M81 und Arps Bogen

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Bildcredit und -rechte: R Jay GaBany; Mitarbeit: A. Sollima (IAC),
A. Gil de Paz (U. Complutense Madrid) D. Martínez-Delgado (IAC, MPIA), J.J. Gallego-Laborda (Fosca Nit Obs.), T. Hallas (Hallas Obs.)

Beschreibung: Die große, schöne Spirale M81, eine der hellsten Galaxien am Himmel des Planeten Erde und von ähnlicher Größe wie die Milchstraße, liegt 11,8 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Großer Bär (Ursa Major). Dieses detailreiche Bild der Region enthüllt Details im hellen, gelben Kern, zeigt jedoch auch zartere Strukturen in den großartigen blauen Spiralarmen der Galaxie und den weitläufigen Staubspuren. Es zeigt auch das ausgedehnte, gebogene Merkmal, das als Arps Bogen bekannt ist und sich rechts aus der Galaxienscheibe zu erheben scheint. Arps Bogen wurde in den 1960er Jahren untersucht und für einen Gezeitenschweif gehalten – Materie, die durch gravitative Wechselwirkung mit ihrer Nachbargalaxie M82 aus M81 herausgezogen wurde. Doch jüngste Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil von Arps Bogen wahrscheinlich innerhalb unserer eigenen Galaxie liegt. Die Farben des Bogens im sichtbaren und infraroten Licht entsprechen den Farben der weit verbreiteten Staubwolken, jenen relativ wenig erforschten galaktischen Ranken, die nur wenige hundert Lichtjahre über der Ebene der Milchstraße liegen. Zusammen mit den Sternen der Milchstraße liegen die Wolken im Vordergrund dieser bemerkenswerten Ansicht. Der Zwergbegleiter von M81, Holmberg IX, ist links über der großen Spirale zu sehen. Am Himmel umfasst dieses Bild etwa 0,5 Grad, das ist etwa die Größe des Vollmondes.

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Der Krater Intrepid auf dem Mars

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Credit: Mars Exploration Rover Mission, Cornell, JPL, NASA

Beschreibung: Der Roboter-Rover Opportunity ist auf einen weiteren kleinen Krater auf dem Mars gestoßen. Oben ist der Krater Intrepid zu sehen, ein Impaktbecken mit einem Druchmesser von 20 Metern, nur wenig größer als der Krater Nereus, auf den Opportunity letztes Jahr gestoßen ist. Das obige Bild ist annähernd farbecht, aber waagrecht verkürzt dargestellt, um ein Weitwinkel-Panorama unterzubringen. Der Krater Intrepid wurde nach dem Mondmodul Intrepid benannt, das im November vor 41 Jahren die Apollo-12-Astronauten zum Erdmond brachte. Hinter dem Krater Intrepid und weiten Bereichen rostiger Marswüste liegen die Gipfel am Rand des größeren Kraters Endeavor, die am Horizont zu sehen sind. Wenn Opportunity gelingt scharfkantige Felsen und weichen Sand zu vermeiden, könnte er im Lauf des nächsten Jahres Endeavour erreichen.

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Zu nahe an einem schwarzen Loch

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Credit und Bildrechte: Alain Riazuelo

Beschreibung: Was würden Sie sehen, wenn Sie zu einem schwarzen Loch kämen? Oben ist ein computergeneriertes Bild zu sehen, das zeigt, wie seltsam die Dinge aussehen würden. Das schwarze Loch besitzt eine so starke Gravitation, dass Licht merklich in seine Richtung gebogen ist – was einige sehr ungewöhnliche visuelle Verzerrungen verursachen würde. Jeder Stern im normalen Bildfeld hat mindestens zwei helle Abbildungen – eine auf jeder Seite des schwarzen Lochs. In der Nähe des schwarzen Lochs sehen Sie den gesamten Himmel – Licht aus jeder Richtung ist rund herum gebeugt und kommt zu Ihnen zurück. Die ursprüngliche Hintergrundkarte wurde der 2MASSInfrarot-Himmelsdurchmusterung entnommen, überlagert von Sternen des Henry-DraperKatalogs. Schwarze Löcher werden für den dichtesten Zustand gehalten, den Materie annehmen kann, und es gibt indirekte Hinweise auf ihr Vorkommen in Doppelsternsystemen und den Zentren von Kugelsternhaufen, Galaxien und Quasaren.

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Mono Lake: Heimat der fremdartigen Mikrobe GFAJ-1

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Credit: Wikipedia; Einschub: Jodi Switzer Blum

Beschreibung: Wie fremdartig könnte außerirdisches Leben sein? Ein Indiz, dass die wichtigsten Elemente, aus denen sich einen Großteil der terrestrischen Lebensformen zusammensetzt, draußen im Universum andere sein könnten, wurde im ungewöhnlichen Mono Lake in Kalifornien in den USA entdeckt. Ein Bakterium auf dem Grund des Sees liefert Hinweise, dass es nicht nur eine Fülle an normalerweise giftigem Arsen erträgt, sondern Arsen vielleicht sogar als Ersatz für Phosphor nützt, ein Element, das von jeder anderen irdischen Lebensform gebraucht wird. Das Ergebnis ist überraschend – und vielleicht kontrovers -, zum Teil, weil Arsen enthaltende organische Moleküle für viel brüchiger gehalten wurden als organische Moleküle, die Phosphor enthalten. Oben ist der 7,5 Kilometer große Mono Lake von dem nahe gelegenen Mount Dana aus zu sehen. Das kleine Bild zeigt GFAJ-1, jene ungewöhnlichen Bakterien, die vielleicht auf einer anderen Welt überleben könnten.

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Mondaufgang im Schatten des Mauna Kea

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Credit und Bildrechte: Michael Connelley (U. Hawaii)

Beschreibung: Wie kann der Mond duch einen Berg hindurch aufgehen? Kann er nicht – was hier fotografiert wurde, ist ein Mondaufgang, der durch den Schatten eines großen Vulkans zu sehen ist. Der Vulkan ist der Mauna Kea auf Hawai’i in den USA, ein häufig aufgesuchter Ort für spektakuläre Fotos, seit er der wohl führende Beobachtungs platz auf dem Planeten Erde ist. Die Sonne ist soeben auf der gegenüberliegenden Seite hinter der Kamera untergegangen. Außerdem hat der Mond gerade seine volle Phase hinter sich – wo genau er in seiner vollen Phase aufgehen würde, vielleicht sogar verdunkelt, ist exakt beim Gipfel des Schattens. Die Brechung des Mondlichtes durch die Erdatmosphäre lässt den Mond leicht oval erscheinen. Aschekegel alter Vulkanausbrüche sind im Vordergrund zu sehen. Die Wolkenoberseiten unter dem Gipfel des Mauna Kea sind ungewöhnlich flach, was auf ein rasches Sinken der Luftfeuchtigkeit schließen lässt, weshalb die Luft häufig ungewöhnlich trocken ist – eine weitere Eigenschaft dieser Sternbeobachtungsstätte.

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Sonnenuntergang bei der Spiral-Mole

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Bildcredit und Bildrechte: Arne Erisoty

Beschreibung: In der dunkler werdenden Dämmerung am Ende eines Augusttages erschienen einen Moment lang diese breiten, dunklen Bänder am Himmel und waren bei Robert Smithsons Spiral-Mole an der östlichen Küste des Großen Salzsees in Utah zu sehen. Sie wurden von Strahlen aus Sonnenlicht umrissen, die als Dämmerungsstrahlen bekannt sind, und die eigentlich Schatten sind, die von Wolken am fernen, westlichen Horizont geworfen werden, nachdem die untergehende Sonne hinter ihnen aus der Sicht verschwunden ist. Die Wolkenschatten verlaufen parallel, scheinen aber wegen der Perspektive in der Ferne zusammenzulaufen. Smithsons berühmtester Erdwall, aufgewickelt an der salzverkrusteten Seeoberfläche, bildet einen dramatischen Kontrast zu den zusammenlaufenden Linien. Die Spiral-Mole wurde 1970 errichtet, als der Wasserspiegel ungewöhnlich niedrig war, und wurde innerhalb weniger Jahren völlig überschwemmt, als der Spiegel anstieg. Nun, da sie wieder knapp über dem Wasser liegt, war sie einen großen Teil ihres Bestehens im salzigen See untergetaucht.

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M33: Dreiecksgalaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Manfred Konrad

Beschreibung: Das kleine, nördliche Sternbild Dreieck beherbergt die prächtige, von oben sichtbare Spiralgalaxie M33. Zu ihren gängigen Namen zählen Feuerradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 misst mehr als 50.000 Lichtjahren im Durchmesser und ist die drittgrößte Galaxie der Lokalen Gruppe nach der Andromedagalaxie (M31) und unserer eigenen Milchstraße. M33, etwa 3 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt, wird für eine Begleitgalaxie der Andromedagalaxie gehalten, und Astronomen in diesen beiden Galaxien hätten wahrscheinlich spektakuläre Ausblicke auf das jeweils andere große Spiralsternsystem. Was die Aussicht vom Planeten Erde betrifft, zeigt dieses scharfe, detailreiche Bild die prächtigen blauen Sternhaufen und rötlichen Sternbildungsregionen von M33 entlang der lose gewundenen Spiralarme der Galaxie. Der höhlenartige Nebel NGC 604 ist die hellste Sternbildungsregion, hier vom Galaxienzentrum aus etwa auf der 4-Uhr-Position zu sehen. Wie bei M31 half auch bei M33 die Population gut vermessener veränderlicher Sterne diese Spirale zu einer kosmischen Messlatte bei der Festlegung der Entfernungsskala im Universum zu machen.

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Hartley-2-Sternhaufentour

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Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA-Projekt, CAST)

Beschreibung: Anfang November wurde der kleine, aber aktive Komet Hartley 2 (103/P Hartley) der fünfte Komet, der von einem Raumschiff des Planeten Erde aus der Nähe fotografiert wurde. Hartley 2 setzt seine Reise durch das Sonnensystem mit einer Umlaufzeit von 6 Jahren fort und steht nun im nautischen Sternbild Puppis. Der Komet, an Orten mit dunklem Himmel immer noch ein Ziel für Ferngläser oder kleine Teleskope, ist auf diesem Kompositbild vom 27. November zu sehen, wobei er sich das reichhaltige, 2,5 Grad große Sichtfeld mit einigen Sternhaufen teilt, die irdischen Himmelsbeobachtern gut bekannt sind. Rechts unter der reizenden Koma des Kometen liegt der helle M47, ein junger, etwa 80 Millionen Jahre alter offener Sternhaufen, der ungefähr 1600 Lichtjahre entfernt ist. Links darunter steht der ältere offene Haufen M46 mit einem Alter von zirka 300 Millionen Jahren und 5400 Lichtjahre entfernt. Der kurze, blasse Schweif von Hartley 2 erstreckt sich sogar nach oben rechts bis zu einem weiteren zarten Sternhaufen in der Szenerie, NGC 2423. Am 27. November war Komet Hartley 2 etwa 2,25 Lichtminuten von der Erde entfernt. Während er zum unteren Rand dieses Feldes zog, führte die Kometenbahn am 28. November zwischen M46 und M47 hindurch.

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Marsmond Phobos von Mars Express

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Credit: G. Neukum (FU Berlin) et al., Mars Express, DLR, ESA; Danksagung: Peter Masek

Beschreibung: Warum ist Phobos so dunkel? Phobos, der größere und innere der beiden Marsmonde, ist der dunkelste Mond im ganzen Sonnensystem. Seine ungewöhnliche Umlaufbahn und Farbe lassen den Schluss zu, dass er ein eingefangener Asteroid ist, der aus einer Mischung aus Eis und dunklem Fels besteht. Das obige Bild von Phobos nahe dem Marsrand wurde im letzten Monat von der Roboter-Raumsonde Mars Express aufgenommen, die derzeit den Mars umkreist. Phobos ist ein stark mit Kratern übersäter, öder Mond, sein größter Krater liegt auf der Rückseite. Aus Bildern wie diesem schließt man, dass Phobos von vielleicht einem Meter losem Staub bedeckt ist. Phobos kreist so nahe um Mars, dass er an manchen Orten zweimal pro Tag auf- und untergeht, an anderen Orten jedoch gar nicht sichtbar ist. Phobos‚ Umlaufbahn um Mars sinkt kontinuielich ab – er wird wahrscheinlich auseinanderbrechen, und seine Teile werden in etwa 50 Millionen Jahren auf die Marsoberfläche stürzen.

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