Schatten der Nacht

Rechts neben einer felsigen Küstenlinie ist Land und links ist Wasser. Der Himmel darüber ist ungewöhnlich verpixelt und in farbige vertikale Streifen aufgeteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Dario Giannobile

Wie wird der Himmel in der Nacht dunkel? Schrittweise und mit unterschiedlichen charakteristischen Farben, die vom Horizont aufsteigen. Das Bild besteht aus 20 vertikalen Bändern. Sie wurden – von links nach rechts – nach Sonnenuntergang zu immer spätere Zeiten in der Dämmerung fotografiert. Die Landschaft wurde letzten Monat in Syrakus auf der italienischen Insel Sizilien aufgenommen. Der Standort zeigte von der Sonne fort.

Der linke Streifen zeigt oben den Himmel vor Sonnenuntergang. Weiter rechts sind der Venusgürtel, das blaue Band, das Horizontband und das rote Band. Wenn der dunkle Schatten der Erde aufgeht, hat er oben einen rosaroten Rand. Die Farben entstehen, weil die Luft und die Aerosole in der Erdatmosphäre das Sonnenlicht streuen. Das Licht wird auch gebrochen. Es kann auch zu mehrfachen Reflexionen und zu einem rot gefärbten Sonnenuntergang kommen.

Diese Bänder sind oft diffus und schwer zu erkennen. Ihre Farben gehen mit Farben nahe bei der untergehenden Sonne einher. Schlussendlich geht die Sonne ganz unter und der Himmel wird dunkel. Aber keine Sorge: Wenn die Sonne am Morgen wieder aufgeht, geschieht das Ganze in umgekehrter Reihenfolge!

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Möwennebel über dem Pinnacles-Nationalpark

Über der dunklen Silhouette eines Berges mit einem markanten Gipfel schwebt am sternklaren Himmel ein roter Nebel, der an eine Möwe erinnert, der Möwennebel.

Bildcredit und Bildrechte: Dheera Venkatraman

Der Vogel ist größer als der Berg. Der Möwennebel, der seinen Namen aufgrund seiner vogelähnlichen Form bekommen hat, ist ein riesiger Emissionsnebel am Nachthimmel, der sich über 5 Vollmonddurchmesser oder über 200 Lichtjahre erstreckt.

Der Kopf des Nebels trägt im Katalog die Nummer IC 2177, der Sternhaufen unter seinem rechten Flügel die Nummber NGC 2343. Der Möwennebel besteht hauptsächlich aus rot leuchtendem Wasserstoff, hat einige Staubstreifen und bringt neue Sterne hervor.

Der Berg, über dem die Möwe zu fliegen scheint, ist im Pinnacles-Nationalpark in Kalifornien (USA).

Das Bild ist aus mehreren langzeitbelichteten Aufnahmen des Himmelshintergrundes und einer kurzzeitbelichteten Aufnahme des Vordergrundes zusammengesetzt, die alle mit derselben Kamera vom selben Beobachtungsort aufgenomnen wurden.

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Details im Rosetten-Feld

Ein belebtes Sternfeld enthält mehrere große rote Nebeln. Der Rosettennebel ist rechts unten. Der Nebel um den Kegelnebel links oben ist größer.

Bildcredit und Bildrechte: Olivier Bernard und Philippe Bernhard

Wo ist der Rosettennebel? Der große, rote, blumenförmige Nebel im linken oberen Bildausschnitt mag zwar die offensichtliche Antwort sein. Doch es ist nur diffuser Wasserstoffnebel, der den Konusnebel und den Fuchsfellnebel umgibt.

Der berühmte Rosettennebel befindet sich rechts unten. Er ist mit den anderen Nebeln durch unregelmäßige Filamente verbunden. Das Bild wirkt, als würde es noch weitere Blumen zeigen.

Das Zentrum des Rosettennebels wird als NGC 2237 bezeichnet. Es besteht aus dem offenen Sternhaufen NGC 2244, der aus hellen blauen Sternen besteht. Ihre Winde und ihr energiereiches Licht bringt das Zentrum des Nebels zum Leuchten.

Der Rosettennebel ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Von der Erde aus gesehen ist er ungefähr 3 Vollmonde breit. Dieses Blumenfeld befindet sich im Sternbild Einhorn (Monoceros).

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Die herzförmigen Antennengalaxien

Zwei Galaxien kollidieren und bilden dabei eine Herzform. Nach links unten und rects oben verlaufen geschwungene Bögen aus Sternen.

Bildcredit und Bildrechte: Kent E. Biggs

Ziehen sich diese beiden Galaxien wirklich gegenseitig an? Ja, rein gratitativ und das Ergebnis sieht aus wie ein riesiges Herzsymbol – zumindestens während unserer Lebenszeit.

Auf dem Bild befindet sich das Galaxienpaar, das in Katalogen als NGC 4038 und NGC 4039 verzeichnet ist und unter dem Namen Antennen-Galaxien bekannt ist.

Weil sich diese in einer Entfernung von nur 60 Millionen Lichtjahren befinden, in intergalaktischen Maßstäben gleich um die Ecke, sind das Paar mitunter die bestuntersuchtesten wechselwirkenden Galaxien am Nachthimmel.

Ihre starke Anziehung begann vor rund einer Milliarde Jahre als sie in ungewöhnlich engem Abstand aneinander vorbeigezogen waren. Obwohl sich die beiden Galaxien gegenseitig beeinflussen, stoßen ihre Sterne sehr selten zusammen, jedoch enstehend neue Sterne beim Zusammenstoß der interstellaren Gasmassen.

Einige neue Sterne wurden schon gebildet, beispielsweise in den langen Antennen, die sich vom tanzenden Duo aus erstrecken. In ein paar Milliarden Jahren, wenn die Galaxienverschmelzung vollzogen sein wird, werden sich Milliarden neuer Sterne gebildet haben.

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NGC 1365: Majestätisches Inseluniversum

Mitten im Bild schwebt eine Spiralgalaxie mit einem Balken und ausgeprägten Spiralarmen. Über das Zentrum verlaufen Staubbahnen, an den Spiralarmen sind Sternbildungsgebiete.

Bildcredit und Bildrechte: Bearbeitung – Jean-Baptiste Auroux, Daten – Mike Selby

Die Balkenspiralgalaxie NGC 1365 ist ein majestätisches Inseluniversum. Es hat einen Durchmesser von rund 200.000 Lichtjahren und ist nur 60 Millionen Lichtjahre entfernt. NGC 1365 liegt im Sternbild Chemischer Ofen (Fornax) und ist ein markantes Mitglied im gut erforschten Fornax-Galaxienhaufen.

Das scharfe Farbbild zeigt intensiv rötliche Gebiete mit Sternbildung an den Enden des Zentralbalkens der Galaxie und in ihren Spiralarmen. Staubbahnen verlaufen über die helle Mitte der Galaxie. Im Zentrum liegt ein sehr massereiches Schwarzes Loch.

Forschende gehen davon aus, dass der markante Balken von NGC 1365 eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Galaxie spielt, indem er Gas und Staub in einen Strudel mit Sternbildung zieht und Materie in das Schwarze Loch im Zentrum speist.

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SLIM landet auf dem Mond

Auf der Mondoberfläche ist ein gelbes Gerät sichtbar. Die Schubdüsen sind nach oben gerichtet, es steht also Kopf.

Bildcredit und Bildrechte: JAXA, Takara Tomy, Sony Co., Doshisha U.

Neue Fahrzeuge sind auf dem Mond. Vor fast zwei Wochen hat die japanische Smart Lander for Investigating Moon (SLIM) Raumsonde bei ihrer Landung zwei Rover abgesetzt, kurz bevor sie selbst auf der Mondoberfläche gelandet ist.

Das größere der beiden Fahrzeuge kann wie ein Frosch hüpfen. Das kleinere Fahrzeug ist ungefähr so groß wie ein Baseball und bewegt sich, indem es sich wie ein Transformer auseinanderzieht.

Im oberen Bild, das das kleinere Fahrzeug aufgenommen hat, sieht man die Raumsonde, die den Spitznamen Moon Sniper trägt. Wenn man genau hinsieht, sieht man, dass die Antriebsdüsen von Moon Sniper nach oben zeigen.

Das bedeutet, dass das Landefahrzeug nicht so wie vorgesehen auf dem Mond gelandet ist, sondern auf dem Kopf steht. Das bedeutet allerdings auch, dass die Solarpaneele von Moon Sniper nicht in die geplante Richtung zeigen und dass die Stromversorgung der Raumsonde eingeschränkt und adaptiert werden musste.

Das erklärte Hauptziel der Landefähre von SLIM, die Demonstration der technologischen Fähigkeiten, wurde übertroffen, aber die Raumsonde wurde nicht darauf ausgelegt, eine Mondnacht zu überleben – und die beginnt morgen.

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Jyväskylä am Himmel

Das Bild ist stark gekrümmt. Um eine runde Darstellung des Himmels sind Bäume und Stadtlichter angeordnet. Am Himmel

Bildcredit und Bildrechte: Harri Kiiskinen

Du wirst vielleicht diese Straßenkarte einer Nachbarschaft in Jyväskylä (Finnland) auf der Erde nicht sofort erkennen. Das liegt aber nur daran, dass die Karte auf den Nachthimmel projeziert wurde und am 16. Jänner mit einer so genannten „Allsky“ Kamera aufgenommen wurde.

Die aufgezeichnete Temperatur in dieser Winternacht lag bei rund minus 20 Grad Celsius. Es bildeten sich Eiskristalle in der Atmosphäre und die Straßenlampen, die ihr Licht an den Himmel über ihnen abgaben, erzeugten sichtbare Lichtsäulen. Diese entstehen durch spiegelnde Reflexionen auf den glatten Oberflächen der flatternden Eiskristalle.

Diese Lichtsäulen zeichnen die Karte der hell erleuchteten Straßen nach, allerdings sind rechts und links in der Ansicht der Kamera vertauscht. Diese Lichtsäulenstraßenkarte konnte über Jyväskylä stundenlang beobachtet werden.

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Erde und Mond aus der Ferne

Das Bild zeigt zwei Himmelskörper, die zu drei Vierteln von oben beleuchtet sind. Unten im Vordergrund ist der Erdmond, darüber ist die weiter entfernte Erde.

Bildcredit: NASA, Artemis I; Bearbeitung: Andy Saunders

Wie sehen Erde und Mond von jenseits der Mondbahn aus? Sie wurden oft zusammen fotografiert. Im Jahr 2022 bildete das Raumschiff Orion der NASA-Mission Artemis I das bekannte Duett aus dieser ungewöhnlichen Perspektive ab. Es schwang sich währenddessen um den massereichsten Satelliten der Erde und blickte auf seine Heimatwelt zurück.

Der Durchmesser der Erde ist viermal so groß wie der des Mondes. Die scheinbare Größe des Mondes entstand, weil das Raumschiff dem Mond näher war.

Artemis II ist für das Jahr 2025 geplant und soll Menschen zum Mond bringen. Es ist der nächste Start in der Artemis-Serie der NASA. Artemis III soll Ende 2026 Menschen zum Mond bringen, die auf der Mondoberfläche landen. Letzte Woche landete die Raumsonde SLIM der japanischen Raumfahrtagentur JAXA auf dem Mond und setzte zwei Mondrover ab. Leider erzeugten die Solarzellen der Raumsonde seit der Landung am 19.01.2024 keinen Strom mehr. Daher ist die Raumsonde nicht mehr in Betrieb.

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