Seepferdchen in der Großen Magellanschen Wolke

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Bildcredit: NASA, ESA und M. Livio (STScI)

Beschreibung: Es sieht einem grasenden Seepferdchen ähnlich, doch das dunkle Objekt rechts im Bild ist eigentlich eine etwa 20 Lichtjahre lange Säule aus rauchartigem Staub. Die seltsam geformte Staubstruktur befindet sich in der benachbarten Großen Magellanschen Wolke in einer Sternbildungsregion nahe dem ausgedehnten Tarantelnebel. Der dynamische Nebel erzeugt den Sternhaufen NGC 2074, dessen Zentrum sich knapp über dem oberen Bildrand in Richtung des Seepferdchennackens befindet. Das Bild in charakteristischen Farben entstand mithilfe der Wide Field Planetary Camera2 des Weltraumteleskops Hubble anlässlich Hubbles 100.000ster Reise um die Erde. Während im Haufen junge Sterne entstehen, erodieren ihr Licht und ihre Winde im Laufe der nächsten Millionen Jahre langsam die Staubsäulen.

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3D 67P

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Bildcredit: ESA/Rosetta/Philae/ROLIS

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blauen Brillen und schweben Sie neben einem Kometen! Die Kamera ROLIS der Landesonde Philae der Rosetta-Mission fotografierte beim Abstieg am 12. November zum Kern des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko zwei Bilder, die zu diesem Stereo-Anaglyphen kombiniert wurden. Wir blicken aus einer Distanz von 3 Kilometern fast genau auf das Ende des seltsamen zweilappigen Kometenkerns. Etwa eine Stunde später erreichte Philae die Oberfläche. Philaes Erstlandestelle befindet sich nahe der Mitte des vorderen Lappens. Ein Teil eines Landegestellbeins ragt im Vordergrund der 3-D-Ansicht in die rechte obere Ecke. Philae prallte nach dem ersten Kontakt mit der Oberfläche wegen der schwachen Gravitation des Kometen zweimal ab. Mithilfe hoch aufgelöster Kamerabilder des Rosetta-Orbiters und den Daten der Instrumente der Landesonde folgten die Mitarbeiter des Kontrollzentrums Philaes spontaner Reise über die Kometenoberfläche und fanden den wahrscheinlichen Ort seiner letztendlichen Landestelle.

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Porträt von NGC 281

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Wenn man diese als NGC 281 katalogisierte kosmische Wolke betrachtet, übersieht man leicht die Sterne des offenen Haufens IC 1590. Doch die jungen, massereichen Sterne dieses Haufens, die im Nebel entstanden sind, liefern die Energie für das alles durchdringende Leuchten des Nebels. Die auffälligen, in diesem Porträt von NGC 281 lauernden Formen sind die Silhouetten von Säulen und dichten Staubglobulen, die von den intensiven, energiereichen Winden und der Strahlung der heißen Haufensterne geformt wurden. Falls die dichten Strukturen lang genug überleben, könnten sie zu Schauplätze künftiger Sternbildung werden. NGC 281 wird wegen seiner Form spielerisch Pacman-Nebel genannt und steht ungefähr 10.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Kassiopeia. Dieses scharfe Kompositbild entstand mithilfe von Schmalbandfiltern und kombiniert die Emissionen der Wasserstoff-, Schwefel- und Sauerstoffatome des Nebels in grünen, roten und blauen Farbtönen. In seiner geschätzten Entfernung ist NGC 281 mehr als 80 Lichtjahre groß.

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Galileos Europa überarbeitet

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SETI Institute, Cynthia Phillips, Marty Valenti

Beschreibung: Die Raumsonde Galileo, die Ende der 1990er Jahre im Jupitersystem ihre Schleifen zog, machte beeindruckende Aufnahmen von Europa und enthüllte Hinweise, dass die eisige Oberfläche des Mondes wahrscheinlich einen tiefen, globalen Ozean birgt. Galileos Bilddaten von Europa wurden hier mithilfe verbesserter Kalibrierungen neuerlich überarbeitet. Auf diese Weise entstand ein Farbbild, das annähernd dem entspricht, was das menschliche Auge sehen könnte. Europas lange, gekrümmte Brüche sind ein Hinweis auf flüssiges Wasser unter der Oberfläche. Die Gezeitenwalkung, die der große Mond auf seiner elliptischen Bahn um Jupiter erfährt, liefert die Energie, um den Ozean flüssig zu halten. Noch interessanter ist die Möglichkeit, dass dieser Prozess in Abwesenheit von Sonnenlicht genug Energie für Leben liefern könnte, womit Europa einer der vielversprechendsten Orte für Leben jenseits der Erde ist. Welche Art Leben könnte in einem tiefen, dunklen Ozean unter der Oberfläche gedeihen? Vielleicht Lebewesen ähnlich den Extrem-Krebsen auf dem Planeten Erde.

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Wechselwirkung zwischen Io und Kallisto

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Bildcredit und Bildrechte: Marco Guidi

Beschreibung: Diese faszinierende Teleskopbildserie, eine 24-Minuten-Abfolge von oben nach unten, zeigt eine Bedeckung Ios durch Kallisto, beide sind galileische Jupitermonde, von San Pietro Polesine in Italien auf dem Planeten Erde. Für dieses anspruchsvolle Beobachtungsprojekt wurde ein kleines Teleskop verwendet, die beiden gegensätzlichen Jupiterwelten sind etwas größer als der Erdmond. Der helle, vulkanische Io und der dunkle, mit Kratern übersäte Kallisto haben Durchmesser von etwa 3640 und 4820 Kilometern. Da sich die Erde gerade bei der Bahnebene der Jupitermonde befindet, freuen sich Astronomen über eine Saison verschiedener Interaktionen galileischer Monde – Finsternisse und Bedeckungen. Durch das Kreuzen der Umlaufbahnen gibt es etwa alle 5-6 Jahre eine Serie solcher Wechselwirkungen.

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Das Wesen von der Roten Lagune

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Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Beschreibung: Welches Wesen lauert beim roten Lagunennebel? Mars. Dieses prächtige detailreiche Farbfoto zeigt den Roten Planeten, als er unter zwei namhaften Nebeln vorbeizog, die vom kosmischen Registrator Charles Messier im 18. Jahrhundert als M8 und M20 katalogisiert wurden. M20, der Trifidnebel (rechts über der Mitte), zeigt einen starken Kontrast aus roten und blauen Farben und dunklen Staubbahnen. Links darunter befindet sich das ausgedehnte, faszinierend rote Leuchten des Lagunennebels.

Beide Nebel sind nur wenige Tausend Lichtjahre entfernt. Die vergleichsweise markante „lokale“ Himmelsbake Mars steht vorübergehend unter den beiden. Der Rote Planet wurde letzten Monat nahe seiner größten Annäherung an die Erde fotografiert und war nur wenige Lichtminuten entfernt.

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Tornado und Regenbogen über Kansas

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Bildcredit und Bildrechte: Eric Nguyen (Oklahoma U.), www.mesoscale.ws

Beschreibung: Man könnte diese Szenerie als heiter bezeichnen, wäre da nicht der Tornado. 2004 fotografierte der Sturmjäger Eric Nguyen in Kansas diesen sich anbahnenden Tornado in einem anderen Licht – dem Licht eines Regenbogens. Hier ist eine weiße Tornadowolke zu sehen, die aus einer dunklen Sturmwolke absteigt. Die Sonne schimmert links durch eine klare Stelle am Himmel und beleuchtet einige Gebäude im Vordergrund. Sonnenlicht wird von den Regentropfen reflektiert und bildet einen Regenbogen. Zufällig scheint der Tornado direkt beim Regenbogen zu enden. Die Schlieren im Bild sind Hagel, der von hochwirbelnden Winden vorbeigefegt wird. Mehr als 1000 Tornados – die gewaltigste Art von Stürmen, die wir kennen – entstehen jedes Jahr auf der Erde, viele davon in der Tornado Alley. Wenn Sie beim Fahren einen Tornado sehen, versuchen Sie nicht ihm zu entkommen – parken Sie das Auto sicher, gehen Sie zu einem Sturmkeller oder kriechen Sie unter Kellerstufen.

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Sonneneruption einer schärferen Sonne

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Bildcredit: Solar Dynamics Observatory/AIA, NASA
Bearbeitung: NAFE von Miloslav Druckmuller (Technische Universität Brünn)

Beschreibung: Die aktive Sonnenregion AR2192 war die größte beobachtete Sonnenfleckengruppe der letzten 24 Jahre. Bevor sie Ende Oktober von der zur Erde gerichteten Seite der Sonne wegrotierte, erzeugte sie kolossale sechs energiereiche Sonneneruptionen der Klasse X. Diese Ansicht ihres intensivsten Ausbruchs wurde am 24. Oktober vom Solar Dynamics Observatory im Orbit fotografiert. Die Szenerie ist eine Farbkombination von Bildern, die in drei verschiedenen Wellenlängen des extremen Ultraviolettlichtes gemacht wurden; 193 Ångström sind blau dargestellt, 171 Ångström weiß und 304 Ångström rot. Die Emission stark ionisierter Eisen- und Heliumatome folgt Magnetfeldlinien, die sich durch das heiße Plasma der äußeren Chromosphäre und Korona der Sonne schlingen. Darunter erscheint die kühlere Sonnenphotosphäre in extrem ultravioletten Wellenlängen dunkel. Dieses besonders scharfe Kompositbild wurde mit einem neuen mathematischen Algorithmus bearbeitet (NAFE), der auf das Rauschen und die Helligkeit extrem ultravioletter Bilddaten angewendet wird, um kleine Details zuverlässig zu verstärken.

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M1: Der Krebsnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Der Krebsnebel ist als M1 katalogisiert und somit das erste Objekt auf Charles Messiers berühmter Liste aus dem 18. Jahrhundert von Dingen, die kein Komet sind. Wir wissen inzwischen, dass die Krabbe aus den Trümmern eines Supernovaüberrestes besteht, entstanden nach Todesexplosion eines massereichen Sterns, die von Astronomen im Jahr 1054 beobachtet wurde. Diese scharfe, erdgebundene Teleskopansicht entstand aus Schmalbanddaten, welche die Emissionen ionisierter Sauerstoff- und Wasserstoffatome in Blau und Rot aufzuzeichnen, um die verschlungenen Fasern in der immer noch expandierenden Wolke zu erforschen. Der Krebs-Pulsar, ein Neutronenstern, der 30 Mal pro Sekunde rotiert, ist eines der exotischsten Objekte, die zeitgenössische Astronomen kennen, und ist als heller Fleck nahe der Mitte des Nebels zu sehen. Wie ein kosmischer Dynamo liefert der kollabierte Überrest des Sternkerns die Energie für die Emissionen der Krabbe im gesamten elektromagnetischen Spektrum. Der Krebsnebel ist zirka 12 Lichtjahre groß und steht ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Stier.

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LDN 988: Dunkler Nebel im Schwan

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Bildcredit und Bildrechte: Bob Franke

Beschreibung: Der dunkle Nebel LDN 988 bedeckt reichhaltige Sternfelder im nördlichen Schwan und liegt in der Mitte dieser kosmischen Himmelslandschaft. Die Szenerie wurde mit Teleskop und Kamera erstellt und ist etwa 2 Grad breit. Das entspricht in der geschätzten Entfernung von LDN 988 von zirka 2000 Lichtjahren ungefähr 70 Lichtjahren. Sterne entstehen in LDN 988, dem Teil eines größeren Komplexes aus staubhaltigen Molekülwolken in der Ebene unserer Milchstraße, der manchmal als Nördlicher Kohlensack bezeichnet wird. Tatsächlich kommen Nebel in Verbindung mit jungen Sternen in dieser Region häufig vor, einer davon ist der veränderliche Stern V1331 Cygni, der im Einschub zu sehen ist. V1331 liegt an der Spitze einer langen, staubhaltigen Faser und ist teilweise von einem gekrümmten Reflexionsnebel umgeben. Er ist vermutlich ein T-Tauri-Stern, das sind sonnenähnliche Sterne in einem frühen Stadium ihrer Entstehung.

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