Weit jenseits der Lokalen Gruppe

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Credit und Bildrechte: Robert Gendler

Beschreibung: Weit jenseits der Lokalen Gruppe, an die 22 Millionen Lichtjahre entfernt, liegt NGC 3621. Die gewundenen Spiralarme dieses farbenprächtigen Inseluniversums, das im vielköpfigen südlichen Sternbild Hydra zu finden ist, sind mit lichtstarken jungen Sternhaufen und dunklen Staubspuren gefüllt. Für irdische Astronomen jedoch ist NGC 3621 nur eine weitere hübsche von oben sichtbare Spiralgalaxie. Einige ihrer helleren Sterne dienten als Standardkerzen, um wichtige Abschätzungen extragalaktischer Entfernungen und die Größenordnung des Universums einzuführen. Dieses schöne Bild von NGC 3621 zeigt die losen Spiralarme fern der helleren Zentralregionen der Galaxie, die sich über etwa 100.000 Lichtjahre erstrecken. Vordergrundsterne mit Spitzen in unserer eigenen Milchstraße und sogar weiter entfernte Hintergrundgalaxien sind über die farbenprächtige Himmelslandschaft verstreut.

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Nimm meine Hand

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Credit: NASA / STS-128 / Expedition 20 – Stereobild von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blauen Brillen zur Hand und betrachten Sie diese Nahaufnahme des NASA-Astronauten John Olivas im Raumanzug außerhalb der Internationalen Raumstation. Der 3D-Anaglyph, sorgfältig aus zwei Fotos erstellt (ISS020-E-038481, ISS02-0E-038482), die während des jüngsten Besuchs der Raumfähre Discovery beim Außenposten in der Umlaufbahn aufgenommen wurden, erzeugt die zwingende Illusion, dass Sie einfach hingreifen und seine im Handschuh steckende Hand nehmen können. Der Fotograf, ESA-Astronaut Christer Fuglesang, der ihn beim Außenbordmanöver begleitete, wird zusammen mit ISS-Strukturen und dem Horizont des Planeten Erde in Olivas Helmvisier reflektiert. Letzten Freitag kehrten die beiden zur Erde zurück, zusammen mit dem Rest der Besatzung der Discovery, und landeten an der Edwards Air Force Base in Kalifornien.

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Andromeda, ultraviolett

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Credit: Ultraviolett: NASA/Swift/Stefan Immler (GSFC) und Erin Grand (UMCP); Optisch: Bill Schoening, Vanessa Harvey/REU-Programm/NOAO/AURA/NSF

Beschreibung: Diese atemberaubende Ansicht, die mit dem Teleskop an Bord des NASA-Satelliten Swift aufgenommen wurde, ist das höchstaufgelöste Bild, das je von der Andromedagalaxie (alias M31) aufgenommen wurde – im ultravioletten Wellenlängenbereich.

Das Mosaik wurde aus 330 Einzelbildern erstellt, die eine 200.000 Lichtjahre weite Region abdecken. Es zeigt etwa 20.000 Quellen, die von heißen, jungen Sternen dominiert werden, und dichte Sternhaufen, die im energiereichen Ultraviolettlicht stark strahlen. Natürlich ist die Andromedagalaxie mit einer Entfernung von 2,5 Millionen Lichtjahren die unserer Milchstraße am nächsten gelegene große Spiralgalaxie.

Um die Erscheinung dieses großartigen Inseluniversums im sichtbaren Licht mit ihrem Ultraviolettbild zu vergleichen, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild.

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Die Tarantelzone

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Credit und Bildrechte: John P. Gleason

Beschreibung: Der Tarantelnebel hat einen Durchmesser von mehr als 1000 Lichtjahren – eine riesige Sternbildungsregion in unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke (LMC). Dieses kosmische Spinnentier liegt links neben der Mitte dieses scharfen, farbenprächtigen Teleskopbildes, das mit Schmalbandfiltern aufgenommen wurde. Es umfasst einen Teil der LMC mit einem Durchmesser von mehr als 2000 Lichtjahren. In der Tarantel (NGC 2070) liefern intensive Strahlung, Sternwinde und Supernova-Erschütterungen des zentralen jungen Haufens massereicher Sterne, der als R136 katalogisiert ist, die Energie für das Leuchten des Nebels und formen die spinnenartigen Filamente. Um die Tarantel sind weitere gewaltige Sternbildungsregionen mit jungen Sternhaufen, Filamenten und blasenförmigen Wolken verstreut. Das reichhaltige Feld ist etwa so groß wie der Vollmond am Himmel und liegt im südlichen Sternbild Dorado (Schwertfisch).

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NGC 6888: Der Sichelnebel

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Credit und Bildrechte: Daniel López, IAC

Beschreibung: NGC 6888, auch als Sichelnebel bekannt, ist eine kosmische Blase mit einem Durchmesser von etwa 25 Lichtjahren, die vom Wind ihres gleißend hellen, massereichen Zentralsterns aufgeblasen wird. Dieses schöne Porträt des Nebels stammt vom Isaac-Newton-Teleskop am Roque-de-los-Muchachos-Observatorium auf den Kanarischen Inseln. Es kombiniert ein Farbkompositbild mit Schmalbanddaten, die Licht von Wasserstoff- und Sauerstoffatomen in dem windgeblasenen Nebel eingrenzen. Die Wasserstoffatome erzeugen den blaugrünen Farbton, der die detailreichen Falten und Filamente einzuhüllen scheint. Der Zentralstern von NGC 6888 ist als Wolf-Rayet-Stern (WR 136) klassifiziert. Der Stern stößt mit seinem starken Sternwind seine äußere Hülle ab, wobei er alle 10.000 Jahre soviel Masse auswirft, wie die Sonne besitzt. Die komplexen Strukturen des Nebels sind wahrscheinlich das Ergebnis dieses starken Windes, der mit Materie wechselwirkt, die in einer früheren Phase abgestoßen wurde. Dieser Stern, der seinen Brennstoff mit einer ungeheuren Geschwindigkeit verbrennt, und dessen Sternenleben fast zu Ende ist, wird wahrscheinlich mit einem Knall in einer spektakulären Supernovaexplosion erlöschen. NGC 6888, der im nebelreichen Sternbild Schwan (Cygnus) zu finden ist, ist etwa 5000 Lichtjahre entfernt.

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Das Zentrum des Kugelsternhaufens Omega Centauri

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Credit: NASA, ESA und das Hubble SM4 ERO Team

Beschreibung: Was bleibt übrig, wenn Sterne zusammenstoßen? Um diese Frage zu beantworten, haben Astronomen das Zentrum der massereichsten Sternenkugel in unserer Milchstraße untersucht. Im Zentrum des Kugelsternhaufens Omega Centauri sind Sterne 10.000 Mal dichter gepackt als in der Nähe unserer Sonne. Auf dem obigen Bild hat das kürzlich aufgerüstete Hubble-Weltraumteleskop das innerste Zentrum von Omega Centauri in Einzelsterne aufgelöst. Zu sehen sind viele blasse gelblich-weiße Sterne, die kleiner sind als unsere Sonne, mehrere gelb-organge Sterne, die Rote Riesen sind, und gelegentlich ein blauer Stern. Wenn zwei Sterne zusammenstoßen, bilden sie wahrscheinlich entweder zusammen einen massereicheren Stern, oder sie bleiben aneinander hängen und bilden ein neues Doppelsternsystem. Enge Doppelsterne wechselwirken miteinander und geben manchmal Ultraviolett– oder Röntgenstrahlung ab, wenn Gas von einem Stern auf die Oberfläche eines kompakten Begleiters wie zum Beispiel eines weißen Zwergs oder Neutronensterns fällt. Zwei solche Paare wurden nun im Zentrum von Omega Centauri ausfindig gemacht. Der Sternhaufen liegt etwa 15.000 Lichtjahre entfernt und ist im Sternbild Zentaur zu sehen.

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Das holografische Prinzip

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Credit und Bildrechte: E. Winfree, K. Fleischer, A. Barr et al. (Caltech)

Beschreibung: Sagt dieses Bild mehr als tausend Worte? Dem holographischen Prinzip zufolge beträgt die größte Menge an Information, die Sie aus diesem Bild erhalten können, bei einen normal großen Computerbildschirm etwa 3 x 1065 Bit. Das holographische Prinzip, das noch nicht bewiesen wurde, besagt, dass es ein Maximum an Informationsgehalt gibt, den aneinandergrenzende Bereiche auf jeder beliebigen Fläche enthalten können. Daher hängt, gegen jede Vernunft, der Informationsgehalt innerhalb eines Raumes nicht vom Volumen des Raumes, sondern von dem Bereich der ihn umgebenden Wände ab. Das Prinzip ist von der Idee abgeleitet, dass die Plancklänge – jene Länge, bei der die Quantenmechanik beginnt, die klassische Gravitation zu beherrschen – eine Seite eines Bereichs ist, die nur etwa ein Bit an Information enthalten kann. Diese Grenzgröße wurde erstmals 1993 von dem Physiker Gerard ‚t Hooft postuliert. So kann sich aus der Verallgemeinerung von Mutmaßungen aus der Ferne ergeben, dass die Information, die in einem Schwarzen Loch enthalten ist, nicht von dem von ihm eingeshlossenen Volumen vorgegeben ist, sondern von der Oberfläche des Ereignishorizonts. Der Begriff „holografisch“ stammt von einer Hologramm-Analogie, bei der dreidimensionale Bilder mittels projiziertem Licht durch einen flachen Schirm gebildet werden. Passen Sie auf, andere Leute, die das Bild oben betrachten, könnten behaupten, die sehen nicht 3 x 1065 Bit, sondern einen Teekessel!

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Sommernacht in Astronomy Town

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Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Diese stimmungsvolle Ansicht zeigt den Spätsommernachthimmel über den sanft geschwungenen grünen Hügeln des Planeten Erde. Sie wurde nahe dem ländlichen Dorf Saadat Shahr in der Provinz Fars im Süden des Iran aufgenommen.

Saadat Shahr ist auch als Astronomy Town bekannt, da die Einwohner eine bemerkenswerte Leidenschaft für Himmelsbeobachtung bewiesen haben. Passenderweise findet sich nahe der Bildmitte dieser Ansicht des Himmels über Astronomy Town ein lieblicher Teil der Milchstraße.

Die drei hellsten Sterne sind die Sterne des Sommerdreiecks – Deneb im Schwan (oben), Altair im Adler (links) und Wega in der Leier (rechts). Die Landschaft im Vordergrund, die von den Lichtern von Astronomy Town beleuchtet wird, weist eine Art wilder Pistazienbäume auf, die typisch für diese Region sind. Um die Sterne und Sternbilder zu erkennen, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild.

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Stephans Quintett

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Credit: NASA, ESA und das Hubble SM4 ERO Team

Beschreibung: Die erste kompakte Galaxiengruppe, die als solche erkannt wurde, Stephans Quintett, ist auf diesem prächtigen Bild des kürzlich runderneuerten Weltraumteleskops Hubble dargestellt. Nur vier Galaxien dieser Gruppe, die etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt ist, sind tatsächlich in einem kosmischen Tanz wiederholter naher Begegnungen aneinander gebunden. Das fünfte Rad am Wagen ist jedoch leicht zu erkennen. Die vier miteinander wechselwirkenden Galaxien (NGC 7319, 7318A, 7318B und 7317) haben einen allumfassenden gelblichen Schimmer und neigen zu verzerrten Schleifen und Schweifen, die unter dem Einfluss der alles zerreißenden durch die Gravitation hervorgerufenen Gezeiten entstanden sind. Doch die bläuliche Galaxie oben links (NGC 7320) liegt viel näher als die anderen. Sie ist lediglich 40 Millionen Lichtjahre entfernt und kein Mitglied der sich gegenseitig beeinflussenden Gruppe. In der Vordergrundgalaxie sind auf diesem scharfen Hubblebild Einzelsterne zu sehen – ein Hinweis, dass sie viel näher liegt als die anderen. Stephans Quintett liegt innerhalb der Grenzen des hoch fliegenden Sternbildes Pegasus.

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Das verbesserte Hubble zeigt den Schmetterlingsnebel

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Credit: NASA, ESA und das Hubble SM4 ERO Team

Beschreibung: Die hellen Haufen und Nebel des irdischen Nachthimmels werden häufig nach Blumen oder Insekten benanntNGC 6302 ist da keine Ausnahme. Mit einer geschätzten Oberflächentemperatur von etwa 250.000 Grad Celsius ist der Zentralstern dieses speziellen planetarischen Nebels außergewöhnlich heiß – er strahlt hell im Ultraviolettlicht, ist aber durch einen dichten Wulst aus Staub vor direkter Sicht verborgen. Oben ist eine äußerst detailreiche Nahaufnahme des Nebels des sterbenden Sterns zu sehen, die vom vor kurzem aufgerüsteten Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde. Der Gaswulst, der den Zentralstern umgibt und über eine strahlende Aushöhlung ionisierten Gases verläuft, ist in dieser Ansicht oben rechts, in der Sichtlinie fast von der Kante zu sehen. Kürzlich wurde in der staubigen kosmischen Hülle dieses heißen Sterns molekularer Wasserstoff entdeckt. NGC 6302 ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt im arachnologisch korrekten Sternbild Skorpion.

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Sternspuren über Oregon

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Credit und Bildrechte: Joshua Bury

Beschreibung: Während die Erde um ihre Achse rotiert, dreht sich der Himmel um uns. Diese Bewegung, die als tägliche Himmelsbewegung bezeichnet wird, erzeugt die schönen konzentrischen Spuren, welche die Sterne auf Langzeitbelichtungen ziehen. Die oben gezeigten Teilkreis-Sternspuren über Grants Pass in Oregon (USA) wurden letzten Monat fotografiert. Nahe der Mitte der Kreise steht der Himmelsnordpol, der leicht als Punkt am Himmel im Zentrum aller Sternspurbögen zu erkennen ist. Der Stern Polaris, allgemein als Polarstern bekannt, erzeugte den sehr kurzen hellen Kreis nahe dem Himmelsnordpol. Vor etwa 12.000 Jahren war der helle Stern Wega der Nordstern, und in etwa 14.000 Jahren, wenn die Präzession der Rotationsachse der Erde langsam fortschreitet, wird Wega wieder der Polarstern sein.

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