In Wolfs Höhle

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Bildcredit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Beschreibung: Der geheimnisvolle blaue Reflexionsnebel, der in Katalogen als VdB 152 oder Ced 201 zu finden ist, leuchtet nur sehr schwach. Er liegt an der Spitze des langen Dunkelnebels Barnard 175 in einem staubhaltigen Komplex, der auch Wolfs Höhle genannt wird. Die kosmischen Erscheinungen befinden sich in der nördlichen Milchstraße, fast 1400 Lichtjahre entfernt im königlichen Sternbild Kepheus. Nahe dem Rand einer großen Molekülwolke blockieren Taschen aus interstellarem Staub in der Region das Licht der dahinter liegenden Sterne oder streuen Licht des eingebetteten hellen Sterns, was dem Nebel seine charakteristische blaue Farbe gibt. Das Ultraviolettlicht des Sterns verursacht vermutlich ein schwaches, rötliches Leuchten im Staub des Nebels. Obwohl sich Sterne in Molekülwolken bilden, scheint dieser Stern nur zufällig in diese Region gewandert zu sein, da sich seine gemessene Geschwindigkeit im Raum stark von der Geschwindigkeit der Wolke unterscheidet. Dieses detailreiche Teleskopbild der Region umfasst etwa 7 Lichtjahre.

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Eine farbige Seite des Mondes

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Bildcredit: NASA / GSFC / DLR / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Diese farbige topografische Karte zeigt die Rückseite des Mondes – jene Seite, die vom Planeten Erde aus nicht sichtbar ist. Diese Ansicht ist jedoch für den Lunar Reconnaissance Orbiter verfügbar, weil die Weitwinkelkamera der Raumsonde jeden Monat fast die gesamte Mondoberfläche abbildet. Stereo-Überlappungen der Abbildungen erlaubten die Berechnung der topografischen Karte mit einer Abdeckung zwischen 80 Grad nördlicher und südlicher Breite. Die Ergebnisse weisen eine Auflösung von etwa 300 Metern auf der Mondoberfläche und 10 bis 20 Meter Höhengenauigkeit auf. Daten, die näher am Nord- oder Südpol liegen, werden mithilfe des Lunar Orbiter Laser Altimeter gefüllt. Auf dieser Karte repräsentieren Weiß, Rot, Grün und Violett stufenweise tiefere Lagen. Die großen, kreisförmigen Kleckse, die am unteren Bildrand zu violetten Farbtönen tendieren, zeigen das Südpol-Aitken-Becken der Rückseite. Mit einem Durchmesser von etwa 2500 Kilometern und mehr als 12 Kilometern Tiefe ist es eines der größten Einschlagsbecken im Sonnensystem.

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Von den Plejaden zu den Hyaden

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Beschreibung: Diese kosmische Aussicht zeigt fast 20 Grad im zahmen Sternbild Stier (Taurus). Es beginnt bei den Plejaden und endet bei den Hyaden – diese sind zwei der bekanntesten Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde. Links steht der liebliche Sternhaufen der Plejaden, der etwa 400 Lichtjahre entfernt ist. In einer vertrauten Himmelsszenerie leuchten die Haufensterne durch Staubwolken, die blaues Sternenlicht streuen. Der v-förmige Haufen der Hyaden sieht verglichen mit den kompakten Plejaden loser verteilt aus und liegt viel näher, 150 Lichtjahre entfernt. Scheinbar ist der Sternhaufen der Hyaden am hellen Aldebaran verankert, einem roten Riesenstern mit gelblicher Erscheinung. Doch Aldebaran ist nur 65 Lichtjahre entfernt und liegt zufällig in einer Sichtlinie mit dem Sternhaufen der Hyaden. Auch zarte Staubwolken am Rand der Taurus-Molekülwolke sind im gesamten Mosaik aus 12 Einzelbildern augenfällig. Das Weitwinkelfeld zeigt auch den jungen Stern T Tauri und Hinds veränderlichen Nebel, am Himmel etwa vier Grad links von Aldebaran.

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NGC 7822 im Cepheus

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Bildcredit und Bildrechte: Manuel Fernández Suarez

Beschreibung: Heiße, junge Sterne und kosmische Säulen aus Gas und Staub scheinen in NGC 7822 hineinzudrängen. Die leuchtende Sternbildungsregion am Rand einer riesigen Molekülwolke im nördlichen Sternbild Kepheus ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt. Innerhalb des Nebels sind auf dieser farbenprächtigen Himmelslandschaft helle Ränder und dunkle Formen hervorgehoben. Das Bild enthält Daten von Schmalbandfiltern, welche die Emissionen von atomarem Sauerstoff, Wasserstoff und Schwefel in blauen, grünen und roten Farbtönen abbilden. Die Energie für die atomare Emission stammt von der Strahlung der heißen Sterne, deren gewaltige Winde und Strahlung auch die dichteren Säulen formen und erodieren. Im Inneren der Säulen könnten sich durch den gravitativen Kollaps immer noch Sterne bilden, doch wenn die Säulen wegerodiert sind, werden alle sich bildenden Sterne schließlich von ihrem Vorrat an Sternenstaub abgeschnitten. Dieses Feld umfasst in der geschätzten Entfernung von NGC 7822 etwa 40 Lichtjahre.

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Funkelnde orange Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Alan Friedman (Averted Imagination)

Beschreibung: Unsere Sonne wird zu einem geschäftigen Ort. Erst letzte Woche wurde die Sonne fotografiert, als sie zahllose interessante Strukturen zur Schau stellte, darunter eine der größten Sonnenfleckengruppen, die je aufgezeichnet wurden: AR 1339 rechts im Bild. Erst letztes Jahr erwachte die Sonne aus einem ungewöhnlich ruhigen Sonnenminimum, das Jahre angedauert hatte. Das obige Bild wurde in einer einzigen Lichtfarbe aufgenommen, dem sogenannten H-Alpha, invertiert und in Falschfarben. Spikulen bedecken einen Großteil der Sonnenoberfläche. Die schrittweise Aufhellung zum Sonnenrand entsteht durch die zunehmende Absorption des relativ kühlen Sonnengases und wird als Randverdunkelung bezeichnet. Knapp über dem Sonnenrand ragen mehrere brillante Sonnenfackeln empor, während die Protuberanzen auf der Sonnenoberfläche als helle Streifen zu sehen sind. Das visuell vielleicht Interessanteste sind die magnetisch verwickelten aktiven Regionen, die kühle Sonnenflecken enthalten. Wenn sich das Magnetfeld der Sonne im Lauf der nächsten Jahre zum Sonnenmaximum hin entwickelt, wird die Sonnenoberfläche durch die zunehmende Aktivität wahrscheinlich noch komplexer werden.

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Wasserfall, Mondbogen und Polarlicht in Island

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Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter (Nuits sacrees)

Beschreibung: Je länger Sie dieses Bild betrachten, desto mehr sehen Sie. Vielleicht fällt Ihr Blick zuerst auf den pittoresken Wasserfall Skógafoss rechts im Bild. Genauso verbreitet unter visuellen isländischen Spektakeln ist jedoch der farbenprächtige Lichtbogen links. Dieser farbige Bogen ist kein Regenbogen, da die Wassertropfen nicht vom Regen stammen, und sie reflektieren auch nicht das Licht der Sonne. Stattdessen stammen die Tropfen vom Wasserfall, und sie werden vom fast vollen Mond beleuchtet. Hoch darüber sind die zarten, grünen Streifen eines Polarlichtes zu sehen. Die Szenerie, die im letzten Monat nachts aufgenommen wurde, zeigt weit dahinter auch eine schöne Sternenlandschaft mit dem großen Wagen, der ein Teil des Sternbildes Große Bärin (Ursa Major) ist.

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Der Schmetterlingsnebel von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble SM4 ERO Team

Beschreibung: Nur wenige Schmetterlinge haben eine so große Flügelspannweite. Die hellen Haufen und Nebel am Nachthimmel des Planeten Erde werden oft nach Blumen oder Insekten benannt, und NGC 6302 ist keine Ausnahme. Mit einer Oberflächentemperatur von geschätzten 250.000 Grad C ist der Zentralstern dieses besonderen planetarischen Nebels jedoch ungewöhnlich heiß – er leuchtet in ultraviolettem Licht sehr hell, ist jedoch durch einen dichten Staubring vor dem direkten Blick verborgen. Diese dramatisch detailreiche Nahaufnahme des Nebels eines sterbenden Sterns wurde vom Weltraumteleskop Hubble kurz nach seiner Aufrüstung im Jahr 2009 aufgenommen. Der Staubring, der durch eine helle Aushöhlung mit ionisiertem Gas schneidet, das den Zentralstern umgibt, befindet sich nahe der Mitte dieser Ansicht, seine Ebene liegt fast genau in der Sichtlinie. Molekularer Wasserstoff wurde in der staubhaltigen, kosmischen Hülle des Sterns nachgewiesen. NGC 6302 liegt zirka 4000 Lichtjahre entfernt im arachnologisch korrekten Sternbild Skorpion (Scorpius).

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Sonnenfleckenschloss

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Bildcredit und Bildrechte: Jens Hackmann

Beschreibung: Jeder Tag kann ein schönes Ende haben, wenn die Sonne unter den westlichen Horizont sinkt. Diese Woche fügte die untergehende Sonne mit bloßem Auge sichtbare Sonnenflecken zu diesem Finale, weil riesige aktive Regionen über die abgedunkelte, gerötete Sonnenscheibe rotierten. Nahe der Sonnenmitte sind auf dieser abschließenden Teleobjektiv-Ansicht vom 7. November Sonnenflecken der Aktiven Region 1339 zu sehen. Diese Aktive Region 1339, die am 3. November für eine mächtige Sonnenfackel der Klasse X verantwortlich war, ist größer als Jupiter. Im Vordergrund steht die dramatische Silhouette der Turmruine einer mittelalterlichen Burg. Sie steht in Igersheim in Deutschland und ist traditionellerweise als Burg Neuhaus bekannt, könnte aber für diese gut komponierte Szenerie in „Sonnenfleckenschloss“ umbenannt werden.

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In den Armen von M83

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Credit: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung und zusätzliche Bilder: Robert Gendler

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie M83 ist etwa zwölf Millionen Lichtjahre entfernt und liegt nahe der südöstlichen Spitze des sehr langen Sternbildes Wasserschlange (Hydra). Diese kosmische Nahaufnahme, ein auf Daten des Hubble-Legacy-Archivs basierendes Mosaik, folgt dunklem Staub und jungen, blauen Sternhaufen entlang der markanten Spiralarme, die M83 ihren Spitznamen verleihen: das südliche Feuerrad. Ein Reichtum an rötlichen Sternbildungsregionen, der typischerweise an den Rändern dicker Staubstraßen zu finden ist, suggerieren einen weiteren beliebten Spitznamen von M83: die Tausend-Rubine-Galaxie. Der helle, gelbliche Kern von M83, der vom Licht älterer Sterne dominiert wird, befindet sich oben rechts. Er strahlt auch im Röntgenbereich des Spektrums sehr hell, was auf eine hohe Konzentration an Neutronensternen und schwarzen Löchern hinweist, die von einem intensiven Ausbruch an Sternbildung übrig geblieben sind. M83 Gehört zu einer Galaxiengruppe, die auch die aktive Galaxie Centaurus A enthält. Das Sichtfeld der Nahaufnahme umfasst in der geschätzten Entfernung von M83 mehr als 25.000 Lichtjahre.

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RCW 86: Historischer Supernova-Überrest

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Bildcredit: Röntgen: XMM-Newton, Chandra / Infrarot: WISE, Spitzer

Beschreibung: Im Jahr 185 n.Ch. verzeichneten chinesische Astronomen die Erscheinung eines Sterns in der Nanman-Sterngruppe – einem Teil des Himmels, der auf neuzeitlichen Sternkarten bei Alpha und Beta Centauri liegt. Der neue Stern war monatelang sichtbar und ist vermutlich die erste aufgezeichnete Supernova. Dieses in mehreren Wellenlängen erstellte Kompositbild stammt von Weltraumteleskopen des 21. Jahrhunderts. Die Röntgenteleskope XMM-Newton und Chandra sowie die Infrarotobservatorien Spitzer und WISE zeigen den Supernovaüberrest RCW 86, der als Überrest dieser Sternexplosion verstanden wird. Die Falschfarbenansicht zeigt interstellares Gas, das von der Stoßfront der sich ausdehnenden Supernova in Röntgenenergien (blau und grün) aufgeheizt wird, sowie interstellaren Staub, der bei kühleren Temperaturen in infrarotem Licht strahlt (gelb und rot). Eine Häufigkeit des Elements Eisen und der Mangel eines Neutronensterns oder Pulsars im Überrest lassen darauf schließen, dass die ursprüngliche Supernova vom Typ Ia war. Typ Ia-Supernovae sind thermonukleare Explosionen, die weiße Zwergsterne zerstören, wenn diese in einem Doppelsternsystem Materie von einem Begleiter ansammeln. Stoßgeschwindigkeiten, die in der Röntgenlicht abstrahlenden Hülle gemessen wurden, und die Infrarot-Temperaturen des Staubs legen nahe, dass sich der Überrest extrem schnell in einer Blase mit sehr geringer Dichte ausdehnt, die vor der Explosion vom System des weißen Zwergs erzeugt wurde. RCW 86 befindet sich nahe der Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße, ist etwa 8200 Lichtjahre entfernt und hat einen geschätzten Radius von 50 Lichtjahren.

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Asteroid 2005 YU55 passiert die Erde

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Bildcredit: Deep Space Network, JPL, NASA

Beschreibung: Der Asteroid 2005 YU55 passierte gestern die Erde und stellte keine Gefahr dar. Der Weltraumbrocken, geschätzte 400 Meters groß, glitt knapp innerhalb der Bahn des Erdmondes vorbei. Obwohl der Vorbeiflug kleinerer Felsen nahe der Erde nicht sehr ungewöhnlich ist – kleine Felsen aus dem All treffen sogar täglich die Erde – ist seit 1976 kein Gesteinsbrocken dieser Größe der Erde so nahe gekommen. Wenn YU55 auf Land eingeschlagen hätte, könnte er ein Erdbeben der Stärke sieben ausgelöst und einen Krater so groß wie eine Großstadt hinterlassen haben. Eine vielleicht größere Gefahr wäre entstanden, wenn YU55 das Meer getroffen und einen riesigen Tsunami ausgelöst hätte. Das obige Radarbild wurde vor zwei Tagen vom Deep-Space-Network-Radioteleskop in Goldstone (Kalifornien, USA) aufgenommen. YU55 wurde erst 2005 entdeckt, was den Schluss zulässt, dass weitere potenziell gefährliche Asteroiden unentdeckt in unserem Sonnensystem lauern. Objekte wie YU55 sind schwierig zu finden, weil sie so blass sind und sich so schell bewegen. Doch die Fähigkeit der Menschheit, den Himmel abzutasten, um solche Objekte zu entdecken, zu katalogisieren und zu analysieren hat sich in den letzten Jahren beträchtlich verbessert.

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