Küsten-Mondtrugbild

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Jean-Marc Audrin

Beschreibung: Diese seltsame Ansicht des Vollmondes wurde am 7. Juni bei seinem Aufgang mit einem Teleobjektiv auf einem Balkon an der Küste nahe Nizza in Frankreich aufgenommen. Die dunklen Markierungen und die seltsame Form des orangefarbenen Mondes erinnerten den Fotografen an das Gesicht eines Außerirdischen, der auf das vorbeifahrende Schiff blickt. Natürlich entsteht die verzerrte Erscheinung des Mondes durch die ungewöhnliche Brechung (Refraktion) der Lichtstrahlen, wodurch Mehrfach- oder Trugbilder, ähnlich wie Sonnenuntergangs- und Sonnenaufgangs-Luftspiegelungen, entstehen. Die Effekte werden am häufigsten angekündigt, wenn durch Temperaturschichten in der Atmosphäre abrupte Unterschide der Luftdichte und des Brechungsindexes auftreten. Die Lichtbrechung, die entlang der weiten Sichtlinien zu auf- oder untergehender Sonne oder zum Mond auftritt, ändert den Weg der Lichtstrahlen erheblich, wodurch gekrümmte, verzerrte Bilder entstehen. Solche Trugbilder werden auch mit dem Grünen Blitz assoziiert.

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Mondaufgang über der Türkei

Der Mond geht über einer Bucht auf, am hinteren Ufer liegt Izmit in der Türkei.

Credit und Bildrechte: Tahir Sisman

Ist der Mond größer, wenn er nahe am Horizont steht? Nein. Oben seht ihr, dass der Mond immer fast gleich groß erscheint, egal wo er am Himmel steht. Es ist seltsam, dass die Ursachen für die bekannte Mondtäuschung immer noch diskutiert werden.

Zwei der häufigsten Erklärungen von früher hängen mit der Illusion zusammen, dass Objekte im Vordergrund den Mond am Horizont breiter erscheinen lassen. Die gängigste Erklärung lautete, dass der Verstand weiter entfernte Objekte als größer interpretiert. Dazu gibt es eine aktuellere Deutung, dass die Illusion der Distanz sogar dazu führt, dass das Auge anders fokussiert. Wie dem auch sei – der Winkeldurchmesser des Mondes beträgt immer etwa 0,5 Grad.

Diese Bildfolge des Mondes entstand 2007. Eine Aufnahme wurde länger belichtet und zeigt vorne die Bucht von Izmit in der Türkei. Zum 14. Jahrestag von APOD danken die Herausgeber allen Mitarbeitenden und Übersetzenden. Ihr ehrenamtlicher Einsatz bringt die Wunder der Astronomie Millionen von Menschen auf der ganzen Welt näher. Besonderer Dank geht an die Betreiber der türkischen Site für den Gruß. Er erscheint, wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Über der Erde Hubble reparieren

Hinter einer Ladebucht derRaumfähre Atlantis ist das Weltraumteleskop Hubble befestigt, dahinter ist eine beleuchtete Sichel der Erde zu sehen.

Credit: STS-125-Besatzung, NASA

Beschreibung: Was tut dieser Astronaut? Er repariert das Weltraumteleskop Hubble. Zu sehen ist der Astronaut Michael Good während der vierten Wartungsmission zu Hubbles Aufrüstung und Reparaur, wie er, am Roboterarm der Raumfähre befestigt, in einer offenen Abdeckung Hubbles arbeitet. Weit unten ist die Grenze zwischen Tag und Nacht auf dem Planeten Erde zu sehen. Seit Hubble letzten Mittwoch von der Raumfähre Atlantis eingefangen wurde, wurden fünf lange Außenbordmanöver durchgeführt, um das alternde Teleskop zu reparieren und aufzurüsten. Im Zuge der anspruchsvollsten Missionen in der Umlaufbahn, die je durchgeführt wurde, haben die hart arbeitenden Astronauten die Weitwinkelkamera aufgerüstet, die Verbesserte Kamera für Durchmusterungen gewartet, den Abbildungsspektrograph des Weltraumteleskops repariert und COSTAR durch den Spektrograf für kosmische Ursprünge ersetzt. Daneben gab es zahlreiche weitere allgemeine Reparaturen wie das Ersetzen der Batterien, der Gyroskop-Sensoren und Isolierabdeckung. Hubble wird nun einer Testphase unterzogen, während sich Atlantis für die Rückkehr zur Erde gegen Ende dieser Woche vorbereitet.

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Mimas: kleiner Mond mit großem Krater

Der schwarzweiß abgebildete runde Mond ist vollständig mit Kratern überzogen. Ein besonders großer Krater rechts oben gibt ihm eine Ähnlichkeit mit dem Todesstern aus Star Wars.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was immer Mimas getroffen hat, es hätte ihn beinahe zerstört. Zurück blieb einer der größten Einschlagkrater auf einem der kleinsten Saturnmonde. Der Krater mit dem Namen Herschel, benannt nach Sir Wilhelm Herschel, der Mimas 1789 entdeckte, hat einen Durchmesser von etwa 130 Kilometern und ist oben abgebildet.

Mimas‚ geringe Masse bewirkt eine Oberflächengravitation, die gerade stark genug ist, um einen kugelförmigen Körper zu erzeugen, aber schwach genug, um solche relativ großen Oberflächenerscheinungen entstehen zu lassen. Mimas besteht großteils aus Wassereis mit ein bisschen Gestein – somit kann er treffend als großer schmutziger Schneeball beschrieben werden.

Dieses Bild entstand im August 2005 bei einem Vorbeiflug der Robotersonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist.

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Heimat von oben

Ein Astronaut mit Kopfhörern blickt aus einem runden Fenster, durch das man den Rand der Erde sieht.

Credit: Expedition 18, NASA

Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause. Der Astronaut Greg Chamitoff blickt aus dem Fenster der Internationalen Raumstation ISS auf den Planeten, auf dem wir alle geboren wurden. Die ISS kreist etwa 350 Kilometer über der Erde. Das ist hoch genug, um den Horizont der Erde gekrümmt zu sehen. Durch das Fenster sah der Astronaut Chamitoff einige komplexe Wolken auf der Erde in Weiß. Die Atmosphäre und die Ozeane, die Leben ermöglichen, schimmern blau.

Die Raumstation kreist etwa alle 90 Minuten um die Erde. Menschen, die unten leben, können leicht zur ISS hinauf schauen. Man sieht die ISS ist immer wieder als hellen Lichtpunkt, der kurz nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Mit Teleskopen erkennt man sogar den allgemeinen Aufbau der Raumstation. Das Bild entstand Anfang letzten Monats im Labor Kibō der ISS.

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Von Mondaufgang bis Sonnenuntergang

Das Bild ist ein sehr breites Panorama mit Blick über Lissabon, rechts geht die Sonne unter, links geht der Mond auf.

Credit und Bildrechte: Miguel Claro

Beschreibung: Auf diesem Panorama von Erde und Himmel, das am Donnerstag, dem 13. November aufgenommen wurde, erhebt sich der Vollmond weit links am östlichen Horizont. Natürlich geht dieser zu Sonnenuntergang auf, und an jenem Donnerstag wurde die untergehende Sonne weit rechts ebenfalls erfasst. Dazwischen wurden 17 Digitalbilder zusammengefügt, die den Süden entalang dem Horizont folgen und ein hübsches Zwielichtporträt des Zentrums von Lissabon in Portugal zeigen. Die stimmungsvolle Ansicht umfasst auch einen Teil der längsten Brücke Europas, die Vasco-da-Gama-Brücke unter dem aufgehenden Mond, und endet bei der Mündung des Flusses Tajo, wenn man nach Westen in Richtung des Sonnenuntergangs und des Atlantischen Ozeans blickt. Der Aussichtspunkt des Fotografen war das 28 Meter hohe Cristo-Rei-Monument am Südufer des Tajo am Fuß der anderen berühmten Brücke der Hafenstadt, der Ponte 25 de Abril.

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Cassini zeigt die Tigerstreifen auf Enceladus

Die Oberfläche des Saturnmondes Enceladus ist von tigerähnlichen Streifen überzogen.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Was erzeugt die ungewöhnlichen Tigerstreifen auf dem Saturnmond Enceladus? Niemand weiß es. Um das herauszufinden, schickten Forschende die Roboter-Raumsonde Cassini letzte Woche knapp an dem Mond, der Schwaden speit, vorbei.

Zuvor fand man heraus, dass die getigerten Regionen Wassereiswolken ausstoßen, was vermuten lässt, dass es unter Enceladus‚ gefrorenem Äußeren flüssige Ozeane gibt. Solche Meere sind interessant, weil sie Kandidaten für mögliches außerirdisches Leben sind. Zu den wichtigen Prozessen in den getigerten Strukturen gehört eine mögliche Aufheizung von unten und Mondbeben. Dieses Bild zeigt Regionen auf Enceladus, die so jung sind, dass sie nur wenige Krater aufweisen.

Dieses neu veröffentlichte Rohbild zeigt zumindest eine Art falscher Artefakte, da scheinbare Kraterketten auf anderen, gleichzeitig veröffentlichten Bildern derselben Region nicht so klar erkennbar sind. Der riesige Tigerstreifen in der Bildmitte ist nicht nur wegen seiner Länge und Breite eindrucksvoll, sondern auch, weil er durch den riesigen Schatten im Inneren ziemlich tief erscheint.

Am 31. Oktober fliegt Cassini zum nächsten Mal an Enceladus vorbei.

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Cassini fliegt durch Eisschwaden von Enceladus

Die faltige Oberfläche von Enceladus ist oben von Kratern akzentuiert.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Welche aufschlussreichen Fremdstoffe verunreinigen die Eisschwaden von Enceladus? Um das herauszufinden, flog die Roboter-Raumsonde Cassini letzte Woche weniger als 30 Kilometer an dem Saturnmond vorbei, der Eiswolken verströmt. Bei dieser engsten Annäherung, die je stattfand, versuchte Cassini zu „schnüffeln“ und chemische Messdaten der Partikel zu gewinnen, die von der gleichmäßigen Oberfläche ausgestoßen werden.

Bei früheren Besuchen flog Cassini geradewegs durch die Eisgeysire hindurch und sammelte Proben. Die Suche in den Daten nach Hinweisen auf Verunreinigungen in Wassereisschwaden und Oberflächenauswürfen wird fortgeführt. Die Hauptabsicht dieses Vorbeiflugs war die Analyse von Teilchen, doch es entstanden auch einige interessante Bilder.

Dieses Bild zeigt zum Beispiel einen senkrecht nach oben verlaufenden, ungewöhnlich grauen Schimmer – vielleicht Wasserdampf, der von den Oberflächenschluchten aufsteigt. Weitere interessante Details sind riesige Ebenen kraterloser eisiger Fugen, links die Schattenlinie zwischen Tag und Nacht – der Terminator -, sowie ein Gebiet im oberen Bereich mit vergleichsweise vielen Kratern. Cassini soll Ende dieses Monats nochmals an Enceladus vorbeifliegen und Bilder sammeln.

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