Mond trifft Jupiter

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Bildcredit und Bildrechte: Cristian Fattinnanzi

Beschreibung: Himmelsbeobachter auf dem Planeten Erde erfreuten sich an der Planetenbegegnung in der Morgendämmerung des 15. Juli. Während viele den hellen Jupiter neben der schmalen, abnehmenden Sichel beobachteten, hatten Europäer sogar die Gelegenheit, zu sehen, wie der prächtige Gasriese hinter die Mondscheibe wanderte und vom Mond verdeckt wurde, während er durch die Nacht glitt. Wolken drohten diese Teleskopansicht von Montecassiano in Italien zu verderben, doch das Bildfeld zeigt immer noch Jupiter nach seinem Auftauchen nach der Bedeckung, zusammen mit allen vier seiner großen galileischen Monde. Die sonnenbeleuchtete Sichel ist überbelichtet, sodass die Nachtseite des Mondes zart vom Erdschein beleuchtet wird. Von rechts nach links stehen Kallisto, Ganymed, Jupiter, Io und Europa hinter dem dunklen Mondrand in einer Reihe. Kallisto, Ganymed und Io sind sogar größer als der Erdmond, während Europa etwas kleiner ist.

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Antennendämmerung

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Zu den wandernden Planeten Venus und Jupiter gesellte sich am Osthorizont des 15. Juli ein alter Sichelmond. Diese heitere südliche Himmelsansicht der lange erwarteten Konjunktion in der Dämmerung umfasste auch den lieblichen Sternhaufen der Plejaden und die hellen Sterne Aldebaran und Beteigeuze, die am Himmel in einer Reihe standen.

Um die Sterne und Sternbilder leichter zu erkennen, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild. Das Radioteleskop im Vordergrund ist die Parkes-Antenne in New South Wales (Australien) mit einem Durchmesser von 64 Metern.

Die große, schwenkbare Antenne ist nicht nur für die Erforschung des fernen Universums in Radio-Wellenlängen bekannt, sondern auch für ihren außergewöhnlich guten Fernsehempfang vom Mond. Am 21 Juli 1969 empfing die Schüssel Übertragungen vom Mond, die den Bewohnern des Planeten Erde die Beobachtung der Apollo-11-Mondbegehung ermöglichten.

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Ein Loch im Mars

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Bildcredit: NASA, JPL, U. Arizona

Beschreibung: Wie entstand dieses ungewöhnliche Loch auf dem Mars? Diese Höhle wurde zufällig gefunden, und zwar auf Bildern der staubigen Hänge des Vulkans Pavonis Mons auf dem Mars, die vom HiRISE-Instrument an Bord des robotischen Mars Reconnaissance Orbiters stammen, der derzeit den Mars umkreist. Das Loch scheint eine Öffnung zu einer unterirdischen Höhle zu sein, die rechts teilweise beleuchtet ist. Analysen dieses Bildes und weiterer zeigten, dass die Öffnung einen Durchmesser von etwa 35 Metern hat, während der Winkel des innen liegenden Schattens den Schluss zulässt, dass die darunterliegende Höhle ungefähr 20 Meter tief ist. Warum dieses Loch von einem kreisrunden Krater umgeben ist, bleibt Gegenstand von Vermutungen, wie auch das ganze Ausmaß der unterirdischen Kaverne. Löcher wie dieses sind besonders interessant, weil ihr Inneres vor der rauen Marsoberfläche relativ gut geschützt ist, weshalb sie Kandidaten für mögliches Leben auf dem Mars sind. Diese Höhlen sind daher Primärziele für mögliche künftige Raumsonden, Roboter und sogar menschliche interplanetare Forscher.

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Simulation: eine Scheibengalaxie entsteht


Videocredit: Fabio Governato et al. (U. Washington), N-Body Shop, NASA Advanced Supercomputing

Beschreibung: Wie entstehen Galaxien wie unsere Milchstraße? Da sich unser Universum für eine direkte Beobachtung dessen zu langsam bewegt, wurden schnellere Computersimulationen entworfen, um das herauszufinden. Grün zeigt in diesem Film (vorwiegend) Wasserstoff, während rechts unten die Zeit in Milliarden Jahren seit dem Urknall dargestellt wird. Die alles durchdringende Dunkle Materie ist vorhanden, wird aber nicht gezeigt. Zu Beginn der Simulation fällt das Gas aus der Umgebung ein und sammelt sich in Regionen mit relativ hoher Gravitation an. Bald bilden sich zahlreiche Protogalaxien, rotieren und fangen an zu verschmelzen. Nach etwa vier Milliarden Jahren entsteht ein klar definiertes Zentrum, das eine Region mit einem Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren dominiert und beginnt, wie eine heutige Scheibengalaxie auszusehen. Nach ein paar weiteren Milliarden Jahren jedoch kollidiert diese frühe Galaxie mit einer anderen, während Gasströme von anderen Galaxienverschmelzungen auf diesen seltsamen, faszinierenden kosmischen Tanz herabregnen. Während die Simulation das halbe derzeitige Alter des Universums erreicht, entwickelt sich eine einzelne, größere Scheibe. Selbst dann noch fallen Gasklumpen hinein – manche davon stellen kleine Begleitgalaxien dar; sie fallen hinein und werden von der rotierenden Galaxie absorbiert, wenn die gegenwärtige Epoche erreicht ist und der Film endet. Für unsere Galaxis, die Milchstraße, könnten jedoch die großen Verschmelzungen noch nicht vorüber sein – aktuelle Hinweise lassen den Schluss zu, dass unsere riesige Spiralgalaxienscheibe kollidieren und in wenigen Milliarden Jahren mit der etwas kleineren Andromeda-Spiralgalaxienscheibe verschmelzen wird.

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Fünfter Mond um Pluto entdeckt

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Bildcredit: NASA, ESA, Mark Showalter (SETI-Institut)

Beschreibung: In einer Umlaufbahn um Pluto wurde ein fünfter Mond gefunden. Der Mond wurde zu Beginn dieses Monats auf Bildern entdeckt, die mit dem Weltraumteleskop Hubble zur Vorbereitung auf die Mission New Horizons gemacht wurden. Diese soll 2015 an Pluto vorbeifliegen. Wie oben abgebildet, ist der Mond derzeit nur als kleine Markierung zu sehen, die sich um den Zwergplaneten bewegt, während das ganze System langsam um die Sonne wandert. Der Mond mit der vorläufigen Bezeichnung S/2012 (134340) 1 oder einfach P5 (wie beschriftet) hat einen Durchmesser von schätzungsweise 15 Kilometern und besteht wahrscheinlich hauptsächlich aus Wassereis. Pluto bleibt der einzige berühmte Körper im Sonnensystem, der noch nie von einer von Menschen gebauten Raumsonde besucht wurde, daher sind seine Entstehung und sein genaues Aussehen weitgehend unbekannt.

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Orionnebel: Der Hubbleblick

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Bildcredit: NASA, ESA, M. Robberto (STScI/ESA) et al.

Beschreibung: Nur wenige kosmische Ansichten regen die Fantasie stärker an als der Orionnebel. Das leuchtende Gas des Nebels, der auch als M42 bekannt ist, umgibt heiße, junge Sterne am Rande einer gewaltigen interstellaren Molekülwolke, die nur 1500 Lichtjahre entfernt ist. Der Orionnebel bietet eine der besten Möglichkeiten zur Erforschung, wie Sterne entstehen, teils, weil er die nächstgelegene große Sternbildungsregion ist, doch auch, weil die energiereichen Sterne des Nebels die undurchsichtigen Gas- und den Staubwolken fortgeblasen haben, die sonst unsere Sicht trüben würden, was uns einen intimen Blick auf eine Reihe fortlaufender Stadien der Sternbildung und Sternentwicklung bietet. Dieses detailreiche Bild des Orionnebels ist das schärfste, das je gemacht wurde. Es entstand aus Daten der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble sowie des 2,2-Meter-Teleskops der Europäischen Südsternwarte auf La Silla. Das Mosaik enthält bei voller Auflösung eine Milliarde Pixel und zeigt etwa 3000 Sterne.

APOD-Sammlung: M42, der Orionnebel
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AR1520: Inseln in der Photosphäre

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Bildcredit und Bildrechte: Alan Friedman (Averted Imagination)

Beschreibung: Sonnenflecken schwimmen in einem Meer aus Plasma und sind in Magnetfeldern verankert. Sie sind dunkle Inseln in der Photosphäre der Sonne, das ist ihre hell leuchtende Oberfläche, und sind so groß wie Planeten. Diese Sonnenfleckengruppe erscheint dunkel, weil sie ein bisschen kühler ist als die umgebende Oberfläche, und wurde am 11. Juli in dieser Teleskop-Nahaufnahme festgehalten. Das Sichtfeld umfasst etwa 160.000 Kilometer. Die Sonnenflecken befinden sich im Zentrum der Aktiven Region AR1520, welche derzeit die sichtbare Sonnenoberfläche quert. Am 12 Juli brach in AR1520 sogar eine Sonnenfackel der X-Klasse mit koronalem Massenauswurf aus und entließ etwas von der Energie, die in den gekrümmten Magnetfeldern der Region gespeichert ist. Der koronale Massenauswurf bewegt sich in unsere Richtung. Er erreicht uns voraussichtlich heute und könnte geomagnetische Stürme auslösen. Daher könnten einige Wochenend-Polarlichter den Himmel des Planeten Erde schmücken, am Sonntagmorgen in der Dämmerung sogar zusammen mit einer Konjunktion heller Planeten und dem Sichelmond.

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M101 im 21. Jahrhundert

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Bildcredit:NASA, ESA, CXC, JPL, Caltech STScI

Beschreibung: Einer der letzten Einträge in Charles Messiers berühmtem Katalog, die große, schöne Spiralgalaxie M101, ist definitiv nicht eine der unscheinbarsten. Mit einem Durchmesser von etwa 170.000 Lichtjahren ist diese Galaxie gewaltig, fast zweimal so groß wie unsere Galaxis, die Milchstraße. M101 war auch einer der ersten Spiralnebel, die im 19. Jahrhundert von Lord Rosse mit seinem riesigen Teleskop, dem Leviathan von Parsontown, beobachtet wurde. Im Kontrast dazu ist diese in mehreren Wellenlängen erstellte Ansicht von einem der größten Inseluniversen ein Komposit aus Bildern, die im 21. Jahrhundert von Weltraumteleskopen aufgenommen wurden. Farblich codiert von Röntgenstrahlen bis Infrarotwellenlängen (von hohen zu niedrigen Energien) wurden die Bilddaten mit dem Röntgenobservatorium Chandra (violett), dem Galaxy Evolution Explorer (blau), dem Weltraumteleskop Hubble (gelb) und dem Weltraumteleskop Spitzer (rot) aufgenommen. Während die Röntgen-Daten das mehrere Millionen Grad heiße Gas um explodierte Sterne sowie Neutronensterne und Doppelsternsysteme mit Schwarzen Löchern in M101 aufzeigt, zeigen die Bilddaten, die geringere Energien abbilden, die Sterne und den Staub, welche die großartigen Spiralarme von M101 definieren. M101, auch als Feuerradgalaxie bekannt, liegt im nördlichen Sternbild Ursa Major und ist etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt.

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Die Teimareh-Felszeichnungen und Sternspuren

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Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Diese in Stein gravierten prähistorischen Felszeichnungen sind im Teimareh-Tal im Zāgros-Gebirge (Iran) reichlich vorhanden. Wahrscheinlich erzählen sie eine Geschichte von Jägern und Tieren, die vor 6000 Jahren oder früher in diesem Tal im Mittleren Osten zu finden waren und in prähistorischer Zeit von Künstlern eingeätzt wurden. Am Nachthimmel darüber wurden durch die Rotation des Planeten Erde während der langen Belichtungszeit des Komposits, welches mit einer modernen Digitalkamera fotografiert wurde, Sternspuren eingraviert. Links, im Zentrum der Strichspuren, befindet sich der Himmelsnordpol – die Verlängerung der Erdachse in den Himmel, mit dem Polarstern, der die helle, kurze, dicke Spur neben dem Nordpol zieht. Doch als diese Felszeichnungen eingraviert wurden, hätte der Polarstern einen langen Bogen durch die Nacht gezogen. Da die Erdrotation wie eine Kreiselachse präzediert, lag der Himmelsnordpol vor 6000 Jahren bei den Sternbildgrenzen von Drache und Ursa Major, etwa 30 Grad von seiner aktuellen Position am Himmel des Planeten Erde.

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Morgendliche Linie aus Sternen und Planeten

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Las Campanas Observatory, Carnegie Institution for Science)

Beschreibung: Leute, die frühmorgens mit ihren Hunden spazieren gehen, hatten letzte Woche ein besonderes visuelles Vergnügen, als helle Sterne und Planeten in einer Reihe standen. Oben sind von links nach rechts der offene Sternhaufen der Plejaden, Jupiter, Venus und der „Folge„-Stern Aldebaran gut erkennbar, sie alle sind vor einem sternklaren Hintergrund zu sehen.

Das Bild wurde in der Atacamawüste im Westen von Südamerika aufgenommen. Das Leuchten der aufgehenden Sonne ist über den ganzen Osthorizont verteilt. Jupiter und Venus glänzen weiterhin den ganzen Monat lang für Dämmerungs-Spaziergänger auf dem gesamten Planeten Erde, wenngleich sich die Morgenplaneten schon jetzt von der Linie, die sie mit ihren fernen stellaren Himmelsgefährten verbindet, entfernt haben.

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Fröhliche Menschen tanzen auf dem Planeten Erde


Videocredit: Matt Harding und Melissa Nixon; Musik: Trip the Light

Beschreibung: Was tun diese Erdlinge? Sie tanzen. Viele Menschen auf der Erde weisen Phasen von Fröhlichkeit auf, und eine Methode um Fröhlichkeit zu zeigen ist Tanzen. Fröhlichkeit und Tanz überwinden politische Grenzen und treten in praktisch jeder menschlichen Gesellschaft auf. Wie oben zu sehen, reiste Matt Harding mit dem Plan zu tanzen durch viele Länder der Erde und filmte das Ergebnis. Das obige Video – das neueste aus einer Serie ähnlicher Videos – ist vielleicht ein eindrucksvolles Beispiel, dass Menschen von überall auf dem Planeten Erde als Teil einer einzigen Gattung Zusammengehörigkeit empfinden. Fröhlichkeit ist oft ansteckend – nur wenige Menschen können das obige Video sehen, ohne zu lächeln.

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