M51: Die Strudelgalaxie

Das Bild zeigt die wechselwirkenden Galaxien Messier 51 im Sternbild Jagdhunde.

Bildcredit und Bildrechte: Fabian Neyer

Suche den Großen Wagen und folge vom Kasten ausgehend der Deichsel zum letzten hellen Stern. Schiebe dann das Teleskop ein bisschen nach Südwesten. Dort befindet sich dieses atemberaubende Paar wechselwirkender Galaxien. Es ist der 51. Eintrag in Charles Messiers berühmtem Katalog.

Die große Galaxie mit ausgeprägter Spiralstruktur ist vielleicht der erste als solcher entdeckte Spiralnebel und auch als NGC 5194 katalogisiert. Ihre Spiralarme und Staubbahnen schweifen deutlich vor ihrer Begleitgalaxie NGC 5195 links daneben. Das Paar ist etwa 31 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt offiziell innerhalb der Grenzen des kleinen Sternbildes Jagdhunde (Canes Venatici).

Wenn ihr M51 mit Teleskop betrachtet, sieht sie blass und verschwommen aus. Doch dieses bemerkenswerte Bild zeigt viele Details der wechselwirkenden Galaxien und galaktischen Gezeitentrümmer in markanten Farben. Das Bild entstand aus fast 90 Stunden an Schmalband-Bilddaten. Es zeigt unter anderem eine riesige leuchtende Wolke aus rötlichem ionisiertem Wasserstoff, die im M51-System entdeckt wurde.

Zur Originalseite

Schärfere Ansicht der Spiralgalaxie M74

Die prächtige Spiralgalaxie Messier 74, auch NGC 628 im Sternbild Fische, zeigt viele Details, die auf früheren Aufnahmen nur angedeutet waren.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI; Bearbeitungs-Bildrechte: Robert Eder

Die prächtige Spiralgalaxie Messier 74 ist auch als NGC 628 bekannt und liegt etwa 32 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Fische. Das Inseluniversum besitzt ungefähr 100 Milliarden Sternen und zwei markante Spiralarme. Astronom*innen sehen in M74 schon lange ein perfektes Beispiel einer klassischen Spiralgalaxie.

Die Zentralregion von M74 wurde auf diesem kürzlich bearbeiteten Bild mit öffentlich verfügbaren Daten des Weltraumteleskops James Webb in einen klaren, scharfen Fokus gerückt. Die gefärbte Kombination von Bilddatensätzen stammt von den beiden Webb-Instrumenten NIRcam und MIRI, die in nahen und mittleren Infrarotwellenlängen arbeiten. Es zeigt kühlere Sterne und staubige Strukturen in der klassischen Spiralgalaxie, die auf bisherigen Weltraumaufnahmen nur angedeutet waren.

Zur Originalseite

Spiralgalaxie NGC6744

Die Spiralgalaxie NGC 6744 in der Großen Magellanschen Wolke im Sternbild Pfau ist größer als unsere Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Basudeb Chakrabarti

Die schöne Spiralgalaxie NGC 6744 hat einen Durchmesser von fast 175.000 Lichtjahren und ist somit größer als unsere Milchstraße. Sie ist etwa 30 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im südlichen Sternbild Pfau. In kleinen Teleskopen erscheint sie nur als blasses, ausgedehntes Objekt.

Diese Teleskopansicht umfasst einen Bereich, der etwa die Winkelgröße eines Vollmondes umfasst. Auf dem sehr detailreichen Galaxienporträt ist die Scheibe des nahen Inseluniversums zu unserer Sichtlinie geneigt. Der riesige längliche gelbliche Kern der Galaxie ist vom Licht alter, kühler Sterne geprägt. Außerhalb des Kerns sind die prächtigen Spiralarme mit jungen, blauen Sternhaufen gefüllt und von rötlichen Sternbildungsregionen gesprenkelt.

Ein verlängerter Arm reicht über die kleinere Begleitgalaxie NGC 6744A rechts unten. Die galaktische Begleiterin NGC 6744 erinnert an eine Begleitgalaxie der Milchstraße, die Große Magellansche Wolke.

Zur Originalseite

M51: Hubble zeigt die Strudelgalaxie

Messier 51, auch bekannt als NGC 5194, ist eine der malerischsten Galaxien am Himmel im Sternbild Jagdhunde.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung und Bildrechte: Bernard Miller

Die Strudelgalaxie ist eine klassische Spiralgalaxie. M51, auch bekannt als NGC 5194, ist nur 30 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von 60.000 Lichtjahren. Sie ist eine der hellsten und malerischsten Galaxien am Himmel.

Dieses Bild zeigt viele scharfe Details, es wurden Aufnahmen digital kombiniert, die das Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit in unterschiedlichen Farben aufnahm. Mit einem guten Fernglas könnt ihr diesen Strudel im Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici) sehen.

M51 ist eine SCSpiralgalaxie und ein markantes Mitglied einer ganzen Galaxiengruppe. Forscherinnen und Forscher vermuten, dass die Spiralstruktur von M51 vor allem auf ihre gravitative Wechselwirkung mit der kleineren Galaxie links im Bild entsteht.

Zur Originalseite

Arp 286: Trio in der Jungfrau

Das Galaxientrio NGC 5569, NGC 5560,  NGC 5566 im Sternbild Jungfrau ist auch als Arp 286 katalogisiert.

Bildcredit und Bildrechte: Nicolas Rolland, Telescope.Live

Dieses farbenprächtige Teleskopsichtfeld zeigt ein Trio wechselwirkender Galaxien im Sternbild Jungfrau (Virgo), das fast 90 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Die beiden gezackten Sterne rechts liegen im Vordergrund in der Milchstraße und spiegeln die extragalaktischen Farbtöne wider – eine Erinnerung, dass Sterne in unserer Galaxis ähnlich sind wie jene in fernen Inseluniversen.

NGC 5566 mit ausladenden Spiralarmen und undurchsichtigen Staubbahnen ist die markanteste Galaxie im Trio, ihr Durchmesser beträgt gewaltige 150.000 Lichtjahre. Darüber liegt die kleinere, bläuliche NGC 5569. Nahe der Mitte befindet sich eine dritte Galaxie, NGC 5560, die offenbar durch ihre Wechselwirkungen mit der massereichen NGC 5566 gestreckt und verzerrt wird.

Das Trio ist auch als Arp 286 in Halton Arps Atlas merkwürdiger Galaxien eingetragen. Heute betrachtet man solche kosmischen Wechselwirkungen als natürlichen Teil in der Entwicklung von Galaxien.

Zur Originalseite

NGC 4565: Galaxie von der Seite

Die Spiralgalaxie NGC 4565 im Sternbild Haar der Berenike ist von der Seite sichtbar.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Sherick

Die prächtige Spiralgalaxie NGC 4565 ist auf dem Planeten Erde von der Seite zu sehen. Wegen ihres schmalen Profils ist sie auch als die Nadelgalaxie bekannt. Die helle Galaxie NGC 4565 ist eine Station bei vielen Teleskopreisen am nördlichen Himmel im blassen, aber gepflegten Sternbild Haar der Berenike.

Dieses scharfe, farbenprächtige Bild zeigt den kantigen, gewölbten zentralen Kern der Galaxie, der von undurchsichtigen Staubbahnen durchschnitten wird, welche die dünne galaktische Ebene von NGC 4565 säumen.

NGC 4565 ist etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt und an die 100.000 Lichtjahre groß. Am Himmel ist NGC 4565 mit kleinen Teleskopen leicht erkennbar und gilt als markantes Schmuckstück, das Messier übersah.

Zur Originalseite

Andromedas vergangene und künftige Sterne

Das Bild zeigt M31, die Andromedagalaxie, in orange gefärbtem Infrarotlicht und im sichtbaren Licht, das weiß und blau gefärbt ist.

Bildcredit: NASA, NSF, NOAJ, Hubble, Subaru, Mayall, DSS, Spitzer; Bearbeitung und Bildrechte: Robert Gendler und Russell Croman

Dieses Bild von Andromeda zeigt nicht nur, wo es jetzt Sterne gibt, sondern auch, wo bald Sterne sein werden. Die große, schöne Andromedagalaxie M31 ist eine etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Spiralgalaxie. Für dieses faszinierende Kompositbild von Andromeda in Wellenlängen innerhalb und außerhalb des sichtbaren Lichts wurden Aufnahmen von weltraum- und bodenbasierten Observatorien kombiniert.

Sichtbares Licht zeigt, wo die Sterne von M31 jetzt sind. Sie leuchten weiß und blau und wurden von den Teleskopen Hubble, Subaru und Mayall abgebildet. Infrarotlicht zeigt, wo in M31 in naher Zukunft Sterne entstehen. Es ist orangefarben abgebildet und wurde vom Weltraumteleskop Spitzer der NASA aufgenommen.

Das Infrarotlicht zeigt gewaltige, von Sternen erwärmte Staubbahnen entlang der Spiralarme von Andromeda. Der Staub ist ein Indikator für die gewaltige Menge an interstellarem Gas in der Galaxie, es ist Rohmaterial für künftige Sternbildung. Diese neuen Sterne entstehen wahrscheinlich im Laufe der nächsten hundert Millionen Jahre, lange bevor Andromeda in etwa fünf Milliarden Jahren mit unserer Milchstraße verschmilzt.

Zur Originalseite

Die inneren Ringe der Spiralgalaxie NGC 1512

Kernring um das Galaxienzentrum von NGC 1512 im Sternbild Pendeluhr.

Bildcredit: NASA, ESA, Weltraumteleskop Hubble

Die meisten Galaxien haben keine Ringe – warum hat diese Galaxie zwei? Das helle Band nahe dem Zentrum von NGC 1512 ist ein Kernring um das Galaxienzentrum, in dem kürzlich entstandene Sterne hell leuchten.

Doch die meisten Sterne und das dazugehörige Gas und der Staub umkreisen das galaktische Zentrum in einem Ring, der viel weiter draußen verläuft – hier nahe am Bildrand. Dieser Ring wird – gegen die Intuition – als innerer Ring bezeichnet. Bei genauem Hinsehen erkennt ihr, dass dieser innere Ring die Enden eines diffusen Zentralbalkens verbindet, der waagrecht durch die Galaxie verläuft.

Es wird angenommen, dass die Ringstrukturen durch Asymmetrien in NGC 1512 in einem langwierigen Prozess entstehen, der als säkulare Entwicklung bezeichnet wird. Durch die Schwerkraft dieser Galaxienasymmetrien,einschließlich des Sternbalkens fallen Gas und Staub vom inneren Ring zum Kernring und verstärken so seine Sternbildungsrate.

Manche Spiralgalaxien haben noch einen äußeren dritten Ring, der die jeweilige Galaxie noch weiter draußen umkreist.

Zur Originalseite

NGC 3521: Galaxie in einer Blase

Die Spiralgalaxie NGC 3521 im Sternbild Löwe ist 50.000 Lichtjahre von uns entfrnt.

Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson und Mike Selby

Die prächtige Spiralgalaxie NGC 3521 ist an die 35 Millionen Lichtjahre entfernt und befindet sich im nördlichen Frühlingssternbild Löwe. NGC 3521 leuchtet am Himmel des Planeten Erde relativ hell und ist schon mit kleinen Teleskopen gut sichtbar. Trotzdem wird sie von Hobbyfotograf*innen zugunsten anderer Spiralgalaxien im Löwen wie M66 und M65 oft übergangen. Auf diesem farbenprächtigen kosmischen Porträt ist sie jedoch sehr präsent.

Die Galaxie umfasst etwa 50.000 Lichtjahre und besitzt typische fleckige, unregelmäßige Spiralarme, die von Staub, rosaroten Sternbildungsregionen und Haufen aus jungen blauen Sternen gesäumt sind. Auf diesem detailreichen Bild ist NGC 3521 in blasse, riesige blasenähnliche Hüllen eingebettet. Die Hüllen bestehen wahrscheinlich aus Gezeitentrümmern, das sind Sternströme, die aus Begleitgalaxien herausgerissen wurden, als diese in der fernen Vergangenheit mit NGC 3521 verschmolzen sind.

Zur Originalseite

Porträt von NGC 3628

Porträt der Spiralgalaxie NGC3628, auch bekannt als Hamburger-Galaxie im Leo-Triplett im Sternbild Löwe.

Bildcredit und Bildrechte: Wilhelm Michael Kasakow, Olaf Guillaume

Beschreibung: Scharfe Teleskopansichten von NGC 3628 zeigen eine flauschige galaktische Scheibe, die von dunklen Staubbahnen geteilt wird. Das Porträt der prächtigen, von der Kante sichtbaren Spiralgalaxie erinnert manche an ihren landläufigen Spitznamen: Hamburgergalaxie.

Das Bild zeigt auch eine kleine Galaxie in der Nähe (unten) – wahrscheinlich eine Begleitgalaxie von NGC 3628 – und einen sehr blassen, ausladenden Gezeitenschweif. Der hinausgezogene Schweif reicht etwa 300.000 Lichtjahre weit – über den linken oberen Bildrand hinaus. NGC 3628 teilt ihre Nachbarschaft im lokalen Universum mit den großen Spiralgalaxien M65 und M66, diese Gruppe ist auch als Leo-Triplett bekannt. Gravitations-Wechselwirkungen mit ihren kosmischen Nachbarn führten wahrscheinlich zu dem Gezeitenschweif sowie zu der Auffächerung und Verformung der Spiralscheibe.

Das reizende Inseluniversum selbst ist ungefähr 100.000 Lichtjahre groß und 35 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Frühlingssternbild Löwe.

Zur Originalseite

Arp 78: Merkwürdige Galaxie im Widder

Die merkwürdige Galaxie Arp 78 oder NGC 772.

Bildcredit und Lizenz: Internationales Gemini-Observatorium / NOIRLab / NSF / AURA; Bearbeitung: T.A. Rector (Univ. Alaska Anchorage), J. Miller (Gemini Observatory/NOIRLab), M. Zamani und D. de Martin

Beschreibung: Die merkwürdige Spiralgalaxie Arp 78 ist liegt innerhalb der Grenzen des starrköpfigen Sternbildes Widder. Das Inseluniversum ist größer als 100.000 Lichtjahre und etwa 100 Millionen Lichtjahre von den Sternen und Nebeln unserer Milchstraße entfernt. Die Galaxie ist auch als NGC 772 bekannt und präsentiert einen markanten äußeren Spiralarm.

Dieses detailreiche kosmische Porträt entstand am großen Teleskop Gemini Nord auf dem Gipfel des Mauna Kea auf Hawaii. Der Spiralarm von Arp 78 ist von ausladenden Staubbahnen und von jungen blauen Sternhaufen gesäumt. Er entstand wahrscheinlich durch Gezeitenkräfte bei galaxienumfassenden gravitativen Wechselwirkungen. Die die dafür verantwortliche nahe Begleitgalaxie ist NGC 770, sie liegt oben außerhalb des Bildes. Im kosmischen Sichtfeld sind weiter entfernte Hintergrundgalaxien erkennbar.

Zur Originalseite