Mondfinsternis zur Sonnenwende

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Credit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Beschreibung: Heute Abend wird der Mond einige Zeit nach Sonnenuntergang dunkel. Diese totale Mondfinsternis, bei welcher der ganze Mond in den Schatten der Erde eintritt, ist von ganz Nordamerika aus sichtbar, während die partielle Phase der Finsternis von einem Großteil der Welt aus sichtbar sein wird. Beobachter an der Ostküste Nordamerikas müssen bis nach Mitternacht auf den Beginn der Totalität warten, während Westküstenbewohner noch vor Mitternacht einen völlig verdunkelten Mond sehen.

Oben ist eine digitale Prognose in Bildform zu sehen, wie der Mond und der umgebende Himmel zur Mitte der Finsternis erscheinen könnten. Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, sehen Sie eine Beschriftung. Die Teile des Mondes, die in den mit „umbra“ (Kernschatten) beschrifteten Kreis eintreten, erscheinen am dunkelsten, da die Sonne dort vollständig von der Erde abgedeckt wird. Jene Teile des Mondes im mit „penumbra“ (Halbschatten) beschrifteten Kreis sind etwas direktem Sonnenlicht ausgesetzt und leuchten daher bis zu einem gewissen Grad durch reflektiertes Licht.

Der verminderte Schein des normalerweise vollen Mondes erlaubt eine ungewöhnlich gute Sicht auf nahe gelegene himmlische Prachtstücke wie den Supernova-Überrest Simeis 147, den offenen Sternhaufen M35 sowie den Krabbennebel M1. Durch Zufall tritt diese Finsternis an dem Tag mit der geringsten Menge an Tageslicht auf der Nordhalbkugel auf – zur Wintersonnenwende. Diese Sonnwendfinsternis ist die erste seit 456 Jahren; die nächste von Europa aus beobachtbare totale Wintersonnwendfinsternis findet am 21. Dezember 2029 statt. (Anmerkung: in Europa ist nur der Beginn der Mondfinsternis morgens kurz vor Monduntergang / vor Sonnenaufgang sichtbar.)

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M82: Galaxie mit supergalaktischem Wind

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Credit: NASA, ESA, das Hubble-Heritage-Team, (STScI / AURA)
Danksagung: M. Mountain (STScI), P. Puxley (NSF), J. Gallagher (U. Wisconsin)

Beschreibung: Was befeuert die Zigarrengalaxie? M82, als welche diese irreguläre Galaxie ebenfalls bekannt ist, wurde durch eine kürzliche Begegnung mit der großen Spiralgalaxie M81 aufgewühlt. Dennoch erklärt das den Ursprung roten Leuchtens des sich außen ausdehnenden Gases nicht vollständig. Jüngste Hinweise lassen den Schluss zu, dass dieses Gas von den gemeinsam austretenden Teilchenströmen zahlreicher Sterne angetrieben wird, die zusammen einen galaktischen Superwind erzeugen. Das obige Fotomosaik betont eine spezifische Farbe roten Lichts, die von ionisiertem Wasserstoffgas ausgestrahlt wird, wodurch detailreiche Fasern dieses Gases sichtbar werden. Die Filamente dehnen sich mehr als 10.000 Lichtjahre weit aus. Die 12 Millionen Lichtjahre entfernte Zigarrengalaxie ist im Infrarotlicht die hellste Galaxie am Himmel. Sie ist auch im sichtbaren Licht mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Großer Bär (Ursa Major) zu sehen.

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Nordamerika und der Pelikan

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Hier befinden sich vertraute Formen an fremdartigen Orten. Links liegt ein Emissionsnebel, der als NGC 7000 katalogisiert ist und teils wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Kontinent Nordamerika auf unserem Planeten berühmt ist. Die Emissionsregion rechts neben dem Nordamerikanebel ist IC 5070 und ist wegen ihres suggestiven Umrisses auch als Pelikannebel bekannt. Die beiden Nebel sind durch eine dunkle Wolke aus undurchsichtigem Staub getrennt und sind etwa 1500 Lichtjahre von uns entfernt. In dieser Entfernung umfasst das 4 Grad große Sichtfeld 100 Lichtjahre. Dieses spektakuläre kosmische Porträt kombiniert Schmalbandaufnahmen der Region mittels einer Falschfarben-Farbpalette, um die hellen Ionisationsfronten mit den zarten Details der Silhouetten dunkler, staubhaltiger Formen zu betonen. Emissionen von atomarem Wasserstoff, Schwefel und Sauerstoff wurden in den Schmalbanddaten aufgezeichnet. Diese Nebel sind mit dem Fernglas an dunklen Orten zu sehen – suchen Sie dazu vom hellen Stern Deneb im Sternbild Schwan (Cygnus) ausgehend in nordöstlicher Richtung.

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Ein Meteor-Augenblick

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Bildcredit und Bildrechte: Amir Hossein Abolfath (TWAN)

Beschreibung: Dieser ungemein helle Feuerkugel-Meteor blitzte zeitig in der Früh am kalten, klaren Dienstagmorgenhimmel über dem Kuhrud-Gebirge im Zentraliran, zeitlich nahe dem Höhepunkt des alljährlichen Geminiden-Meteorstroms. Um den Meteor-Augenblick zusammen mit der nächtlichen Winterhimmelslandschaft einzufangen, wurde die Kamera des Fotografen auf einem Stativ montiert und der Verschluss etwa 1,5 Minuten lang geöffnet. In dieser Zeit zog die Vielzahl an Sternen langsam kurze, gebogene Spuren am Himmel – eine Widerspiegelung der täglichen Rotation des Planeten Erde um seine Achse. Der gleißende Blitz des Meteors durch die Szenerie war dennoch kurz. Da er auf seinem Weg die Farbe änderte, hinterließ er auch einen rötlichen Strudel aus heißem, leuchtendem Gas nahe der Mitte seines Pfades. Die Berge stehen als Silhouette vor dem gleichbleibenden Leuchten der Stadtlichter.

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Geminiden über Kitt Peak

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Bildcredit und Bildrechte: David A. Harvey

Beschreibung: Zwei große Teleskopkuppeln stehen im Vordergrund dieser Himmelsaussicht vom Kitt-Peak-Nationalobservatorium nahe Tucson in Arizona (USA). Die pathetische Szene wurde am Dienstag in den frühen Morgenstunden um den Höhepunkt des Geminiden-Meteorschwarms herum aufgenommen. Das der Kamera am nächsten stehende Gebäude mit offenem Kuppelspalt enthält das 2,3-Meter-Bok Teleskop (90 Zoll), das vom Steward-Observatorium der Universität von Arizona betrieben wird. Hinter dem Bok befindet sich die Kuppel des Mayall-4-Meter-Teleskops. Natürlich wurden keine Teleskope gebraucht, um zu genießen, wie die Meteore über den Himmel streiften! Das Kompositbild besteht aus 13 Aufnahmen, die je 15 Sekunden lang belichtet wurden und mit einer Weitwinkel-Linse in einem Zeitraum von mehr als 2 Stunden in der warmen, klaren Kitt-Peak-Nacht aufgenommen wurden. Dieser Meteorstrom, ein alljährliches Himmelsereignis, entsteht, wenn der Planet Erde durch den Staub des geheimnisvollen, asteroidenartigen Objekts 3200 Phaethon pflügt.

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Riesige Sonnenprotuberanz bricht aus


Credit: GSFC der NASA, SDO AIA Team, ESA JHelioviewer Team

Beschreibung: Klicken Sie auf den Pfeil und beobachten Sie, wie ein ungewöhnlich langes Filament aus der Sonne heraus explodiert. Das Filament war in diesem Monat bereits länger als eine Woche vor seiner Explosion über der Sonnenoberfläche beobachtet worden. Die Bildfolge wurde vom Solar Dynamics Observatory (SDO) im Erdorbit in einer Farbe des ultravioletten Lichts, die von Helium ausgestrahlt wird, aufgenommen. Die Explosion erzeugte einen koronalen Massenauswurf, der hochenergiereiches Plasma ins Sonnensystem verbreitete. Diese Plasmawolke verfehlte die Erde jedoch und erzeugte daher keine Polarlichter. Die obige Eruption und eine ungewöhnlich ausgedehnte Eruption, die sich im August ereignete, zeigen, wie sich weit auseinander liegende Gebiete der Sonne manchmal übereinstimmend verhalten können. Explosionen wie diese werden wahrscheinlich im Lauf der nächsten Jahre häufiger, da sich unsere Sonne einem Sonnenmaximum nähert.

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Start einer Delta IV Heavy

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Credit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Beschreibung: Sie ist die größte Rakete, die derzeit Einsatz ist. Die Delta IV Heavy ist die größte der Delta-Serie, welche den Schub von drei Raketentriebwerken statt wie üblich nur eines vereint. Die sich daraus ergebende Rakete, die leistungsstärkste der US-Luftwaffe, ist in der Lage mehr als 23.000 Kilogramm in den niedrigen Erdorbit zu transportieren, was mit der Leistung des Spaceshuttles der NASA vergleichbar ist. Oben ist der zweite Start der Delta IV Heavy in Cape Canaveral in Florida (USA) im Jahr 2007 zu sehen, sowie der erste Nachtstart. Auf beiden Seiten der Rakete sind komplexe Versorgungstürme zu sehen. Die Rakete brachte einen Reconnaisance-Satelliten erfolgreich in eine niedrige Erdumlaufbahn. Die Delta IV Heavy hat seither sieben weitere Starts erfolgreich durchgeführt, während ihr nächster Start derzeit für nächsten Monat an der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien (USA) geplant ist.

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Den Himmel betrachten

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Credit und Bildrechte: Amir Taheri

Beschreibung: Haben Sie in letzter Zeit den Himmel betrachtet? Heute Nacht haben Nachteulen an vielen nördlichen Beobachtungsplätzen eine gute Gelegenheit dazu, wenn immer wieder Meteore des Geminidenstroms vorbeiflitzen. Der Meteorstrom der Geminiden ist langsam stärker geworden und soll heute Nacht seinen Höhepunkt erreichen. Auf dem oben gezeigten Bild wurde vor zehn Tagen eine Gruppe Himmelsschaulustiger in der Marandschabwüste im Iran kurz vor der Morgendämmerung vor einem dunklen, wundersamen Himmel fotografiert, an dem der Planet Venus und eine Mondsichel zu sehen waren. Heute Nacht werden Mars und Merkur bei Sonnenuntergang knapp über dem südwestlichen Horizont sichtbar sein, während der zunehmende Halbmond etwa um Mitternacht untergeht.

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Leoniden über dem Torre de la Guaita

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Bildcredit und –rechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Im Jahr 1999 erreichte der Meteorstrom der Leoniden einen eindrucksvollen Höhepunkt. Beobachter in Europa konnten bei der Anzahl der Meteore eine klar eingegrenzte Spitze erkennen, die etwa um 0210 UTC in den frühen Morgenstunden des 18. November zu sehen waren. Die Anzahl der Meteore stieg auf 1000 pro Stunde – das Minimum, das einen echten Meteorsturm ausmacht. Zu anderen Zeiten und an anderen Orten der Welt berichteten Beobachter üblicherweise von ansehnlichen Quoten von zwischen 30 und 100 Meteoren pro Stunde. Dieses Foto ist eine 20-Minuten-Belichtung, die endete, kurz bevor der Höhepunkt der Leoniden begann. Zu sehen sind mindestens fünf LeonidenMeteore, die hoch über dem Torre de la Guaita streifen – er wurde in Girona in Spanien im 12. Jahrhundert als Beobachtungsturm genützt. Im Laufe der kommenden Nächte bieten die Geminiden die voraussichtlich beste Meteorschau dieses Jahres.

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Meteor am Wüstenhimmel

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Bildcredit und –rechte: Wally Pacholka (AstroPics.com, TWAN)

Beschreibung: Der alljährliche wiederkehrende Meteorstrom der Geminiden, der entsteht, wenn der Planet Erde durch Staubteilchen vom geheimnisvollen, asteroidenähnlichen 3200 Phaethon wandert, sollte der beste Meteorschauer des Jahres sein. Die Geminiden erreichen ihren Höhepunkt voraussichtlich in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember, doch Sie können bereits dieses Wochenende nach Geminiden-Meteoren Ausschau halten. Die besten Chancen bieten sich nach Mitternacht bei dunklem, mondlosem Himmel, wenn der Radiant des Stroms im Sternbild Zwillinge (Gemini) ein gutes Stück über dem Horizont steht – eine Situation, die Himmelsbeobachter auf der Nordhalbkugel bevorzugt. Auf diesem Bild des Geminiden-Stroms 2009 blitzt ein heller Meteor mit grünlichem Farbton bei Barstow, (Kalifornien, USA) über den Himmel der Mojave-Wüste. Im Hintergrund rahmen die hellen Sterne der nördlichen, als Großer Wagen bekannten Sterngruppe den Meteorblitz.

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Bedeckung in der Dämmerung

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Bildcredit und Bildrechte: Doug Zubenel (TWAN)

Beschreibung: Eine dünne, einen Tag alte Mondsichel umarmte am Montag, dem 6. Dezember, nach Sonnenuntergang den westlichen Horizont. Der Mond bedeckte auch den oder passierte vor dem Mars. Doch nur einige gut platzierte Himmelsbeobachter auf einem Pfad durch Nordamerika konnten den Schlussakt dieser Bedeckung durch den Mond im heller werdenden Zwielicht beobachten. Diese mit Teleobjektiv gemachte Aufnahme zum Beispiel zeigt den Mars als Lichtpunkt, kurz nachdem er hinter dem sonnenbeleuchteten Rand des Sichelmondes aufgetaucht war. Der leuchtende Himmelsblick wurde von De Soto in Kansas mitten in den USA aufgenommen. Natürlich wird die totale Mondfinsternis, die diesen Monat stattfindet, ein viel größeres Publikum an Mondschwärmern in der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember unterhalten.

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