Tutulemma: Sonnenfinsternis-Analemma

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Credit und Bildrechte: Cenk E. Tezel und Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Wenn Sie jeden Tag zur gleichen Zeit nach draußen gehen und ein Foto mit der Sonne darauf machen würden, auf welcher Bahn würde sich die Sonne scheinbar bewegen? Solche Bildserien erfordern viel Planung und Aufwand. Die 8-förmige Schleife, der die Sonne im Laufe eines Jahres folgt, wird Analemma genannt. Kommenden Dienstag, dem Wintersonnwendtag auf der Nordhalbkugel der Erde, steht die Sonne am unteren Ende des Analemma. Analemmae von verschiedenen geographischen Breiten weisen leichte Unterschiede auf, wie auch zu verschiedenen Tageszeiten fotografierte Analemmae. Mit noch mehr Planung und Aufwand können solche Serien ein Bild von einer totalen Sonnenfinsternis enthalten. Hier ist ein solches Analemma mit totaler Sonnenfinsternis abgebildet, auch Tutulemma genannt – ein Ausdruck, den die Fotografen vom türkischen Begriff für „Finsternis“ abgeleitet haben. Die Komposit-Bildsequenz wurde ab 2005 in der Türkei aufgenommen. Das Basisbild für die Sequenz stammt von der Totalitätsphase einer Sonnenfinsternis, wie sie in Side in der Türkei am 29. März 2006 zu beobachten war. Die Venus war während der Totalität unten rechts ebenfalls sichtbar.

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Metorblitz und Polarlichtschimmer

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Credit und Bildrechte: Bjørnar G. Hansen,

Beschreibung: Nortdlichter, auch als Aurora borealis bezeichnet, spukten am 13. Dezember am Himmel über den Inseln von Kvaløya in der Nähe von Tromsø in Norwegen. Diese 30 Sekunden belichtete Aufnahme zeichnete das schimmernde Licht auf, das die winterliche Küstenlandschaft sanft beleuchtet. Im Kontrast dazu fing sie auch das plötzliche Aufblitzen einer Feuerkugel des in diesem Dezember sehr ergiebigen Meteorstroms der Geminiden ein. Die Spur, die an den vertrauten Deichselsternen des großen Wagens vorbeizieht, führt zum Sternbild Zwillinge zurück, das außerhalb des oberen Bildrandes liegt. Sowohl Nordlicht als auch Meteor erscheinen in der oberen Atmosphäre der Erde in einer Höhe von zirka 100 Kilometern; Nordlichter werden von elektrisch geladenen Teilchen aus der Magnetosphäre verursacht, während Meteore Spuren kosmischen Staubs sind.

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Südliche Geminiden

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Credit und Bildrechte: Phil Hart

Beschreibung: Dieses Kompositbild zeigt mindestens 34 Meteore, die beim jährlichen Geminidenstrom über den Himmel Australiens regneten. Staubpartikel, die in der Umlaufbahn des erloschenen Kometen Phaethon verteilt sind, verdampfen, wenn sie durch die Erdatmosphäre pflügen und ihre eindrucksvolle Darbietung zeigen. Obwohl die Teilchen parallel zueinander fliegen, scheinen die daraus entstehenden Ströme eindeutig von einem einzigen Punkt unten rechts am Himmel nahe den Zwillingssternen Castor und Pollux auszuströmen. Der Radiant-Effekt entsteht durch die Perspektive, da die parallelen Flugschneisen in der Ferne scheinbar zusammenlaufen. Kurz belichtete Aufnahmen, die am Morgen des 14. Dezember in einem Zeitraum von 2 Stunden aufgenommen wurden, und einzelne Meteorspuren wurden mit einer eizelnen Langzeitbelichtung kombiniert, um die Hintergrundsterne zu zeigen – oben Sirius und links das Sternbild Orion. Zarte Sterne und Nebel der Milchstraße durchziehen die Bildmitte. Der zusätzliche Stern in den Zwillingen in der Nähe des Radianten ist in Wirklichkeit ein Meteorblitz, der fast von vorne zu sehen ist.

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Feuerkugel über der Mojave-Wüste

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Credit und Bildrechte: Wally Pacholka (AstroPics.com, TWAN)

Beschreibung: Dieser monströse und gleißend helle Feuerkugel-Meteor, der am Montag früh den Himmel der Mojave-Wüste erhellte, war Teil des in diesem Jahr eindrucksvollen Geminiden-Meteorstroms. Er war im Südwesten über Felsformationen in der Nähe von Victorville in Kalifornien zu sehen, und der vertrautere Himmelshintergrund wurde für einen Moment vom Blitz des Meteors überstrahlt. Im Hintergrund stehen links die hellen Sterne Sirius und Aldebaran und auf der rechten Seite des Bildes der Sternhaufen der Plejaden. Der Meteor selbst zischte durch das Sternbild Orion. Seine grünliche Spur beginnt links über dem gelbgetönten Beteigeuze und zeigt zum Radianten des Stromes in den Zwillingen (Gemini) knapp außerhalb des oberen Bildrandes. Das spektakuläre Bild, ein lohnender Fang für den Fotografen Wally Pacholka, ist eines von mehr als 1500 Einzelbildern, mithilfe derer er 48 großteils schwache Geminiden-Meteore meldete.

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Komet Hyakutake passiert die Erde

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Credit und Bildrechte: Doug Zubenel (TWAN)

Beschreibung: 1996 zog ein unerwartet heller Komet am Planeten Erde vorbei. Komet C/1996 B2 Hyakutake, der weniger als zwei Monate zuvor entdeckt wurde, näherte sich der Erde Ende März auf weniger als 1/10tel der Entfernung Erde-Sonne. Zu dieser Zeit wurde Komet Hyakutake, auch der große Komet des Jahres 1996 genannt, zum hellsten Kometen, der den irdischen Himmel im Laufe von 20 Jahren geschmückt hatte. Während seines letzten Besuchs war Komet Hyakutake leicht von der steinzeitlichen Magdalénienkultur zu sehen, die vor 17.000 Jahren möglicherweise zu den ersten Menschen gehörten, die sowohl in Zelten als auch in Höhlen lebten. Im obigen Bild wurde er am 26. März 1996 fast genau während seiner größten Annäherung abgebildet. Die langen Ionen- und Staubschweife des Kometen Hyakutake ziehen vor einem fernen Sternfeld mit kleinem und großem Wagen nach links. Am linken Bildrand ist zu sehen, dass der blaue Ionenschweif offensichtlich eine magnetischen Entkopplung erfuhr. Rechts verschleiert die grün getönte Koma einen dichten Kern aus schmelzendem schmutzigem Eis, der einen Durchmesser von schätzungsweise 5 Kilometern hat. Wenige Monate später trat Komet Hyakutake seine lange Reise zurück ins äußere Sonnensystem an. Weil er von massereichen Planeten gravitativ abgelenkt wird, kehrt Komet Hyakutake voraussichtlich nicht innerhalb der nächsten 100.000 Jahre zurück.

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Vergänglicher Monduntergang über Hongkong

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Credit und Bildrechte: Wah!

Beschreibung: Erscheinen Sterne blasser, wenn sie nahe dem Horizont stehen? Ja – die Luft der Atmosphäre absorbiert Licht und strahlt es wieder ab, daher erscheinen Objekte umso blasser, je dicker die Luftmasse ist, durch die man blickt. Wie auf dem obigen Bild aus mehreren Einzelaufnahmen zu sehen ist, kann man bei Sternen, dem Planeten Jupiter und sogar dem Mond den Effekt der Horizont-Abblendung der fast transparenten Atmosphäre der Erde beobachten. Das Bild wurde an einem Abend vor etwa drei Wochen über Hongkong in China aufgenommen. Der hellste Streifen nahe der Bildmitte ist der untergehende Mond, wobei zweitweilige dünne Wolken das Mondlicht zu einem größeren Halo streuten. Jupiter geht rechts neben dem Mond unter. Die zarten Streifen, die waagrecht durch das Bild verlaufen, stammen von vorbeifliegenden Flugzeugen. Der helle, seltsame zweifache Streifen über dem Haus ist ein Hubschrauber, der abhebt. Ein aufmerksamer Beobachter wird auch zarte Strahlen bemerken, die von der Horizontnähe ausgehen. Ihre Ursache ist unbekannt, aber es könnte sich um Strahlenbüschel handeln, die von der Sonne ausgehen, die durch Lücken von dicken Wolken dringen.

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Saturns Sechseck kommt ans Licht

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Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Ob Sie es glauben oder nicht: Das ist Saturns Nordpol. Es ist unklar, wie das ungewöhnliche sechseckige Wolkensystem, das Saturns Nordpol umgibt, entstand, wie seine Form behält, oder wie lange es bestehen bleibt. Es wurde ursprünglich während der Voyager-Vorbeiflüge an Saturn in den 1980er Jahren entdeckt, und niemand hat bislang anderswo im Sonnensystem etwas vergleichbares gesehen. Obwohl sein Infrarotleuchten für die Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist, schon zuvor sichtbar war, wurde im Laufe des vergangenen Jahres der rätselhafte sechseckige Wirbel zum ersten Mal während Cassinis Besuch voll vom Sonnenlicht beleuchtet. Seit damals hat Cassini das rotierende Sechseck oft genug im sichtbaren Licht abgebildet um ein Zeitraffer-Video herzustellen. Die Polmitte war nicht gut abgebildet und daher ausgeschlossen. Dieses Video zeigt viele unerwartete Wolkenbewegungen, zum Beispiel Wellen, die von den Ecken des Hexagons ausgehen. Planetologen werden die Untersuchung dieses äußerst ungewöhnlichen Wolkengebildes mit Sicherheit noch einige Zeit fortsetzen.

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Sichelneptun und -triton

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Credit: Voyager 2, NASA

Beschreibung: Während sie still durch das äußere Sonnensystem glitt, nahm die Kamera der Raumsonde Voyager 2 im Jahr 1989 Neptun zusammen mit Triton in Sichelphase auf. Das oben gezeigte Bild des Gasriesenplaneten und seines wolkigen Mondes wurde beim Blick zurück nach der größten Annäherung aufgenommen. Es hätte von der Erde aus nicht fotografiert werden können, weil Neptun auf der näher bei der Sonne liegenden Erde niemals als Sichel zu sehen ist. Der ungewöhnliche Aussichtspunkt beraubt Neptun außerdem seines vertrauten blauen Farbtons, da das Sonnenlicht, das von dort zu sehen ist, weitergestreut und somit gerötet wird, ähnlich wie bei der untergehenden Sonne. Neptun ist kleiner, aber massereicher als Uranus, hat mehrere dunkle Ringe und strahlt mehr Licht ab, als er von der Sonne empfängt.

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Geminid über dem Monument Valley

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Credit und Bildrechte: Wally Pacholka (AstroPics.com, TWAN)

Beschreibung: Die Geminiden werden dieses Jahr voraussichtlich eine gute Darbietung liefern. Der alljährliche Meteorstrom der Geminiden entsteht, wenn sich der Planet Erde durch die staubigen Überreste des erloschenen Kometen Phaethon bewegt und sollte sein Maximum am 14. Dezember etwa um 0510 UT (6:10 MEZ) erreichen. Da Beobachter der nördlichen Hemispähre eine bessere Sicht haben, könnten Bilder von Geminiden, die durch die Nacht streifen, auch winterliche Landschaften zeigen, wie etwa dieses angeschneite Bild eines Geminiden aus dem Jahr 2007 über den Spitzkuppen der Monument-Valley-Region im Südwesten der USA. Die Meteorspur zeigt zum Sternbild Zwillinge (Gemini) und dem Radianten des Stroms knapp außerhalb der linken oberen Ecke der Szenerie. Oben rechts stehen Rigel, das Schwert und die Gürtelsterne des Orion. Nahe dem östlichen Horizont stehen die hellen Sterne Prokyon (links) und Sirius. Die beiden linken Spitzkuppen sind als die „The Mittens“ („die Fausthandschuhe“) bekannt – ein deutlicher Hinweis darauf, dass, wenn man in einer kalten Dezembernacht einen Meteorstrom beobachten möchte, es ratsam ist Fäustlinge zu tragen.

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Die Messier-Krater in Stereo

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Credit: Apollo 11, NASA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Viele helle Nebel und Sternhaufen am irdischen Himmel stehen im Zusammenhang mit dem Namen des Astronomen Charles Messier und seinem berühmten Katalog aus dem 18. Jahrhundert. Sein Nahme wurde auch diesen beiden großen, bemerkenswerten Kratern auf dem Mond gegeben. Die Abmessungen von Messier (links) und Messier A, die aus dem dunklen, glatten lunaren Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis aufragen, betragen 15 mal 8 beziehungsweise 16 mal 11 Kilometer. Die Erklärung für ihre längliche Form ist eine Flugbahn mit extrem flachem Einschlagswinkel, welcher der Einschlagskörper, der die Krater auswarf, von links nach rechts folgte. Der seichte Einschlag verursachte auch die beiden hellen Strahlen aus Material, die sich außerhalb des Bildes nach rechts über die Oberfläche ausdehnen. Dieses eindrucksvolle Stereobild des Kraterpaares, das mit rot-blauen Brillen (rot am linken Auge) betrachtet werden sollte, wurde kürzlich aus hochaufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305) erstellt, die während der Apollo-11-Mission zum Mond fotografiert wurden.

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Die Farben von IC 1795

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Credit und Bildrechte: Don Goldman

Beschreibung: Dieses farbenprächtige kosmische Porträt zeigt leuchtende Gas- und Staubwolken in IC 1795, einer Sternbildungsregion im nördlichen Sternbild Kassiopeia. Die Farben des Nebels entstanden unter Verwendung von Hubbles Falschfarbenpalette zur Kartierung der schmalen Emissionen von Sauerstoff-, Wasserstoff- und Schwefelatomen in blauen, grünen und roten Farben, abgemischt mit den Daten von Bildern der Region, die mit Breitbandfiltern aufgenommen wurden. IC 1795, der am Himmel nicht weit von dem berühmten Doppelsternhaufen im Perseus entfernt ist, liegt gleich neben IC 1805, dem Herznebel, als Teil einer komplexen Sternbildungsregion, die am Rand einer riesigen Molekülwolke liegt. Dieser größere Sternbildungskomplex ist nur etwas mehr als 6000 Lichtjahre entfernt und erstreckt sich entlang des Perseus-Spiralarms unserer Galaxis, der Milchstraße. In der Ferne hätte dieses Bild von IC 1795 einen Durchmesser von etwa 70 Lichtjahren.

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