Orion geht vor der Kamera auf

Das Bild zeigt eine verschneite Landschaft mit einem großen Hügel in der Mitte. Über dem Hügel sind die Sterne und Nebel des Sternbildes Orion zu sehen. Das rote Leuchten der Nebel steht in starkem Kontrast zum dunklen Himmel und dem hellen Schnee.

Bildcredit und Bildrechte: Marcin Ślipko

Wie sieht der aufgehende Orion durch eine Kamera aus?
Zu dieser Zeit des Jahres ist die berühmte Konstellation kurz nach Sonnenuntergang im Südwesten zu sehen. Vielerorts geht das bekannte Sternbild mit seinen berühmten drei Gürtelsternen seitlich liegend auf.

Das Bild zeigt einen großen Himmelsbereich, indem sich auch Orion befindet. Es wurde über einem Berg namens Śnieżka an der Grenze zwischen Polen und Tschechien, fotografiert. Die lange Belichtungszeit bringt viele lichtschwache Objekte zum Vorschein, wie den Orion– und Flammennebel, die beide von der geschwungenen Barnardschleife umschlossen werden.

Die gezeigte Weitwinkelaufnahme hat auch andere Schätze des Nachhimmels eingefangen, wie den blauen Sternhaufen der Plejaden oben im Bild und den roten Rosettennebel links von Orion. Zu den berühmten Sternen im Bild gehören Sirius, Beteigeuze, Rigel und Aldebaran. In den kommenden Monaten wird Orion bei Sonnenuntergang immer höher am Himmel zu sehen sein.

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Die Plejaden: Sieben staubige Schwestern

Mitten im Bild leuchten die hellen Sterne der Plejaden. Sie sind von dichten Staubwolken umgeben. In der Nähe der Sterne leuchten die Nebel blau, weiter entfernt sind sie dunkelbraun.

Bildcredit und Bildrechte: Craig Stocks

Der bekannte Sternhaufen der Plejaden zerstört langsam einen Teil einer vorbeiziehenden Wolke aus Gas und Staub.

Die Plejaden sind der hellste offene Sternhaufen am Himmel der Erde, sie sind an fast jedem nördlichen Ort mit bloßem Auge sichtbar. Seit etwa 100.000 Jahren wandert ein Feld aus Gas und Staub zufällig genau durch den Sternhaufen der Plejaden. Dabei kommt es zu einer starken Reaktion zwischen Sternen und Staub.

Die vorbeiziehende Wolke ist vielleicht ein Teil der Radcliffe-Welle, das ist eine jüngst entdeckte Struktur aus Gas und Staub, die mehrere Sternbildungsgebiete im nahen Teil unserer Galaxis verbindet.

Das Sternenlicht übt einen deutlichen Druck auf den Staub im umgebenden blauen Reflexionsnebel aus. Kleinere Staubteilchen werden stärker abgedrängt. Das führt kurzfristig dazu, dass Teile der Staubwolke faserförmig und geschichtet wurden.

Das detailreiche Bild basiert auf fast 9 Stunden Belichtungszeit und wurde letztes Jahr an einem ferngesteuerten Wüsten-Observatorium im US-amerikanischen Utah aufgenommen.

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Nebelfeld mit Details: Von Möwe bis Kalifornien

Das sehr detailreiche Bild des Nachthimmels zeigt viele Sterne und Nebel, die scheinbar durch schwache orangefarbene Fäden verbunden sind.

Bildcredit und Bildrechte: Alistair Symon

Wie gut kennt ihr den Nachthimmel? Und wie gut erkennt ihr bekannte Himmelsobjekte auf einem sehr detailreichen Bild? Hier ist ein Test: Findet ihr einige sehr bekannte Motive des Nachthimmels auf diesem detailreichen Bild mit vielen zarten Nebeln?

Dieses Bild zeigt den Sternhaufen der Plejaden, die Barnardschleife, den Pferdekopfnebel, den Orionnebel, den Rosettennebel, den Kegelnebel, Rigel, den Quallennebel, den Affenkopfnebel, den Flammensternnebel, den Kaulquappennebel, Aldebaran, Simeis 147, den Möwennebel und den Kaliforniennebel.

Diese beschriftete Bildversion hilft, um die Orte der Nebel zu erkennen. Die Aufgabe ist schwierig aus einem ähnlichen Grund, warum es anfangs schwierig ist, vertraute Sternbilder bei einem sehr dunklen Himmel zu finden: Der Bildteppich unseres Nachthimmels hat eine extrem detailreiche, versteckte Komplexität.

Dieses Komposit ist ein Mosaik aus 28 Bildern, die in einem Zeitraum von mehr als 800 Stunden unter dem dunklen Himmel von Arizona in den USA fotografiert wurden. Es zeigt eine Andeutung dieser Komplexität.

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Jupiter und der Geminid

Ein gleißend heller, grün-türkiser Meteor blitzt schräg durch das Bildfeld, im Hintergrund leuchten zarte Sterne, unter der Feuerkugel sind die Plejaden und die Hyaden erkennbar, rechts leuchtet der helle Planet Jupiter.

Bildcredit und Bildrechte: Gaurav Singh

Für einen kurzen Moment überstrahlte der Meteor den Planeten Jupiter am Nachthimmel. Dieses Zufallsbild gelang am 14. Dezember mit einer Kamera im Zeitraffermodus bei der Jagd nach Sternschnuppen. Es entstand zum Maximum des Sternschnuppenstroms der Geminiden und wurde unter dem kalten Sternenhimmel von Kanada aufgenommen.

Der Sternschnuppenschauer der Geminiden ist das jährliche Geschenk des Asteroiden 3200 Phaethon im Dezember. Der Regen aus Sternschnuppen stammt von Staub, den der mysteriöse Asteroid auf seiner Bahn um die Sonne verliert. Die Staubpartikel fallen mit 22 Kilometer pro Sekunde in die oberen Schichten der Erdatmosphäre.

Die Sternschnuppen der Geminiden gehen scheinbar von einem Punkt im Sternbild Zwillinge aus. Er befindet sich links unten außerhalb des Bildes. Der helle Jupiter leuchtet rechts. Mitten im Bild befindet sich der Sternhaufen der Plejaden. Darunter ist der Sternhaufen der Hyaden (das nach links gedrehte V). Beide sind klassische Himmelsobjekte einer Dezembernacht.

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Regenbogen-Polarlicht über isländischem Wasserfall

In der Bildmitte ist ein Wasserfall unter einem Sternenhimmel zu sehen. Über dem Wasserfall wölbt sich ein buntes Polarlicht. Über dem Polarlicht wölbt sich das zentrale Band der Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Stefano Pellegrini

Ein Polarlicht in den Farben des Regenbogens – gibt es das überhaupt? Durchaus. Ein Polarlicht kann wie ein Regenbogen aussehen, obwohl es verschiedene Phänomene sind. Polarlichter entstehen durch Teilchen, die von der Sonne stammen. Sie werden vom Magnetfeld der Erde in die Atmosphäre gelenkt. Wenn Atome in unterschiedlichen Höhen angeregt werden, entstehen die Farben.

Ein Regenbogen entsteht, wenn fallende Regentropfen das Sonnenlicht brechen. Dabei lenken die Tropfen verschiedene Farben in leicht abweichenden Winkeln ab. Leider erzeugen Polarlichter keine Wasserfälle. Aber wenn man gut plant und Glück hat, kann man beides zusammen fotografieren.

Dieses Bild entstand aus mehreren Aufnahmen. Alle wurden letzten Monat in derselben Nacht beim Wasserfall Skógafoss auf Island fotografiert. Als sich der Fotograf vorbereitete, wollte er das zentrale Band der Milchstraße über dem malerischen Wasserfall einfangen. Wie es der Zufall wollte, erschien kurz darauf ein spektakuläres Polarlicht. Es schimmerte unter dem Bogen der Galaxis. Weit dahinter erkennt man den Sternhaufen der Plejaden und die Andromeda-Galaxie.

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Pic du Pléiades

Über dem Gipfel leuchtet am Nachthimmel der Sternhaufen der Plejaden. Ein Meteor zischt in der Mitte hindurch. Auf dem Pic du Midi steht ein bekanntes Observatorium.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Graffand

Am 19. November standen die Plejaden vor der Morgendämmerung über den französischen Pyrenäen. Der Himmel war noch dunkel. Als er heller wurde, gelang es dem Fotografen ein einzigartiger, 3 Sekunden belichteter Schnappschuss. Die Strichspur einer hellen Sternschnuppe durchbohrt scheinbar das Herz des Sternhaufens.

Aus Sicht der Kamera leuchteten Sternhaufen und Meteor direkt über dem Observatorium auf dem Gipfel des Pic du Midi de Bigorre. Für einen Sternhaufen sind die Plejaden vergleichsweise nahe. Die Sternschnuppe war ein Staubkorn, das in der Erdatmosphäre verglühte. Sie verfehlte die dicht gedrängte Ansammlung junger Sterne um etwa 400 Lichtjahre.

Das Bild ist Teil eines Zeitraffers des Nachthimmels. Kamera und Teleobjektiv wurden für die Aufnahme einer Zeitrafferserie des Nachthimmels auf einem Stativ montiert. Die Aufnahme entstand an den Hängen des Col du Tourmalet. Dieser Pass ist etwa 5 Kilometer vom Pic du Midi entfernt. Er wird bei der Tour de France mit Rädern befahren.

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Kleiner Planet mit Polarlicht

Mitten im Bild schwebt ein kleiner Planet, auf dem ein paar Menschen stehen. Links unten und oben ragen Berge über den Horizont. Links oben fällt ein Wasserfall in einen Fluss, der nach rechts fließt. Rechts leuchtet helles Licht. Rund um den Planeten leuchten starke Polarlichter.

Bildcredit und Bildrechte: Victor Lima

Dieser schroffe kleine Planet ist in ein unheimliches grünes Licht getaucht. Anscheinend gibt es dort atemberaubende Wasserfälle und einen unglaublich hohen Berg. Der Planet ist natürlich die Erde. In der Nacht vom 9. November 2023 entstand dieses 360°-Mosaik mit einer Digitalkamera in der Bergregion Kirkjufell, die im Westen von Island liegt. Das Bild ist auf den Nadir zentriert.

Schleier eines schimmernden Polarlichts beleuchten den Sternhimmel blassgrün. Die Polarlichter heißen im Norden auch Nordlichter oder Aurora Borealis. Ein starkes Polarlicht entsteht durch erhöhte Sonnenaktivität. Anfang November schüttelte ein Sonnensturm die Magnetosphäre der Erde durch und verursachte einen starken geomagnetischen Sturm.

Der Berg Kirkjufell ist oben am kreisrunden Horizont dieser stereographischen Projektion. Wer auf der nördlichen Halbkugel lebt, erkennt vermutlich vertraute Sternmuster, z.B. den Großen Wagen über der Spitze des Kirkjufell. Rechts unten leuchten der kompakte Sternhaufen der Plejaden und der Riesenplanet Jupiter am Nachthimmel des kleinen isländischen Planeten.

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Orioniden im Stier

Über einen sternbedeckten Himmelsausschnitt zischen zwei Meteorspuren fast waagrecht durchs Bild. Rechts unten ist der kompakte Sternhaufen der Plejaden.

Bildcredit und Bildrechte: David Cortner

Der erste bekannte periodische Komet der Geschichte, Komet Halley (1P/Halley), kehrt alle 76 Jahre ins innere Sonnensystem zurück. Zuletzt war der berühmte Komet 1986 mit bloßem Auge zu sehen. Doch zweimal im Jahr regnen staubige Trümmer des Kometen Halley bei zwei jährlichen Meteorschauern am irdischen Himmel: bei den Eta-Aquariiden im Mai und den Orioniden im Oktober.

Bei einer gemütlichen Aufnahmeserie wurden diese beiden hellen Meteore fotografiert. Es sind Teilchen von Halleys Staub. Sie verdampften in den frühen Morgenstunden des 23. Oktober vor dem sternklaren Hintergrund der Taurus-Molekülwolke.

Die Meteore trafen mit etwa 66 Kilometern pro Sekunde auf die Erdatmosphäre. Ihre grünlichen Spuren zeigen rückwärts zum Radianten des Schauers. Der Radiant befindet sich nördlich vom hellen Stern Beteigeuze im Orion links unten außerhalb des Bildes. Die Plejaden, ein vertrauter Sternhaufen, verankern rechts die staubige Himmelsszene.

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