Malerischer Sonnenuntergang zur Tagundnachtgleiche

Eine Straße führt in den Sonnenuntergang. Die Landschaft ist leicht wellig, der Blick reicht sehr weit zum Sonnenuntergang. Der Himmel ist klar, die ganze Landschaft ist in ein tiefes Orange getaucht.

Bildcredit und Bildrechte: Alan Dyer, Amazingsky.com, TWAN

Was leuchtet am Ende dieser Straße? Die Sonne! Viele Dörfer und Städte haben Straßen, die von Ost nacht West verlaufen. An zwei Tagen im Jahr geht die Sonne in deren Richtung auf und unter. Heute und morgen ist in Teilen der Welt einer dieser beiden Tage: die Tagundnachtgleiche oder das Äquinoktium. Dann sind nicht nur Tag und Nacht („nox“) gleich („aequus“) lang. Es ist auch der Tag, an dem die Sonne im Osten aufgeht und im Westen untergeht.

Dieses Bild zeigt eine malerische Landstraße in Alberta in Kanada. Sie verläuft ziemlich genau von Osten nach Westen. Es wurde zur Tagundnachtgleiche im September 2021 aufgenommen. Doch die geometrischen Verhältnisse bleiben Jahr für Jahr gleich.

In vielen Kulturen beginnt mit der Tagundnachtgleiche im März eine neue Jahreszeit. Auf der Nordhalbkugel ist es der Frühling, auf der Südhalbkugel der Herbst. Läuft eure Lieblingsstraße genau von Osten nach Westen? Heute findet ihr das bei Sonnenuntergang ganz leicht heraus!

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Der Möwennebel

Der rot leuchtende Nebel im Bild erinnert an eine Möwe mit ausgebreiteten Flügeln.

Bildcredit und Bildrechte: Gianni Lacroce

Eine Weite aus leuchtendem Gas und Staub zeigt Astronom*innen auf der Erde eine vogelähnliche Fratze. Daher kommt auch ihr Rufname: Möwen-Nebel. Dieses Bild des kosmischen Vogels zeigt eine 1,6 Grad breite Schneise in der Ebene der Milchstraße. Sie liegt nahe bei Sirius, dem hellsten Stern im Großen Hund (Canis Major).

Die Region enthält auch Objekte aus anderen Katalogen. NGC 2327 ist ein kleinerer Reflexionsnebel mit einem gewaltigen Stern. Er bildet den Kopf des Vogels. Der rötliche Schimmer atomaren Wasserstoffs prägt die Wolke aus Gas und Staub mit hellen jungen Sternen. Sie ist breiter als 100 Lichtjahre. Ihre Entfernung wird auf 3800 Lichtjahre geschätzt.

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NGC 2170: Abstrakte Kunst des Engelsnebels

Braune Nebel im Hintergrund sind von roten und dunklen Nebelranken akzentuiert. Um die hellsten Sterne verlaufen helle Reflexionsnebel. Das Bild ist dicht von verschieden hellen Sternen übersät.

Bildcredit und Bildrechte: David Moulton

Ist es ein Bild oder eine Foto? In dieser himmlischen abstrakten Kunst, die mit einem kosmischen Pinsel gemalt wurde, leuchtet der staubige Nebel NGC 2170, der auch als Engelnebel bekannt ist, über der Bildmitte.

NGC 2170 reflektiert das Licht der in der Nähe gelegenen heißen Sterne und wird von anderen blauen Reflexionsnebeln, einer roten Emissionsregion, vielen dunklen Absorptionsnebeln und einem Hintergrund aus bunten Sternen begleitet.

Wie die gewöhnlichen Haushaltsgeräte, die abstrakte Künstler oft für ihre Bilder verwenden, finden sich die Wolken aus Gas, Staub und heißen Sternen – wie sie hier im Bild vereinigt sind – oft in einem solchen Setting: einer riesigen, Molekularwolke im Sternbild Einhorn (Monoceros), die Sterne hervorbringt.

Die riesige Molekularwolke Mon R2 liegt ganz in der Nähe und ist nur ungefähr 2400 Lichtjahre entfernt. In dieser Relation wäre die Leinwand hier über 60 Lichtjahre groß.

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Schatten der Nacht

Rechts neben einer felsigen Küstenlinie ist Land und links ist Wasser. Der Himmel darüber ist ungewöhnlich verpixelt und in farbige vertikale Streifen aufgeteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Dario Giannobile

Wie wird der Himmel in der Nacht dunkel? Schrittweise und mit unterschiedlichen charakteristischen Farben, die vom Horizont aufsteigen. Das Bild besteht aus 20 vertikalen Bändern. Sie wurden – von links nach rechts – nach Sonnenuntergang zu immer spätere Zeiten in der Dämmerung fotografiert. Die Landschaft wurde letzten Monat in Syrakus auf der italienischen Insel Sizilien aufgenommen. Der Standort zeigte von der Sonne fort.

Der linke Streifen zeigt oben den Himmel vor Sonnenuntergang. Weiter rechts sind der Venusgürtel, das blaue Band, das Horizontband und das rote Band. Wenn der dunkle Schatten der Erde aufgeht, hat er oben einen rosaroten Rand. Die Farben entstehen, weil die Luft und die Aerosole in der Erdatmosphäre das Sonnenlicht streuen. Das Licht wird auch gebrochen. Es kann auch zu mehrfachen Reflexionen und zu einem rot gefärbten Sonnenuntergang kommen.

Diese Bänder sind oft diffus und schwer zu erkennen. Ihre Farben gehen mit Farben nahe bei der untergehenden Sonne einher. Schlussendlich geht die Sonne ganz unter und der Himmel wird dunkel. Aber keine Sorge: Wenn die Sonne am Morgen wieder aufgeht, geschieht das Ganze in umgekehrter Reihenfolge!

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Möwennebel über dem Pinnacles-Nationalpark

Über der dunklen Silhouette eines Berges mit einem markanten Gipfel schwebt am sternklaren Himmel ein roter Nebel, der an eine Möwe erinnert, der Möwennebel.

Bildcredit und Bildrechte: Dheera Venkatraman

Der Vogel ist größer als der Berg. Der Möwennebel, der seinen Namen aufgrund seiner vogelähnlichen Form bekommen hat, ist ein riesiger Emissionsnebel am Nachthimmel, der sich über 5 Vollmonddurchmesser oder über 200 Lichtjahre erstreckt.

Der Kopf des Nebels trägt im Katalog die Nummer IC 2177, der Sternhaufen unter seinem rechten Flügel die Nummber NGC 2343. Der Möwennebel besteht hauptsächlich aus rot leuchtendem Wasserstoff, hat einige Staubstreifen und bringt neue Sterne hervor.

Der Berg, über dem die Möwe zu fliegen scheint, ist im Pinnacles-Nationalpark in Kalifornien (USA).

Das Bild ist aus mehreren langzeitbelichteten Aufnahmen des Himmelshintergrundes und einer kurzzeitbelichteten Aufnahme des Vordergrundes zusammengesetzt, die alle mit derselben Kamera vom selben Beobachtungsort aufgenomnen wurden.

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Details im Rosetten-Feld

Ein belebtes Sternfeld enthält mehrere große rote Nebeln. Der Rosettennebel ist rechts unten. Der Nebel um den Kegelnebel links oben ist größer.

Bildcredit und Bildrechte: Olivier Bernard und Philippe Bernhard

Wo ist der Rosettennebel? Der große, rote, blumenförmige Nebel im linken oberen Bildausschnitt mag zwar die offensichtliche Antwort sein. Doch es ist nur diffuser Wasserstoffnebel, der den Konusnebel und den Fuchsfellnebel umgibt.

Der berühmte Rosettennebel befindet sich rechts unten. Er ist mit den anderen Nebeln durch unregelmäßige Filamente verbunden. Das Bild wirkt, als würde es noch weitere Blumen zeigen.

Das Zentrum des Rosettennebels wird als NGC 2237 bezeichnet. Es besteht aus dem offenen Sternhaufen NGC 2244, der aus hellen blauen Sternen besteht. Ihre Winde und ihr energiereiches Licht bringt das Zentrum des Nebels zum Leuchten.

Der Rosettennebel ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Von der Erde aus gesehen ist er ungefähr 3 Vollmonde breit. Dieses Blumenfeld befindet sich im Sternbild Einhorn (Monoceros).

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Die herzförmigen Antennengalaxien

Zwei Galaxien kollidieren und bilden dabei eine Herzform. Nach links unten und rects oben verlaufen geschwungene Bögen aus Sternen.

Bildcredit und Bildrechte: Kent E. Biggs

Ziehen sich diese beiden Galaxien wirklich gegenseitig an? Ja, rein gratitativ und das Ergebnis sieht aus wie ein riesiges Herzsymbol – zumindestens während unserer Lebenszeit.

Auf dem Bild befindet sich das Galaxienpaar, das in Katalogen als NGC 4038 und NGC 4039 verzeichnet ist und unter dem Namen Antennen-Galaxien bekannt ist.

Weil sich diese in einer Entfernung von nur 60 Millionen Lichtjahren befinden, in intergalaktischen Maßstäben gleich um die Ecke, sind das Paar mitunter die bestuntersuchtesten wechselwirkenden Galaxien am Nachthimmel.

Ihre starke Anziehung begann vor rund einer Milliarde Jahre als sie in ungewöhnlich engem Abstand aneinander vorbeigezogen waren. Obwohl sich die beiden Galaxien gegenseitig beeinflussen, stoßen ihre Sterne sehr selten zusammen, jedoch enstehend neue Sterne beim Zusammenstoß der interstellaren Gasmassen.

Einige neue Sterne wurden schon gebildet, beispielsweise in den langen Antennen, die sich vom tanzenden Duo aus erstrecken. In ein paar Milliarden Jahren, wenn die Galaxienverschmelzung vollzogen sein wird, werden sich Milliarden neuer Sterne gebildet haben.

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NGC 1365: Majestätisches Inseluniversum

Mitten im Bild schwebt eine Spiralgalaxie mit einem Balken und ausgeprägten Spiralarmen. Über das Zentrum verlaufen Staubbahnen, an den Spiralarmen sind Sternbildungsgebiete.

Bildcredit und Bildrechte: BearbeitungJean-Baptiste Auroux, DatenMike Selby

Die Balkenspiralgalaxie NGC 1365 ist ein majestätisches Inseluniversum. Es hat einen Durchmesser von rund 200.000 Lichtjahren und ist nur 60 Millionen Lichtjahre entfernt. NGC 1365 liegt im Sternbild Chemischer Ofen (Fornax) und ist ein markantes Mitglied im gut erforschten Fornax-Galaxienhaufen.

Das scharfe Farbbild zeigt intensiv rötliche Gebiete mit Sternbildung an den Enden des Zentralbalkens der Galaxie und in ihren Spiralarmen. Staubbahnen verlaufen über die helle Mitte der Galaxie. Im Zentrum liegt ein sehr massereiches Schwarzes Loch.

Forschende gehen davon aus, dass der markante Balken von NGC 1365 eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Galaxie spielt, indem er Gas und Staub in einen Strudel mit Sternbildung zieht und Materie in das Schwarze Loch im Zentrum speist.

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