Zodiakallicht versus Milchstraße

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel López

Beschreibung: Geisterhaftes Zodiakallicht, das in der Mitte dieses bemerkenswerten Panoramas zu sehen ist, entsteht durch Sonnenlicht, das vom Staub in der ekliptischen Ebene des Sonnensystems gestreut wird. In den Wochen um die März-Tag- und Nachtgleiche (heute um 1732 UT) ist das Zodiakallicht auf der Nordhalbkugel nach Sonnenuntergang markanter zu sehen, im Süden dagegen vor Sonnenaufgang, wenn die Ekliptik in einen steilen Winkel zum Horizont steht. Im Bild dehnt sich das schmale Dreieck des Zodiakallichtes über dem westlichen Horizont aus und scheint beim lieblichen Sternhaufen der Plejaden zu enden. Über den Plejaden wölben sich Sterne und Nebel in der Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße. Diese Aussicht wurde am 10. März im Teide-Nationalpark auf der Insel Teneriffa aufgenommen und besteht aus 4 Einzelbildern, die 180 Grad umfassen.

Zur Originalseite

Die Möwe und die Ente

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Als Möwe und Ente betrachtet beschwören diese Nebel nicht nur als kosmische Wolken die Bilder eines Fluges herauf. Beide fliegen ihren Weg über diese breite himmlische Landschaft, die sich über fast 7 Grad im Sternbild Großer Hund am Nachthimmel des Planeten Erde erstreckt. Die ausgedehnte Möwe (oben links) ist ihrerseits aus zwei großen katalogisierten Emissionsnebeln zusammengesetzt. Der hellere NGC 2327 bildet den Kopf, der diffusere IC 2177 die Flügeln und den Körper. Die eindrucksvolle Flügelspannweite der Möwe entspricht etwa 250 Lichtjahren in einer ungefähren Entfernung von 3800 Lichtjahren. Weiter rechts erscheint viel kompakter die Ente; sie umfasst bei der geschätzten Entfernung von 15.000 Lichtjahren etwa 50 Lichtjahre. Der Entennebel, der von energiereichen Winden extrem massereicher heißer Sternen nahe seinem Zentrum aufgeblasen wird, ist als NGC 2359 katalogisiert. Der dicke Körper und die geflügelten Gliedmaßen geben der Ente noch einen bekannteren und dramatischeren Spitznamen: Thors Helm.

Zur Originalseite

Fermi katalogisiert den Gammastrahlen-Himmel

Siehe Erklärung. Wenn Sie den Curser über das Bild bewegen, sehen Sie eine alternative Version des Bildes. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: NASA, DOE, International Fermi LAT Collaboration

Beschreibung: Was leuchtet am Gammastrahlen-Himmel? Die bisher vollständigste Antwort auf diese Frage bietet der erste Himmelskatalog des Gammastrahlen-Weltraumteleskops Fermi. Fermis Quellen kosmischer Gammastrahlen zeigen die energiereichsten Teilchenbeschleuniger der Natur, die schlussendlich Photonen mit 100 MeV bis 100 GeV liefern – das sind Photonen mit mehr als der 50 Millionen- bis 50 Milliardenfachen Energie von sichtbarem Licht. Zu den 1.451 Quellen, die anhand von Daten aus einem Zeitraum von 11 Monaten Himmelsdurchmusterung mithilfe von Fermi’s Large Area Telescope (LAT) katalogisiert wurden, gehören energiereiche Galaxien mit intensiver Sternentstehung und aktive galaktische Kerne (AGN) weit außerhalb der Michstraße. Doch auch innerhalb unserer eigenen Galaxis befinden sich viele Pulsare (PSR) und Pulsarwindnebel (PWN), Supernova-Überreste (SNR), Röntgen-Doppelsterne (HXB) und Mikroquasare (MQO). Fermis Karte des gesamten Himmels ist auf die Milchstraße zentriert, wobei die diffuse Gammastrahlen-Emission der galaktischen Ebene waagrecht durch das Bild verläuft. Um die katalogisierten Gammastrahlenquellen zu finden, schieben Sie einfach Ihren Mauspfeil über die Karte. Noch sind 630 der katalogisierten Quellen im Gammastrahlenbereich unbekannt, da sie nicht mit in niedrigeren Energiebereichen beobachteten Quellen assoziiert werden können.

Zur Originalseite

Phobos von Mars Express

Siehe Erklärung. Wenn Sie den Curser über das Bild bewegen, sehen Sie eine alternative Version des Bildes. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: G. Neukum (FU Berlin) et al., Mars Express, DLR, ESA

Beschreibung: Warum umkreist dieses kleine Objekt den Mars? Der Ursprung von Phobos, dem größeren der beiden Marsmonde, bleibt unbekannt. Phobos und Deimos sind C-Typ-Asteroiden sehr ähnlich, nur scheint ein gravitatives Einfangen solcher Asteroiden, ein Abrunden ihrer Bahnen und eine Verschiebung in die Äquatorebene des Mars unwahrscheinlich. Oben ist Phobos zu sehen, wie er letzte Woche beim Vorbeiflug der ESA-Robotersonde Mars Express erschien; Mars Express begann Jahr 2003 den Mars zu umkreisen. Sehr detailreich ist Phobos‘ irreguläre Form zu sehen, aber auch seltsames dunkles Gelände, zahlreiche ungewöhnliche Rillen und eine spektakuläre Kraterkette, die über die Bildmitte verläuft. Phobos ist etwa 25 Kilometer lang, und seine Gravitation reicht nicht aus, um ihn zu einer Kugel zu formen. Dieser Mond kreist so nahe an Mars, dass die durch die Gezeiten verursachte Abbremsung den Schuttmond im Laufe der nächsten 20 Millionen Jahre in einen Ring aufbrechen wird, dessen Teile langsam nach unten fallen und auf dem Roten Planeten einschlagen werden. Die russische Mission Fobos-Grunt soll nächstes Jahr starten und auf Phobos landen.

Zur Originalseite

Detailreiche Korona bei einer Sonnenfinsternis

Siehe Erklärung. Wenn Sie den Curser über das Bild bewegen, sehen Sie eine alternative Version des Bildes. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Miloslav Druckmüller (Technische Universität Brünn), Martin Dietzel, Peter Aniol, Vojtech Rušin

Beschreibung: Nur in der flüchtigen Dunkelheit einer totalen Sonnenfinsternis ist das Licht der Sonnenkorona leicht zu sehen. Die ausgedehnte Korona, die äußere Atmosphäre der Sonne, wird normalerweise von der hellen Sonnenscheibe überstrahlt und ist ein faszinierender Anblick. Doch die subtilen Details und die extrem unterschiedliche Helligkeit der Korona sind, obwohl für das Auge leicht erkennbar, bekanntlich schwierig zu fotografieren. Die obige Abbildung, bei der mehrere Bilder digital bearbeitet wurden, ist eine detailreiche Darstellung der Sonnenkorona, die bei der totalen Sonnenfinsternis im August 2008 in der Mongolei aufgenommen wurde. Deutlich zu sehen sind die verschachtelten Schichten und leuchtenden Kaustiken einer sich ständig verändernden Mischung aus heißem Gas und Magnetfeldern. Helle Schleifen ziehende Protuberanzen erscheinen knapp über der Sonne rosarot. die nächste totale Sonnenfinsternis findet im Juli statt, wird jedoch nur von einem schmalen Pfad auf der Erde, der den Süden des Pazifik und Südamerikas kreuzt, zu sehen sein.

Zur Originalseite

Helle Wolkenspuren über Griechenland

Siehe Erklärung. Wenn Sie den Curser über das Bild bewegen, sehen Sie eine alternative Version des Bildes. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos

Beschreibung: Es sieht aus, als wäre Tag, aber es ist Nacht. Die seltsamen orangen Streifen scheinen Strahlen der untergehenden Sonne zu sein, aber es sind dünne Wolken, die vom Mond beleuchtet werden, während sie rasch zum Horizont in der Ferne ziehen. Die dicken Wolken auf der linken Seite scheinen aus vielen Schichten zu bestehen, aber es sind nur wenige einfache Wolken, die auf vielen Einzelbildern festgehalten wurden. Sicher ist, dass diese Zeitraffer-Bildersequenz vor etwa zwei Wochen in einem Zeitraum von mehr als zwei Stunden auf Kap Sounion (Griechenland) aufgenommen wurde. Auch stammen die Spuren, die um den Polarstern rechts oben wirbeln, tatsächlich von Sternen. Was aber ist mit dem Gebäude im Vordergrund? Es mag wie ein berühmtes antikes Bauwerk aussehen, ist aber in Wirklichkeit eine kleine verlassene Kirche, die erst im letzten Jahrhundert errichtet wurde.

Zur Originalseite

Zwei Schwarze Löcher in 3C 75

Siehe Erklärung. Wenn Sie den Curser über das Bild bewegen, sehen Sie eine alternative Version des Bildes. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Röntgen: NASA / CXC / D. Hudson, T. Reiprich et al. (AIfA);
Radio: NRAO / VLA/ NRL

Beschreibung: Was geschieht in der Mitte dieser massereichen Galaxie? Die beiden hellen Quellen in der Mitte dieses Kompositbildes aus Röntgen- (blau) und Radiodaten (rosa), sind vermutlich sehr massereiche Schwarze Löcher, welche einander umkreisen und die riesige Radioquelle 3C 75 speisen. Diese sehr massereichen Schwarzen Löcher liegen 25.000 Lichtjahre auseinander, werfen Jets relativistischer Teilchen aus und sind von viele Millionen Grad heißem Gas umgeben, das Röntgenstrahlen emittiert. Sie sind etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt und befinden sich in den Zentren zweier verschmelzender Galaxien im Galaxienhaufen Abell 400. Astronomen kommen zu dem Schluss, dass diese beiden massereichen Schwarzen Löcher in einem Binärsystem durch Gravitation verbunden sind, teilweise, weil die einheitlich zurückgefegte Erscheinung der Jets sehr wahrscheinlich durch ihre gemeinsame Bewegung entsteht – sie rasen mit 1200 Kilometern pro Sekunde durch das heiße Haufengas. Solche spektakulären kosmischen Verschmelzungen kommen im fernen Universum in den Umgebungen dicht gedrängter Galaxienansammlungen vermutlich häufig vor. In ihren Endstadien sind solche Verschmelzungen voraussichtlich starke Quellen von Gravitationswellen.

Zur Originalseite

Centaurus A

Siehe Erklärung. Wenn Sie den Curser über das Bild bewegen, sehen Sie eine alternative Version des Bildes. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Tim Carruthers

Beschreibung: Centaurus A, nur 11 Millionen Lichtjahre entfernt, ist die dem Planeten Erde am nächsten gelegene aktive Galaxie. Diese besondere elliptische Galaxie, auch bekannt als NGC 5128, ist mehr als 60.000 Lichtjahre groß und auf diesem scharfen Farbbild zu sehen. Centaurus A ist offensichtlich das Ergebnis der Kollision zweier ansonsten normaler Galaxien, die zu einem phantastischen Durcheinander aus Sternhaufen und imposanter Staubstraßen führte. Nahe der Mitte der Galaxie verschwinden fortlaufend übrig gebliebene kosmische Trümmer in einem zentralen Schwarzen Loch mit einer Milliarde Sonnenmassen. Wie in anderen aktiven Galaxien erzeugt dieser Prozess wahrscheinlich die Radio-, Röntgen- und Gammastrahlenenergie, die von Centaurus A abgestrahlt wird.

Zur Originalseite

JWST: Spiegel und maskierte Männer

Siehe Erklärung. Wenn Sie den Curser über das Bild bewegen, sehen Sie eine alternative Version des Bildes. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Mit freundlicher Genehmigung von Ball Aerospace

Beschreibung: Wer sind diese maskierten Männer? Techniker von Ball Aerospace und der NASA an der Röntgenstrahlen- und Tieftemperaturanlage des Marshall-Raumfahrtzentrums, die Primärspiegelsegmente des James Webb Space Telescope (JWST) testen. Das JWST, dessen Start für 2014 vorgesehen ist, wird für die Erforschung des frühen Universums im Infrarotlicht optimiert sein; dazu dient ein Primärspiegel mit einem Durchmesser von 6,5 Metern, der aus 18 sechseckigen Segmenten besteht. Hier wird eine Gruppe von JWST-Spiegelsegmenten auf Tests vorbereitet, um sicherzustellen, dass diese genau den Missionsanforderungen entsprechen. Die Anzüge und Masken der Techniker sollen die Spiegeloberfläche vor Verunreinigung schützen. In der Röntgenstrahlen- und Tieftemperaturanlage werden die Spiegel in großen runden Kammern getestet, nachdem die Luft evakuiert und die Kammer auf -240 Grad Celsius gekühlt wurde (nur 33 Grad über dem absoluten Nullpunkt). Der extrem niedrige Druck und die tiefe Temperatur simulieren die Arbeitsumgebung der JWST-Spiegel im Weltraum. Die Tests der JWST-Spiegelsegmente werden für die nächsten 18 Monate fortgesetzt.

Zur Originalseite

Yukon-Polarlicht mit Strichspuren

Siehe Erklärung. Wenn Sie den Curser über das Bild bewegen, sehen Sie eine alternative Version des Bildes. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuichi Takasaka / TWAN / www.blue-moon.ca

Beschreibung: Eine Kamera mit Stativ kann die zarten Spuren aufzeichnen, die die Sterne ziehen, während der Planet Erde um seine Achse rotiert. Doch in hohen geografischen Breiten kann sie im März und April auch ein Polarlicht festhalten, die in der Nacht schimmert. Die Wochen um die Tag- und Nachtgleiche bieten sowohl im Frühling als auch im Herbst eine günstige Gelegenheit für Polarlichtjäger. Die Möglichkeiten sind auf dieser wunderschönen, vom Mond beleuchteten Ansicht des Territoriums Yukon im Nordwesten Kanadas zu sehen. Es wurde am frühen Morgen des 1. März abseits des Klondike-Highways, etwa 60 Kilometer südlich von Dawson City, aufgenommen. Für dieses Bild wurden viele kurz belichtete Aufnahmen digital zusammengefügt, um den konzentrischen Sternspurbögen zu folgen, während sie die grünlichen Polarlichtschleier einschlossen, die auch als Nordlichter bekannt sind.

Zur Originalseite

Saturnmond Helene von Cassini

Siehe Erklärung. Wenn Sie den Curser über das Bild bewegen, sehen Sie eine alternative Version des Bildes. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: NASA/JPL/SSI

Beschreibung: Was geschieht auf der Oberfläche des Saturnmondes Helene? Der Mond wurde letzte Woche so detailreich wie nie zuvor abgebildet, als die robotische Raumsonde Cassini, die um Saturn kreist, in einer Entfernung von weniger als zwei Erddurchmessern an dem zierlichen Mond vorbeischwirrte. Auch herkömmliche Krater und Hügel sind zu sehen, aber dieses unbearbeitete Rohbild zeigt vorwiegend Gelände, das ungewöhnlich glatt und gestreift erscheint. Planetologen werden diese detailreichen Bilder von Helene untersuchen, um Hinweise auf den Ursprung und die Entwicklung des 30 Kilometer großen treibenden Eisbergs zu sammeln. Helene ist auch deshalb ungewöhnlich, weil er auf seiner Bahn um Saturn dem großen Mond Dione knapp vorausläuft, was ihn zu einem von nur vier bekannten Monden macht, die einen als gravitativ stabil bekannten Lagrange-Punkt besetzen.

Zur Originalseite