Eine Reise über den Nachthimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Nick Risinger (Photopic Sky Survey)

Beschreibung: Majestätische Nebel und Sterne unserer Galaxis, der Milchstraße, erstrecken sich über dieses Panoramabild des ganzen Nachthimmels. Das 5-Gigapixel-Mosaik wurde bei voller Auflösung aus mehr als 37.000 Bildern zusammengeheftet und ist das Ergebnis eines den Jahreszeiten folgenden jahrelangen Einsatzes mit fast 100.000 Reisekilometern auf der Suche nach einem dunklen Himmel im amerikanischen Westen und dem Westkap von Südafrika. Das gut geplante Projekt kombinierte viele an dunklen Orten gemachte Aufnahmen mit der Absicht eine anregende Ansicht der Nacht zu gewinnen, die mit der Helligkeit des Tages konkurriert. Eine interaktive Reise durch die Szenerie zeigt eine Anhäufung zahlloser Sterne und riesige Wolken aus Gas und Staub, die über die galaktische Ebene und die zentrale Wölbung verstreut und zu blass für das bloße Auge sind. Auch Galaxien aus Sternen jenseits unserer Milchstraße sind in der kosmischen Ansicht zu finden.

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NGC 253: Nahaufnahme

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Credit: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; zusätzliche Bildbearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Dieses staubhaltige Inseluniversum ist eine der hellsten Spiralgalaxien am Himmel des Planeten Erde. NGC 253, die wir beinahe von der Seite sehen, ist nur 13 Millionen Lichtjahre entfernt und das größte Mitglied der Sculptor-Gruppe, die ein Nachbar unserer Lokalen Gruppe ist. Die detailreiche Nahaufnahme ist ein Mosaik aus fünf Bildern, das aus Daten des Hubble-Legacy-Archivs zusammengefügt wurde. Beim Galaxienkern links beginnend zeigt das scharfe Panorama staubhaltige Filamente, interstellare Gaswolken und zum rechten Galaxienrand hin sogar Einzelsterne. Die prachtvolle Ansicht umfasst beinahe 50.000 Lichtjahre. Das Bildfeld wurde rechts leicht verkürzt, um ein faszinierendes, miteinander wechselwirkendes Hintergrundgalaxienpaar ins Sichtfeld zu bringen. NGC 253, die wegen ihrer hektischen Sternbildungsaktivität als Sternenausbruchsgalaxie bezeichnet wird, weist Staubranken auf, welche sich über einer galaktischen Scheibe erheben, die von jungen Sternhaufen und Sternbildungsregionen gesäumt wird. NGC 253 ist auch eine starke Quelle für energiereiche Röntgen- und Gammastrahlen, die wahrscheinlich von einem massereichen schwarzen Loch nahe dem Galaxienzentrum stammen.

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Der letzte Start der Raumfähre Endeavour

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Credit: NASA

Beschreibung: Vor zwei Tagen schoss der Raumfähre Endeavor mit mächtigen, aber kontrollierten Explosionen auf seiner letzten Reise in die Erdumlaufbahn hinauf. Dieses Bild entstand Sekunden nach dem Abheben, als der wuchtige Orbiter und sechs Astronauten in eine Höhe aufstiegen, in der Atmosphäre so dünn ist, dass man sie nicht atmen kann. Die Raumfähre wird auf seiner Mission STS-134 voraussichtlich heute an die Internationale Raumstation (ISS) andocken. Die Endeavour liefert unter anderem einen anspruchsvollen Detektor mit der Bezeichnung Alpha-Magnet-Spektrometer 2 (AMS) zur ISS. Dieser Detektor soll im Lauf der nächsten Jahre einen signifikanten Reichtum bestimmter Arten Dunkler Materie, geladener Antimaterie und sogar seltsame mögliche Varianten bekannter Materie, die als die als Seltsame Materie bezeichnet werden, aufspüren. Die allerletzte Reise irgendeiner Raumfähre ist derzeit für Mitte Juli geplant, wenn auch Atlantis die Raumstation besuchen wird.

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Eine sternklare Nacht in Island

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Credit: Stephane Vetter (Nuits sacrees)

Beschreibung: In manchen Nächten ist der Himmel die beste Schau der Stadt. Doch in dieser Nacht war er nicht nur die beste Schau der Stadt, denn ein Kompositbild des Himmels gewann einen internationalen Wettbewerb für Landschafts-Astrofotografie. Das obige Siegerbild wurde vor zwei Monaten über dem Jökulsárlón aufgenommen, dem größten Gletscherrandsee Islands. Der Fotograf kombinierte sechs Aufnahmen und fotografierte nicht nur zwei grüne Polarlichtringe, sondern auch ihre Reflexion im ruhigen See. Am Hintergrundhimmel sind das Band unserer Galaxis, der Milchstraße, sowie der offene Sternhaufen der Plejaden und die Andromedagalaxie zu sehen. Ein mächtiger koronaler Massenauswurf der Sonne verursachte Polarlichter, die weit im Süeden zu sehen waren, wie etwa auch in Wisconsin in den USA. Während die Sonne im Lauf der nächsten Jahre auf ein Sonnenmaximum zusteuert, sind viele weitere spektakuläre Bilder von Polarlichtern zu erwarten.

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Wolken und Himmel über den Kanarischen Inseln in Zeitraffer


Credit und Bildrechte: Daniel López, IAC; Musik: Matti Paalanen, Angel’s Tear (Aeon 2)

Beschreibung: Was würden Sie sehen, wenn Sie sich zurücklehnen und den ganzen Tag die Wolken und den Himmel beobachten? Eine Antwort von der Insel Teneriffa, die im Lauf eines Jahres aufgenommen wurde, zeigt Sequenzen, die nicht nur atemberaubend, sondern auch aufschlussreich sind. Im diesem Zeitraffervideo sind Wolken zu sehen, die wie Wasser zu fließen scheinen, eine untergehende Sonne, bei der zahlreiche Grüne Blitze zu sehen sind, die Galaxis oder Milchstraße, die hinter hoch aufragenden Pflanzen untergeht, ein farbenprächtiger Nebelbogen, Lenticulariswolken, die stationär in der Nähe von Berggipfeln auftreten, und farbenprächtige Mondkoronae. Das Mondkoronae wurde ausschließlich im Mondkoronae auf Teneriffa (Teide-Nationalpark, Spanien) vor der Nordwestküste Arika aufgenommen. In einigen Szenen des Videos ist auch eine ungewöhnliche Pflanzenart zu sehen – erkennen Sie sie?

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Die Sombrerogalaxie von Hubble

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Credit: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team (STScI / AURA)

Beschreibung: Was geschieht im Zentrum dieser Spiralgalaxie? M104, die wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem Hut Sombrerogalaxie genannt wird, besitzt einen markanten Staubring und einen hellen Hof aus Sternen und Kugelsternhaufen. Ein Grund für die hutähnliche Erscheinung des Sombreros ist eine ungewöhnlich große, ausgedehnte Zentralwölbung aus Sternen und dunkle, markante Staubsbahnen in einer Scheibe, die wir fast von der Seite sehen. Milliarden von alten Sternen verursachen das diffuse Leuchten der ausgedehnten Zentralwölbung. Eine genaue Untersuchung der Wölbung im Dieses Foto zeigt viele Lichtpunkte, die eigentlich Kugelsternhaufen sind. spektakulären Staubringe von M104 enthalten viele jüngere, hellere Sterne und komplexe Details, die die Astronomen noch nicht vollständig erklären können. Das Zentrum des Sombreronebels leuchtet im gesamten elektromagnetischen Spektrum und enthält wahrscheinlich ein großes schwarzes Loch. Das fünfzig Millionen Jahre alte Licht der Sombrerogalaxie ist mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Jungfrau (Virgo) zu sehen.

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Der kleine Wagen

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Beschreibung: Der 2 Größenklassen helle Polarstern ist weit davon entfernt der hellste Stern am Nachthimmel zu sein. Doch er steht als hellster Stern links in diesem gut komponierten, sternbedeckten Mosaik, das etwa 23 Grad der als „kleiner Wagen“ bezeichneten nördlichen Sterngruppe umfasst.

Polaris ist als Polarstern bekannt, ein Freund der Seeleute ebenso wie der Astrofotografen, doch er steht nicht genau am Himmelsnordpol. Seine aktuelle Distanz vom Himmelspol beträgt 0,7 Grad.

Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, sehen Sie sowohl Polaris als auch den Himmelspol und die anderen Sterne des kleinen Wagens. Die Sterne sind mit ihren richtigen Namen benannt, denen die Bezeichnungen nach dem griechischen Alphabet des antiken Sternbildes Ursa Minor – kleiner Bär – vorangestellt sind. Auch Staubwolken, die über der Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße, schweben, sind in dem weiten Sichtfeld zart zu sehen.

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Ein schöner Trifid

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Bildcredit und Bildrechte: R Jay Gabany

Beschreibung: Der schöne Trifidnebel ist eine kosmische Studie an farbigen Kontrasten. Er ist auch als M20 bekannt und liegt etwa 5000 Lichtjahre entfernt im nebelreichen Sternbild Schütze (Sagittarius). Der Trifidnebel, eine Sternbildungsregion in der Ebene unserer Galaxis, veranschaulicht drei verschiedene Arten astronomischer Nebel: rote Emissionsnebel, in denen von Wasserstoffatomen abgestrahltes Licht überwiegt, blaue Reflexionsnebel, bei denen Staub das Sternenlicht reflektiert, und Dunkelnebel, bei denen dichte  Staubwolken als Silhouetten zu sehen sind. Die helle, rote Emissionsregion, grob dreigeteilt durch dunkle Staubbahnen, verleiht dem Trifid seinen gängigen Namen. In dieser gut getroffenen Ansicht stehen die roten Emissionen auch neben den verräterischen blauen Schleiern der Reflexionsnebel. Säulen und Materiestrahlen links unter der Mitte des Emissionsnebels, die von jungen Sternen gebildet werden, sind auf Nahaufnahmen dieser Region, die mit dem Weltraumteleskop Hubble gemacht wurden, zu sehen. Der Trifidnebel hat einen Durchmesser von etwa 40 Lichtjahren.

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Enceladus im Blickfeld

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Credit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die sonnenbeleuchtete Sichel des Saturnmondes Enceladus ragt in diesem dramatischen Bild der Raumsonde Cassini über der Nachtseite Saturns auf. Diese Ansicht vom 13. August 2010 Richtung Sonne, die bei einem Vorbeiflug an dem Eismond entstand, zeigt auch Schichten der oberen Saturnatmosphäre, die am hellen Rand des Planeten Sonnenlicht streuen. Enceladus ist etwa 60.000 Kilometer von Cassinis Kamera entfernt und somit der Raumsonde näher als Saturn. Die südliche Polregion dieses Mondes mit einem Durchmesser von 500 Kilometern ist beleuchtet, wie auch die Schwaden aus Wasserdampf und Eispartikeln, welche über die langen Rissen auf der Oberfläche des Mondes sprühen. Die Spalten wurden als Tigerstreifen bezeichnet. Die Schwaden, die 2005 erstmals auf Cassinibildern entdeckt wurden, sind ein deutlicher Hinweis auf flüssiges Wasser nahe der Oberfläche des überraschend aktiven Enceladus.

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Das südliche Riff der Lagune

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Credit: Julia I. Arias und Rodolfo H. Barbá (Dept. Fisica, Univ. de La Serena), ICATE-CONICET, Gemini Observatory/AURA

Beschreibung: Geschwungene, helle Grate und Staubwolken verlaufen durch diese Nahaufnahme der nahe gelegenen Sternbildungsregion M8, die auch als Lagunennebel bekannt ist. Die Gesamtansicht des scharfen Falschfarbenkomposits aus Schmalbanddaten im sichtbaren Licht und Breitbanddaten im nahen Infrarot, die mit dem 8-Meter- Gemini-Süd-Teleskop aufgenommen wurden, umfasst etwa 20 Lichtjahre in einer Region des Nebels, die manchmal als das Südliche Riff bezeichnet wird. Das sehr detailreiche Bild erforscht den Verband vieler neu gebildeter Sterne, die in den Spitzen der hell geränderten Wolken und Herbig-Haro-Objekte eingebettet sind. Herbig-Haro-Objekte sind reich an Sternbildungsregionen und entstehen, wenn energiereiche Materiestrahlen, die von jungen Sternen bei ihrer Entstehung ausgestoßen werden, die umgebenden Wolken aus Staub und Gas aufheizen. Die kosmische Lagune ist etwa 5000 Lichtjahre weit entfernt und im Sternbild Schütze nahe dem Zentrum unserer Galaxis, der Milchstraße, zu finden.

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Gravity Probe B bestätigt die Existenz von Gravitomagnetismus

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Credit: Gravity Probe B Team, Stanford, NASA

Beschreibung: Hat Gravitation ein magnetisches Pendant? Wenn eine elektrische Ladung rotiert, entsteht ein Magnetfeld. Wenn eine Masse rotiert, sollte laut Einstein ein sehr geringer, dem Magnetismus ähnlicher Effekt auftreten. Dieser Effekt ist voraussichtlich so gering, dass er jenseits der Alltagserfahrung und erdgebundener Labor-Messmethoden liegt. Um Gravitomagnetismus direkt zu messen, schickte die NASA 2004 die glattesten Kugeln, die je hergestellt wurden, in den Weltraum um zu sehen, wie sie sich drehen. Diese vier Kugeln, jede davon etwa so groß wie ein Tischtennisball, sind der Schlüsel zu ultrapräzisen Gyroskopen im Herzen von Gravity Probe B. Letzte Woche wurden nach Berechnung ständig vorhandener Hintergrundsignale die Ergebnisse veröffentlicht – die Gyroskope präzedieren mit einer Geschwindigkeit, die mit den Prognosen aus Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie übereinstimmt. Die Ergebnisse, welche bereits vorhandene Resultate bestätigen, könnten zahlreiche langfristige Vorteile bringen, aber auch kurzfristige, wie etwa bessere Uhren und präzisere globale Positionierungsgeräte.

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