Mond, Mars und Milchstraße

Links leuchten der rote Mond und der Planet Mars, rechts steigt die Milchstraße senkrecht auf mit ihren dunklen Staubbahnen, rot leuchtenden Nebeln und Sternhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu (TWAN)

Im Nordiran bot der dunkle Himmel über der Wüste vor zwei Wochen diese faszinierende Schau. Das digitale Mosaik wirkt dramatisch. Es zeigt Mond und Mars neben den staubigen Rissen, Sternen und Nebeln in der Milchstraße. Eine Serie an Aufnahmen deckte einen größeren Umfang an Helligkeiten ab.

Der volle Mond tauchte in dieser Nacht in den Erdschatten. Viele beobachteten diese totale Mondfinsternis. Dabei wirkte der Mond sogar blasser und röter als der Rote Planet. Kosmischen Reisenden bietet die Landschaft am Himmel auch den Lagunennebel (M8), den Trifidnebel (M20) und den Planeten Saturn. Sie alle leuchten vor dem blassen Sternenlicht der Milchstraße. Doch der Mond hat noch nicht alle seine Schattenspiele vollbracht. Heute verdeckt der Neumond im Norden der Erde einen Teil der Sonne.

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Roter Planet, roter Mond und Mars

Aus dem Meer ragt ein roter zerklüfteter Felsen. Der Himmel über dem Meer ist dämmrig. Links steht der Mond bei einer Mondfinsternis, er ist in den Erdschatten getaucht.
Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Mars ist auch als der Rote Planet bekannt. In einer dunklen Nacht leuchtet er am Himmel häufig in einem rötlichen Farbton. Diese prächtige Ansicht entstand auf der Mornington-Halbinsel in Victoria (Australien). Darauf leuchtet der Mars hell links oben in der Morgendämmerung. Doch der Mond und der Planet Erde sind noch rötlicher.

Der total verfinsterte Mond wurde hier am 27. Juli fotografiert, als er unterging. Er schimmert rötlich, weil der Kernschatten der Erde nicht ganz dunkel ist. Stattdessen erfüllt ihn ein zartrotes Licht im Erdschatten. Es stammt von allen Auf- und Untergängen der Sonne auf der ganzen Erde, wenn man sie vom verfinsterten Mond aus betrachtet. Die Auf- und Untergänge der Sonne sind rötlich, weil die Atmosphäre der Erde blaues Licht stärker streut als rotes. Daher ist der Himmel in der Dämmerung blassblau. Auch die schroffen Felsen am Meer nehmen die rötlichen Farben des Sonnenaufgangs in Australien an.

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Verfinsterter Mond und Mars über Bergen

Über wild zerklüfteten Bergen schimmern eine Mondfinsternis und der Rote Planet. In der Mitte steht kopfüber der Große Wagen. Ein winziges Detail macht dieses Bild besonders: eine kleine Ziege.
Bildcredit und Bildrechte: Clément Brustel

Dieses astronomisch geprägte Foto ist ungewöhnlich. Man sieht es nicht gleich, sondern wurde erst bei der Nachbearbeitung entdeckt. Seltsam ist nicht der Mond. Allerdings ist ein Foto, das den Aufgang des Mondes bei einer totalen Mondfinsternis zeigt, immer ein interessanter Anblick.

Es ist auch nicht der Mars, der rechts unter dem Mond steht. Auch ein Bild des Planeten Mars nahe seiner größten Helligkeit bietet einen faszinierenden Eindruck. Mars sehen wir diesen Monat fast die ganze Nacht; hier sind weitere Bilder. Es sind auch nicht die Berge im Vordergrund, auch wenn die französischen Alpen auf dem Planeten Erde majestätisch sind. Hier sind weitere interessante Bilder von bergigen Landschaften mit Himmel.

Ungewöhnlich und zugleich vertraut ist die Ziege.

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Finsternis über dem Golf der Dichter

Links leuchtet hinter einem Gewässer eine Altstadt neben einem Wald. Von dort steigt der Mond in einem Bogen auf. Die vielen Bilder zeigen, wie er im Lauf des Aufstiegs vom Erdschatten verdunkelt und wieder heller wird. Rechts daneben bildet der Planet Mars parallel einen gepunkteten Bogen.
Bildcredit und Bildrechte: Paolo Lazzarotti

Die totale Phase der Mondfinsternis am 27. Juli dauerte eindrucksvolle 103 Minuten. Sie war die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Der Mond zog durch mitten durch den Erdschatten, als er nahe dem Apogäum stand. Das Apogäum ist der fernste Punkt seiner elliptischen Bahn.

Dias Bild ist ein Komposit, das die Totalität von Anfang bis zum Ende zeigt. Die traumartige Szene entstand aus einer Serie von Bildern, die alle 3 Minuten mit einer Digitalkamera fotografiert wurden. Sie folgen dem total verfinsterten Mond. Der helle Planet Mars begleitete den Mond in dieser Nacht, als er über dem Badeort Tellaro in Italien aufstieg. Vorne liegt der ruhige mediterrane Golf von La Spezia. Man kennt ihn auch als Golf der Dichter.

Auch im 3. Jahrhundert v. Chr. beobachtete der heliozentrische Astronom Aristarchos, wie lange Mondfinsternisse dauern. Doch er hatte keine nützlichen digitalen Uhren oder Kameras. Mithilfe der Geometrie fand er einen Weg, um die Entfernung des Mondes anhand der Dauer der Finsternis abzuschätzen. Der Maßstab, auf den er sich bezog, war der Radius des Planeten Erde.

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Mondfinsternis über Rio

Rechts neben dem "Zuckerhut" am Botafogo-Strand in Rio de Janeiro leuchtet der rote Mond bei einer totalen Mondfinsternis. Rechts oben strahlt Mars, der Rote Planet.
Bildcredit: Carlos ‚Kiko‘ Fairbairn

Wenn der Mond aufgeht, sieht das normalerweise nicht so interessant aus. Zum einen ist der Vollmond sonst nicht so dunkel. Aber letzten Freitag ging der Mond so auf, weil er gerade durch den Erdschatten zog. Außerdem leuchtet der Mond meist nicht so rot. Doch an diesem Abend beleuchtete ihn der rote Anteil des Sonnenlichtes, das die Erdatmosphäre bevorzugt bricht.

Für gewöhnlich geht der Mond nicht neben einem Planeten auf. Weil aber der Mars gleichzeitig fast gegenüber der Sonne stand, sah man den Roten Planeten rechts über dem Vollmond. Und schließlich geht der Mond aus Sicht der meisten Menschen nicht über Rio de Janeiro in Brasilien auf. Dort war es aber ein aufregender Anblick.

Diese Finsternis bei Sonnenuntergang war eine außergewöhnliche totale Mondfinsternis bei Mikro–Blutmond. Sie wurde am Botafogo-Strand in Rio fotografiert. Dort sah auch eine ungewöhnlich große Menge an Schaulustigen zu.

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Marsopposition

Zwei Bilder des Mars wurden mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Das linke Bild entstand bei der Opposition 2016, die Oberfläche ist klar. Das rechte Bild entstand vor ein paar Tagen, die Oberfläche ist verschwommen wegen eines Staubsturms.
Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA und STScI

Schaut heute Abend in die Richtung, die am Himmel gegenüber der Sonne liegt. Dort seht ihr den Mars so hell wie sonst fast nie. In ein paar Tagen erreicht er seine größte Nähe zur Erde. Mars geht auf, wenn die Sonne untergeht. Auch mit Teleskop sieht man ihn am hellsten und besten, wenn man davon absieht, dass immer noch ein Staubsturm den Roten Planeten einhüllt.

Diese beiden Bilder stammen vom Weltraumteleskop Hubble. Sie vergleichen die Erscheinung des Mars zu den Oppositionen 2016 und 2018. 2016 war die Marsatmosphäre klar. Das Bild von 2018 entstand vor 2 Tagen. Es zeigt fast dieselbe Seite des Mars. Doch die Details der Oberfläche sind vom Staub verdeckt. Der Südpol des Planeten ist in Wolken gehüllt. Er ist stärker zur Sonne geneigt. Im Frühling und Sommer steigt auf der Südhalbkugel die Temperatur. Das löst wahrscheinlich die planetenweiten Staubstürme aus.

Wenn ihr heute Abend zum Himmel schaut, seht ihr den Mars nahe beim Vollmond. Außerhalb von Nordamerika steht der Rote Planet auch noch neben einem roten Mond. Heute ist eine totale Mondfinsternis.

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Mondphasen und Finsternis

25 Bilder wurden zu einer Matrix kombiniert. Sie zeigen die Phasen des Mondes bei einer Lunation, soweit man sie beobachten konnte. In der Mitte leuchtet der Vollmond rötlich, weil er bei einer Mondfinsternis in den Erdschatten getaucht war.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Gout, Tom Polakis

Wenn ihr jede Nacht den Mond beobachtet, seht ihr, wie sich der Anteil, den die Sonne beleuchtet, schrittweise verändert. Ein Mondzyklus wird auch Lunation genannt. Er verläuft in Phasen von Neumond über Vollmond und wieder zu Neumond und dauert etwa 29,5 Tage.

Die Bilder sind von links oben nach rechts unten geordnet. Sie zeigen die Mondphasen einer fast vollständigen Lunation in 25 Nächten ab dem 18. Jänner. Die zwei Tage nach Neumond und zwei Tage davor wurden ausgelassen, weil die Mondphase bestenfalls eine schmale Sichel in der Nähe der Sonne war, die man nur schwer erkennen konnte.

Für das Mondzyklus-Projekt wurde der meist klare Nachthimmel über Arizona und die Hilfe eines Freundes genützt. In der ersten Hälfte der Lunation wurden die Bilder am frühen und späteren Abend fotografiert. In der zweiten Hälfte entstanden sie früh am Morgen. Als Bonus wurde der Zyklus am Vollmond des 31. Jänner ausgerichtet. Es war der zweite Vollmond im Jänner, also ein blauer Mond, und der Mond stand nahe beim erdnächsten Punkt der Mondbahn (Perigäum). Außerdem wurde er bei der totalen Mondfinsternis rötlich.

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Totale Finsternis von Sonne und Mond

Links ist der blutrote Mond bei einer totalen Mondfinsternis von Sternen umgeben. Das rote Licht wird von der Erdatmosphäre in den Kernschatten gestreut. Rechts beleuchtet die Erde die dunkle Mondoberfläche, weil sie Sonnenlicht reflektiert. Am Rand des Mondes sind rosarote Protuberanzen. Die Korona der Sonne bildet viele Schlieren und Schleifen.

Kompositbildcredit und Bildrechte: Wang Letian, Zhang Jiajie

Das Bild vergleicht zwei berühmte Finsternisse auf kreative Weise. Links ist die totale Mondfinsternis vom 31. Jänner. Rechts seht ihr die totale Sonnenfinsternis vom 21. August 2017. Die totalen Finsternisse wurden digital Rücken an Rücken verbunden und bearbeitet. Beide zeigen den Mond etwa zum Höhepunkt der Totalität.

Bei der Mondfinsternis beleuchtet der dunkelrote Erdschatten zart die Mondoberfläche. Doch bei der Sonnenfinsternis steht der Mond als Silhouette vor der hellen Scheibe der Sonne. Die Mondoberfläche ist an sich dunkel. Man sieht sie gerade noch im Erdschein. Die Bilder sind am Mond ausgerichtet. Am Nachthimmel um den verfinsterten Mond sieht man auch blasse Sterne. Die verfinsterte Sonne ist von vielschichtigen Details der Protuberanzen und koronalen Ströme umgeben.

Die totale Phase der Finsternis am 21. August dauerte auf dem Pfad, den der Schatten des Mondes zog, nur etwa 2 Minuten oder weniger. Dagegen dauerte die Totalität des blauen Super-Blutmondes am 31. Jänner auf der ganzen Nachtseite des Planeten Erde länger als eine Stunde.

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