Ein Elefantenrüssel in Kepheus

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Bildcredit und Bildrechte: Bearbeitung – Robert Gendler, Roberto Colombari; Daten – Subaru Telescope (NAOJ), Robert Gendler, Adam Block

Beschreibung: Diese Nahaufnahme aus Bilddaten von großen und kleinen Teleskopen zeigt den staubreichen Elefantenrüsselnebel. Er windet sich durch IC 1396, einen Komplex aus Emissionsnebeln und jungen Sternhaufen im hohen, weit entfernten Sternbild Kepheus.

Der kosmische Elefantenrüssel ist auch als vdB 142 bekannt, er ist länger als 20 Lichtjahre. Die farbenprächtige Ansicht betont helle, zurückgefegte Grate, welche die Taschen aus kühlem interstellarem Staub und Gas in der Region umreißen. Solche eingebetteten dunklen rankenförmigen Wolken enthalten das Rohmaterial für Sternbildung und verbergen darin Protosterne. Der relativ blasse Komplex IC 1396 ist fast 3000 Lichtjahre entfernt, er umfasst am Himmel eine große Region von mehr als 5 Grad. Diese dramatische Szene zeigt ein 1 Grad breites Feld, etwa so groß wie 2 Vollmonde.

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Rigel und der Hexenkopfnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Mario Cogo (Galax Lux)

Beschreibung: Durch Sternenlicht leuchtet das schiefe Profil dieser schaurigen Fratze im Dunkeln, sie erinnert an ihren beliebten Namen Hexenkopfnebel. Dieses bezaubernde Teleskopporträt erweckt den Eindruck, als fixiere die Hexe mit ihrem Blick Orions hellen Überriesenstern Rigel.

Der Hexenkopfnebel ist formeller als IC 2118 bekannt, er ist ungefähr 50 Lichtjahre groß und besteht aus interstellaren Staubkörnchen, die Rigels Sternenlicht reflektieren. Die blaue Farbe des Hexenkopfnebels und des Staubs um Rigel entsteht nicht nur durch Rigels intensives blaues Sternenlicht, sondern auch, weil die Staubkörnchen blaues Sternenlicht effektiver streuen als rotes. Der gleiche physikalische Prozess führt dazu, dass auch der irdische Himmel tagsüber blau erscheint, obwohl die streuenden Teilchen in der Erdatmosphäre Stickstoff- und Sauerstoffmoleküle sind.

Rigel, der Hexenkopfnebel sowie das Gas und der Staub in der Umgebung sind ungefähr 800 Lichtjahre entfernt.

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Drei Galaxien und ein Komet

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Bildcredit und Bildrechte: Miloslav Druckmuller (Technische Universität Brünn)

Beschreibung: Diffuses Sternenlicht und dunkle Nebel in der südlichen Milchstraße wölben sich über dem Horizont und breiten sich diagonal über diese prächtige Nachtlandschaft aus. Das atemberaubende Mosaik ist ganze 100 Grad breit, im Vordergrund liegt das schroffe Gelände des argentinischen Teils von Patagonien.

Dieses Bild zeigt neben der Innenansicht unserer Galaxis auch unsere Außensicht auf zwei unregelmäßige Begleitgalaxien – die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Die Szene zeigt außerdem den breiten Schweif und die helle Koma des Kometen McNaught, des großen Kometen von 2007.

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Start und Landung

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Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Beschreibung: Diese Nachthimmelslandschaft entstand aus drei aufeinanderfolgenden Aufnahmen. Sie wurde an einem Strand der Weltraumküste des Planeten Erde fotografiert und zeigt Start einer Falcon-9-Rakete am 7. Januar sowie Landung der ersten Stufe.

Der helle Streifen ganz links – der Start von der Cape Canaveral Air Force Station – zeigt die Anfangsphase des Raketenfluges. Ein deutlicher Haken nach oben nahe dem Scheitel des Bogens markiert den Beginn der Rückkehr der ersten Stufe mit einer „Rückschubzündung“, während die zweite Stufe abkoppelt und zur Umlaufbahn weiterfliegt.

Ein heller Streifen, der wegen der Perspektive über dem Scheitel des Startbogens liegt, zeigt das Abbremsen und die Rückkehr der ersten Stufe zum Kap. Der Streifen am Horizont in der Mitte ist ein 17-Sekunden-Schub, der die erste Stufe endgültig abbremst. Die erfolgreiche senkrechte Landung findet etwa 8 Minuten nach dem Start bei Landezone 1 statt. Während der langen Belichtungszeit ziehen die Sterne im Hintergrund kurze Strichspuren am Nachthimmel des rotierenden Planeten.

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Der blaue Komet PanSTARRS

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Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach, Jose J. Chambo

Beschreibung: Dieser Komet PanSTARRS C/2016 R2 wurde am 7. September 2016 mit dem PanSTARRS-Teleskop entdeckt. Er ist derzeit etwa 24 Lichtminuten (3 AU) von der Sonne entfernt und zieht vor dem Sternenhintergrund im Sternbild Stier über den Himmel des Planeten Erde. Der Besucher kommt aus der fernen Oortschen Wolke unseres Sonnensystems, sein schöner, komplexer Ionenschweif ist auffallend blau getönt.

Obwohl der Komet noch relativ weit von der Sonne entfernt ist, wirkt sein bereits gut entwickelter Ionenschweif sehr eindrucksvoll. Der hübsche blaue Farbton stammt großteils von Emissionen der ungewöhnlich reichlich vorhandenen ionisierten Kohlenmonoxidmoleküle (CO+), die im zunehmenden Sonnenlicht fluoreszieren.

Dieses Farbbild des blauen Kometen ist eine Kombination von Daten, die am 7. Januar nachts mit zwei verschiedenen Teleskopen aufgenommen wurden. Der helle Stern Gamma Tauri an der Spitze des v-förmigen Sternhaufens der Hyaden im Stier sorgt für das Leuchten in der linken unteren Ecke.

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RCW 114: Drachenherz im Altar

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Bildcredit und Bildrechte: Andrew Campbell

Beschreibung: Diese große, dramatisch geformte kosmische Wolke umfasst am Himmel des Planeten Erde im südlichen Sternbild Altar mehr als sieben Grad oder 14 Vollmonde. Die fasrige Erscheinung ist als RCW 114 katalogisiert. Sie ist schwierig abzubilden, auf diesem Teleskopmosaik wurde sie von den verräterischen rötlichen Emissionen ionisierter Wasserstoffatome aufgezeichnet.

RCW 114 wurde als Supernovaüberrest erkannt. Seine weitläufigen, faserigen Emissionen entstehen, indem die immer noch expandierende Stoßwelle der Todesexplosion eines massereichen Sterns die umgebende interstellare Materie auffegt.

Seine Entfernung beträgt nach übereinstimmenden Schätzungen mehr als 600 Lichtjahre, das entspricht einem Durchmesser von etwa 100 Lichtjahren. Das Licht der Supernovaexplosion, die RCW 114 erzeugte, hätte demnach die Erde vor rund 20.000 Jahren erreicht. Kürzlich wurde ein Neutronenstern oder Pulsar als Überrest des kollabierten Sternkerns erkannt.

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NGC 2623: Verschmelzende Galaxien von Hubble

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Bildcredit: ESA/Hubble und NASA

Beschreibung: Wo entstehen Sterne, wenn Galaxien kollidieren? Um das herauszufinden, fotografierten Astronomen die nahe Galaxienverschmelzung NGC 2623 hoch aufgelöst mit dem Weltraumteleskop Hubble. Untersuchungen dieses und anderer Hubblebilder sowie Bilder von NGC 2623 im Infrarotlicht vom Weltraumteleskop Spitzer, im Röntgenlicht von XMM-Newton sowie im Ultraviolettlicht von GALEX lassen vermuten, dass die beiden ursprünglichen Spiralgalaxien nun stark gefaltet erscheinen und ihre Kerne zu einem aktiven galaktischen Kern (AGN) vereint wurden.

In der Nähe dieses Kerns nahe der Bildmitte und an den gedehnten Gezeitenschweifen an beiden Seiten geht die Sternentstehung weiter, und überraschenderweise auch in einer Region außerhalb des Kerns links oben, wo Haufen heller blauer Sterne vorhanden sind. Galaxienkollisionen können Hunderte Jahrmillionen dauern und mehrere gravitationsbedingt zerstörerische Annäherungen durchlaufen.

NGC 2623, auch als Arp 243 bekannt, ist etwa 50.000 Lichtjahre groß und liegt zirka 250 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Krebs. Die Rekonstruktion der Ursprungsgalaxien und der Ablauf von Galaxienverschmelzungen sind oft schwierig, manchmal unmöglich, aber allgemein wichtig, um die Entwicklung unseres Universums zu verstehen.

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Der helle planetarische Nebel NGC 7027 von Hubble

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Bildcredit: Hubble, NASA, ESA; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Beschreibung: Er ist einer der hellsten planetarischen Nebel am Himmel – wie soll er heißen? Der Nebel NGC 7027 wurde 1878 entdeckt und ist mit einem einfachen Hinterhofteleskop im Sternbild Schwan (Cygnus) zu sehen. Weil er mit einem solchen nur als verschwommener Fleck erscheint, bekommt er nur selten mit einem Spitznamen. Wenn man ihn jedoch mit dem Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit fotografiert, werden prächtige Details erkennbar.

Analysen der Hubblebilder von NGC 7027 führten zu der Erkenntnis, dass er ein planetarischer Nebel ist, der vor etwa 600 Jahren zu expandieren begann, außerdem ist die Wolke aus Gas und Staub ungewöhnlich massereich, sie enthält anscheinend etwa drei Sonnenmassen. Die aufgelösten, geschichteten und von Staub gesäumten Strukturen von NGC 7027 sind hier in zugeteilten Farben abgebildet. Vielleicht erinnert es Himmelsfreunde an ein vertrautes Symbol, das ihm einen informellen Namen verleihen könnte.

Ein guter früherer Vorschlag war Kissennebel, zögern Sie jedoch nicht, neue Vorschläge zu machen – zum Beispiel in einem Online-APOD-Diskussionsforum oder im Kommentarfeld unter diesem Artikel.

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Die Wolken von Andromeda

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel López / IAC

Beschreibung: Was sind diese roten Wolken, welche die Andromedagalaxie umgeben? Die Galaxie M31 wird häufig von Astronomen des Planeten Erde fotografiert. Als nächstliegende große Spiralgalaxie ist sie ein vertrauter Anblick mit dunklen Staubbahnen, einem hellen, gelblichen Kern und Spiralarmen, die von Wolken heller, blauer Sterne gesäumt sind.

Dieses farbenprächtige Porträt unseres benachbarten Inseluniversums, ein Mosaik aus gut belichteten Breit- und Schmalband-Bilddaten, zeigt jedoch auffallend unvertraute Eigenschaften: blasse rötliche Wolken aus leuchtendem ionisiertem Wasserstoff im gleichen Weitwinkel-Sichtfeld. Diese ionisierten Wasserstoffwolken befinden sich im Vordergrund der Szenerie, weit innerhalb unserer Milchstraße. Sie gehören wahrscheinlich zu den weitverbreiteten, staubigen interstellaren Cirruswolken, die Hunderte Lichtjahre über unserer galaktischen Ebene verteilt sind.

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Ein Seil im Weltraum

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Bildcredit: TSS-1, STS-46-Besatzung, NASA

Beschreibung: Eine der interessantesten unerfüllten Weltraumsagen ist das Weltraumseil. Weltraumseile – lange Materialstränge – versprechen Satelliten zu stabilisieren, Elektrizität zu generieren und erlauben einfache Transporte. Die vielleicht ambitionierte Vision eines Weltraumseiles ist der Weltraumlift, den Arthur C. Clarke bekannt machte, bei dem ein Seil konstruiert wird, das den Boden mit dem geosynchronen Orbit verbindet. Ein Problem ist die Stärke – es ist schwierig, ein lange einsetzbares Seil zu konstruieren, das nicht reißt.Hier ist der Einsatz des Tethered Satellite System 1 (TSS-1) 1992 mit der Raumfähre Atlantis zu sehen. Wie auch andere getestete Weltraumseile wurde TSS-1 seinen Erwartungen nicht gerecht, lieferte aber viele wertvolle Erkenntnisse.

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Planeten am Flügel

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Bildcredit und Bildrechte: Dong Han

Beschreibung: Seit Kurzem sind der helle Jupiter und der schwächere Mars für morgendliche Himmelsbeobachter leicht erkennbar. Am 7. Januar erreichen vor Beginn der Morgendämmerung die beiden mit bloßem Auge sichtbaren Planeten eine enge Konjunktion nahe dem Horizont. Sie sind am östlichen Himmel nur einen Viertelgrad voneinander entfernt. Die scheinbare Distanz entspricht ungefähr dem halben Winkeldurchmesser eines Vollmondes.

Auf diesem Schnappschuss vom frühen Morgen des 5. Januar, hinter dem Flügel eines hoch fliegenden Flugzeuges, stehen die Planeten Jupiter (links) und Mars (Mitte) in einer Reihe mit dem ausgewogenen Zubenelgenubi (rechts), dem Alphastern im Sternbild Waage (Libra). Darunter leuchten die Lichter von Zentraleuropa bei Prag in der Tschechischen Republik auf dem Planeten Erde.

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