Kein blauer Mond

Hinter dem italienischen Fluss Po ragt ein Berg auf, oben steht die Kirche von Turin, darüber leuchtet der Mond, der sich weiß und blau im Wasser spiegelt.

Credit und Bildrechte: Stefano De Rosa

Beschreibung: Dieser helle Vollmond wurde am 2. Dezember fotografiert, als er über einer Kirche im italienischen Turin mit Blick über den Po schien. Es war der erste Vollmond im Dezember. Der Vollmond von letzter Nacht, der die Silvesterfeierlichkeiten beleuchtete, war der zweite Vollmond im Dezember, daher passt für ihn die moderne Definition des Blue Moon – der zweite Vollmond in einem Monat.

Da der Mondzyklus von Vollmond zu Vollmond 29,5 Tage dauert, ist etwa alle 2,5 Jahre in einem beliebigen Monat ein Blue Moon zu beobachten. Rechts über dem Glanz des ersten Vollmondes im Dezember steht der Sternhaufen der Plejaden.

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Eismond Tethys von Cassini im Saturnorbit

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Welche Prozesse formten die ungewöhnliche Oberfläche des Saturnmondes Tethys? Um das herauszufinden, schickte die NASA im Jahr 2005 die Roboter-Raumsonde Cassini zu dem rätselhaften Eismond. Oben seht ihr eine der bisher höchstaufgelösten Ansichten von Tethys.

Die allgemein weiße Farbe von Tethys entsteht vermutlich durch frische Eispartikel, die ständig von Saturns unscharfem E-Ring auf den Mond fallen. Diese Teilchen werden vom Saturnmond Enceladus ausgestoßen. Manche der ungewöhnlichen Kratermuster auf Tethys sind dennoch weiterhin nicht besonders gut erklärbar.

Eine genaue Untersuchung dieses Bildes von Tethys‘ Südpol zeigt eine große Schlucht, die diagonal durch die Mitte verläuft: Ithaca Chasma. Eine der wahrscheinlichsten Theorien für die Entstehung dieser großen Schlucht besagt, dass dieser gewaltige Riss, der die ganze Oberfläche umspannt, wahrscheinlich beim Zufrieren der inneren Ozeane von Tethys entstand.

Falls diese Erklärung zutrifft, enthält Tethys vielleicht innere Ozeane, vielleicht ähnlich wie jene Ozeane, die unter der Oberfläche von Enceladus vermutet werden. Ist dort vielleicht urzeitliches Leben eingefroren?

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Die internationale Raumstation über dem Horizont

Im Bild schwebt die Internationale Raumstation. Links und rechts ragen je 4 Solarpaneele nach oben und nach unten. Im Hintergrund ragt nach oben die Erde auf.

Credit: Besatzung STS-129, Besatzung Expedition 21, NASA

Hier waren sie zu Hause. Vor etwas mehr als einer Woche legte die Besatzung der Raumfähre Atlantis (STS-129) von der Internationalen Raumstation (ISS) ab und kehrte zur Erde zurück. Als sich die Besatzung des Shuttles von der Raumstation entfernte, fotografierten sie dieses Bild. Die ISS hat hier viele Module, Ausleger und lange, flügelartige Paneele.

Für die Besatzung der Raumfähre war die Raumstation fast 12 Tage lang ein Zuhause. Mit dem Shuttle kamen nützliche Bauteile zur Raumstation. Jetzt ist die ISS weiterhin Heimat für die fünf Astronauten der Expedition 21. Die Besatzung der ISS besteht nun aus Astronauten der NASA, der ESA, von Roskosmos und der kanadischen Weltraumagentur.

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Die abreisende Raumsonde Rosetta zeigt die Erdsichel

Die Erde ist bildfüllend dargestellt, doch man sieht nur die beleuchtete schmale blau-weiße Sichel links und unten.

Credit und Bildrechte: ESA (MPS für OSIRIS-Team), MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA

Auf Wiedersehen, Erde. Diesen Monat raste die interplanetare ESA–Raumsonde Rosetta auf ihrer weiten Reise durch das Sonnensystem an der Erde vorbei. Dieses Bild zeigt die Erde mit einer hellen Sichelphase. Sie zeigte dem vorbeifliegenden Raumschiff den Südpol. Rosetta startete 2004 von der Erde. Sie nützte ihre Gravitation, um mit ihrer Hilfe an Mars vorbeizubeschleunigen. 2014 soll sie beim Kometen Tschurjumow-Gerassimenko ankommen.

Letztes Jahr passierte die Roboter-Raumsonde den Asteroiden 2867 Šteins. Nächstes Jahr soll sie den rätselhaften Asteroiden 21 Lutetia erreichen. Wenn alles gutgeht, setzt Rosetta eine Sonde frei, die 2014 auf dem Kometen landen wird. Der Durchmesser des Kometen beträgt 15 Kilometer.

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Wasser im Mondschatten entdeckt

Das Schwarzweiß-Bild zeigt einen sehr kleinen Ausschnitt der Mondoberfläche mit Kratern und Felsen.

Credit: LCROSS, NASA

Warum gibt es Wasser auf dem Mond? Letzten Monat brachte die Mission LCROSS einen riesigen Stoßkörper zum Absturz. Das Ziel war ein Krater, der ständig im Schatten liegt. Er liegt nahe beim Südpol des Mondes. Beim Absturz stieg eine Staubfahne auf, die für den Satelliten sichtbar war. Von der Erde aus sah man sie allerdings kaum.

Das Bild oben zeigt die Wolke im sichtbaren Licht. Letzte Woche kamen die Ergebnisse einer vorläufigen chemischen Analyse. Sie lieferten einen klaren Hinweis darauf, dass die Staubfahne Wasser enthielt. Solches Wasser ist nicht nur für ein Verständnis der Geschichte des Mondes wichtig. Es ist auch ein mögliches Reservoir für künftige Astronaut*innen, die für längere Zeit auf dem Mond bleiben wollen. Nun erkundet man die Quelle des lunaren Wassers. Mögliche Ursprünge sind viele kleine Meteorite, Kometen oder der ursprüngliche Mondboden.

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Frei durchs All fliegen

Über dem Rand der Erde schwebt der weit entfernte Astronaut Bruce McCandless II ohne Leine frei im All.

Credit: STS-41B, NASA

Bruce McCandless II war weiter draußen als je ein Mensch zuvor. Er war etwa 100 Meter vom Laderaum der Raumfähre Challenger entfernt. Der Astronaut McCandless (oben) schwebte in einer Manned Maneuvering Unit (Besatzte manövrierfähige Einheit, MMU) frei im All. 1984 führten McCandless und sein Kollege bei der NASA, der Astronaut Robert Stewart, erstmals bei der Spaceshuttle-Mission 41-B so einen ungebundenen Außenbordeinsatz durch.

Die Schubdüsen der MMU arbeitet mit Stickstoff. Mit der MMU wurden Satelliten ausgesetzt oder geborgen. Eine MMU hat eine Masse von mehr als 140 Kilogramm. Damit ist sie auf der Erde sehr schwer. Doch wie auch alles andere ist sie schwerelos, wenn sie im All treibt. Die MMU wurde durch die SAFER backpack propulsion unit (SAFER-Rucksack-Antriebseinheit) ersetzt.

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Jupiter über dem Mittelmeer

Über einem dunklen Grund mit verschwommenem Horizont leuchtet ein violetter Himmel mit dem hell leuchtenden Jupiter und der senkrecht aufsteigenden Milchstraße.

Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Diese Reise bot einen unvergesslichen Anblick. Oben seht ihr eine malerische Sternenlandschaft über einem stimmungsvollen Meerespanorama. Sie war letzten August in der Türkei zu sehen. Das Panorama wurde digital kombiniert. Im Vordergrund strahlt der Leuchtturm von Gelidonya vor dem ruhigen Mittelmeer.

Links leuchtet Jupiter. Er ist der hellste Punkt im Bild. Weil auf der gleichen Seite der Sonne steht wie die Erde, hatte er fast die größte Helligkeit des Jahres erreicht. Jupiter leuchtete mit –3 Magnituden. Er war heller als jeder Stern am Himmel, sogar heller als der Mars bei seiner berühmten hellen Opposition im August 2003.

Rechts verblasst das Band der Milchstraße am Horizont im fernen Dunst der Atmosphäre. Jupiter steht kurz vor dem sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Bahn. Bei seiner nächsten Opposition im September 2010 leuchtet er deshalb sogar noch heller.

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Mondbogen und Regenbogen über Patagonien

Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de Chile)

Habt ihr schon einmal einen Mondregenbogen gesehen? Regenbögen entstehen aus Sonnenlicht und Mondregenbögen aus Mondlicht. Die Sonne ist viel heller als der Mond. Daher leuchten Regenbögen der Sonne viel stärker und sind häufiger zu beobachten als Mondregenbögen.

Der Film zeigt nicht nur einen, sondern mehrere Regenbögen, außerdem wandernde Wolken und den Sternenhimmel. Alles war im Februar 2009 im chilenischen Patagonien zu sehen. Die leichte Bewegung der Regenbögen entsteht durch die veränderliche Position von Sonne und Mond am Himmel.

Da das Mondlicht reflektiertes Sonnenlicht ist, sind die Farben fast dieselben. Regenbogen und Mondregenbogen entstanden durch Licht, das in kleinen Wassertröpfchen gestreut wurde, wenn in der Nähe Regen fiel. Regentropfen verhalten sich wie Miniaturprismen. Zusammen erzeugen sie ein malerisches Farbspektrum.

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