Spiralgalaxie NGC 6744

Hinter einem Sternteppich wirbelt eine Spiralgalaxie mit gelbem Kern und blauen Spiralarmen, die von rosafarbenen Sternbildungsregionen gesprenkelt sind.
Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Die schöne Spiralgalaxie NGC 6744 ist fast 175.000 Lichtjahre groß. Sie ist also breiter als unsere Milchstraße. Ihre Entfernung beträgt 30 Millionen Lichtjahre. Sie liegt im südlichen Sternbild Pfau. In kleinen Teleskopen erscheint sie nur als blasses, ausgedehntes Objekt. Die Scheibe der nahen Universumsinsel liegt schräg in unserer Sichtlinie.

Das Porträt der Galaxie ist sehr detailreich. Ihre Winkelbreite ist etwa gleich wie die des Vollmondes. Im länglichen, gelblichen Kern der riesigen Galaxie leuchtet vor allem das Licht alter, kühler Sterne. Die mächtigen Spiralarme, die um den Kern laufen, sind voller junger, blauer Sternhaufen, die von rötlichen Regionen mit Sternbildung gesäumt sind. Ein längerer Arm zieht links oben an einer kleineren Begleitgalaxie vorbei. Die galaktische Begleiterin von NGC 6744 erinnert an die Große Magellansche Wolke, die eine Begleitgalaxie der Milchstraße ist.

Dieses Wochenende: Meteorströme, der Neumond bedeckt (wieder) die Sonne

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Die Kante der Spindelgalaxie

Durch eine Galaxie, die von der Seite zu sehen ist, verläuft ein dunkler Strich. Um den Strich herum ist sie heller, nach außen hin ist sie von eihem leuchtenden Flausch umgeben. Die Sterne im Vordergund sind dünn und ungleichmäßig verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Was für ein Himmelsobjekt ist das? Es ist eine relativ normale Galaxie, aber wir sehen sie von der Seite. Eigentlich sind viele Scheibengalaxien so dünn wie NGC 5866, die hier gezeigt wird. Aber wir sehen sie aus unserem Blickwinkel nicht von der Seite. Eine Galaxie, bei der wir auf die Kante blicken und die wir gut kennen, ist unsere Galaxis.

Die Spindelgalaxie ist als M102 und NGC 5866 katalogisiert. Sie besitzt viele komplexe Staubbahnen, die dunkel und rot erscheinen. Die vielen hellen Sterne in der Scheibe verleihen ihr einen bläulichen Farbton. Die bläuliche Scheibe aus jungen Sternen ist deutlich breiter als der Staub in der extrem dünnen galaktischen Ebene.

Es gibt Hinweise, dass während der letzten Milliarde Jahre kleinere Galaxien in die Spindelgalaxie gestürzt sind. Ein Hinweis sind mehrere Ströme aus blassen Sternen und dunklem Staub, die von der Hauptebene der Galaxie ausgehen. Ein anderer Hinweis ist eine umgebende Galaxiengruppe, die wir hier nicht sehen.

Viele Scheibengalaxien sind dünn, weil das Gas, aus dem sie entstehen, mit sich selbst kollidiert, wenn es um das Schwerezentrum rotiert. Die Spindelgalaxie ist ungefähr 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Wir sehen sie im Sternbild Drache (Draco).

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Die aktive elliptische Galaxie Centaurus A

Quer über die elliptische Galaxie verläuft ein markantes undurchsichtiges Staubband. Centaurus A ist im Bild von vielen Sternen umgeben.
Bildcredit und Bildrechte: CEDIC-Team am Chilescope, BearbeitungBernhard Hubl

Centaurus A ist nur 11 Millionen Lichtjahre entfernt. Damit ist sie die nächstgelegene aktive Galaxie in der Umgebung des Planeten Erde. Das scharfe Teleskopbild zeigt die ungewöhnliche elliptische Galaxie, die etwa 60.000 Lichtjahre breit ist. Man kennt sie auch als NGC 5128.

Centaurus A ist entstand wohl, als zwei normale Galaxien kollidierten. Das führte zu einem Durcheinander aus Sternhaufen und markanten Staubbahnen. Nahe der Mitte der Galaxie ist ein Schwarzes Loch. Es enthält Milliarden an Sonnenmassen und vernichtet die ganze Zeit kosmische Trümmer, die übrig geblieben sind. Bei diesem Prozess wird in aktiven Galaxien eine Menge Energie frei. Centaurus A emittiert sie als Strahlung im Bereich von Radio, Röntgen und Gammastrahlen.

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Die Galaxie in einer Kristallkugel

Hinter einer Kristallkugel ist ein verschwommener Sternenhimmel. In der Glaskugel schimmert ein gekrümmtes Bild unserer Milchstraße.
Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Munoz

Dieser kreative Schnappschuss zeigt eine kleine Kristallkugel. Sie enthält scheinbar eine ganze Galaxie, nämlich unsere Milchstraße. Grate und Risse aus interstellarem Staub ziehen durch ihre leuchtende zentrale Wölbung. Sie ist Tausende Lichtjahre groß. In der langen Nacht auf der Südhalbkugel wölbt sie sich am dunklen chilenischen Himmel über dem Observatorium auf dem Paranal.

Für das Einzelbild brauchte der Fotograf kein Very Large Telescope. Das Porträt zeigt unsere Heimatgalaxie in einer Kristallkugel. Es entstand bei Versuchen mit einer Digitalkamera auf Stativ. Die Kristallkugel schmückt einen Handlauf im ESO-Hotel.

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Der Kampf in NGC 3256

Die Galaxie im Bild sieht wild und unregelmäßig aus. Ihre Sterne wirken wie ein wild geschleuderter Nebel, der ein helles Zentrum mit markanten dunklen Staubbahnen umgibt.
Bildcredit und Lizenz: NASA, ESA, Weltraumteleskop Hubble

Die Galaxie NGC 3256 wirkt merkwürdig. Sie ist geprägt von einer ungewöhnlich hellen Zentralregion, wirbelnden Staubbahnen und ausladenden Gezeitenschweife. Sie sind die das Nachspiel einer wahrhaft kosmischen Kollision. Der Kampf zweier getrennter Galaxien dauert schon 500 Millionen Jahre. Er reicht auf diesem scharfen Bild von Hubble über etwa 100.000 Lichtjahre.

Wenn zwei Galaxien kollidieren, treffen sich ihre einzelnen Sterne nur selten. Stattdessen stoßen riesige galaktische Wolken aus Molekülen und Staub gegeneinander. Dann beginnen eindrucksvolle Ausbrüche an Sternbildung. Die beiden Galaxien hatten ursprünglich die Form von Spiralen. Vor dem Kampf hatten sie eine ähnliche Masse. Nun sind ihre Scheiben nicht mehr getrennt, und die beiden Galaxienkerne sind hinter undurchsichtigem Staub verschwunden. In wenigen Hundert Millionen Jahren verschmelzen wohl auch ihre Kerne. Dann wird aus NGC 3256 eine einzelne, große elliptische Galaxie.

NGC 3256 ist fast 100 Millionen Lichtjahre entfernt. Die Galaxie liegt im südlichen Segelsternbild Segel des Schiffs (Vela). Im Hintergrund sind viele Galaxien verteilt, die noch weiter entfernt sind. Die gezackten Sterne leuchten im Vordergrund.

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Nahaufnahme von NGC 6744 von Hubble

Das Zentrum der Galaxie NGC 6744 im Sternbild Pfau schimmert gelblich, außen herum sind Regionen mit Sternbildung und Sternhaufen.
Bildcredit: NASA, ESA und das LEGUS-Team

Die schöne Spiralgalaxie NGC 6744 ist fast 175.000 Lichtjahre groß. Damit ist sie größer als unsere Milchstraße. Sie ist ungefähr 30 Millionen Lichtjahre entfernt. Wir finden sie im südlichen Sternbild Pfau. Ihre galaktische Scheibe sehen wir schräg von oben. Diese Nahaufnahme von Hubble zeigt etwa 24.000 Lichtjahre in der Zentralregion des nahen Inseluniversums NGC 6744. Das detailreiche Porträt kombiniert sichtbares und ultraviolettes Licht.

Im gelblichen Kern der riesigen Galaxie schimmert das Licht alter, kühler Sterne. Außen um den Kern liegen rötliche Regionen mit Sternbildung und junge Sternhaufen. Sie sind an den inneren Spiralarmen verteilt. Die jungen Sternhaufen leuchten hell in ultraviolettem Licht. Sie sind in den Farben Blau und Magenta dargestellt.

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Auswärtige Galaxien

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: DatenHubble-Vermächtnisarchiv, BearbeitungDomingo Pestana

Diese Galaxiengruppe ist weit, weit weg. Sie ist etwa 450 Millionen Lichtjahre vom Planeten Erde entfernt. Katalogisiert ist der Galaxienhaufen als Abell S0740. Das Bild des Weltraumteleskops Hubble wurde neu bearbeitet. Es zeigt eine beachtliche Auswahl an Galaxien, die unterschiedlich groß und geformt sind. Im Vordergrund sind nur wenige gezackte Sterne im Feld verteilt.

Die große zentrale elliptische Galaxie ESO 325-G004 rechts neben der Mitte ist hier sehr markant. Sie umfasst mehr als 100.000 Lichtjahre und enthält ungefähr 100 Milliarden Sterne. Damit ist sie ähnlich groß wie die Spirale unserer Milchstraße. Hubbles Daten zeigen sogar bei diesen fernen Galaxien einen Reichtum an Details. Dazu gehören die Arme und Staubbahnen, Sternhaufen, Ringstrukturen und Bögen von Gravitationslinsen.

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Spiralgalaxie NGC 4038 in Kollision

Das Zentrum einer Galaxie wirkt stark strukturiert, es zeigt viele dunkle Staubnebel und einige rosarote und blau leuchtende Sternbildungsgebiete.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung und Bildrechte: Domingo Pestana

Diese Galaxie hat ein schlechtes Jahrtausend. Eigentlich waren schon die letzten 100 Millionen Jahre nicht besonders gut. Die nächste Milliarde Jahre wird wahrscheinlich ziemlich turbulent. NGC 4038 liegt rechts unten. Sie war eine gewöhnliche Spiralgalaxie, die sich um ihren Kram kümmerte. Dann stürzte NGC 4039 links oben in sie hinein. Hier ist das Trümmerfeld, das dabei entstand. Es sind die bekannten und berühmten „Antennen„.

Die Gravitation sortiert jede der beiden Galaxien neu. Dabei prallen Gaswolken aufeinander. Helle, blaue Knoten aus Sternen und massereiche Sterne entstehen und explodieren. Braune Fasern aus Staub werden verteilt. Am Ende verschmelzen die beiden Galaxien zu einer größeren Ggalaxie. Solche Kollisionen sind nicht ungewöhnlich. Auch unsere Milchstraße hatte mehrere Zusammenstöße. In ein paar Milliarden Jahren kollidiert sie mit der benachbarten Andromedagalaxie.

Die Aufnahmen für dieses Bild entstanden mit dem Weltraumteleskop Hubble. Damit wollen Forschende die Kollisionen von Galaxien besser verstehen. Seither wurden viele weitere Komposite aus Aufnahmen von Hubble veröffentlicht. Jeder kann die Rohdaten herunterladen und bearbeiten. So entstand auch dieses visuell eindrucksvolle Kompositbild.

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