Falcon 9 startet in die Umlaufbahn


Credit und Bildrechte: SpaceX Co.

Beschreibung: Eine neue Rakete, die Falcon 9, wurde letzte Woche erfolgreich von Cape Canaveral in Florida (USA) gestertet. Die Falcon 9, so hoch wie ein 15-stöckiges Gebäude, wurde von der kommerziellen SpaceX corporation als Schritt in Richtung eines relativ preiswerten Weltraumstartsystems entwickelt. Der Erfolg von Falcon 9 folgt auf die erfolgreichen Starts von Falcon 1 im letzten Jahr. Oben ist ein Film des Starts von Falcon 9 zu sehen, in diesem ein Insekt, dann der Start – aus großer Entfernung – und Bilder von der Seite des Gefährts, wobei auch die Abtrennung der unteren Stufe zu sehen ist. Wenn oben die Dragon-Nutzlast von SpaceX oder die Mannschaftskapsel aufgesetzt wird, könnte die Falcon 9 in den nächsten Jahrzehnten für den Start von Satelliten und Astronauten in den niedrigen Erdorbit und zur Internationalen Raumstation verwendet werden.

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Komet McNaught wird für das bloße Auge sichtbar

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Credit und Bildrechte: Jose Francisco Hernandez (Altamira Observartory)

Beschreibung: Ein neuer Komet wird heller und voraussichtlich im Laufe des Monats mit bloßem Auge sichtbar. C/2009 R1 (McNaught) zeigt bereits einen imposanten Schweif und ist derzeit im Fernglas sichtbar. Das obige Bild wurde gestern am Altamira-Observatorium auf den Kanarischen Inseln aufgenommen und umfasst etwa fünf Grad. Es zeigt eine eindrucksvolle grüne Koma und einen langen Ionenschweif vor den fernen Sternspuren. Obwohl die Vorhersage der Helligkeit von Kometen bekanntermaßen schwierig ist, besagen aktuelle Schätzungen, dass Kometen McNaught für Beobachter auf der Nordhalbkugel Ende Juni vor Sonnenaufgang mit bloßem Auge sichtbar wird und Anfang Juli auch nach Sonnenuntergang. Der die Sonne umrundende Eisberg, der im letzten Jahr von Robert McNaught entdeckt wurde, passiert nächste Woche die Erde, schmilzt weiter wirft und Trümmer ab, während er sich bis Anfang Juli der Sonne nähert. Nachdem er etwa die halbe Sonne-Erde-Distanz von der Sonne erreicht hat, sollte der Komet rasch schwächer werden, wenn er ab dann aus dem inneren Sonnensystem hinauswandert.

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Lunochod: Reflexionen eines Mondroboters

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Credit: Lavochkin Association

Beschreibung: Er sieht vielleicht wie ein niedlicher außerirdischer Roboter aus, aber er wurde hier auf der Erde gebaut, 1970 zum Mond geflogen und reflektiert nunmehr Laserlicht im Dienst der Wissenschaft. Am 17. November 1970 landete die sowjetische Raumsonde Luna 17 den ersten fahrenden ferngesteuerten Roboter auf dem Mond. Er wurde als Lunochod 1 bezeichnet, wog weniger als eine Tonne und sollte 90 Tage lang betrieben werden, während er in Echtzeit von einem fünfköpfigen Team nahe Moskau (UdSSR) gesteuert wurde. Lunochod 1 bereiste 11 Monate lang das lunare Meer des Regens (Mare Imbrium), was einer der größten Erfolge des Sowjetischen Mondforschungsprogramms war. Der Betrieb Lunochods wurde offiziell 1971 beendet. Anfang dieses Jahres wurde die Position des Rovers von der NASA-Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter wiedergefunden. Anhand dieser Position wurden Laserstrahlen von der Erde erfolgreich von den alten Laserreflektoren des Roboters zurückgeworfen. Laserpulse, die von diesem und anderen Laserreflektoren auf dem Mond zurückgeworfen werden, können umfassende Daten über den Mond gewonnen werden, die genau genug sind, um Abweichungen der Mondumlaufbahn im Millimeterbereich zu messen. So könnte die Mondzusammensetzung erforscht und Gravitationstheorien erfolgreich getestet werden.

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Thors Helm

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Credit und Bildrechte: Star Shadows Remote Observatory und PROMPT/UNC; (Steve Mazlin, Jack Harvey, Rick Gilbert und Daniel Verschatse)

Beschreibung: Diese helmförmige kosmische Wolke mit flügelähnlichen Fortsätzen wird im Volksmund Thors Helm genannt. Sogar für einen nordischen Gott hätte Thors Helm heroischer Ausmaße – er ist etwa 30 Lichtjahre groß. Tatsächlich ist der Helm eher eine interstellare Blase, aufgeblasen vom schnellen Wind des hellen, massereichen Sterns nahe der Mitte der Blase, der durch die umgebende Molekülwolke fegt. Der Zentralstern, bekannt als ein Wolf-Rayet-Stern, ist ein extrem heißer Riese, der sich vermutlich in einer Entwicklungsstufe kurz vor einer Supernova befindet. Der Nebel ist als NGC 2359 katalogisiert und etwa 15.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Canis Major (großer Hund). Das scharfe Bild, das unter Verwendung von Breitband- und Schmalbandfiltern entstand, hält augenfällige Details der faserartigen Strukturen des Nebels fest. Es zeigt eine blau-grüne Farbe, die starker Strahlung von Sauerstoffatomen im leuchtenden Gas stammt.

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Hubble-Remix: Aktive Galaxie NGC 1275

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Credit: Daten: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung: Al Kelly

Beschreibung: Die aktive Galaxie NGC 1275 ist das zentrale, vorherrschende Mitglied des großen und relativ nahe gelegenen Perseus-Galaxienhaufens. Die aktive Galaxie sieht im sichtbaren Licht ungestüm aus und ist auch ein gewaltige Quelle von Röntgenstrahlen und Radioemissionen. NGC 1275 häuft Masse an, weil ganze Galaxien in sie hineinfallen und schließlich ein sehr massereiches Schwarzes Loch im Kern der Galaxie speisen. Dieses Farbkompositbild, das aus Archivdaten des Weltraumteleskops Hubble nachgebildet wurde, hebt die daraus entstehenden galaktischen Trümmer und Filamente aus leuchtendem Gas hervor, von denen manche bis zu 20.000 Lichtjahre lang sind. Die Filamente sind in NGC 1275 beständig, trotz des Tumults galaktischer Kollisionen, welche sie zerstören sollten. Was hält die Filamente zusammen? Beobachtungen lassen den Schluss zu, dass Magnetfelder die Strukturen zusammenhalten, die vom Zentrum der Galaxie durch die Aktivität des Schwarzen Lochs ausgestoßen werden. NGC 1275, auch bekannt als Perseus A, umfasst mehr als 100.000 Lichtjahre und ist etwa 230 Millionen Lichtjahre entfernt.

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Jupiter, von der Stratosphäre aus

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Credit: Infrarot: NASA, USRA, DSI, Cornell Univ. / Sichtbares Licht: Anthony Wesley

Beschreibung: SOFIA, das Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy, nahm am 26. Mai in einer Höhe von gut 10.000 Metern seine ersten Bilder auf („first light“). Während es über dem meisten Wasserdampf der Erde flog, der das Infrarotlicht absorbiert, gehörte zu den erstklassigen kosmischen Infrarotansichten von SOFIA dieses bemerkenswerte Falschfarbenbild (rechts) von Jupiter. Zum Vergleich ist auf der linken Seite ein aktuelles am Boden aufgenommenes Bild im sichtbaren Licht. Beide zeigen den Gasriesen, der unser Sonnensystem dominiert, ohne seinen dunklen südlichen Äquatorgürtel (normalerweise ist er bei dieser Ausrichtung in der oberen Halbkugel zu sehen). Diese vertraute Struktur verblasste Anfang Mai. Doch der helle weiße Streifen im Bild von SOFIA ist eine Region in den Wolken Jupiters, die für Infrarotlicht transparent ist und einen flüchtigen Blick unter die Wolkenoberseiten erlaubt.

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Eine gewundene Meteorspur über Teneriffa

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Credit und Bildrechte: Juergen Rendtel (AIP Potsdam), IMO

Beschreibung: Hat dieser Meteor eine verdrehte Spur? Das ist nicht sicher. Hier sind gründliche Überlegungen nötig. Meteore sind normalerweise sandgroße Körner, die aus Kometen stammen, und normalerweise lösen sie sich auf, wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten. Ein schnell dahinziehender Meteor ionisiert Moleküle in der Erdatmosphäre, die abschnittweise aufleuchten, wenn sie ihre Elektronen zurückbekommen. Meteorspuren, die sich zusehends winden, wurden bereits erwähnt und sogar fotografiert, doch ob dieses Verhalten auf die Bewegung des Meteors selbst und nicht auf die vom Wind vertragene Meteorspur oder den Beobachter zurückzuführen ist, ist umstritten. Der oben gezeigte Meteor, der vor zwei Wochen fotografiert wurde, als er über dem Teide-Observatorium auf Teneriffa (Kanarische Inseln) aufblitzte, scheint mehrere Bogenminuten weit zu schwingen, was nach Meinung des erfahrenen Astrofotografen nicht auf die Verschiebung der entstehenden Spur oder die Bewegung der Kameramontierung zurückzuführen war. Wenn das tatsächlich ein Hinweis auf einen gewundenen Meteorpfad ist, könnte eine Ursache sein, dass die Form des Meteors merklich von der Kugelform abwich, oder dass er uneinheitlich zusammengesetzt oder elektrisch geladen war. Nicht einheitlich geformte Meteore können zum Beispiel auf einer Seite stärker verdampfen als auf der anderen, was einen rotierenden Meteor ins Trudeln bringt. Meteore zu verstehen ist wichtig, zum Teil weil diese vielleicht präbiotische Moleküle auf die Erde gesät haben könnten, welche die Entwicklung von Leben erlaubten.

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WISE: Herz- und Seelennebel in Infrarot

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Credit: NASA, JPL-Caltech, WISE-Team

Beschreibung: Liegen der Herz- und Seelennebel in unserer Galaxis in der Kassiopeia? Vielleicht nicht, aber dort sind zwei helle Emissionsnebel, die als Herz– und Seele bezeichnet werden, zu finden. Der Herznebel, der offiziell als IC 1805 bezeichnet und oben rechts zu sehen ist, hat im sichtbaren Licht eine Form, die an das klassische Herzsymbol erinnert. Das obige Bild wurde im Infrarotlicht vom kürzlich gestarteten WISETeleskop aufgenommen. Infrarotlicht dringt leicht in die weiten, komplexen Blasen, die von neu entstandenen Sternen im Inneren dieser beiden riesigen Sternbildungsregionen gebildet wurden. Untersuchungen von Sternen und Staub wie denen im Herz– und Seelennebel konzentrieren sich darauf, wie sich massereiche Sterne bilden, und wie sie ihre Umgebung beeinflussen. Licht braucht etwa 6000 Jahre um uns von diesen Nebeln zu erreichen, die zusammen etwa 300 Lichtjahre umfassen.

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