenüberliegende Fläche wieder austritt, um 22 Grad gebrochen, was mit dem Radius des Sonnenhalos korrespondiert. Ein ähnlicher Mondhalo ist manchmal in der Nacht zu sehen. Dieser fast vollständige Sonnenhalo wurde über dem antiken Bayon in Angkor (Kambodscha) fotografiert. Auf welche Weise sich die Eiskristalle in den Wolken bilden, wird noch erforscht.

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Die Einsteinkreuz-Gravitationslinse

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Credit und Bildrechte: J. Rhoads (ASU) et al., WIYN, AURA, NOAO, NSF

Beschreibung: Die meisten Galaxien haben nur einen Kern – hat diese Galaxie vier? Die seltsame Antwort führt Astronomen zu dem Schluss, dass der Kern der umgebenden Galaxie auf diesem Bild nicht einmal sichtbar ist. Stattdessen stammt das Kleeblatt in der Mitte von Licht, das von einem Hintergrundquasar abgestrahlt wird. Das Gravitationsfeld der sichtbaren Vordergrundgalaxie bricht das Licht dieses fernen Quasars in vier eigenständige Bilder. Der Quasar muss genau in einer Linie hinter der Mitte der massereichen Galaxie stehen, um ein Trugbild wie dieses entstehen zu lassen. Allgemein ist der Effekt als Gravitationslinseneffekt bekannt, und dieser spezielle Fall trägt die Bezeichnung Einsteinkreuz. Noch merkwürdiger ist, dass die relative Helligkeit der Bilder des Einsteinkreuzes variiert, weil sie bisweilen durch einen zusätzlichen Gravitationslinseneffekt einzelner Sterne in der Vordergrundgalaxie verstärkt werden.

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