Nebel im Kreuz des Nordens

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Credit und Bildrechte: Rolf Geissinger

Beschreibung: Erkunden Sie eine prächtige, komplexe Region mit Nebeln, die auf dieser Weitwinkel-Himmelslandschaft über die Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße, verstreut sind. Das Bild betont kosmische Gaswolken auf einer 25 mal 25 Grad großen Ansicht, die auf das Kreuz des Nordens, jene berühmte Sterngruppe im Sternbild Schwan, zentriert ist.

Der helle, heiße Superriesenstern Deneb am oberen Ende des Kreuzes, Sadr nahe der Mitte, und der schöne Albireo verlaufen diagonal durch die Szenerie. Beliebte Stationen eines Teleskoprundgangs wie die Nordamerika– und die Pelikan-Emissionsregionen, der Schmetterlingsnebel (IC 1318) sowie der Sichel– und der Schleiernebel sind leicht zu erkennen, wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben. Vor den leuchtenden interstellaren Wolken und dicht gefüllten Sternfeldern hebt sich auch der dunkle Nördliche Kohlensack ab, der Teil einer Reihe undurchsichtiger Staubwolken ist, welche die große Teilung in der Milchstraße bilden.

Diese Nebulositäten des Nördlichen Kreuzes sind allesamt etwa 2000 Lichtjahre entfernt angesiedelt. Zusammen mit der Sonne liegen sie im Orion-Spiralarm unserer Galaxis.

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Schwestern am staubhaltigen Himmel

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Credit und Bildrechte: John Davis

Beschreibung: Der Sternhaufen der hübschen Plejaden oder der sieben Schwestern, der in einer Entfernung von etwa 400 Lichtjahren durch eine kosmische Staubwolke rast, ist bekannt für seine auffälligen Reflexionsnebel. Am staubhaltigen Himmel im Sternbild Stier (Taurus) und im Orion-Arm unserer Galaxis, der Milchstraße, ist der berühmte Sternhaufen auf diesem bemerkenswerten Bild oben links zu sehen. Doch auch weniger bekannte staubhaltige Nebel liegen in der fruchtbaren Molekülwolke dieser Region, im nur 10 Grad großen Bildfeld, darunter das vogelähnliche Antlitz LBN 777 nahe der Mitte. Der kleine bläuliche Reflexionsnebel VdB 27 unten rechts steht in Verbindung mit dem jungen, veränderlichen Stern RY Tau. In der Entfernung der Plejaden umfasst das aus 5 Einzelbildern erstellte Mosaik fast 70 Lichtjahre.

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Reifbedecktes Blatt und Orion

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Credit und Bildrechte: Masahiro Miyasaka

Beschreibung: Manchmal können Sie etwas Nachthimmel in Kunst integrieren. Zu Beginn dieses Monats wurde über Japan ein malerischer Nachthimmel hinter einem pittoresken, reifbedeckten Blatt fotografiert. Die reflektierenden Eiskristalle auf dem Blatt ahmen gelassen die leuchtenden Sterne in weiter Ferne nach. Der Hintergrundhimmel auf dieser 48-Sekunden-Weitwinkelaufnahme mag jedoch ziemlich interessant und vertraut erscheinen. Weit links, wenngleich schwierig zu finden, taucht ein streifender Meteor auf. Rechts unter dem Meteor ist der längere, hellere Streifen eines Flugzeugs zu sehen. Der helle Stern links ist der Hundsstern Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel. Rechts von Sirius steht das Sternbild Orion mit den drei Gürtelsternen in einer Linie unter dem roten Riesen Beteigeuze. Der helle Lichtpfad weiter rechts ist der offene Sternhaufen der Plejaden. Ähnliche Ansichten mit dem Sternbild Orion sind in den nächsten Monaten über einem Großteil der Nordhalbkugel zu sehen, auch wenn Sie vielleicht selbst für ein Blatt sorgen müssen.

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Atome-für-Frieden-Galaxienkollision

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Credit: ESO

Beschreibung: Wird das dereinst aus unserer Galaxis, der Milchstraße? Möglicherweise – wenn wir in wenigen Milliarden Jahren mit der Andromedagalaxie kollidieren. Oben ist NGC 7252 abgebildet, ein Durcheinander aus Sternen, die durch die gewaltige Kollision zweier riesigen Galaxien gebildet wurden. Die Kollision wird Hunderte Millionen Jahre dauern und wurde daher im obigen Bild quasi in der Zeit eingefroren. Der daraus resultierende Tumult wird als Atome-für-Frieden-Galaxie bezeichnet, wegen ihrer Ähnlichkeit mit der Grafik eines riesigen Atoms. Das obige Bild wurde kürzlich vom 2,2-Meter-Teleskop von MPG und ESO in Chile aufgenommen. NGC 7252 umfasst 600.000 Lichtjahre und steht etwa 220 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann (Aquarius). Da die seitliche Geschwindigkeit der Andromedagalaxie (M31) derzeit unbekannt ist, weiß niemand mit Sicherheit, ob die Milchstraße jemals mit M31 kollidieren wird.

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Heimat von oben

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Credit: Expedition-24-Besatzung, NASA

Beschreibung: Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause. Wärend sie aus dem Fenster der Intarnationalen Raumstation (ISS) blickte, überschaute die Astronautin Tracy Caldwell Dyson den Planeten, auf dem wir alle geboren wurden, und zu dem sie bald zurückkehren würde. Die Höhe der ISS von etwa 350 Kilometern reicht, um den Horizont der Erde deutlich gekrümmt erscheinen zu lassen. Die Fenster der Astronautin Dyson zeigen einige der komplexesten Wolken der Erde in weiß sowie die Leben spendende Atmosphäre und Ozeane in blau. Die Raumstation umrundet die Erde einmal in etwa 90 Minuten. Es ist nicht schwierig für die unten lebenden Menschen zur ISS hinaufzublicken. Die ISS ist regelmäßig als heller Lichtpunkt zu sehen, der knapp nach Sonnenuntergang am Himmel dahingleitet. Teleskope könen sogar die Gesamtstruktur der Raumstation auflösen. Das obige Bild wurde Ende September vom Erkerfenster Cupola der ISS aufgenommen. Dr. Dyson ist Hauptsängerin der Band Max Q.

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Multiversen: Gibt es andere Universen?

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Illustrationscredit und Bildrechte: Clifford Pickover

Beschreibung: Gibt es fast exakte Kopien von uns in anderen Universen? Wenn eine oder mehrere der Multiversen-Hypothesen korrekt sind, dann ist das wahrscheinlich. Auf der obigen computerbearbeiteten Illustration sind unabhängige Universen als unabhängige Kreise oder Kugeln dargestelt. Die Kugeln könnten zufällig von allen anderen Kugeln getrennt sein, was bedeutet, dass keine Kommunikation zwischen ihnen möglich ist. Manche Kugeln könnten verschiedene Umsetzungen unseres Universums darstellen, während in anderen andere physikalische Gesetze gelten könnten. Eine Serie an Paralleluniversen wird als Multiversum bezeichnet. Das menschliche Auge könnte die Möglichkeit darstellen, dass die Umsetzungen einiger Multiversum-Hypothesen nur in den Köpfen von Menschen existieren könnten. Eine Kritik an den Multiversum-Hypothesen lautet, dass sie meist schwer zu überprüfen sind. Bei manchen Multiversum-Hypothesen könnten es daher Spaß machen darüber nachzudenken, aber praktisch unmöglich sein sie zu falsifizieren, daher haben sie voraussichtlich keinen wissenschaftlichen Wert.

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Spiralgalaxie M66

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Credit und Bildrechte: Russell Croman

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie M66 ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt. Das prächtige Inseluniversum mit einem Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren ist Astronomen gut bekannt als Mitglied der Galaxiengruppe Leo-Triplett. In M66 fegen ausgeprägte Staubstraßen und junge, blaue Sternhaufen die Spiralarme entlang, die mit dem vielsagenden Leuchten rosaroter Sternbildungsregionen gesprenkelt sind. Diese farbenprächtige, detailreiche Ansicht enthüllt auch zarte Auswüchse außerhalb der helleren galaktischen Scheibe. Natürlich liegen die hellen Sterne mit Zacken im Vordergund, innerhalb unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße, aber auch viele kleine, ferne Hintergrundgalaxien sind auf diesem kosmischen Schnappschuss zu sehen. Gravitative Wechselwirkungen mit ihren Nachbargalaxien haben wahrscheinlich die Form der Spiralgalaxie M66 beeinflusst.

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NGC 7023: der Irisnebel

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Credit und Bildrechte: Daniel López, IAC

Beschreibung: Wie zarte kosmische Blütenblätter haben diese Wolken interstellaren Staubs und Gases 1300 Lichtjahre entfernt in den fruchtbaren Sternenfeldern des Sternbildes Kepheus geblüht. Der Nebel wird manchmal Irisnebel genannt, ist plichtbewusst als NGC 7023 katalogisiert und nicht der einzige Nebel am Himmel, der die Bildsprache von Blumen hervorruft. Dennoch zeigt dieses schöne Digitalbild eindrucksvoll und detailreich die Farbpalette und Symmetrie des Irisnebels. Innerhalb der Iris umgibt staubförmiges Nebelmaterial einen heißen jungen Stern. Die vorherrschende Farbe des helleren Reflexionsnebels ist blau, charakteristisch für Staubkörner, die Sternenlicht reflektieren. Die Fasern in der Mitte der Staubwolken leuchten mit zarter, rötlicher Photolumineszenz, da manche Staubkörner die unsichtbare Ultraviolettstrahlung des Sterns in sichtbares rotes Licht umwandeln. Beobachtungen im Infrarot lassen darauf schließen, dass dieser Nebel komplexe Kohlenstoffmoleküle enthalten könnte, die als PAHs bekannt sind. Der hier gezeigte helle blaue Teil des Irisnebels hat einen Durchmesser von etwa sechs Lichtjahren.

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Zwei Ansichten, zwei Sicheln

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Credit und Bildrechte: Links: Stefano De Rosa, rechts: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Die Venus ging am 5. November an einem in der Dämmerung leuchtenden Himmel kurz vor der Sonne auf. Für Frühaufsteher war ihre gleißende Sichelphase am besten mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop zu sehen. An diesem Tag stand die Sichelvenus auch in einer engen Konjunktion mit einer weiteren lieblichen Sichel am östlichen Horizont des irdischen Morgenhimmels, dem abnehmenden Sichelmond. Der himmlische Fototermin wurde hier an zwei Orten festgehalten. Links, weniger als ein Grad voneinander getrennt, schweben die beiden Sicheln über einem Wolkenmeer. Das Bild wurde an einem Alpenpass nahe Turin in Italien aufgenommen. Rechts ist eine scharfe Teleobjektivaufnahme zu sehen, die vor einem früheren Sonnenaufgang weiter östlich im Elburs-Gebirge im Iran aufgenommen wurde. Am ruhigen Himmel gleitet der schmale Mond immer noch auf die Venus zu, die kompakte Sichel des hellen Planeten heitert den bergigen Horizont auf. Derzeit kann man die Sichelphase der Venus mit einem Ferngrlas am November-Dämmerungshimmel leicht bewundern. Die ersten Beobachtungen der Venusphasen, die 1610 von Galileo mit seinem Teleskop gemacht wurden, stimmten mit den Vorhersagen des heliozentrischen kopernikanischen Modells des Sonnensystems überein.

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Riesige Gammastrahlenblasen um die Milchstraße gefunden

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Credit: NASA, DOE, Fermi-Gammastrahlen-Weltraumteleskop, LAT-Detektor, D. Finkbeiner et al.

Beschreibung: Wussten Sie, dass sich in unserer Galaxis, der Milchstraße, riesige Blasen befinden, die Gammastrahlen aus der Richtung des galaktischen Zentrums ausstrahlen? Auch sonst wusste das niemand. Als die Daten des die Erde umkreisenden Satelliten Fermi im Lauf der letzten zwei Jahre schärfer wurden, wurde jedoch eine große, ungewöhnliche Struktur in der Richtung unseres galaktischen Zentrums immer deutlicher erkennbar. Die beiden Blasen sind zusammen als das rot und weiß gefleckte Ovale zu sehen, welche die Mitte des obigen, gestern veröffentlichten Ganzhimmelsbild umgeben. Die Ebene unserer Galaxis verläuft waagrecht in Bildmitte. Unter der Annahme, dass die Blasen aus dem galaktischen Zentrum hervorgehen, sind die Blasen riesig – von der Größe her konkurrieren sie mit der ganzen Galaxis und messen von oben bis unten etwa 50.000 Lichtjahre. Schon auf früheren Ganzhimmelskarten gab im Radio-, Mikrowellen– und Röntgenbereich Hinweise auf die Blasen. Der Ursprung der Blasen ist derzeit unbekannt, wird jedoch voraussichtlich in den kommenden Jahren erforscht.

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NGC 4452: Eine extrem dünne Galaxie

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Credit: ESA, Hubble, NASA

Beschreibung: Warum steht da eine Kreissegmentlinie am Himmel? Was da oben abgebildet ist, ist eine Scheibengalaxie, die wir fast exakt von der Seite sehen – eine der am präzisesten ausgerichteten Galaxienscheiben, die wir im Universum kennen. Das Bild des Weltraumteleskop Hubble ist eine spektakuläre visuelle Veranschaulichung, wie dünn Scheiben galaxien sein können. NGC 4452, eine Galaxie im nahe gelegenen Virgo-Galaxienhaufen, ist so dünn, dass sogar schwierig zu erkennen ist, zu welchem Galaxientyp sie gehört. Dass keine Staubstraße zu sehen ist, lässt darauf schließen, dass es sich um eine linsenförmige Galaxie handelt, die wenig Staub enthält, obwohl es dennoch möglich ist, dass ein Blick von oben eine Spiralstruktur zeigen würde. Das ungewöhnliche stellare Liniensegment umfasst etwa 35.000 Lichtjahre von einem Ende bis zum anderen. Nahe der Mitte von NGC 4452 befindet sich eine leichte Wölbung aus Sternen, während Hunderte Hintergrundgalaxien in weiter Ferne zu sehen sind. Galaxien, die so dünn erscheinen, sind selten, vor allem weil unsere Erde (fast) genau in der verlängerten Ebene ihrer dünnen galaktischen Scheibe liegen muss. Galaxien, die tatsächlich so dünn sind, sind relativ häufig – unsere eigene Galaxis, die Milchstraße, ist zum Beispiel wahrscheinlich fast genauso dünn.

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