Itokawa in Stereo

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Credit: ISAS, JAXA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blauen Brillen und schweben Sie vor dem Asteroiden Itokawa, einer winzigen Welt des Sonnensystems mit einem Durchmesser von nur einem halben Kilometer. Geröll, das über seine raue Oberfläche verstreut ist, und der Mangel an Kratern lassen den Schluss zu, dass dieser Asteroid ein Schutthaufen ist, der entstand, indem sich kleinere Bruchstücke sammelten und durch Gravitation zusammengehalten wurden. Diese Stereoansicht wurde aus Bildern der Raumsonde Hayabusa erstellt, die 2005 den Asteroiden besuchte. Nach einer langen Reise trat die Raumsonde am 13. Juni über Australien wieder in die Atmosphäre ein und landete erfolgreich eine Kapsel an einem Fallschirm auf der Erde. Die Kapsel von Hayabusa könnte eine kleine Materialprobe des Geröllhaufen-Asteroiden Itokawa enthalten.

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Sternspuren und Natternköpfe

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel López

Beschreibung: Welcher bizarre Planet beherbergt diese seltsamen Kreaturen? Natürlich nur der Planet Erde. Auf dieser gut arrangierten Szene ist der Himmel mit Sternspuren bedeckt, die um den Himmelsnordpol laufen. Diese Sternspuren, eine Spiegelung der täglichen Erdrotation um ihre Achse, sind eine vertraute Sache für Fotografen, die ihre Kamera auf einem Stativ fixieren und lang belichtete Aufnahmen des Nachthimmels machen. Doch die imposanten Formen, die zum Himmel starren, sehen für manche Erdbewohner vielleicht sonderbar aus. Sie sind die auf der kanarischen Insel Teneriffa zu findenden roten Natternköpfe – seltene Blütenpflanzen, die bis zu 3 Meter hoch werden. Zwischen den Felsen des vulkanischen Terrains verborgen blühen Natternköpfe im Frühling und Frühsommer und sterben, wenn ihre Samen reif sind. Am fernen Horizont links unter dem Himmelspol liegt der Vulkan Teide.

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Komet McNaught wandert an NGC 1245 vorbei

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Bildcredit und Bildrechte: Rich Richins

Beschreibung: Von den vielen Kometen, die nach ihrem Entdecker Robert McNaught benannt wurden, ziert jener mit der Bezeichnung C/2009 R1 diesen Monat den Dämmerungshimmel für Beobachter auf der Nordhalbkugel. Hier war am 13. Juni im Süden New Mexicos zu sehen, wie der lange Ionenschweif des Kometen McNaught durch die Teleskopansicht streift (ein Negativbild ist eingefügt).

Bemerkenswert ist, wie der Ionenschweif sich leicht über den Hintergrundsternhaufen NGC 1245 (oben links) im Sternbild Perseus ausdehnt, der etwa 1,5 Grad vom hübschen grünlichen Kopf oder Koma entfernt ist. Die Koma zeigt auch einen kurzen, stummelartigen Staubschweif.

Natürlich ziehen Komet und Hintergrundsterne mit verschiedenen Geschwindigkeiten über den Himmel des Planeten Erde. Doch eine digitale Bearbeitung vieler kurz belichteter Aufnahmen erlaubte dem Fotografen eine Trennung der Bilder des Kometen und der Sterne, er reihte die Bilder neu und kombinierte sie zu diesem abschließenden Bild. Um den Kometen von den Hintergrundsternen getrennt zu sehen, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild. Die wieder zusammengefügten Bilder zeigen sowohl ein reichhaltiges Sternfeld als auch zarte Details des Kometen.

McNaught, der inzwischen mit dem Fernglas leicht erkennbar ist, wird in den kommenden Tagen am östlichen Horizont ins Zwielicht sinken, wenn er sich 2. Juli das Perihel (die größte Annäherung an die Sonne) erreicht.

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APOD ist heute 15 Jahre alt

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Credit und Bildrechte: Entschuldigung an Vermeers Astronomen und Geografen; Bildpixelung: Rob Stevenson

Beschreibung: Heute ist Astronomy Picture of the Day 15 Jahre alt! APOD ist für manche eine Quelle der Beständigkeit im Netz und ist immer noch hier. In jedem der 15 Jahre wurden Bilder ausgewählt, Texte geschrieben und APOD-Webseiten bearbeitet. Hier sind der gelegentlich fleißige Robert Nemiroff (links) und der häufig ausdauernde Jerry Bonnell (rechts) dabei zu sehen, wie sie ein weiteres unerwartetes Bild aus unserem Universum zeigen.

Das oben gezeigte Bild ähnelt zwar dem launigen Vermeer-Komposit, das an APODs fünftem Jahrestag gezeigt wurde, doch ein aufmerksames Auge erkennt, dass das Bild in diesem Jahr neu digital verpixelt wurde – dazu wurden viele der mehr als 5000 APOD-Bilder verwendet, die während der Laufzeit von APOD erschienen sind (zum Teil auch in deutscher Übersetzung. Finden Sie interessante APOD-Bilder?)

Wieder einmal danken wir von APOD unseren Leserinnen und Lesern herzlich für euer anhaltendes Interesse, eure Unterstützung und die vielen freundlichen Mitteilungen.

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Schnitzeljagd in der sternklaren Nacht

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Credit und Bildrechte: Originalgemälde: Vincent van Gogh; digitale Collage: Ronnie Warner

Beschreibung: Wussten Sie, dass das Gemälde „Sternklare Nacht“ von Van Gogh den Kometen Hale-Bopp enthält? Hoffentlich nicht, weil das nicht der Fall ist. Doch er steht im obigen Bild. Obwohl das heute gezeigte Gemälde auf den ersten Blick eine genaue digitale Reproduktion der originalen Sternennacht zu sein scheint, ist es eine moderne Interpretation, die nicht nur eines der berühmtesten Gemälde des zweiten Jahrtausends würdigt, es ist auch eine Schnitzeljagd. Finden Sie im obigen Bild einen Kometen, eine Spiralgalaxie, einen offenen Sternhaufen und einen Supernova-Überrest? Zu einfach? Gut, dann suchen Sie die Ringe von Supernova 1987A, den Eskimonebel, den Krebsnebel, Thors Helm, die Wagenradgalaxie und den Ameisennebel. Immer noch zu einfach? Dann suchen Sie alle weiteren versteckten Bilder, die hier nicht erwähnt wurden – und das sind mehrere – auf der Diskussions-Hauptseite von APOD: Starship Asterisk. Der Schöpfer der Collage hat freundlicherweise auch die Fotomontage vom 10. Jahrestag von APOD versteckt, um den morgigen 15. Jahrestag von APOD zu würdigen.

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Der Rote Rechtecknebel von Hubble

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Credit: ESA, Hubble, NASA

Beschreibung: Wie entstand der ungewöhnliche Rote Rechtecknebel? In der Mitte des Nebels befindet sich ein junges Doppelsternsystem, das sicherlich den Nebel mit Energie versorgt, was aber noch nicht seine Farben erklärt. Die ungewöhnliche Form des Roten Rechtecks entsteht wahrscheinlich durch einen dicken Staubwulst, der die ansonsten kugelförmigen Ausströmungen zu Kegelformen zusammendrückt, die an den Spitzen zusammenlaufen. Weil wir den Wulst von der Seite sehen, scheinen die Ränder der Kegelformen ein X zu bilden. Die deutlich erkennbaren Sprossen lassen darauf schließen, dass die Ausflüsse stoßweise auftreten. Die ungewöhnlichen Farben des Nebels sind weniger gut erklärbar; aktuellen Überlegungen zufolge entstehen sie zum Teil durch Kohlenwasserstoffmoleküle, die sogar Bausteine für organisches Leben sein könnten. Der Rote Rechtecknebel liegt etwa 2300 Lichtjahre entfernt im Sternbild Einhorn (Monoceros). Er ist oben in bisher unerreichtem Detailreichtum zu sehen, da er kürzlich vom Weltraumteleskop Hubble abgebildet wurde. In einigen Millionen Jahren, wenn einer der Zentralsterne noch mehr von seinem Kernbrennstoff verbraucht hat, wird der Rote Rechtecknebel wahrscheinlich zu einem planetarischen Nebel aufblühen.

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Rückläufiger Mars

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Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Warum wandert der Mars scheinbar rückwärts? Die meiste Zeit verläuft die sichtbare Bewegung des Mars am irdischen Himmel in eine Richtung – langsam, aber gleichmäßig vor den in weiter Ferne liegenden Sternen. Etwa alle zwei Jahre jedoch wandert die Erde innen am Mars vorbei, während die beiden um die Sonne kreisen.

Während des jüngsten solchen Vorübergangs Ende des letzten und zu Beginn dieses Jahres zeichnete sich der Mars wie gewöhnlich groß und hell ab. Während dieser Zeit schien der Mars am Himmel rückwärts zu wandern – ein Phänomen, das als „rückläufig“ bezeichnet wird.

Oben ist eine Serie von Bildern zu sehen, die digital zusammengefügt wurden, sodass die Abbildungen aller Sterne übereinstimmen. Hier scheint Mars am Himmel eine Schleife zu ziehen. Im Zentrum der Schleife wanderte die Erde am Mars vorbei, wobei die rückläufige Bewegung am schnellsten war. Rückläufigkeit ist auch bei anderen Planeten des Sonnensystems zu beobachten.

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Der Medusa-Nebel

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Credit und Bildrechte: Bob Franke (Focal Pointe Observatory)

Beschreibung: Verflochtene, sich schlängelnde Filamente aus leuchtendem Gas verweisen auf den volkstümlichen Namen dieses Nebels: Der Medusanebel. Diese Medusa, auch bekannt als Abell 21, ist ein alter, etwa 1500 Lichtjahre entfernter planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge (Gemini). Wie sein mythologischer Namensvetter steht der Nebel im Zusammenhang mit einer dramatischen Transformation. Die Phase des planetarischen Nebels stellt ein Endstadium in der Entwicklung von Sternen mit wenig Masse wie der Sonne dar, bei dem sie sich von Roten Riesen zu heißen weißen Zwergsternen verwandeln und in diesem Prozess ihre äußeren Hüllen abstoßen. Das Leuchten des Nebels entsteht durch ultraviolette Strahlung des heißen Sterns. Der sich verwandelnde Stern der Medusa steht nahe der Mitte der hellen sichelförmigen Gestalt. Auf dieser detailreichen Weitwinkel-Teleskopansicht gehen von der Sichelregion zartere Filamente nach links unten aus. Der Durchmesser des Medusanebels wird auf mehr als als 4 Lichtjahre geschätzt.

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Wasserstoff in M51

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Credit und Bildrechte: CAHA, Descubre Foundation, DSA, OAUV, Vicent Peris (OAUV / PixInsight), Jack Harvey (SSRO), Steven Mazlin (SSRO), Carlos Sonnenstein (Valkanik), Juan Conejero (PixInsight).

Beschreibung: M51 – vielleicht der Prototyp eines Spiralnebels – ist eine große Galaxie mit einem Durchmesser von mehr als 60.000 Lichtjahren mit einer leicht erkennbaren Spiralstruktur. M51 ist auch als NGC 5194 katalogisiert und Teil eines bekannten miteinander wechselwirkenden Galaxienpaares. Seine Spiralarme und Staubstraßen streifen eindeutig vor der Begleitgalaxie NGC 5195 (oben). Dieses dramatisch bearbeitete Farbkomposit kombiniert M51-Bilddaten des 1,2-Meter-Teleskops am Calar-Alto-Observatorium. Die Daten enthalten lange Belichtungen durch einen Schmalband-H-alpha-Wasserstofffilter, welcher die Strahlung von atomarem Wasserstoff aufzeichnet. Rötliche Gebiete von Wasserstoffstrahlung, die als HII-Regionen bezeichnet werden, sind Bereiche mit intensiver Sternbildung, die hauptsächlich in den hellen Spiralarmen von M51 zu finden sind. Dieses faszinierende Komposit zeigt auch rote Gebilde von Wasserstoffemissionen in zarten Strukturen, die sogar über NGC 5195 bis zum oberen Bildrand hinausreichen.

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Regulus und der Rote Planet

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Bildcredit und –rechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Der königliche Stern Regulus im Löwen und der rote Planet Mars erscheinen auf dieser sternklaren Himmelslandschaft als farbenprächtiges Paar knapp über dem Horizont. Das Foto wurde am 4. Juni in Oraman aufgenommen, einer gebirgigen Region in Kurdistan im Westen des Iran nahe der Grenze zum Irak.

Der merkliche Farbkontrast zwischen Mars und dem hellen blauen Stern war mit bloßem Auge leicht erkennbar, wurde jedoch auf dem Bild durch einen Diffusionsfilter zusätzlich verstärkt. Die gleißende Venus, die ansonsten den westlichen Abendhimmel dominiert, ist bereits hinter den Bergen untergegangen. Saturn leuchtet aber noch die ganze Nacht – er steht in der Ebene der Ekliptik weiter östlich.

Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, können Sie die Planeten, die Sterne des Löwen und einen schon lange bekannten Sternhaufen im Haar der Berenike erkennen.

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Brodelnde orange Sonne

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Credit und Bildrechte: Alan Friedman (Averted Imagination)

Beschreibung: Sogar die ruhige Sonne kann ein hektischer Ort sein. Und während des tiefen Sonnenminimums der letzten Jahre war unsere Sonne ungewöhnlich ruhig. Das obige Bild, das letzte Woche in einer einzigen Farbe des Lichts – H-alpha – aufgenommen und dann in Falschfarben gefärbt wurde, verzeichnet zahlreiche Details auf der brodelnden Oberfläche unseres Heimatsterns. Die schrittweise Aufhellung in diesem farbinvertierten Bild zum Sonnenrand hin, auch als Randverdunkelung bezeichnet, wird durch die zunehmende Absorption durch verhältnismäßig kühles Sonnengas verursacht. Genau über dem Sonnenrand sind mehrere Protuberanzen sichtbar, während zwei Sonnenfackeln auf der Sonnenoberfläche als helle Schlieren rechts über der Bildmitte zu sehen sind. Zwei besonders aktive Regionen der Sonne werden von dunklen „Plages“ markiert. Im Kontrast zu den jüngsten ruhigen Zeiten bewegt sich unsere Sonne auf ein Sonnenfleckenmaximum zu und wird im Lauf der nächsten Jahre wahrscheinlich sehr viel aktiver erscheinen.

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