NGC 3682: Spiralgalaxie von der Seite

Die Hamburger-Galaxie ist von der Seite sichtbar. In der Mitte verläuft eine dunkle Staubbahn, oben und unten ist sie von blauen Sternen umgeben, dadurch wirkt sie sehr fluffig.
Bildcredit und Bildrechte: Daten: Paul Gardner, Great Basin Observatory; Bearbeitung: Rogelio Bernal Andreo (DeepSkyColors.com)

Wie sehen Spiralgalaxien von der Seite aus? Dieses scharfe Teleskopbild zeigt viele Details der prächtigen Spiralgalaxie NGC 3628, die wir von der Seite sehen. Dunkle Staubbahnen teilen die fluffige galaktische Scheibe in der Mitte. Das Porträt erinnert an den gängigen Namen: „Hamburger-Galaxie“.

Die reizvolle Insel im Universum ist etwa 100.000 Lichtjahre groß und 35 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegt im nördlichen Sternbild Löwe, das man im Frühling gut sieht. NGC 3628 teilt sich ihre lokale Umgebung im Universum mit zwei weiteren großen Spiralen, M65 und M66. Gemeinsam bilden sie eine Gruppe, das Leo-Triplett. Mit ihren kosmischen Nachbarinnen gab es Wechselwirkungen durch Gravitation. Das führte wahrscheinlich zu den ausgedehnten Auswürfen und Krümmungen in der Scheibe dieser Galaxie.

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ESO 137-001 entblättert sich

Links oben liegt eine Spiralgalaxie hinter Sternen mit Zacken, die eine breite, blau leuchtende Spur aus Gas hinter sich herzieht.
Bildcredit: NASA, ESA, CXC

Die Spiralgalaxie ESO 137-001 rast durch den massereichen Galaxienhaufen Abell 3627, der ungefähr 220 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Das farbige Kompositbild stammt von Hubble und Chandra. Es zeigt die Galaxie hinter den Sternen der Milchstraße im Sternbild Südliches Dreieck. Die Spirale rast mit fast 7 Millionen km/h dahin. Deshalb ist der Staudruck des heißen, dünnen Mediums im Galaxienhaufen stärker als die Gravitation in der Galaxie. Das dünne Medium streift Gas und Staub darin ab.

Hubbles Daten im sichtbaren Licht zeigen klar, dass in dem Material in der blauen Schliere kurz hinter der Galaxie helle Sternhaufen entstanden sind. In Chandras Röntgendaten erkennt man die gewaltige Ausdehnung des aufgeheizten Gases, das abgestreift wurde. Es zieht in diffusen Bahnen in dunklem Blau zum rechten unteren Rand. Das blaue Band ist etwa 400.000 Lichtjahre lang. Weil die Galaxie deutlich Staub und Gas verloren hat, wird neue Sternbildung in dieser Galaxie schwierig. Rechts im Bild liegt neben ESO 137-001 eine gelbliche elliptische Galaxie. Ihr mangelt es an Staub und Gas, in dem Sterne entstehen könnten.

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M86 mitten im Virgohaufen

Mehrere Galaxien und lose verteilte Sterne füllen das Bild. Die größte Galaxie oben ist M86.

Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson, Stan Watson Obs.

Verläuft zwischen diesen großen Galaxien eine Brücke aus Gas? Gut möglich, aber es ist schwer zu erkennen. Links oben ist M86 beim Zentrum des nahen Virgo-Galaxienhaufens. Sie ist eine riesige elliptische Galaxie. Die Milchstraße fällt zum Virgohaufen, der etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt ist.

Rechts unter M86 liegt die ungewöhnliche Spiralgalaxie NGC 4438. Sie und ihr spitzer Nachbar NGC 4435 bilden zusammen die „Augen der Jungfrau„. Sie sind auch als Arp 120 bekannt. Das Bild ist etwa so breit wie der Vollmond. Es ist eines der detailreicheren, die es von dieser Region gibt. Es deutet an, dass M86 von rot leuchtendem Gas umgeben ist, das sie scheinbar mit NGC 4438 verbindet.

Wir wissen auch, dass vor dem Virgohaufen Cirrusgas liegt, das sich in unserer Galaxis befindet. Die geringe Geschwindigkeit des Gases passt scheinbar besser zu dieser Hypothese des Ursprungs. Das könnte auch erklären, wie die ausgefahrenen blauen Arme von NGC 4435 entstanden sind. Vielleicht liefern künftige Forschungen eine klare Antwort.

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Meteor vor Galaxie

Vor der Andromedagalaxie M31 zischt ein Meteor vorbei. Er zieht eine grün leuchtende Spur, die an manchen Stellen breiter ist.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Ein grüner Streifen blitzt vor der Andromedagalaxie auf – was ist es? Ein Meteor. Die Andromedagalaxie wurde 2016 fotografiert, als der Meteorstrom der Perseïden seinen Höhepunkt erreichte. Dabei zog ein Stein aus dem Weltraum vor der fernen Begleiterin unserer Milchstraße vorbei. Der winzige Meteor war so klein wie ein Sandkorn. Er querte im Bruchteil einer Sekunde dieses 10 Grad breite Feld.

Der Meteor flammte mehrmals auf, als ihn die Erdatmosphäre beim Eintritt stark abbremste. Die grüne Farbe entstand – zumindest zum Teil -, weil Gas leuchtete, als der Meteor verdampfte. Die Aufnahme entstand zeitgleich mit den Perseïden-Meteoren. Doch die Richtung dieser Leuchtspur deutet an, dass der Meteor eher zu den südlichen Delta-Aquariiden gehört. Dieser Meteorstrom erreichte seinen Höhepunkt einige Wochen früher. Nicht zufällig erreichen die Perseïden heute Nacht wieder ihren Höhepunkt.

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Spiralgalaxie NGC 6744

Hinter einem Sternteppich wirbelt eine Spiralgalaxie mit gelbem Kern und blauen Spiralarmen, die von rosafarbenen Sternbildungsregionen gesprenkelt sind.
Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Die schöne Spiralgalaxie NGC 6744 ist fast 175.000 Lichtjahre groß. Sie ist also breiter als unsere Milchstraße. Ihre Entfernung beträgt 30 Millionen Lichtjahre. Sie liegt im südlichen Sternbild Pfau. In kleinen Teleskopen erscheint sie nur als blasses, ausgedehntes Objekt. Die Scheibe der nahen Universumsinsel liegt schräg in unserer Sichtlinie.

Das Porträt der Galaxie ist sehr detailreich. Ihre Winkelbreite ist etwa gleich wie die des Vollmondes. Im länglichen, gelblichen Kern der riesigen Galaxie leuchtet vor allem das Licht alter, kühler Sterne. Die mächtigen Spiralarme, die um den Kern laufen, sind voller junger, blauer Sternhaufen, die von rötlichen Regionen mit Sternbildung gesäumt sind. Ein längerer Arm zieht links oben an einer kleineren Begleitgalaxie vorbei. Die galaktische Begleiterin von NGC 6744 erinnert an die Große Magellansche Wolke, die eine Begleitgalaxie der Milchstraße ist.

Dieses Wochenende: Meteorströme, der Neumond bedeckt (wieder) die Sonne

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Die Kante der Spindelgalaxie

Durch eine Galaxie, die von der Seite zu sehen ist, verläuft ein dunkler Strich. Um den Strich herum ist sie heller, nach außen hin ist sie von eihem leuchtenden Flausch umgeben. Die Sterne im Vordergund sind dünn und ungleichmäßig verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Was für ein Himmelsobjekt ist das? Es ist eine relativ normale Galaxie, aber wir sehen sie von der Seite. Eigentlich sind viele Scheibengalaxien so dünn wie NGC 5866, die hier gezeigt wird. Aber wir sehen sie aus unserem Blickwinkel nicht von der Seite. Eine Galaxie, bei der wir auf die Kante blicken und die wir gut kennen, ist unsere Galaxis.

Die Spindelgalaxie ist als M102 und NGC 5866 katalogisiert. Sie besitzt viele komplexe Staubbahnen, die dunkel und rot erscheinen. Die vielen hellen Sterne in der Scheibe verleihen ihr einen bläulichen Farbton. Die bläuliche Scheibe aus jungen Sternen ist deutlich breiter als der Staub in der extrem dünnen galaktischen Ebene.

Es gibt Hinweise, dass während der letzten Milliarde Jahre kleinere Galaxien in die Spindelgalaxie gestürzt sind. Ein Hinweis sind mehrere Ströme aus blassen Sternen und dunklem Staub, die von der Hauptebene der Galaxie ausgehen. Ein anderer Hinweis ist eine umgebende Galaxiengruppe, die wir hier nicht sehen.

Viele Scheibengalaxien sind dünn, weil das Gas, aus dem sie entstehen, mit sich selbst kollidiert, wenn es um das Schwerezentrum rotiert. Die Spindelgalaxie ist ungefähr 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Wir sehen sie im Sternbild Drache (Draco).

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Die aktive elliptische Galaxie Centaurus A

Quer über die elliptische Galaxie verläuft ein markantes undurchsichtiges Staubband. Centaurus A ist im Bild von vielen Sternen umgeben.
Bildcredit und Bildrechte: CEDIC-Team am Chilescope, BearbeitungBernhard Hubl

Centaurus A ist nur 11 Millionen Lichtjahre entfernt. Damit ist sie die nächstgelegene aktive Galaxie in der Umgebung des Planeten Erde. Das scharfe Teleskopbild zeigt die ungewöhnliche elliptische Galaxie, die etwa 60.000 Lichtjahre breit ist. Man kennt sie auch als NGC 5128.

Centaurus A ist entstand wohl, als zwei normale Galaxien kollidierten. Das führte zu einem Durcheinander aus Sternhaufen und markanten Staubbahnen. Nahe der Mitte der Galaxie ist ein Schwarzes Loch. Es enthält Milliarden an Sonnenmassen und vernichtet die ganze Zeit kosmische Trümmer, die übrig geblieben sind. Bei diesem Prozess wird in aktiven Galaxien eine Menge Energie frei. Centaurus A emittiert sie als Strahlung im Bereich von Radio, Röntgen und Gammastrahlen.

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Die Galaxie in einer Kristallkugel

Hinter einer Kristallkugel ist ein verschwommener Sternenhimmel. In der Glaskugel schimmert ein gekrümmtes Bild unserer Milchstraße.
Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Munoz

Dieser kreative Schnappschuss zeigt eine kleine Kristallkugel. Sie enthält scheinbar eine ganze Galaxie, nämlich unsere Milchstraße. Grate und Risse aus interstellarem Staub ziehen durch ihre leuchtende zentrale Wölbung. Sie ist Tausende Lichtjahre groß. In der langen Nacht auf der Südhalbkugel wölbt sie sich am dunklen chilenischen Himmel über dem Observatorium auf dem Paranal.

Für das Einzelbild brauchte der Fotograf kein Very Large Telescope. Das Porträt zeigt unsere Heimatgalaxie in einer Kristallkugel. Es entstand bei Versuchen mit einer Digitalkamera auf Stativ. Die Kristallkugel schmückt einen Handlauf im ESO-Hotel.

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