SLIM landet auf dem Mond

Auf der Mondoberfläche ist ein gelbes Gerät sichtbar. Die Schubdüsen sind nach oben gerichtet, es steht also Kopf.

Bildcredit und Bildrechte: JAXA, Takara Tomy, Sony Co., Doshisha U.

Neue Fahrzeuge sind auf dem Mond. Vor fast zwei Wochen hat die japanische Smart Lander for Investigating Moon (SLIM) Raumsonde bei ihrer Landung zwei Rover abgesetzt, kurz bevor sie selbst auf der Mondoberfläche gelandet ist.

Das größere der beiden Fahrzeuge kann wie ein Frosch hüpfen. Das kleinere Fahrzeug ist ungefähr so groß wie ein Baseball und bewegt sich, indem es sich wie ein Transformer auseinanderzieht.

Im oberen Bild, das das kleinere Fahrzeug aufgenommen hat, sieht man die Raumsonde, die den Spitznamen Moon Sniper trägt. Wenn man genau hinsieht, sieht man, dass die Antriebsdüsen von Moon Sniper nach oben zeigen.

Das bedeutet, dass das Landefahrzeug nicht so wie vorgesehen auf dem Mond gelandet ist, sondern auf dem Kopf steht. Das bedeutet allerdings auch, dass die Solarpaneele von Moon Sniper nicht in die geplante Richtung zeigen und dass die Stromversorgung der Raumsonde eingeschränkt und adaptiert werden musste.

Das erklärte Hauptziel der Landefähre von SLIM, die Demonstration der technologischen Fähigkeiten, wurde übertroffen, aber die Raumsonde wurde nicht darauf ausgelegt, eine Mondnacht zu überleben – und die beginnt morgen.

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Jyväskylä am Himmel

Das Bild ist stark gekrümmt. Um eine runde Darstellung des Himmels sind Bäume und Stadtlichter angeordnet. Am Himmel

Bildcredit und Bildrechte: Harri Kiiskinen

Du wirst vielleicht diese Straßenkarte einer Nachbarschaft in Jyväskylä (Finnland) auf der Erde nicht sofort erkennen. Das liegt aber nur daran, dass die Karte auf den Nachthimmel projeziert wurde und am 16. Jänner mit einer so genannten „Allsky“ Kamera aufgenommen wurde.

Die aufgezeichnete Temperatur in dieser Winternacht lag bei rund minus 20 Grad Celsius. Es bildeten sich Eiskristalle in der Atmosphäre und die Straßenlampen, die ihr Licht an den Himmel über ihnen abgaben, erzeugten sichtbare Lichtsäulen. Diese entstehen durch spiegelnde Reflexionen auf den glatten Oberflächen der flatternden Eiskristalle.

Diese Lichtsäulen zeichnen die Karte der hell erleuchteten Straßen nach, allerdings sind rechts und links in der Ansicht der Kamera vertauscht. Diese Lichtsäulenstraßenkarte konnte über Jyväskylä stundenlang beobachtet werden.

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Erde und Mond aus der Ferne

Das Bild zeigt zwei Himmelskörper, die zu drei Vierteln von oben beleuchtet sind. Unten im Vordergrund ist der Erdmond, darüber ist die weiter entfernte Erde.

Bildcredit: NASA, Artemis I; Bearbeitung: Andy Saunders

Wie sehen Erde und Mond von jenseits der Mondbahn aus? Sie wurden oft zusammen fotografiert. Im Jahr 2022 bildete das Raumschiff Orion der NASA-Mission Artemis I das bekannte Duett aus dieser ungewöhnlichen Perspektive ab. Es schwang sich währenddessen um den massereichsten Satelliten der Erde und blickte auf seine Heimatwelt zurück.

Der Durchmesser der Erde ist viermal so groß wie der des Mondes. Die scheinbare Größe des Mondes entstand, weil das Raumschiff dem Mond näher war.

Artemis II ist für das Jahr 2025 geplant und soll Menschen zum Mond bringen. Es ist der nächste Start in der Artemis-Serie der NASA. Artemis III soll Ende 2026 Menschen zum Mond bringen, die auf der Mondoberfläche landen. Letzte Woche landete die Raumsonde SLIM der japanischen Raumfahrtagentur JAXA auf dem Mond und setzte zwei Mondrover ab. Leider erzeugten die Solarzellen der Raumsonde seit der Landung am 19.01.2024 keinen Strom mehr. Daher ist die Raumsonde nicht mehr in Betrieb.

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Webb zeigt den Sternhaufen IC 348

Ein stark gefaserter, lila leuchtender Nebel umgibt zahlreiche helle Sterne mit Zacken.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI und K. Luhman (Penn State U.) und C. Alves de Oliveira (ESA)

Manchmal sind genau die Sterne am interessantesten, die am schwierigsten zu beobachten sind. IC 348 ist ein junger Sternhaufen. Er beleuchtet den faserartigen Staub in seiner Umgebung. Das Bild stammt vom Weltraumteleskop Webb und wurde kürzlich veröffentlicht. Der strähnige Staub schimmert rosig. Im sichtbaren Licht reflektiert er hauptsächlich blaues Licht. Das verleiht dem umliegenden Material den typischen blauen Schimmer eines Reflexionsnebels.

Neben hellen Sternen entdeckte man in IC 348 auch mehrere kalte Objekte. Man sieht sie hier, weil sie in Infrarot hell sind. Sie sind vermutlich Braune Zwerge mit wenig Masse. Ein Indiz dafür ist der Nachweis einer unbekannten Substanz in ihrer Atmosphäre. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Kohlenwasserstoff. Diese Substanz fand man zuvor schon in der Atmosphäre des Planeten Saturn. Die Masse dieser Objekte ist wohl ein wenig größer als die von bekannten Planeten, also einige Jupiter-Massen.

Zusammen sind diese Indizien ein Hinweis, dass der junge Sternhaufen etwas Beachtliches enthält: junge Braune Zwerge, die etwa die Masse von Planeten haben, und die nicht um einen Stern kreisen, sondern sich frei bewegen.

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Die Phasen der Venus

Viele Abbildungen der Venus bilden einen nach links gerichteten Bogen vor schwarzem Hintergrund. Oben in der Mitte ist die Venus klein und rund, nach links bis unten in der Mitte wird sie auf den Abbildungen immer größer und sichelförmiger, unten in der Mitte ist nur ein schmaler Splitter zu sehen.

Bildcredit und Lizenz: Stéphane Gonzales

Die Venus zeigt Phasen. So wie unser Mond kann der Planet Venus als volle Scheibe, als dünne Sichel oder alles dazwischen erscheinen. Die Venus ist am Himmel nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang oft das hellste Objekt. Sie ist so klein, dass man ein Fernglas oder ein kleines Fernrohr braucht, um ihre aktuelle Phase eindeutig zu sehen.

Das Bild zeigt eine Bildfolge aus dem Jahr 2015. Sie wurden im Laufe von 6 Monaten in Surgères im französischen Charente-Maritime aufgenommen. Nicht nur verändert die Venus ihre Phasen, sondern auch ihre scheinbare Größe.

Wenn die Venus von der Erde aus gesehen gegenüber der Sonne steht, ist ihr scheinbarer Durchmesser am kleinsten, aber ihre Phase ist dann fast voll. Doch wenn sich Venus und Erde auf der gleichen Seite der Sonne befinden, erscheint die Venus zwar größer, aber als Sichel. Im Jänner 2024 geht Venus vor der Morgendämmerung in zunehmender halber Phase auf.

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Jupiter und der Geminid

Ein gleißend heller, grün-türkiser Meteor blitzt schräg durch das Bildfeld, im Hintergrund leuchten zarte Sterne, unter der Feuerkugel sind die Plejaden und die Hyaden erkennbar, rechts leuchtet der helle Planet Jupiter.
Bildcredit und Bildrechte: Gaurav Singh

Für einen kurzen Moment strahlte der Meteor am Nachthimmel heller als der Planet Jupiter. Das Bild gelang am 14. Dezember durch Zufall. Eine Kamera nahm Bilder in Zeitraffer auf, als sie am kalten, klaren Himmel von Kanada Sternschnuppen jagte. Der Meteorstrom der Geminiden erreichte seinen Höhepunkt.

Die Sternschnuppen der Geminiden sind das jährliche Geschenk des Asteroiden 3200 Phaethon im Dezember. Der Regen aus Meteoren stammt von Staub, den der mysteriöse Asteroid auf seiner Bahn um die Sonne verliert. Die Staubteilchen fallen mit 22 Kilometern pro Sekunde in die oberen Schichten der Erdatmosphäre.

Die Sternschnuppen der Geminiden strömen scheinbar aus einem Punkt im Sternbild Zwillinge. Er liegt links unten außerhalb des Bildes. Rechts leuchtet der helle Jupiter. Mitten im Bild funkelt der Sternhaufen der Plejaden. Darunter liegt der Sternhaufen der Hyaden. Er ist das nach links gedrehte V. Beide sind klassische Himmelsobjekte einer Dezembernacht.

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Betelgeuse verfinstert

Zwei Abbildungen des Sternbildes Orion, links leuchtet Betelgeuse hell, rechts ist er während der Bedeckung durch einen Asteroiden sehr schwach.

Bildcredit und Bildrechte: Sebastian Voltmer

Am 12. Dezember zog der Asteroid 319 Leona vor dem hellen Stern Betelgeuse vorbei. Dabei warf er einen Schatten auf den Planeten Erde. Um zu sehen, wie er den allseits beliebten Roten Riesen verdunkelte, musste man auf der zentralen schmalen Schattenlinie stehen. Sie begann in Zentralmexiko und zog nach Osten über den Süden von Florida, den Atlantischen Ozean, Südeuropa und Eurasien. 

Das Himmelsereignis war nur von der Erde aus sichtbar. Diese beiden Bilder, die es zeigen, wurden in Almodovar del Rio in Spanien aufgenommen. Das linke Bild entstand vor der Sternbedeckung durch den Asteroiden, das rechte Bild während der Bedeckung. 

Auf beiden Bildern leuchtet der Stern Betelgeuse links oben an der Schulter des bekannten Sternbilds Orion. Seine Helligkeit nahm während der äußerst seltenen Bedeckung merklich ab. Der Riesenstern wurde ein paar Sekunden lang von dem ungefähr 60 Kilometer großen Asteroiden bedeckt.

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Orion und der Ozean der Stürme

Unten ist ein Teil der Raumsonde Orion, im Hintergrund ist der Mond mit glatten Flächen, in denen einige Krater verteilt sind. Links unten sind mehr Krater, rechts oben ist der Strahlenkrater Kepler.

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Am 05. Dezember 2022 machte eine Kamera an Board der besatzungslosen Raumsonde Orion dieses Bild. Sie war schon auf dem Rückweg, als sie beim Mond vorbeikam.

Hinter einem von Orions Sonnensegel liegt die dunkle, glatte Oberfläche am westlichen Ausläufer des Ozeans der Stürme (Oceanus Procellarum). Das markante Meer der Stürme liegt auf der Seite des Mondes, die zu uns zeigt. Es ist eines der größeren Meere auf dem Mond, die von Lava geflutet wurden.

Am linken Rand verläuft der Terminator. Er ist die Grenze zwischen Licht und Schatten – oder Tag und Nacht. Der Krater Marius befindet sich oben in der Mitte. Er ist 41 Kilometer groß. Am rechten Rand sieht man gerade noch den Strahlenkrater Kepler. Die hellen Strahlen des Kraters ragen nach Westen und Nordwesten in den Ozean der Stürme.

Am 11. Dezember 2022 kehrte die Raumsonde Orion zu ihrer Heimatwelt zurück. Die historische Mission Artemis 1 endete erfolgreich mit einer Wasserlandung im Pazifischen Ozean.

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