Mondfliege und Strichspuren

Hinter einem kahlen Baum ist der Himmel dicht von den Strichspuren von Sternen überzogen. Links oben ist eine seltsame Spur. Sie ist an den Enden sehr hell, dazwischen ist sie dunkler und rötlich. Es ist der Mond während einer totalen Finsternis. Hinten am Horizont stehen Berge.

Bildcredit und Bildrechte: Haitong Yu

Am 31. Jänner konnte man auf der ganzen Nachtseite der Erde eine geruhsame Mondfinsternis bewundern. Es war die erste von drei totalen Mondfinsternissen, die nacheinander stattfinden. Dieses dramatische Zeitrafferbild entstand in der Provinz Hebei im Norden von China. Es zeigt das himmlische Schauspiel und kombiniert eine Serie an Aufnahmen, die im Laufe von drei Stunden belichtet wurden.

Eine Kamera auf einem Stativ fotografierte den Vollmond, als er über den klaren Nachthimmel glitt. Die Spur des Mondes erinnert an eine Fliege. Sie ist vor und nach der Finsternis sehr hell. Während der dunkleren totalen Finsternisphase, die eine Stunde und 16 Minuten dauerte, wird sie schmal und rot. Weit hinten laufen die farbigen Strichspuren in konzentrischen Bögen über und unter dem Himmelsäquator.

Zur Originalseite

Erdschatten und Praesepe

Drei Bilder des Mondes veranschaulichen den runden Querschnitt des Erdschattens. Zwei Bilder entstanden kurz vor und nach Beginn der Totalität, das mittlere Bild etwa zum Höhepunkt der Finsternis. Rechts oben steht der Sternhaufen M44 oder Presaepe im Sternbild Krebs.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Der dunkle Kernschatten der Erde hat die Form eines Kegels und ragt in den Weltraum. Bei einer Mondfinsternis erkennt man in der Entfernung des Mondes leicht seinen runden Querschnitt.

Dieses Kompositbild wurde am 31. Jänner auf der Nachtseite der Erde mit Teleobjektiv fotografiert. Der Erdschatten verleiht dem Mond eine rötliche Farbe. Die Phase der Totalität dauerte ungefähr 76 Minuten. Drei ausgerichtete Einzelbilder veranschaulichen den Schattenbereich der Mondbahn. Sie wurden kurz vor Beginn der Totalität, etwa zur Mitte und kurz nach dem Ende fotografiert.

Rechts oben steht der große Sternhaufen M44, der relativ nahe ist. Seine Distanz zu uns beträgt an die 600 Lichtjahre. Man kennt ihn auch als Praesepe oder Bienenkorb. Während der dunklen Totalität war er leichter zu sehen.

Zur Originalseite

Eine Mondfinsternis geht auf

Über Berghängen leuchtet ein rot-gelber Mond zwischen violetten Wolken am dunkelblauen Himmel vor der Dämmerung. Rechts oben steht der helle Stern Sirius.

Bildcredit und Bildrechte: Neelam und Ajay Talwar

Dieses stimmungsvolle Bild blickt auf einen fernen Horizont, wo der Trishul im verschneiten indischen Himalaja steht. Es wurde am 31. Januar an einem abgelegenen Ort fotografiert. Rechts oben leuchtet der hellste Stern Sirius.

Bei der lang ersehnten totalen Mondfinsternis geht der rote Mond auf und gleitet am Abend durch den Erdschatten. Die Finsternis war auf der Nachtseite des ganzen Planeten zu bewundern. Es war die erste von zwei totalen Mondfinsternissen im Jahr 2018 und der Auftakt eines guten Jahres für Leute, die den Mond beobachten.

Zugleich war es ein seltenes Vergnügen. Der verfinsterte Mond wirkte nahe dem Perigäum – das ist der erdnächste Punkt seiner Bahn – sehr groß. Es war auch der zweite Vollmond im Monat, den man auch „blauer Mond“ nennt. Bei der totalen Mondfinsternis am 27. Juli 2018 steht der Vollmond nahe beim Apogäum.

Zur Originalseite

Monduntergangsfinsternis

Über einem zerklüfteten Berghang geht der verfinsterte Vollmond am blauen Himmel in der Dämmerung unter. Der Mond leuchtet rötlich, weil die Erdatmosphäre rotes Licht in den Kernschatten streut.

Bildcredit und Bildrechte: Fred Espenak (MrEclipse.com)

Der zweite Vollmond im Monat fand am 31. Jänner nahe beim erdnächsten Punkt seiner Bahn statt. Es war auch die erste totale Mondfinsternis 2018. Dabei glitt der Mond durch den Schatten des Planeten Erde.

Dieser Teleskop-Schnappschuss ist eine Postkarte vom Planeten Erde. Er zeigt den total verfinsterten Mond. Er ging über den Chiricahua Mountains im Süden von Arizona am Horizont im Westen unter. Die verräterische rötliche Farbe des Mondes stammt von Sonnenlicht, das in den Schatten gestreut wird. Der Schatten des Planeten wird zur Mitte hin am oberen Rand der Mondscheibe sichtlich dunkler.

Zur Originalseite

Totale Mondfinsternis über Tadschikistan

Videocredit und -rechte: Jean-Luc Dauvergne (Ciel et Espace); Musik: Valère Leroy und Sophie Huet (Space-Music)

Was sieht man, wenn der Vollmond plötzlich verblasst? Dieses mitreißende Zeitraffervideo zeigt die Antwort. Es wurde bei der totalen Mondfinsternis 2011 in Tadschikistan gefilmt. Bei einer totalen Mondfinsternis wandert die Erde zwischen Sonne und Mond. Dadurch verblasst der Mond dramatisch. Er wird jedoch niemals ganz dunkel, weil die Erdatmosphäre etwas Licht bricht.

Der Beginn dieses Videos wirkt wie eine Tagesszene im Sonnenlicht, doch es ist Nacht. Das Licht des Vollmondes beleuchtet die Szene. Während der Mond verdunkelt wird, ebbt der Wind ab. Vorne spiegeln sich die Sterne im See. Sehr eindrucksvoll füllt sich der Himmel um den verfinsterten Mond plötzlich mit Sternen. Dahinter verläuft die belebte Ebene der Milchstraße. Der Ablauf wiederholt sich mit kleinerem Bildausschnitt. Das Schlussbild zeigt den verfinsterten Mond nahe bei Adler-, Schwanen-, Trifid– und Lagunennebel.

Fast zwei Stunden nach Beginn der Finsternis tritt der Mond aus dem Erdschatten. Sein voller Glanz erhellt wieder den Himmel. Diesen Mittwoch findet wieder eine totale Mondfinsternis statt – diesmal mit einem seltenen blauen Super-Butmond.

Zur Originalseite

Alle Finsternisse 2017

Vier Bildfelder zeigen die Finsternisse des Jahres 2017 - zwei Mondfinsternisse und zwei Sonnenfinsternisse.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Diese vier Bildfelder zeigen alle Finsternisse von Mond und Sonne, die man 2017 auf dem Planeten Erde sah, im selben Maßstab. Ein Finsternisjäger verfolgte das Schattenspiel am Himmel in vier verschiedenen Ländern.

Links oben wird die Finsternissaison angepfiffen. Der Vollmond im Februar wurde in Tschechien fotografiert. Die zarte Schattierung der Mondfinsternis stammt vom Halbschatten, das ist der hellere äußere Erdschatten. Ende desselben Monats umgab rechts oben ein Feuerring den Neumond. Er wurde fast zum Höhepunkt der plakativen ringförmigen Sonnenfinsternis in Argentinien auf Film fotografiert. Darunter ist das Finsternispaar im August. Links trifft der dunkle Kernschatten der Erde den Mond bei einer partiellen Finsternis in Deutschland. Rechts umgibt die lebhafte Sonnenkorona im Westen der USA die völlig verfinsterte Sonne.

In den Bildfeldern sind links unten die Saroszyklen (Finsterniszyklen) der Finsternisse 2017 notiert.

Zur Originalseite

Vollmonde eines Jahres

Die 12 Bilder des Mondes sehen unterschiedlich aus. Ihre Größe, Neigung und Färbung variiert sichtlich. Unten in der Mitte fällt außerdem der Erdschatten auf den unteren Mondrand.

Bildcredit und Bildrechte: Talha Zia

Sieht der Vollmond immer gleich aus? Nein. Dieser Raster zeigt zwölf Vollmonde mit leichten Unterschieden. Die Bilder zeigen jede Lunation von November 2016 bis Oktober 2017. Sie wurden in Pakistan fotografiert und sind von links oben nach rechts unten angeordnet. Die Vollmonde folgen aufeinander. Sie sind alle im selben Maßstab abgebildet. Daher sind die Unterschiede der scheinbaren Größe, die man hier erkennt, echt – anders als bei der berühmten Mondtäuschung. Die Abweichungen entstehen durch die unterschiedlichen Entfernungen des Mondes, denn die Mondbahn weicht deutlich von der Kreisbahn ab.

Die dunkle Kerbe am unteren Rand des Vollmondes vom August 2017 ist der Erdschatten. Das Bild zeigt eine partielle Mondfinsternis. Neben der manchmal stärkeren Färbung erkennt man bei genauer Betrachtung eine feinere Änderung: Der Mond taumelt von einem zum nächsten Vollmond anscheinend leicht. Man nennt den Effekt Libration. Er ist auf diesem Video einer Lunation deutlicher erkennbar. Dieses Video zeigt alle Varianten der Schwankungen des Mondes im Laufe eines Monats.

Zur Originalseite

Die Mondfinsternis im August

Der Vollmond ist links in den Kernschatten der Erde getaucht. Das Bild wurde in Sydney fotografiert.

Peter Ward (Barden Ridge Observatory)

Dieses scharfe Kompositbild hat einen hohen Dynamikumfang. Es zeigt den Vollmond am 8. August. Es war etwa zur Mitte der partiellen Mondfinsternis. Das Bild wurde in Sydney in Australien vor Sonnenaufgang fotografiert. Süden ist oben. Links steht der dunkle Kernschatten der Erde. Der Streifzug des Vollmondes durch den Erdschatten war auf der östlichen Hälfte der Erde zu sehen.

Damit begann eine Serie an Finsternissen. Als Nächstes kommt die lang erwartete totale Sonnenfinsternis am 21. August. Dabei zieht der Schatten des Neumondes über Nordamerika. Der schmale Pfad der Totalität verläuft quer über die Vereinigten Staaten von Küste zu Küste.

Zur Originalseite