Eine Sonnenprotuberanz bricht in STEREO aus

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Credit: STEREO-Projekt, NASA

Beschreibung: Wie sieht eine Sonnenprotuberanz drei Dimensionen aus? Um das herauszufinden startete die NASA die STEREO-Satelliten, um ständig von zwei verschiedenen Beobachtungspunkten aus ein Auge auf die Sonne werfen zu können. Die STEREO-Satelliten umkreisen die Sonne fast im Erdorbit, aber einer („Ahead“ genannt) reist derzeit der Erde voraus, während der andere (mit der Bezeichnung „Behind“) zurzeit nachläuft. Vor drei Wochen brach eine mächtige Protuberanz aus und verharrte fast 30 Stunden lang über der Sonne, was den STEREO-Satelliten ermöglichte zahllose Ansichten der Protuberanz aus verschiedenen Winkeln aufzunehmen. Oben ist ein hoch aufgelöstes Bild des Ereignisses des STEREO-Satelliten Ahead zu sehen. Ein Video des Protuberanzausbruchs, von beiden Raumsonden aus gesehen, ist hier abzurufen. Die ungewöhnlich ruhige Natur der Sonne während der vergangenen zwei Jahre macht große Protuberanzen wie diese zu einem relativ seltenen Ereignis. Die kombinierten Perspektiven von STEREO helfen den Astronomen die Wirkungsmechanismen der Entstehung und Entwicklung von Protuberanzen, koronalen Massenauswürfen und Flares besser zu verstehen.

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Der Nereus-Krater auf dem Mars

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Credit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA; Bildbearbeitung: Kenneth Kremer

Beschreibung: Es lag am Weg. Der Roboter-Rover Opportunity, der derzeit über Meridiani Planum auf dem Mars rollt, hat mit dem Endeavour-Krater – ein riesiger Krater mit mehr als 20 Kilometern Durchmesser – ein Ziel, das neue Hinweise auf die rätselhafte Vergangenheit des urzeitlichen Mars liefern könnte. Opportunity ist, während er offene Bereiche mit dunklem Untergrund und hellen Felsen überquerte, auf einige interessante Gebilde gestoßen. Eines davon ist der Nereus-Krater, oben auf einem digital zusammengefügten und waagrecht verkürzten Panorama abgebildet – ein kleiner Krater mit etwa 10 Metern Durchmesser, der von scharfkantigen Steinen umgeben ist. Neben Nereus stieß Opportunity kürzlich auch auf einen weiteren ungewöhnlichen Stein, welcher der dritte große auf dem Mars gefundene Meteorit und der zweite von Opportunity auf nur dieser Reise entdeckte zu sein scheint. Opportunity reist seit nunmehr mehr als einem Jahr zum Endeavour-Krater, und falls er auf seinem Weg gezahnten Felsen und weichem Sand ausweichen kann, könnte er Endeavour nächstes Jahr erreichen.

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Die Sternsäulen von Sharpless 171

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Credit und Bildrechte: Nicolas Outters (Observatoire d’Orange)

Beschreibung: Gewaltige Säulen aus kaltem Gas und dunklem Staub schmücken die zentrale Sternbildungsregion von Sharpless 171. Ein offener Sternhaufen bildet sich dort aus dem Gas in den kalten Molekülwolken. Während energiereiches Licht, das von jungen, massereichen Sternen ausgestrahlt wird, den undurchsichtigen Staub verdampft, zerfällt die Region, und es bilden sich pittoreske Säulen aus übrig bleibendem Gas und Staub, die langsam verdampfen. Das energiereiche Licht beleuchtet auch das Wasserstoffgas in der Umgebung und regt es an, sodass es als roter Emissionsnebel leuchtet. Oben ist die aktive Zentralregion des größeren Emissionsnebels Sharpless 171 abgebildet. Sharpless 171 enthält NGC 7822 und die oben abgebildete aktive Region. Das obige Feld umfasst etwa 20 Lichtjahre, ist zirka 3000 Lichtjahre entfernt und mit einem Teleskop im nördlichen Sternbild des Königs von Äthiopien (Kepheus) zu sehen.

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Helle Nebel in M33

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Credit und Bildrechte: Ken Crawford (Rancho Del Sol Observatory)

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie M33 scheint mehr als ihren gerechten Anteil an hellen Emissionsnebeln zu haben. Schmalband- und Breitband-Bilddaten sind zu diesem schönen detaillierten Komposit kombiniert, um die rötlichen Emissionsnebel aufzuzeigen – Sternbildungs-HII-Regionen, die entlang loser Spiralarme, die sich zum Kern der Galaxie winden, verstreut sind. Für Astronomen ist historisch gesehen von großem Interesse, dass die riesigen HII-Regionen von M33 einige der größten bekannten Sternbildungsstätten sind – Orte, an denen sich kurzlebige, aber sehr massereiche Sterne bilden. Intensive ultraviolette Strahlung von den lichtstarken, massereichen Sternen ionisiert das Gas in der Umgebung und erzeugt schlussendlich das charakteristische rote Leuchten. M33, die sich über 50.000 Lichtjahre erstreckt und ein bedeutender Vertreter der Lokalen Gruppe ist, ist auch als Dreiecksgalaxie bekannt. Sie ist etwa 3 Millionen Lichtjahre von uns entfernt.

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Herschel sieht die Milchstraße

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Credit: ESA, SPIRE- und PACS-Konsortien

Beschreibung: Herschel mit einem 3,5-Meter-Spiegel – größer als der des Weltraumteleskops Hubble – ist das neue Infrarot-Teleskop der ESA. Das im Weltall stationierte Teleskop ist nach dem in Deutschland geborenen britischen Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel benannt, der vor mehr als 200 Jahren das infrarote Licht entdeckte. Bei Anfangstests haben Herschels Kameras zusammen diese spektakuläre Ansicht aus der Ebene der Milchstraße im Sternbild Kreuz des Südens erstellt. Diese erstklassige Falschfarben-Ansicht im fernen Infrarot, die etwa 2 Grad umfasst, zeigt die kalten Staubwolken unserer Milchstraße sehr detailreich, wobei sie einen beachtlichen zusammenhängenden Irrgarten aus Filamenten und Sternbildungsregionen zeigt. Diese und geplante künftige Herschel-Beobachtungen sollen mit der Durchmusterung ausgedehnter Regionen der galaktischen Ebene ungelöste Rätsel der Sternbildung lösen.

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Feuerkugel-Meteor über Groningen

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Credit und Bildrechte: Robert Mikaelyan

Beschreibung: Der gleißende Feuerkugel-Meteor auf diesem Schnappschuss war Dienstag Abend ein aufsehenerregender Besucher in der Dämmerung am Himmel über Groningen. Sichtungen des Meteors. Er leuchtete so hell wie der Vollmond und wurden um etwa 19:00 Uhr MESZ in den gesamten Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands gemeldet.

Der Meteor wurde von einem Überschallknall und donnernden Geräuschen begleitet und zerbrach in helle Teile, die schließlich einen nachleuchtenden, rauchartigen Schweif hinterließen. Obwohl täglich helle Feuerkugel-Meteore in die Atmosphäre des Planeten Erde eintreten, sind solche Sichtungen relativ selten, weil sie meist über dem Meer oder unbewohnten Gebieten auftreten.

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Plejaden und Sternstaub

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Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Haben Sie je den Sternhaufen der Plejaden gesehen? Die Plejaden sind der vielleicht berühmteste Sternhaufen am Himmel und ohne Fernglas sogar mitten in einer lichtverschmutzten Stadt zu erkennen. Bekannt sind sie auch als Sieben Schwestern und M45. Der Sternhaufen der Plejaden gehört zu den hellsten und am nächsten gelegenen offenen Haufen. Er rast etwa 400 Lichtjahre entfernt durch eine kosmische Staubwolke. Die Plejaden oder Sieben Schwestern sind wohlbekannt für ihre eindrucksvollen blauen Reflexionsnebel. Dieses bemerkenswerte Weitwinkelbildbild der Region (3 Grad) zeigt den berühmten Sternhaufen in der Mitte, während er nahe gelegene weniger bekannte staubhaltige Reflexionsnebel in einem Bereich hervorhebt, der sich über 20 Lichtjahre erstrecken würde. In diesem Fall stehen die Schwestersterne und die kosmischen Staubwolken in keinem Zusammenhang, sie wandern nur zufällig durch die gleiche Raumregion.

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Riesiger Staubring um Saturn entdeckt

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Credit: NASA / JPL-Caltech / Univ. of Virginia

Beschreibung: Wie entstand ein riesiger Staubring um Saturn? Der neu entdeckte Staubring misst mehr als 200 Saturnradien – oder auch mehr als den 50-fachen Radius von Saturns ausgedehntem E-Ring – er ist somit der größte planetare Ring, der je erfasst wurde.

Der Ring wurde vom Weltraumteleskop Spitzer im Erdorbit im Infrarotlicht entdeckt. Die führende Entstehungshypothese besagt, dass er aus Einschlagmaterial besteht, das vom Saturnmond Phoebe – dieser kreist genau in der Mitte des Staubrings – ausgestoßen wird. Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Staubring das geheimnisvolle Material liefert, das einen Teil des Saturnmondes Iapetus bedeckt, der nahe am inneren Rand des Staubrings kreist. Ein Teil des Staubrings ist oben im Kasten in Falschfarben-orange vor zahlreichen Hintergrundsternen zu sehen.

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Sterne über Rapa Nui

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Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de Chile), TWAN

Beschreibung: Warum wurden die Statuen auf der Osterinsel gebaut? Wir wissen es nicht. Was sicher ist: Es gab dort mehr als 800 große Steinstatuen. Die Statuen der Osterinsel sind im Durchschnitt mehr als zweimal so groß wie ein Mensch und haben mehr als dessen 200fache Masse. Über die Geschichte oder die Bedeutung der ungewöhnlichen Statuen ist wenig Genaues bekannt, aber viele glauben, dass sie vor etwa 1500 Jahren als Abbilder einheimischer Oberhäupter einer verlorenen Zivilisation geschaffen wurden. Die oben abgebildete riesige Steinstatue grübelt scheinbar über die in der Ferne liegende Große Magellansche Wolke vor einem wolkigen Himmel, an dem die hellen Sterne Canopus und Sirius zu sehen sind.

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„Sternennacht“ von Vincent van Gogh

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Credit: Vincent van Gogh; Digitalbild mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia

Beschreibung: Das Gemälde „Sternennacht“ ist eines der berühmtesten Piktogramme des Nachthimmels, die je geschaffen wurden. Die Szene wurde 1889 von Vincent van Gogh in Südfrankreich gemalt. Der wirbelnde Stil von „Sternennacht“ lässt vielen den Nachthimmel lebendig erscheinen. Obwohl van Gogh auf seinen Gemälden häufig reale Szenarien abbildete, gibt es keine klare Übereinkunft unter Kunsthistorikern, welche Sterne und Planeten auf „Sternennacht“ abgebildet sind. Der Stil von „Sternennacht“ ist der Post-Impressionismus, ein bekannter Malstil am Ende des 19. Jahrhunderts. Das Originalgemälde „Sternennacht“ hängt im Museum of Modern Art in New York City, New York, USA.

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LCROSS: Centaur-Einschlagsblitz

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Credit: NASA, LCROSS Mission Team

Beschreibung: Dieses Bild im mittleren Infrarot wurde während der letzten Flugminuten der Mission LCROSS zum Mond aufgenommen. Der kleine weiße Punkt (in den Kästen vergrößert), der im dunklen Schatten der Mondkraterwände zu sehen ist, ist der erste Blitz, der durch den Einschlag einer ausgebrannten Centaur-Oberstufenrakete entstand. Die Centaur-Rakete traf gestern um 13.31 Uhr MESZ mit einer Geschwindigkeit von 2,4 Kilometern pro Sekunde die Mondoberfläche, nur wenige Minuten vor der sie sie führenden LCROSS-Sonde. Erdgebundene Sternwarten meldeten Aufnahmen beider Einschläge. Doch bevor LCROSS selbst auf der Mondoberfläche aufschlug, zeichneten die Instrumente der Raumsonde erfolgreich detaillierte Nahaufnahmen des Einschlags der Raketenstufe, des Einschlagskraters und der Trümmerwolke auf. In den kommenden Wochen werden die Daten der anspruchsvollen Mission verwendet, um nach Hinweisen auf Wasser in der lunaren Materie, die von der Oberfläche hochgewirbelt wurde, zu suchen.

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