Die Messier-Krater in Stereo

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Bildcredit: Apollo 11, NASA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde werden mit dem Namen des Astronomen Charles Messier und seinem berühmten Katalog aus dem 18. Jahrhundert in Verbindung gebracht. Sein Name wurde auch diesen beiden großen, interessanten Mondkratern gegeben. Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis hervor und haben eine Abmessung von 15 mal 8 und 16 mal 11 Kilometern. Ihre länglichen Form wird durch eine extrem flachwinkelige Flugbahn von links nach rechts erklärt, der der Einschlagskörper, der die Krater schlug, folgte. Durch den flachen Einschlag entstanden auch zwei helle Materiestrahlen, die außerhalb des Bildes nach rechts über die Oberfläche verlaufen. Das beeindruckende Stereobild des Kraterpaares, das mit rotblauen Brillen (rot beim linken Auge) betrachtet werden sollte, wurde kürzlich aus den hoch aufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305) erstellt, die bei der Mondmission Apollo 11 fotografiert wurden.

9.-11. August 2013: Die Burggespräche des Orion
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NGC 6302 – der Schmetterlingsnebel

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Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble SM4 ERO Team

Beschreibung: Die hellen Haufen und Nebel am Nachthimmel des Planeten Erde werden häufig nach Blumen oder Insekten benannt. Obwohl seine Flügelspannweite mehr als 3 Lichtjahre umfasst, ist NGC 6302 keine Ausnahme. Mit einer geschätzten Oberflächentemperatur von etwa 250.000 Grad C ist der sterbende Zentralstern dieses speziellen planetarischen Nebels außergewöhnlich heiß. Er leuchtet hell im Ultraviolettlicht, ist jedoch durch einen Torus aus dichtem Staub vor dem direkten Blick verborgen. Diese scharfe, farbenprächtige Nahaufnahme des Nebels um den sterbenden Stern wurde 2009 von der Wide Field Camera 3 des Weltraumteleskops Hubble aufgezeichnet. Die Kamera wurde während der letzten Shuttle-Servicemission installiert. Der Staubtorus, der durch eine helle Höhle aus ionisiertem Gas schneidet und den Zentralstern umgibt, befindet sich nahe der Bildmitte und ist fast von der Seite zu sehen. In der kosmischen Staubhülle des heißen Sterns wurde molekularer Wasserstoff aufgespürt. NGC 6302 ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt im arachnologischen Sternbild Skorpion (Scorpius).

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Sterngrößenvergleiche


Videocredit und -rechte: morn1415 (YouTube)

Beschreibung: Wie groß ist unsere Sonne im Vergleich zu anderen Sternen? In einem dramatischen, beliebten Video, das auf YouTube zu sehen ist, werden die relativen Größen von Planeten und Sternen dargestellt, vom kleinsten bis zum größten. Das oben gezeigte Video beginnt mit dem Erdmond und schreitet fort zu immer größeren Planeten im Sonnensystem. Als Nächstes ist die Sonne zu sehen, im Vergleich zu vielen der helleren Sterne in der näheren Umgebung in unserer Galaxis, der Milchstraße. Schließlich rotieren einige der größten Sterne, die wir kennen, ins Sichtfeld. Allerdings sind die wahren Größen der meisten Sterne jenseits von Sonne und Beteigeuze nicht durch direkte Beobachtung bekannt, sondern werden durch Messung ihrer wahrnehmbaren Leuchtkraft, Temperatur und Entfernung ermittelt. Obwohl das Video ein anregendes und ziemlich genaues Lernwerkzeug ist, sind APOD-Leser eingeladen, die Lernerfahrung zu verbessern – und vielleicht zu helfen, weitere Versionen noch genauer zu machen – durch Aufzeigen leichter Ungenauigkeiten im Video.

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M57 – der Ringnebel

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Bildcredit: NASA, ESA und Hubble Heritage (STScI / AURA)- ESA / Hubble Collaboration

Beschreibung: Neben den Saturnringen ist der Ringnebel (M57) das vielleicht berühmteste Himmelsband. Seine klassische Erscheinung entsteht nach heutigem Verständnis jedoch durch unsere Perspektive. Die neueste Kartierung der wachsenden 3-D-Struktur des Nebels, die zum Teil auf diesem klaren Hubblebild basiert, lässt den Schluss zu, dass der Nebel ein relativ dichter, krapfenähnlicher Ring ist, der um die Mitte einer Wolke aus leuchtendem Gas gehüllt ist, die die Form eines Football hat. Vom Planeten Erde aus blickt man die Längsachse des Football, von oben auf den Ring. Natürlich stammt die leuchtende Materie bei diesem gut untersuchten Beispiel eines planetarischen Nebels nicht von Planeten. Stattdessen besteht die gasförmige Hülle aus den abgestoßenen äußeren Schichten eines sterbenden, einst sonnenähnlichen Sterns, der nun als winziger Licht-Nadelstich in der Mitte des Nebels zu sehen ist. Intensives Ultraviolettlicht des heißen Zentralsterns ionisiert die Atome im Gas. Im Bild stammt die blaue Farbe in der Mitte von ionisiertem Helium, der Farbton Cyan im inneren Ring ist das Leuchten von Wasserstoff und Sauerstoff, und die rötliche Farbe des äußeren Rings stammt von Stickstoff und Schwefel. Der Ringnebel ist etwa ein Lichtjahr groß und 2000 Lichtjahre entfernt.

9.-11. August 2013: Die Burggespräche des Orion
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Orionnebel in Sauerstoff, Wasserstoff und Schwefel

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Bildcredit und Bildrechte: César Blanco González

Beschreibung: Nur wenige astronomische Ansichten erregen die Vorstellungskraft sosehr wie die als Orionnebel bekannte nahe gelegene Sternenkrippe. Das leuchtende Gas des Nebels umgibt junge Sterne am Rand einer gewaltigen interstellaren Molekülwolke. Viele der faserartigen Strukturen im obigen Bild sind eigentlich Stoßwellen – Fronten, wo schnell wandernde Materie auf langsames Gas trifft. Der Orionnebel umfasst etwa 40 Lichtjahre und befindet sich ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt im gleichen Spiralarm unserer Galaxis wie die Sonne. Der große Nebel im Orion ist auf der Nordhalbkugel mit bloßem Auge links unter dem leicht erkennbaren Gürtel aus drei Sternen im beliebten Sternbild Orion zu finden. Das obige Bild zeigt den Nebel in drei Farben, die von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefelgas abgestrahlt werden. Der ganze Orionnebel-Wolkenkomplex, der auch den Pferdekopfnebel enthält, wird sich in den nächsten 100.000 Jahren langsam auflösen.

Mittelalter und Perseïden: Burggespräche des Orion, 9.-11. August 2013
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Curiosity: Räder auf dem Mars

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, MAHLI

Beschreibung: Kann es auf dem Mars jemals Leben gegeben haben? Um das herauszufinden, landete die Menschheit letzten August den Rover Curiosity auf dem Mars. Um sicherzugehen, dass die fahrzeuggroße Sonde die interplanetare Reise und die dramatische Landung intakt überlebt hatte, wurden das obige Bild und weitere Bilder fotografiert, die auf, die Curiosity von oben, unten und von der Seite zeigten. Auf der oben abgebildeten ungewöhnlichen Aussicht sind drei von Curiositys sechs Rädern zu sehen, jedes davon hat einen Durchmesser von etwa einem halben Meter. In den letzten Monaten hat Curiosity die Umgebung eines Bereiches erforscht, der als Yellowknife Bay bezeichnet wird. Auswertungen der Daten, die von Curiositys Kameras und den Laboren an Bord gesammelt wurden, lieferten überzeugende neue Hinweise, dass der auf dem Mars einst Leben möglich gewesen sein könnte. In der Ferne ist ein Teil der Steigung zum Zentralberg im Inneren des Kraters Gale zu sehen, den Curiosity erklimmen soll – Mt. Sharp.

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Böenwalze über Uruguay

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Credit und Lizenz: Daniela Mirner Eberl

Beschreibung: Was für eine Wolke ist das? Eine Böenwalze. Diese seltenen langen Wolken können sich in der Nähe von anrückenden Kaltfronten bilden. Der Abwind einer sich nähernden Sturmfront kann bewirken, dass warme Luft aufsteigt, die dann unter den Taupunkt abkühlt und eine Wolke bildet. Wenn das gleichmäßig entlang einer ausgedehnten Front geschieht, kann sich eine Böenwalze bilden. In Böenwalzen kann die Luft sogar entlang der waagrechten Achse der Wolke zirkulieren. Eine Böenwalze oder Roll cloud kann sich wahrscheinlich nicht in einen Tornado verwandeln. Anders als die ähnliche Shelf cloud ist eine Roll cloud – eine Wolke vom Typ Arcus – vollständig von ihrer Herkunfts-Gewitterwolke getrennt. Oben ist eine Roll cloud zu sehen, die sich im Januar 2009 über Las Olas Beach in Maldonado (Uruguay) in weite Ferne erstreckte.

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Der Milchweg

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Bildcredit und Bildrechte: Wally Pacholka (AstroPics.com, TWAN)

Beschreibung: Sind Sie je auf dem Queen’s Garden Trail im Bryce Canyon (Utah, USA, Planet Erde) gewandert? Wenn man dem Pfad auf dieser dunklen Nachthimmelslandschaft folgt, kann man sich beinahe vorstellen, dass die Reise auf der blassen, leuchtenden Milchstraße weitergeht. Natürlich bezieht sich die Bezeichnung unserer Galaxis, der Milchstraße (lateinisch: Via Lactea), auf ihre Erscheinung als milchiges Band oder Pfad am Himmel. Das Wort Galaxis selbst ist vom griechischen Begriff für Milch abgeleitet. Das leuchtende Sternenband ist in mondlosen Nächten in Regionen mit dunklem Himmel zu sehen, wenngleich nicht so hell oder zumindest nicht so farbenprächtig wie auf diesem Bild, und ist das vereinte Licht von Myriaden Sternen in der Ebene unserer Galaxis, die zu blass sind, um als Einzelsterne erkennbar zu sein. Das diffuse Sternenlicht wird von dunklen Schneisen undurchsichtiger galaktischer Staubwolken durchschnitten. Vor vierhundert Jahren richtete Galileo sein Teleskop auf die Milchstraße und beschrieb sie als „… eine Ansammlung zahlloser Sterne …“

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