Der Astronaut, der den Satelliten fing

Siehe Beschreibung. Astronaut Dale A. Gardner fängt bei einer Space-Shuttle-Mission den Kommunikationssatelliten Westar 6 ein. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: STS-51A, NASA

Beschreibung: 1984 fing ein Astronaut hoch über der Erdoberfläche einen Satelliten ein. Es war der zweite Satellit, der bei dieser Mission eingeholt wurde. Oben ist zu sehen, wie der Astronaut Dale A. Gardner mithilfe einer besatzten manövrierfähigen Einheit (Crewed Maneuvering Unit) frei fliegt und ein als „Stinger“ bezeichnetes Steuergerät am rotierenden Satelliten Westar 6 befestigt.

Der Kommunikationssatellit Westar 6 hatte eine Raketenfehlfunktion, daher konnte er den für ihn vorgesehenen hohen geosynchronen Orbit nicht erreichen. Der zuvor eingefangene Satellit Palapa B-2 und der Satellit Westar 6 wurden in die Ladebucht der Raumfähre Discovery verfrachtet und zur Erde gebracht. Westar 6 wurde anschließend überholt und verkauft.

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Mondaufgang über Baku

Siehe Beschreibung. Über dem Hafen von Baku am Kaspischen Meer in Aserbaidschan geht der Vollmond auf. in Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Über dieser Hafenszenerie geht der Vollmond auf. Seine farbenprächtige Reflexion im Wasser wird durch Hafenlichter und das Echo des westlichen Horizonts in den Fenstern eines Wolkenkratzers ergänzt. Das reizvolle Bild ist eine Montage von Einzelbildern, die am 28. November in 2-Minuten-Intervallen in der Hafenstadt Baku am Kaspischen Meer in Aserbaidschan aufgenommen wurden.

Doch dieser Vollmond war nicht so groß wie sonst, obwohl das schwer erkennbar ist. Der Vollmond am 28. November fand nahe dem Apogäum statt, daher war er der kleinste Vollmond des Jahres 2012. Als er über dem Uferweg von Baku (und einem großen Teil der östlichen Halbkugel) aufging, befand er sich auch im helleren Erdschatten – der Penumbra.

Die dezente Erscheinung der Halbschattenmondfinsternis ist kaum erkennbar – es ist die etwas dunklere Seite der Mondscheibe. Am Erdenhimmel gegenüber der Sonne stand auch der helle Planet Jupiter beim Vollmond, nur wenige Tage vor seiner Opposition.

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Die Erde bei Nacht

Siehe Beschreibung. Die Erdoberfläche bei Nacht mit nächtlicher Beleuchtung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, NOAA NGDC, Suomi-NPP, Erdbeobachtungszentrum, Daten und Bearbeitung: Chris Elvidge und Robert Simmon

Beschreibung: Diese besonders vollständige Ansicht der Erde bei Nacht wurde aus wolkenfreien Nachtbildern zusammengesetzt. Die Bilder wurden im April und Oktober 2012 in einer Höhe von 824 Kilometern über der Erdoberfläche vom Satelliten Suomi-NPP in einem polaren Orbit mit seiner Visible Infrared Imaging Radiometer Suite (VIIRS) aufgenommen.

VIIRS bietet eine viel höhere Auflösung und Empfindlichkeit, verglichen mit den bisherigen globalen Nachtlicht-Instrumenten der DMSP-Satelliten. Er bietet auch Vorteile gegenüber Kameras auf der Internationalen Raumstation, die nur alle zwei oder drei Tage über einen bestimmten Ort auf der Erde zieht, während Suomi-NPP zweimal pro Tag über denselben Punkt wandert, etwa um 1:30 und 13:30 Ortszeit.

Die leicht erkennbaren Stadtlichter zeigen große Ballungsräume zeigen die Einflüsse der menschlichen Aktivität auf der ganzen Welt. Daher gehören Nachtbilder unseres hübschen Planeten zu den interessantesten und wichtigsten Ansichten aus dem Weltraum.

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47 Tuc bei der Kleinen Magellanschen Wolke

Siehe Beschreibung. Der Kugelsternhaufen 47 Tucanae neben der Kleinen Magellanschen Wolke. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Ivan Eder

Beschreibung: Der Kugelsternhaufen 47 Tucanae ist ein Juwel des Südhimmels. Er ist auch als NGC 104 bekannt und durchstreift den Halo unserer Galaxis, zusammen mit etwa 200 weiteren Kugelsternhaufen. Der von der Erde aus gesehen zweithellste Kugelsternhaufen (nach Omega Centauri) ist etwa 13.000 Lichtjahre entfernt und mit bloßem Auge in der Nähe der Kleinen Magellanschen Wolke (KMW) im Sternbild Tukan zu sehen.

Die etwa 210.000 Lichtjahre entfernte KMW eine Begleitgalaxie unserer Milchstraße und liegt somit physikalisch ganz und gar nicht in der Nähe von 47 Tuc. Die Sterne am Rand der KMW sind auf dieser ausgedehnten südlichen Himmelslandschaft links oben zu sehen. Rechts unten befindet sich der dichte Haufen 47 Tuc, der etwa den gleichen scheinbaren Durchmesser wie der Vollmond hat. In einem Raum von nur etwa 120 Lichtjahren befinden sich mehrere Millionen Sterne. In einiger Entfernung vom hellen Kern des Haufens sind die Roten Riesen in 47 Tuc leicht als gelbliche Sterne erkennbar. Der Kugelsternhaufen 47 Tuc enthält auch exotische Röntgen-Doppelsternsysteme.

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Plasmastrahlen der Radiogalaxie Hercules A

Siehe Beschreibung. Galaxie mit riesigen Plasmastrahlen, die vermutlich von einem Schwarzen Loch stammen. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, S. Baum und C. O’Dea (RIT), R. Perley und W. Cotton (NRAO/AUI/NSF) sowie das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Warum strömen aus dieser Galaxie so spektakuläre Strahlen? Das ist nicht bekannt, doch es hängt wahrscheinlich mit einem aktiven, sehr massereichen Schwarzen Loch im Zentrum zusammen. Die Galaxie in der Bildmitte ist Hercules A, im sichtbaren Licht wirkt sie wie eine relativ normale elliptische Galaxie. Wenn man sie aber in Radio-Wellenlängen abbildet, erscheinen gewaltige, mehr als eine Million Lichtjahre lange Plasmastrahlen.

Genaue Untersuchungen zeigen, dass die zentrale Galaxie, die auch als 3C 348 bekannt ist, mehr als 1000-mal massereicher ist als unsere Galaxis, und dass das zentrale Schwarze Loch fast 1000-mal mehr Masse besitzt als das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße.

Das oben gezeigte Bild im sichtbaren Licht wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble in der Erdumlaufbahn gemacht und mit einem Radiobild überlagert, das mit den Radioantennen des kürzlich modernisierten Very Large Array (VLA) in New Mexico (USA) aufgenommen wurde. Die Physik, die diese Strahlen erzeugt, wird weiterhin erforscht. Eine wahrscheinliche Energiequelle ist die einfallende Materie, die zum zentralen Schwarzen Loch strudelt.

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Im Zentrum von Saturns Nordpolwirbel

Siehe Beschreibung. Wolkenstrudel bei Saturns Nordpol. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute

Beschreibung: Was sieht man bei Saturns Nordpol? Einen Strudel seltsamer, komplex wirbelnder Wolken. Das Zentrum dieses Wirbels wurde letzte Woche von der Roboter-Raumsonde Cassini, die Saturn umkreist, so detailreich wie nie zuvor abgebildet.

Diese Wolken liegen im Zentrum des ungewöhnlichen sechsseitigen Wolkensystems, das Saturns Nordpol umgibt. Dieser gelangte erst vor wenigen Jahren ins Sonnenlicht, davor konnte Cassini nur Infrarotbilder der beschatteten Region aufnehmen. Dieses Bild wurde nicht bearbeitet und wird für eine Veröffentlichung im Jahr 2013 vorbereitet. Mehrere ähnliche Bilder der Region wurden kürzlich zu einem Film zusammengefasst. Planetologen werden diese äußerst ungewöhnliche Wolkenformation sicherlich noch eine Weile beobachten.

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Ein vierfacher Mondhalo über Spanien

Siehe Beschreibung. Nachthimmel mit Mondhalos und Sirius, Orion und Beteigeuze. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Dani Caxete

Beschreibung: Manchmal verwandeln fallende Eiskristalle die Atmosphäre in eine gigantische Linse, die Bögen und Halos um Sonne oder Mond zaubert. Letzten Samstag war nachts in der Nähe von Madrid (Spanien) so etwas zu beobachten, als am Winterhimmel nicht nur der helle Mond zu sehen war, sondern auch insgesamt vier der seltenen Mondhöfe.

Das hellste Objekt in der Nähe des oberen Bildrandes ist der Mond. Das Licht des Mondes wird durch taumelnde sechsseitige Eiskristalle in einen 22-Grad-Halo gebrochen, der den Mond umgibt. Den 22-Grad-Bogen verlängert ein waagrecht umlaufender Halo, der durch prismenförmige Eiskristalle entsteht. Seltener ist zu beobachten, dass etwas Mondlicht durch ferne, taumelnde Eiskristalle gebrochen wird und einen (dritten), 46 Grad vom Mond entfernten regenbogenähnlichen Bogen bildet, der hier knapp über der malerischen Winterlandschaft verläuft. Weiters ist auch ein Teil eines ganzen, kreisförmigen 46-Grad-Hofes zu sehen, sodass ein – vor allem beim Mond – extrem seltener vierfacher Halo fotografiert wurde.

Die schneebedeckten Bäume im Vordergrund säumen die Straße Puerto de Navacerrada in der Sierra de Guadarrama in der Nähe von Madrid. Ganz im Hintergrund sieht man eine berühmte Winterhimmelslandschaft – mit Sirius, dem Gürtel des Orion und Beteigeuze, die zwischen den inneren und äußeren Bögen zu sehen sind.

Solche Halos und Bögen sind meist minutenlang bis mehrere Stunden zu beobachten. Wenn Sie also einen sehen, nehmen Sie sich doch die Zeit, um Familie, Freunde oder Nachbarn auf dieses ungewöhnliche optische Phänomen am Himmel aufmerksam zu machen.

Umfrage: Haben Sie schon einmal einen Mondhalo gesehen?
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Gegenschein über Chile

Siehe Beschreibung. Gegenschein über dem Paranal-Observatorium der Europäischen Südsternwarte ESO. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (ESO)

Beschreibung: Liegt der dunkelste Bereich des Nachthimmels gegenüber der Sonne? Nein. Dort – 180 Grad von der Sonne entfernt – ist nämlich bei extrem dunklem Himmel ein kaum erkennbares schwaches Leuchten zu sehen, das als Gegenschein bekannt ist. Der Gegenschein ist Sonnenlicht, das von winzigen interplanetaren Staubpartikeln reflektiert wird. Diese Staubpartikel sind millimetergroße Splitter von Asteroiden, die in der Ebene der Ekliptik mit den Planeten um die Sonne kreisen.

Dieses Bild vom Oktober 2008 ist eines der spektakuläreren Bilder des Gegenscheins, die je fotografiert wurden. Die lang belichtete Aufnahme des extrem dunklen Himmels über dem Paranal-Observatorium in Chile zeigt den Gegenschein so deutlich, dass man sogar ein ihn umgebendes Leuchten sieht. Im Vordergrund sind mehrere Komponenten des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte zu sehen.

Zu den interessanteren Objekten im  Hintergrund zählt die Andromedagalaxie links unten sowie der Sternhaufen der Plejaden knapp über dem Horizont. Der Gegenschein unterscheidet sich vom Zodiakallicht in der Nähe der Sonne durch seinen steilen Reflexionswinkel.

Am Tag gibt es ein dem Gegenschein ähnliches Phänomen, das als Glorie bezeichnet wird, man sieht es von einem Flugzeug aus auf reflektierender Luft oder Wolken gegenüber der Sonne.

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Der Norden Merkurs

Siehe Beschreibung. Mögliche Wassereisvorkommen auf Merkur, entdeckt von der Raumsonde MESSENGER. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA / JHU Applied Physics Lab / Carnegie Inst. Washington

Beschreibung: Merkur, der innerste Planet, wäre vielleicht kein guter Ort für interplanetare Olympische Winterspiele. Doch neue Ergebnisse, basierend auf Daten der Raumsonde MESSENGER, die Merkur umkreist, lassen vermuten, dass es in den permanent beschatteten Kraterregionen in der Nähe des Nordpols eine erhebliche Menge Wassereis gibt.

Seit Jahren werden mögliche Eisvorkommen auf Merkur vermutet, angeregt durch die Entdeckung von Regionen nahe dem Nordpol, die im Radarbereich hell sind und somit stark reflektieren. Auf dieser Karte, die anhand von projizierten MESSENGER-Bildern erstellt wurde, sind hell leuchtende Radarbereiche gelb markiert, und sie stimmen offensichtlich mit Böden und Wänden von Einschlagkratern am Nordpol überein. Weiter vom Pol entfernt konzentrieren sich diese Regionen auf die nach Norden gerichteten Kraterwände.

MESSENGERs NeutronenSpektroskopie und thermische Modelle für Krater zeigen, dass das Material in diesen Regionen einen Wasserstoffgehalt von fast reinem Wassereis aufweist, und dieses auf Bereiche mit Temperaturen unter 100 Kelvin (-280 Grad Fahrenheit, -173 Grad Celsius) beschränkt ist. Die Bedingungen sind ähnlich wie in permanent beschatteten Kratern auf dem Mond. Das Eis auf Merkur stammt vermutlich von Kometeneinschlägen.

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