Blitzfinsternis vom Planeten der Ziegen

Hinter einem schroffen Gelände reicht das Meer bis zum Horizont. Am unheimlichen violetten Himmel zucken Blitze. Oben in der Mitte leuchtet der rote Mond bei einer Finsternis. Rechts blitzen Sterne durch die Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky)

Beinahe hätte ein Gewitter diesen Anblick der spektakulären totalen Mondfinsternis am 15. Juni 2011 verdorben. Doch die Sturmwolken teilten sich während der Totalität der Finsternis für 10 Minuten. Durch die Blitze wirkte der Himmel sehr dramatisch.

Die Aufnahme dieser Szene wurde 30 Sekunden belichtet. Sie inspirierte auch zu einem der unvergesslicheren Titel in der 22-jährigen Geschichte von APOD (Hier ein Dank an den Astrofotografen). Der Bezug zum Gewitter ist sinnvoll. Das Schattenspiel der dunklen Mondfinsternis war auf dem Planeten Erde in Europa, Afrika, Asien und Australien zu sehen.

Dieses Bild entstand auf der griechischen Insel Ikaria bei Pezi. Man kennt die Region wegen des rauen Geländes und der seltsam geformten Felsen als „Planet der Ziegen“.

Details: Totale Sonnenfinsternis am 21. August 2017

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Eine Halbschattenfinsternis geht auf

Über dem Meer geht der Mond aus dem Erdschatten heraus auf. Nach oben hin gerät er zusehends in den Halbschatten der Erde.

Bildcredit und Bildrechte: Bill Jelen

Am Freitag, 10. Februar, ging hier bei Sonnenuntergang der Mond auf. Es war an der Cocoa Beach Pier in Florida auf dem Planeten Erde. Der Mond glitt dabei durch den blassen äußeren Schatten der Erde. Die erste Finsternis des Jahres 2017 war im Gange. Es war eine Halbschatten-Mondfinsternis. Sie wurde auf diesem Digitalkomposit aus Küstenaufnahmen festgehalten.

Natürlich ist der Halbschatten schwächer als der Kernschatten des Planeten. Der zentrale dunkle Schatten ist bei einer totalen oder partiellen Mondfinsternis auf der Mondscheibe gut sichtbar. Doch bei dieser Halbschattenfinsternis wurde der Mondkörper kaum dunkler, als er über dem Horizont aufgeht.

Die zweite Finsternis 2017 könnte dramatischer verlaufen. Auf einem Pfad auf der Südhalbkugel des Planeten Erde sieht man am 26. Februar eine ringförmige Sonnenfinsternis.

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Halbschattenmondfinsternis

Der Vollmond ist oben leicht abgeschattet, weil eine Halbschattenmondfinsternis stattfindet. Ein überlagertes Bild zeigt die Namen der größten Strukturen im Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Robin Lee

Wirkt der Mond leicht verändert? Er ist hier besonders detailreich abgebildet. Doch die ganze Vorderseite des vertrauten Begleiters der Erde wirkt etwas dunkler als sonst, besonders links oben, weil eine Halbschattenfinsternis stattfindet. Das Bild wurde am 16. September in Hongkong (China) fotografiert, als der Mond durch einen Teil des Erdschattens zog – doch nicht den dunkelsten Schatten, wo die Erde die ganze Sonne abdeckt.

Eine Mondfinsternis gibt es nur bei Vollmond. Wegen seiner zeitlichen Nähe zur Ernte im Norden war der Vollmond dieser Finsternis vielen als Erntemond bekannt. Der nächste Vollmond ist am Sonntag zu beobachten. Er heißt in manchen Kulturen wegen seiner zeitlichen Nähe zum nördlichen Herbst Laubfallmond. Der zweite Vollmond im Monat („mond„) wird manchmal blauer Mond genannt. Doch diesen Monat gibt es einen seltenen zweiten Neumond, der auch als Schwarzmond genannt wird.

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Erntemondfinsternis

Über den beleuchteten Festungsmauern des Castelo de Sesimbra geht der volle Erntemond am dunkelblauen Himmel auf. Der obere Mondrand wird von einer Halbschattenfinsternis gedimmt.

Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN, Dark Sky Alqueva)

Über dem Castelo de Sesimbra südlich von Lissabon geht der Erntemond auf. Die eindrucksvolle Serie entstand mit Teleobjektiv. Der goldene Mond zeigt sich in seiner vollen Phase. Er glitt bei der Halbschattenmondfinsternis im September durch den diffuseren äußeren Erdschatten. Verglichen mit einer totalen Mondfinsternis ist die Abschattung schwach. Der Halbschatten dimmt den oberen Rand.

Während der Mond am Abendhimmel von Portugal aufsteigt, weicht der blasse Schatten zurück. Der Effekt von Sonnenlicht und Erdschatten auf dem Mond ähnelt auf diesem Finsternisverlauf auffallend dem Spiel von Licht und Schatten auf den beleuchteten Burgmauern.

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Mondfinsternis im Gegenschein

Der Mond leuchtet bei einer totalen Mondfinsternis im Gegenschein. Der Himmel ist voller Nebel und weiterer Himmelswunder, die im Text beschrieben sind.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek; Rollover-Beschriftung: Judy Schmidt

Gibt es gegenüber der Sonne etwas Interessantes zu sehen? In einer Nacht letzten Monat gab es dort einiges. Erst einmal war da die rot leuchtende Kugel rechts unten im Bild. Es ist der verdunkelte, rötliche Vollmond im Erdschatten. Hinter dem Finsterniskegel des Kernschattens befinden sich reflektierende Staubteilchen. Sie kreisen um die Sonne. Ihr diffuses Leuchten wird als Gegenschein bezeichnet. Der Gegenstein steigt als zartes Band mitten am Horizont auf und zieht hinter dem Mond vorbei.

Knapp über dem Horizont ist auch ein fast waagrechter Streifen aus grünem Nachthimmellicht erkennbar. Er wird teilweise von aufgewirbeltem orangefarbenem Sand verdeckt. Oben ist der weit entfernte Stern Sirius als blauer Punkt erkennbar. Das zentrale Band unserer Milchstraße wölbt sich links im Bild aufwärts. Links neben der Mitte sind verschwommene Lichtflecke. Es sind die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Rote Emissionsnebel sind über den Himmel verstreut. Es sind zu viele, um sie alle zu zählen. Sie sind auf einem Zusatzbild beschriftet.

Vorne liegt die einsame Deadvlei-Region im Nationalpark Namib-Naukluft in Namibia. Der Astrofotograf blickt über Land und Himmel. Beides war so erstaunlich, dass er es als eine der schönsten Erfahrungen seines Lebens beschrieb.

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Der Mond tritt in den Erdschatten

Am Himmel ragt von oben eine Lichtspur ins Bild, die nach unten hin immer schmäler wird. Es ist der Mond, der in den Erdschatten tritt. Vorne steht links ein Baum auf einer Wiese, hinten ragen bewaldete Hügel auf.

Bildcredit und Bildrechte: Thodoris Tzalavras

Von 27. auf 28. September beobachteten viele Leute auf der ganzen Nachtseite der Erde den Mond. Dabei sahen sie eine totale Mondfinsternis. Das dramatische Spektakel am Himmel wurde an vielen Orten dokumentiert.

Dieses Bild der Mondfinsternis wirkt etwas seltsam und unvertraut. Es entstand mit einer Kompaktkamera aus einer verflossenen Ära. Eine Graflex-Kamera wurde mit einem 4×5 Zoll großen Stück Film bestückt. Sie war auf Zypern auf einem Stativ montiert. Der Verschluss wurde 90 Minuten geöffnet. In dieser Zeit zeichnete sie die Spur des Vollmondes im Perigäum auf, und zwar vom Beginn der partiellen Finsternisphase (oben) bis zur Mitte der Totalität.

Der Mond stand über dem westlichen Horizont. Als der Mond in den Erdschatten trat, wurde er im Lauf der Finsternis immer schwächer und die Mondspur schmäler.

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Finsternisablauf auf La Palma

Links zeigt eine Fischaugenaufnahme den Verlauf einer totalen Mondfinsternis. Die Größe der Projektion links entspricht der Erde, wenn man sie mit dem total verfinsterten Mond rechts vergleicht.

Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN)

Die dramatische Bildserie links zeigt die totale Mondfinsternis im September. Sie verläuft über der rauen Landschaft und einem Wolkenmeer auf der kanarischen Insel La Palma. Die Helligkeit des Vollmondes im Perigäum ist in eine runde Fischaugenprojektion gefasst. Die Helligkeit ändert sich dramatisch, wenn man sie abseits der totalen Finsternis mit dem schwachen Leuchten bei der langen Totalität vergleicht, die 72 Minuten dauerte.

Das Einzelbild rechts zeigt die dunkle rote Mondscheibe bei der totalen Finsternis. Der Mond steht tief im Erdschatten. Die Größe des verfinsterten Mondbildes rechts zeigt den ungefähren Größenvergleich von Mond und Erde. Die Projektion des Finsternisablaufs links veranschaulicht die Größe der Erde.

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Ein blauer Blutmond

Der Mond ist in den rötlichen Erdschatten getaucht. Rechts unten leuchtet der Rand bläulich, dort fällt Sonnenlicht darauf, das durch die Ozonschicht der Erde gedrungen war.

Bildcredit und Bildrechte: Dominique Dierick

Dieser scharfe Schnappschuss wurde mit Teleskop fotografiert. Er zeigt den Erntemond spät im September. Hier war er zu Beginn einer totalen Mondfinsternis ganz in den dunklen Kernschatten der Erde getaucht. Es war die letzte Finsternis einer Tetrade. Das ist eine Serie von vier aufeinanderfolgenden totalen Mondfinsternissen.

Der Vollmond stand nahe dem Perigäum und war besonders dunkel. Die Farbe der totalen Finsternis war ein tiefes Blutrot, da die Mondoberfläche Licht in den Erdschatten bricht, das von den niedrigen Schichten der Atmosphäre gefiltert wird. Aus der Mondperspektive stammt das rötliche Licht von allen Sonnenauf- und untergängen am Erdrand.

Doch knapp am Schattenrand hat der Mond einen eindeutig blauen Farbstich. Auch das blaue Mondlicht der Finsternis wird durch die Erdatmosphäre gefiltert. Es stammt von Sonnenstrahlen, die durch hohe Atmosphärenschichten dringen und von Ozon gefärbt werden. Ozon streut rotes Licht und ist für blaues Licht durchlässig.

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