Unerwarteter Einschlag auf Jupiter

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Credit: ALPO, Theo Ramakers

Beschreibung: Vor zwei Monaten schlug unerwartet etwas auf Jupiter ein. Dieser Einschlag, der erstmals am 19. Juli 2009 von dem Amateurastronomen Anthony Wesley gesichtet wurde, wurde rasch bestätigt und schon am nächsten Tag vom Hubble-Weltraumteleskop abgebildet. Viele Teleskope auf der ganzen Welt fokussierten daraufhin auf den größten Planeten unseres Sonnensystems um das Ergebnis zu sehen. Einige dieser Bilder wurden zu der obigen Animation zusammengefügt. Die obige Zeitrafferabfolge zeigt den dunklen Fleck, der entstand, als Jupiter getroffen wurde, im Laufe der letzten eineinhalb Monate, wie er sich deformierte und auflöste, während Jupiters Wolken ihn aufwühlten und Jupiter rotierte. Vermutlich schlug ein kleiner Komet – vielleicht weniger als einen Kilometer groß – am oder vor dem 19. Juli 2009 auf Jupiter ein. Obwohl ursprünglich erwartet wurde, dass er nur eine Woche lang zu sehen sein würde, verfolgen Astronomen immer noch die atmosphärischen Überreste des Impakts, um neue Informationen über Winde und Aktuelles in Jupiters dichter Atmosphäre zu erfahren.

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Jupiter über dem Mittelmeer

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Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Diese Reise bot eine Ansicht, die in Erinnerung bleibt. Wie oben abgebildet krönte eine pittoreske Sternenlandschaft ein stimmungsvolles Meerespanorama – so zu sehen im vergangenen August in der Türkei. Auf dem digital zusammengefügten Panorama strahlt im Vordergrund der Leuchtturm von Gelidonya vor einem ruhigen Mittelmeer. Links ist Jupiter der hellste Punkt im Bild, der, weil auf der gleichen Seite der Sonne wie die Erde, fast die größte Helligkeit dieses Jahres erreicht hatte. Jupiter leuchtete schüchtrn bei -3 Magnituden und war heller als irgendein Stern am Himmel, sogar heller als der Mars während seiner berühmten hellen Opposition im August 2003. Rechts verblasst das Band der Milchstraße im fernen Atmosphärendunst. Jupiter steht kurz vor dem sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Bahn und wird daher bei seiner nächsten Opposition im September 2010 sogar noch heller leuchten.

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CMBR-Dipol: Durchs Universum rasen

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Credit: DMR, COBE, NASA, Four-Year Sky Map

Beschreibung: Unsere Erde steht nicht still. Sie bewegt sich um die Sonne. Die Sonne umkreist die Milchstraße. Die Galaxis kreist in der Lokalen Gruppe. Die Lokale Gruppe stürzt auf den Virgo-Galaxienhaufen zu. Doch all diese Geschwindigkeiten sind kleiner als jene, mit der sich alle diese Objekte zusammen relativ zur kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung (CMBR) bewegen. Auf der obigen Ganzhimmelskarte des Satelliten COBE erscheint die Strahlung aus der Bewegungsrichtung der Erde blauverschoben und daher heißer, während Strahlung auf der anderen Seite des Himmels rotverschoben und kälter ist. Die Karte liefert Hinweise, dass sich die Lokale Gruppe im Verhältnis zu dieser ursprünglichen Strahlung mit etwa 600 Kilometern pro Sekunde bewegt. Diese hohe Geschwindigkeit war zunächst unerwartet, und ihre Größe ist immer noch unerklärlich. Warum bewegen wir uns so schnell? Was ist da draußen?

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Supernovaüberrest E0102-72

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Credit: Röntgen: NASA / CXC / MIT / D.Dewey et al., NASA / CXC / SAO / J.DePasquale; Visuell: NASA / STScI

Beschreibung: Die sich ausdehnende Trümmerwolke nach der Explosion eines massereichen Sterns ist auf diesem Komposit in mehreren Wellenlängen, das Röntgen- und visuelle Bilder des Chandra- und des Hubble-Weltraumteleskops kombiniert, festgehalten. Der Supernovaüberrest, bekannt als E0102-72, liegt etwa 190.000 Lichtjahre entfernt in unserer Nachbargalaxie, der Kleinen Magellanschen Wolke. E0102, eine starke kosmische Röntgenstrahlenquelle, wurde vom Chandra-Röntgenteleskop kurz nach dessen Start im Jahre 1999 abgebildet. Zu Chandras 10jährigem Jubiläum wurde diese farbenprächtige Ansicht von E0102 und seiner Umgebung unter Verwendung zusätzlicher Chandra-Daten erstellt. Eine Analyse all dieser Daten lässt den Schluss zu, dass die Gesamtform von E0102 höchstwahrscheinlich ein Zylinder ist, der von vorne zu sehen ist, und nicht eine kugelförmige Blase. Das eindrucksvolle Ergebnis lässt darauf schließen, dass die Explosion des massereichen Sterns eine ähnliche Form erzeugt hat wie jene, die wir in einigen planetarischen Nebeln sehen, die mit masseärmeren Sternen in Vebindung gebracht werden. In der Entfernung der Kleinen Magellanschen Wolke erstreckt sich diese Bildfeld über etwa 150 Lichtjahre.

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6 Jahre Saturn

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Credit und Bildrechte: Alan Friedman

Beschreibung: Heute passiert der Planet Erde durch die Ebene der Saturnringe. Aus der Perspektive erdgebundener Astronomen sieht man die Saturnringe von der Kante. Das Problem ist, dass Saturn selbst derzeit sehr nahe an der Sonne steht und somit nach Sonnenuntergang tief am Horizont, daher werden gute Teleskopbilder schwierig zu bekommen sein. Dieses Komposit von Saturnansichten, aufgenommen 2004 – 2009 (von unten rechts nach oben links), veranschaulicht die Veränderung der Ringneigung im Laufe der letzten sechs Jahre und enthält eine Ansicht mit annähernder Kantenstellung, die auf Bildern vom Anfang dieses Jahres basiert. Während Saturns Südpol in der Sequenz deutlich zu sehen ist, besonders unten rechts, wird er in den kommenden Jahren verborgen bleiben. Saturns Nordpol wird zunehmend besser sichtbar, wie auch die sich öffnenden Ringe, wenn der Planet diesen Herbst am Himmel vor der Dämmerung erscheint.

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Despina, Neptunmond

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Credit: NASA, JPL, Rechte am bearbeiteten Bild: Ted Stryk

Beschreibung: Despina ist ein winziger Mond Neptuns. Mit seinen nur 148 Kilometern Durchmesser wurde der kleine Despina 1989 auf Bildern der Raumsonde Voyager 2 entdeckt, die während ihrer Begegnung mit dem fernsten Gasriesenplaneten des Sonnensystems entstanden. Doch beim Durchsehen der Daten von Voyager 2 nach 20 Jahren entdeckte der Amateur-Bildbearbeiter (und Philosophieprofessor) Ted Stryk etwas, das niemand zuvor erkannt hatte: Bilder, auf denen der Schatten Despinas über Neptuns blaue Wolkenoberfläche wandert. Seine Kompositansicht von Despina und seinem Schatten wurde aus aus vier Archivbildern vom 24. August 1989 erstellt, die nur 9 Minuten auseinander liegen. Despina selbst wurde künstlich aufgehellt um ihn besser sichtbar zu machen. In der antiken griechischen Mythologie ist Despina eine Tochter Poseidons (der römische Gott Neptun).

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Regenbogen der Discovery

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Credit: NASA, Ben Cooper (Launch Photography)

Beschreibung: Nur eine Minute vor Mitternacht EDT zeichnete am Freitag, 28. August, der Spaceshuttle Discovery einen langen Bogen in einen wolkigen Himmel. Beim Verfolgen des Starts wurde eine helle und bemerkenswert farbenprächtige Spur auf dieser Langzeitbelichtung vom Banana-River-Aussichtspunkt mit Blick ostwärts zur Startrampe 39A am Kennedy Space Center aufgezeichnet. Sonntag Abend dockte die Discovery mit STS-128 an die Internationale Raumstation an. Bei der 13-Tage-Mission werden Besatzungsmitglieder der Raumstation ausgetauscht und mehr als 7 Tonnen Nachschub und Ausrüstung geliefert. Zur Ausrüstung gehört auch der Combined Operational Load Bearing External Resistance Treadmill (COLBERT).

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Saturns Schatten zum Äquinoktium

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Credit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Ungewöhnliche Schatten und dunkle Ringe erschienen letzten Monat kurz vor seiner Tag- und Nachtgleiche um Saturn. Zu dieser Zeit – Anfang August – zeigte Saturns Ringebene direkt auf die Sonne. Wie oben zu sehen wirft der Saturnmond Tethys einen Schatten, der nur weit rechts zu sehen ist. Saturns eigener Schatten verdunkelt rechts eine riesige Schneise auf den Ringen. Die Nachtseite Saturns leuchtet im Ringschein – Sonnenlicht, das von Ringpartikeln auf Saturn zurückreflektiert wird. Bilder nahe dem Äquinoktium auf Saturn geben Astronomen eine Chance nach unerwarteten Schatten zu suchen, welche zuvor unbekante Strukturen in Saturns komplexem Ringsystem erhellen. Cassini, die Roboter-Raumsonde bei Saturn, welche dieses Bild aufnahm, überlebt voraussichtlich nicht bis zum nächsten Saturn-Äquinoktium in 15 Jahren.

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