Messier 45: Die Töchter von Atlas und Pleione

Die blauen Reflexionsnebel um die Plejaden sind nur zufällig im selben Himmelsbereich wie der Sternhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Stefan Thrun

Der offene Sternhaufen der Plejaden ist etwa 400 Lichtjahre entfernt. Er rast durch eine kosmische Staubwolke. Die Plejaden werden auch Sieben Schwestern genannt. Sie sind für ihren markanten blauen Reflexionsnebel berühmt. Am Nachthimmel liegen sie im Sternbild Stier im Orion-Arm unserer Milchstraße.

Die Sternschwestern und die staubige Wolke stehen in keinem Zusammenhang. Sie durchqueren nur zufällig dieselbe Region im Weltraum. Wir kennen die kompakte Sterngruppe ist seit der Antike. Galileo war der erste, der sie skizzierte, als er den Himmel mit einem Teleskop beobachtete. Er notierte auch Sterne, die zu blass für das bloße Auge sind. Charles Messier vermerkte den Haufen als 45. Eintrag in seinem berühmten Katalog an Dingen, die keine Kometen sind.

In der griechischen Mythologie waren die Plejaden die sieben Töchter der Meeresnymphe Pleione und des astronomischen Titanen Atlas. Pleione und Atlas zählen zu den neun hellsten Sternen im Haufen. Das Bild entstand mit einem Teleskop und wurde aufwändig bearbeitet und farblich kalibriert. Es zeigt punktförmige Sterne und detaillierte Fasern aus interstellarem Staub. Die Belichtungszeit betrug mehr als 9 Stunden. Im Sternhaufen der Plejaden wäre das Bild mehr als 20 Lichtjahre breit.

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