Virtueller Flug über den Asteroiden Vesta

Bildecredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA; Animation: Deutsches Zetrum für Luft- und Raumfahrt (DRL)

Wie ist es, über den Asteroiden Vesta zu fliegen? Die NASA-Mission Dawn besucht derzeit den Vesta. Trickfilmspezialisten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR erstellten aus aktuellen Bildern und Höhendaten von Dawn ein fiktives Video.

Das Video beginnt über Divalia Fossa, zwei ungewöhnlichen Mulden. Diese Mulden verlaufen parallel über ein Gelände, das von zahllosen Kratern übersät ist. Danach erforscht das virtuelle Raumschiff Vestas 60 Kilometer großen Krater Marcia mit plastischen Details. Auf den Dawn-Bildern wurden die Höhen digital verstärkt, um Vestas 5 km hohen Berg Aricia Tholus besser zu zeigen.

Derzeit entfernt sich Dawn von Vesta, nachdem die Sonde nahe genug gekommen war, um äußerst detailreiche Oberflächenbilder und Gravitationsmessungen des zweitgrößten Asteroiden im Sonnensystem zu bekommen. Im August zündet Dawn ihre Triebwerke für die planmäßige Reise von Vesta zu Ceres, dem größten Asteroiden im Sonnensystem.

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Rosetta nähert sich dem Asteroiden Lutitea

Bildcredit: ESA / MPS / UPD / LAM / IAA / RSSD / INTA / UPM / DASP / IDA; Videokompilierung: Daniel Machacek / YouTube: planetaryprobes

Wie sieht es aus, wenn man sich mit einem Raumschiff einem Asteroiden nähert? 2010 zischte die Roboter-Raumsonde Rosetta der ESA am Asteroiden 21 Lutetia vorbei. Dabei sammelte sie Daten und Bilder. Damit soll die Geschichte des Asteroiden sowie der Ursprung seiner ungewöhnlichen Farben besser erforscht werden.

Kürzlich entstand aus vielen Bildern einer Kamera, die auf den Asteroiden gerichtet war, dieses Video. Die Zusammensetzung von Lutetia ist zwar nicht bekannt, doch der Asteroid enthält nicht genug Masse, um unter dem Einfluss der Gravitation eine Kugel zu formen. Lutetia hat einen Durchmesser von 100 Kilometern. Damit ist er der größte Asteroid oder Kometenkern, der bisher von einer Raumsonde besucht wurde, die von Menschen gebaut wurde.

Lutetia kreist im Asteroidengürtel. Er ist ein Überrest aus dem frühen Sonnensystem, der von zahlreichen Kratern übersät ist. Noch lange nach der Begegnung mit Lutetia steuert die Raumsonde Rosetta weiterhin auf den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko zu, wo sie planmäßig 2014 landen soll.

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Ein Landrutsch auf dem Asteroiden Vesta

Auf der Oberfläche des Asteroiden Vesta befindet sich eine riesige Hangrutschung oder Klippe, die mitten im Bild zu sehen ist.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA

Auf dem Asteroiden Vesta gibt es einige der eindrucksvollsten Klippen im Sonnensystem. Oben bei der Bildmitte ist eine steile Felswand, sie ist zirka 20 Kilometer hoch. Das Bild stammt von der robotischen Raumsonde Dawn. Dawn begann dieses Jahr, den 500 Kilometer großen Gesteinsbrocken im Weltraum zu umkreisen.

Die Topografie des Steilhangs und seiner Umgebung lässt vermuten, dass an diesem Abhang gewaltige Landrutschungen stattfanden. Der Ursprung des Abhangs ist unbekannt, doch Teile der Klippe selbst sind wohl ziemlich alt, da nach ihrer Entstehung mehrere Krater darin geschlagen wurden. Dawn vollendete die Überblickskartierung in großer Höhe. Nun nähert sich die Raumsonde dem Asteroiden auf einer Spiralbahn. Dabei untersucht sie das Gravitationsfeld des Asteroiden.

2012 verlässt Dawn Vesta und beginnt eine lange Reise zum einzigen noch größeren Objekt im Asteroidengürtel, von dem wir wissen: Ceres.

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Stereo-Bild von Vesta

Der Asteroid Vesta ist als Anaglyphe dargestellt und wirkt daher dreidimensional, wenn man ihn mit rot-blauen Brillen ansieht. Der Himmelskörper ist von vielen Kratern und einigen Rillen übersät.

Credit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA

Mit rot-blauen Brillen könnt ihr über 4 Vesta schweben. Diese Welt hat einen Durchmesser von 500 Kilometern. Sie liegt im Hauptasteroidengürtel zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Die Anaglyphe entstand aus zwei Einzelbildern. Sie wurden am 24. Juli mit der Framing Camera der eben angekommenen Raumsonde Dawn aufgenommen. Die Kamera hat eine Auflösung von etwa 500 Metern pro Bildpunkt.

Die 3-D-Ansicht zeigt das neu abgebildete Gelände auf Vesta. Wir sehen lange Rillen, die äquatorial verlaufen, und Senken. Rechts oben ist eine markante Kette aus drei Kratern. Sie werden inoffiziell Schneemann genannt. Viele Krater wirken dreidimensional. An den steilen Wänden sehen wir Streifen aus hellem und dunklem Material.

Die Raumsonde Dawn hat ein Ionentriebwerk. Sie wurde nicht auf Vesta ausgesetzt. Stattdessen erforscht Dawn den Asteroiden ein Jahr lang im Orbit. Dann soll die Raumsonde abfliegen und eine Reise zu Ceres antreten.

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Juno bricht zum Jupiter auf

Videocredit: NASA

Beschreibung: Nächster Halt: Jupiter. Letzte Woche war eines der wenigen Male in der Geschichte, bei dem Menschen eine Sonde starteten, welche die Erde ganz verlässt und sich so weit entfernt, dass sie nie zurückkehrt. Zumindest beinahe – Juno kehrt auf ihrer geplanten Flugbahn in etwa zwei Jahren zurück, saust an der Erde vorbei und nützt ihre Gravitation, um eine noch höhere Geschwindigkeit zu erreichen – schnell genug, um zu Jupiter zu gelangen.

Das Video zeigt Junos Start an Bord einer Atlas-V-Rakete. Wenn die Roboter-Raumsonde Juno 2016 Jupiter erreicht, kreist sie mehr als ein Jahr um den größten Planeten des Sonnensystems, untersucht den Planeten mit ihrem einzigartigen Instrumentarium und schickt Hinweise auf Jupiters Aufbau und Ursprung. Dann wird Juno in die dichte Atmosphäre des jovianischen Riesen gelenkt und soll möglichst viele Daten aufnehmen, bis sie schmilzt.

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Vollbild des Asteroiden Vesta

Der bildfüllend abgebildete Himmelskörper ist unregelmäßig geformt, er hat viele kleine und größere Krater, oben sind deutlich mehr Krater als unten. Auch viele Rillen sind über den Himmelskörper verteilt.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA

Beschreibung: Warum ist die nördliche Hälfte des Asteroiden Vesta mit mehr Kratern übersät als die südliche? Das ist nicht bekannt. Dieses unerwartete Rätsel kam in den letzten Wochen ans Licht, als die Roboter-Mission Dawn als erste Raumsonde in eine Umlaufbahn um das zweitgrößte Objekt des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter einschwenkte.

Die nördliche Hälfte von Vesta ist im Bild links oben zu sehen. Sie ist anscheinend eine der am stärksten von Kratern übersäten Flächen im ganzen Sonnensystem. Die südliche Hälfte ist dagegen unerwartet glatt.

Auch die Entstehung der Rillen, die den Asteroiden um den Äquator einkreisen, ist unbekannt. Sie besonders gut auf diesem Film zu sehen, in dem Vesta sich dreht. Die dunklen Streifen, die einige von Vestas Kratern umgeben, zum Beispiel den Krater knapp über der Bildmitte sind ebenfalls unerklärlich.

Dawn sinkt in den nächsten Monaten auf einer Spirale zu Vesta ab. Vielleicht erhalten wir dann einige Antworten und höher aufgelöste, farbige Bilder. Die Untersuchung des 500 Kilometer großen Asteroiden Vesta liefert vielleicht Hinweise auf seine Geschichte und die frühen Jahre unseres Sonnensystems.

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Wiedereintrittsspur einer Raumfähre aus dem Orbit

Über der Erde verläuft eine helle Spur nach oben und bildet einen Haken nach links. Über dem Erdrand leuchtet eine grünliche Schicht aus Nachthimmellicht.

Bildcredit: Besatzung der ISS Expedition 28, Mission STS-135, NASA

Beschreibung: Was ist dieser eigenartige helle Streifen? Es ist das letzte Bild, das je von einer Raumfähre in der Umlaufbahn gemacht wurde. Vor anderthalb Wochen feuerte die Raumfähre Atlantis nach dem Ablegen von der Internationalen Raumstation zum letzten Mal ihre Triebwerke, senkte ihre Umlaufgeschwindigkeit und stürzte zur Erde zurück.

Nach nur einer Stunde fuhr die hoch entwickelte Weltraummaschine ihr Fahrwerk aus und tat, was nur sie konnte: Sie landete wie ein Flugzeug auf einer Landebahn. Die Zukunft der besatzten Raumfahrt der USA erreicht eine vorübergehende Flaute.

Doch weiterhin erforschen viele Roboter-Raumsonden unser Sonnensystem und spähen in unser Universum hinaus. Zu diesen Raumsonden zählen Cassini, Chandra, Chang’e 2, Dawn, Fermi, Hubble, Kepler, LRO, Mars Express, Messenger, MRO, New Horizons, Opportunity, Planck, Rosetta, SDO, SOHO, Spitzer, STEREO, Swift, Venus Express und WISE.

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Gale-Krater

Mitten im Bild ist ein riesiger Krater mit ausgefranstem Wall.

Credit: NASA, JPL-Caltech, ASU

Beschreibung: Diese scharfe Ansicht entstand mit der Thermal-Emission-Imaging-System-Kamera des NASA-Orbiters Mars Odyssey. Sie ist auf den 154 Kilometer großen Krater Gale beim Mars-Äquator gerichtet.

Im Krater Gale steht ein Berg mit eindrucksvollen Schichten. Er ist vom Kraterboden aus gemessen 5 Kilometer hoch. Die Schichten und Strukturen am Fuß sind vermutlich zu Urzeiten durch Sedimente in Wasser entstanden. Ein Punkt an der Nordseite des Kraters am Fuß des Berges wurde als Ziel für die Mars-Wissenschaftslabormission MSL gewählt.

Der Start der Mission ist für Ende des Jahres geplant. Im August 2012 soll sie den nächsten Besucher vom Planeten Erde zum Mars bringen und den Rover Curiosity, der so groß ist wie ein Fahrzeug, mit dem schwebenden, raketengetriebenen Fluggestell Sky Crane auf die Marsoberfläche absenken.

Curiositys Wissenschaftsinstrumente sollen herausfinden, ob Gale einst günstige Bedingungen für mikrobielles Leben bot, und ob es Hinweise gibt, dass es jemals Leben auf dem Roten Planeten gab.

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