Wolkenwalze über Wisconsin

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Bildcredit: Megan Hanrahan (Pierre cb), Wikipedia

Beschreibung: Welche Art Wolke ist das? Es ist eine als Wolkenwalze bezeichnete Arcus-Wolke. Diese seltenen, langen Wolken können in der Nähe von heranrückenden Wolkenfronten entstehen. Insbesondere durch den Abwind einer näherrückenden Sturmfront kann feuchte, warme Luft aufsteigen, unter ihren Taupunkt abkühlen und so eine Wolke bilden. Manchmal, wenn das einheitlich entlang einer ausgedehnten Front passiert, entsteht eine Wolkenwalze. In Wolkenwalzen kann sogar Luft um die horizontale Längsachse der Wolke zirkulieren. Eine Wolkenwalze kann sich wahrscheinlich nicht in einen Tornado verwandeln. Anders als die ähnliche Böenwalze ist eine Wolkenwalze vollständig von ihrer ursprünglichen Cumulonimbus getrennt. Oben ist eine Wolkenwalze zu sehen, die sich weit in die Ferne ausdehnte, während sich 2007 in Racine (Wisconsin, USA) ein Sturm näherte.

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Der kälteste Braune Zwerg

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, WISE

Beschreibung: Dieser kosmische Schnappschuss, der aus Bilddaten des NASA-Satelliten Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE) erstellt wurde, zeigt eine Vielfalt blasser Sterne und ferner Galaxien im Sternbild Leier in Wellenlängen, die länger sind als sichtbares Licht. Aber das eingekreiste Objekt in der Mitte ist nicht gerade ein Stern. Es ist als WISE 1828+2650 katalogisiert, nur 40 Lichtjahre von der Sonne entfernt und derzeit der kälteste Braune Zwerg, den wir kennen. Ein Brauner Zwerg beginnt wie ein Stern mit dem gravitativen Kollaps dichter Gas- und Staubwolken, ist aber nicht massereich genug um die Kerntemperatur und Dichte zu erreichen, die eine Wasserstofffusion auslösen – die stabile Energiequelle eines Sterns. Stattdessen kühlt der gescheiterte Stern schließlich aus und strahlt das meiste Licht in infraroten Wellenlängen ab. Bemerkenswerterweise sind Braune Zwerge nur etwa so groß wie der Planet Jupiter. Wie kalt ist WISE 1828+2650? Während Braune Zwerge gemessene Oberflächentemperaturen von bis zu 1400 Grad C (2600 Grad F) haben, hat dieser Braune Zwerg, der der Spektralklasse Y zugeordnet ist, die geschätzte Temperatur eines warmen Raumes, also weniger als etwa 27 Grad C (80 Grad F).

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Hickson 44 im Löwen

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Bildcredit und Bildrechte: Stephen Leshin

Beschreibung: Als sie nach Galaxien suchten, entdeckten der kanadische Astronom Paul Hickson und seine Kollegen an die 100 kompakte Galaxiengruppen, die nun passenderweise als kompakte Hickson-Gruppe bezeichnet werden. Die vier markanten Galaxien, die auf dieser eindrucksvollen, mit dem Teleskop fotografierten Himmelslandschaft zu sehen sind, bilden so eine Gruppe: Hickson 44, etwa 100 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Löwe. Die beiden Spiralgalaxien in der Bildmitte sind die von der Kante sichtbare NGC 3190 mit ihren markanten, gekrümmten Staubspuren und die s-förmige NGC 3187. Zusammen mit der hellen, elliptischen NGC 3193 rechts sind sie auch als Arp 316 bekannt. Die Spirale in der oberen linken Ecke ist NGC 3185, das 4. Mitglied der Hickson-Gruppe. Wie auch andere Galaxien in Hickson-Gruppen weisen sie Anzeichen von Verzerrung und verstärkter Sternbildung auf – Hinweise auf gravitatives Tauziehen, das auf einer kosmischen Zeitskala mit der Verschmelzung der Galaxien enden könnte. Der Verschmelzungsprozess wird nunmehr als normaler Bestandteil der Entwicklung von Galaxien, auch unserer eigenen Milchstraße, verstanden. Zur Größenordnung: NGC 3190 hat bei der geschätzten Entfernung von Hickson 44 einen Durchmesser von etwa 75.000 Lichtjahren.

APOD-Rückblick: kleine Galaxiengruppen
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Der Strahl der Galaxie M87

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Bildcredit: J. A. Biretta et al., Hubble Heritage Team (STScI /AURA), NASA

Beschreibung: Was verursacht den riesigen Strahl, der aus dem Zentrum der Galaxie M87 strömt? Obwohl der ungewöhnliche Strahl bereits zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts entdeckt wurde, wird die genaue Ursache immer noch erörtert. Das obige Bild, das 1998 mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde, zeigt jedoch klare Details. Die gängigste Hypothese besagt, dass der Strahl durch energiereiches Gas entsteht, das um ein massereiches Schwarzes Loch im Zentrum der Galaxie wirbelt. Das Ergebnis ist eine 5000 Lichtjahre lange Lötlampe, die Elektronen mit annähernd Lichtgeschwindigkeit ausstößt, wobei diese in einem magnetischen Wirbel ein unheimliches, blaues Licht abstrahlen. M87 ist eine riesige, elliptische Galaxie, die sich nur 50 Millionen Lichtjahre entfernt im Virgo-Galaxienhaufen befindet. Die blassen Lichtpunkte, die das Zentrum von M87 umgeben, sind uralte, große Kugelsternhaufen.

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Hurrikan Irene entsteht


Bildcredit: Satellit GOES 13, NASA, NOAA

Beschreibung: Wie entsteht ein Hurrikan? Obwohl das Gesamtbild noch untersucht wird, könnte durch Untersuchung des obigen Zeitraffervideos, das die Bildung des Hurrikans Irene zeigt, eines großen Sturmsystems, das derzeit die Ostküste der USA bedroht, Einsicht in diesen Prozess gewonnen werden. Der Hurrikan Irene beginnt als leichter Druckunterschied, zu sehen als unscheinbare Wolken unten rechts, und wächst zu einem riesigen, wirbelnden Sturmsystem mit niedrigem Druck vor der Küste von South Carolina an. Ein Hurrikan wird von verdampfendem Meereswasser gespeist. Er wächst daher normalerweise über warmem Wasser an und verliert an Land seine Kraft. Neben der Erde gibt es auch auf anderen Planeten hurrikanähnliche Sturmsysteme, darunter Venus, Saturn, Jupiter, Uranus und Neptun. Vieles im Zusammenhang mit Hurrikanen und Zyklonen ist unbekannt, etwa die genaue Bahn, den sie einschlagen.

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Eine junge Supernova in der nahen Feuerradgalaxie

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Bildcredit: D. Andrew Howell und BJ Fulton (LCOGT) et al., Faulkes Telescope North, LCOGT

Beschreibung: Ein naher Stern ist explodiert, und Teleskope auf der ganzen Welt überwachen ihn. Die Supernova, die als PTF 11kly bezeichnet wird, wurde vor nur zwei Tagen von einem Computer im Rahmen der Himmelsdurchmusterung Palomar Transit Factory (PTF) entdeckt, bei der das 1,2-Meter- Samuel-Oschin– Weitwinkelteleskop in Kalifornien eingesetzt wird. Ihre rasche Entdeckung macht sie zu einer der in kürzester Zeit nach der Explosion entdeckten Supernova. PTF 11kly ereignete sich in der fotogenen Feuerrad galaxie (M101), die nur etwa 21 Millionen Lichtjahre entfernt ist, womit sie eine der nächstgelegenen Supernovae ist, die in Jahrzehnten zu sehen war. Rasche Folgebeobachtungen lieferten bereits klare Hinweise, dass PTF 11kly eine Typ-Ia-Supernova ist – die Detonation eines Weißen Zwerges, die sich üblicherweise in einer immer gleichen Art und Weise ereignet, sodass diese Art Supernovae zur Kalibrierung der Expansionsgeschichte des gesamten Universums herangezogen werden konnte. Die Untersuchung eines so nahen und jungen Typ Ia-Ereignisses jedoch könnte neue, einzigartige Hinweise liefern. Wenn frühere Indizien stimmen, sollte PTF 11kly in den kommenden Wochen eine visuelle Größenklasse von etwa 10m erreichen, womit sie vielleicht sogar mit mittelgroßen Teleskopen beobachtet werden kann.

APOD-Rückblick: das Beste der Spiralgalaxie M101
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Porträt von NGC 281

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Bildcredit und Bildrechte: J-P Metsävainio (Astro Anarchy)

Beschreibung: Wenn Sie durch die kosmischen Wolke blicken, die als NGC 281 katalogisiert wurde, könnten Sie leicht die Sterne des offenen Haufens IC 1590 übersehen. Doch diese jungen, massereichen Sterne, die sich im Nebel gebildet haben, liefern schlussendlich die Energie für das den ganzen Nebel durchdringende Leuchten. Die auffälligen Formen, die sich in diesem Porträt von NGC 281 abzeichnen, sind die Silhouetten von gemeißelten Säulen und dichten Staubkugeln, die von heftigen, energiereichen Winden und der Strahlung der heißen Haufensterne ausgenagt wurden. Falls die Staubformen lange genug überleben, könnten sie ebenfalls Orte künftiger Sternbildung sein. NGC 281, der wegen seiner Gesamtform verspielt Pacman-Nebel genannt wird, liegt etwa 10.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Kassiopeia. Dieses Kompositbild wurde mit Schmalbandfiltern gemacht und kombiniert die Strahlung der Wasserstoff-, Schwefel- und Sauerstoffatome des Nebels in einem Spektralbereich des sichtbaren Lichts. Er umfasst in der geschätzten Entfernung von NGC 281 mehr als 80 Lichtjahre.

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Eine irisierende Pileus-Wolke über Äthiopien

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Bildcredit und Bildrechte: Esther Havens (Light the World)

Beschreibung: Wie viele dunkle Wolken haben eine vielfarbige Auskleidung? Hinter dieser dunkleren Wolke ist eine irisierende Pileus-Wolke abgebildet, eine Gruppe aus Wassertröpfchen, die allesamt ähnliche groß sind und daher zusammen die Farben des Sonnenlichts verschieden stark beugen. Das obige Bild wurde fotografiert, kurz nachdem eine Fotografin in Äthiopien die pittoreske Ansicht zufällig bemerkte hatte. Ein detailreicheres Bild derselben Wolke zeigt nicht nur viele Farben, sondern auch ungewöhnliche, dunkle und gewellte Bänder, die vermutlich von Wellenstörungen in der Wolke stammen.

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Polarlicht über Grönland

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Dieses Polarlicht wölbte sich von Horizont zu Horizont. Während der aktuellen Shelios-Expedition, bei der die Polarlichter beobachtet und erforscht werden, bot der Himmel letztes Wochenende keine Enttäuschung. Nach Sonnenuntergang und sorgfältiger fotografischer Planung wurde das obige Bild bei Qaleraliq, dem Zeltplatz der Expedition im Süden Grönlands, aufgenommen. Genau durch die Mitte des Polarlichts ist bei genauem Hinsehen der Große Wagen und das ihn umgebende Sternbild der Großen Bärin (Ursa Major) zu sehen. Der hellste Himmelskörper ist der Mond, der rechts steht, während Jupiter noch weiter rechts zu sehen ist. Die Shelios-Expedition soll bis Ende August dauern, mit Direktübertragungen von andauernden Polarlichtern.

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TrES-2b: Dunkler Planet

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Bildcredit: David A. Aguilar (CfA), TrES, Kepler, NASA

Beschreibung: Warum ist dieser Planet so dunkel? Der Planet TrES-2b reflektiert weniger als ein Prozent des Lichts, das ihn erreicht, womit er dunkler ist als jeder bekannte Planet oder Mond, sogar dunkler als Kohle. Der jupitergroße TrES-2b kreist extrem nahe um einen sonnenähnlichen Stern, der 750 Lichtjahre entfernt ist, und wurde 2006 mithilfe des mittelgroßen 10-Zentimeter-Teleskops des Trans-Atlantic Exoplanet Survey (TrES) anhand leichter Verfinsterungen entdeckt. Die seltsame Dunkelheit der fremden Welt jedoch wurde erst vor Kurzem durch Beobachtungen des Satelliten Kepler in der Erdumlaufbahn entdeckt, welche auf ihr geringes Rückstrahlvermögen schließen lassen. Oben ist eine von einem Künstler erstellte Illustration des Planeten zu sehen, zusammen mit der unbegründeten Spekulation möglicher Monde. Die Gründe für die Dunkelheit von TrES-2b sind unbekannt und werden intensiv untersucht.

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Die Fee des Adlernebels

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Bildcredit: The Hubble Heritage Team, (STScI/AURA), ESA, NASA

Beschreibung: Die Staubskulpturen des Adlernebels verdampfen. Wo das energiereiche Sternenlicht die kühlen, kosmischen Berge weggeschnitzt hat, könnte man die übrig gebliebenen statuenhaften Säulen als mythische Tiere interpretieren. Oben ist eine von mehreren auffälligen Staubsäulen des Adlernebels, die man als gigantische, außerirdische Fee beschreiben könnte. Diese Fee ist jedoch zehn Lichtjahre groß und speit Strahlung aus, die viel heißer ist als gewöhnliches Feuer. Der größere Adlernebel, M16, ist eigentlich eine riesige, verdampfende Hülle aus Gas und Staub, deren Inneres – ein größer werdender Hohlraum – eine spektakuläre Sternkrippe enthält, in der ein offener Sternhaufen entsteht. Das obige Bild in wissenschaftlich zugeordneten Farben wurde 2005 anlässlich der 15-Jahresfeierlichkeit zum Start des Weltraumteleskops Hubble veröffentlicht.

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