Verfinstert am Südhimmel

Über den Kuppeln der Magellan-Teleskope wölbt sich die Milchstraße. Rechts oben leuchtet der tiefrote Mond. Nachthimmellicht schimmert am Horizont.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las-Campanas-Observatorium)

Das faszinierende Panorama vom Südhimmel zeigt die bunte Nacht vom 27. auf 28. September. Über den Kuppeln der Magellan-Zwillingsteleskope am Las-Campanas-Observatorium wölbt sich die zentrale Milchstraße mit diffusem Leuchten und dunklen Furchen. Die Kuppeln sind 6,5 m breit.

Der tiefrote Mond prägt das Bild. Die totale Mondfinsternis beim Perigäum wurde lang erwartet. Dabei tauchte der Mond in den Erdschatten. Er reflektiert das Licht aller Sonnenauf- und -untergänge, das in den kegelförmigen Kernschatten der Erde gestreut wird.

Die empfindliche Digitalkamera zeigt den verfinsterten Mond in malerischem Rot und weitere Farben der Nacht. Dazu gehören rote und grüne Schatten von Nachthimmellicht in der Atmosphäre. Links unter dem Mond schimmert die Andromedagalaxie hinter dem rötlichen Luftleuchten und den Lichtern am Horizont. Sie ist ein winziger Fleck. Das ganze Panorama zeigt links die Magellanschen Wolken. Sie sind Begleitgalaxien der Milchstraße.

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Totale Supermondfinsternis mit Gewitter

Der Mond wandert über den Himmel und taucht in den Erdschatten ein. Der Blick reicht von Ibiza übers Meer. Am Horizont zuckt ein Blitz aus den Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: Jose Antonio Hervás

Was ist seltener als eine totale Finsternis bei Supermond? Wie wäre es mit einer totalen Finsternis bei Supermond über einem Gewitter? Gestern wurde so ein elektrisierender Ablauf auf Ibiza fotografiert. Ibiza ist eine Insel südöstlich von Spanien. Der Astrofotograf hatte den Ort wegen seiner Schönheit gewählt. Er wollte den ganzen Finsternisablauf fotografieren. Alles, was für die Dokumentation einer unvergesslichen Finsternis noch nicht passte, war das Wetter.

Was zu Beginn wie eine Störung am Horizont aussah, wurde ein Segen. Das Kompositbild entstand aus mehr als 200 digital kombinierten Bildern. Sie wurden während der Nacht am selben Ort fotografiert. Man sieht, wie der Vollmond unterging. Dabei verblasste er im rötlichen Erdschatten und wurde wieder hell. Ein zufälliger Blitz spiegelt sich rechts neben der 400 Meter hohen Felsinsel Es Vedrà im Mittelmeer.

Die nächste totale Finsternis mit einem großen, hellen Supermond findet 2033 statt. Doch die nächste totale Mondfinsternis gibt es schon im Jänner 2018. Am besten sieht man sie in Ostasien und Australien.

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Totale Mondfinsternis über Waterton Lake

Hinter dem Waterton Lake und den Gipfeln des Glacier-Nationalparks wandert der Mond über den Himmel. In der Mitte taucht er in den Erdschatten ein. Mit dem Mond wandern auch Mars, Spica und Saturn über den Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Yuichi Takasaka / TWAN / www.blue-moon.ca

Der Ablauf einer totalen Mondfinsternis wurde im April 2014 fotografiert. Der Blick reicht nach Süden über den eisigen Waterton Lake in einem Nationalpark im kanadischen Alberta auf dem Planeten Erde. Hinten am Horizont stehen die Gipfel des Glacier-Nationalparks in den USA.

Alle 10 Minuten hielt eine Aufnahme die Position und Finsternisphase des Mondes fest. Der Mond wanderte von links nach rechts über die zerklüfteten Berge und die Lichter von Waterton. Der Ablauf zeigt effektvoll die totale Phase der Finsternis. Sie dauerte etwa 80 Minuten.

Schon 270 v. Chr. maß der griechische Astronom Aristarch die Dauer von Mondfinsternissen ohne Digitaluhr und Kamera. Er dachte sich eine einfache, erstaunlich genaue Methode aus. Anhand der Geometrie und der Finsternisdauer berechnete er die Entfernung des Mondes in Erdradien.

Der Finsternisablauf im Bild zeigt auch die Positionen des Mars rechts über dem Mond. Der helle Stern Spica leuchtet neben der rötlichen Mondscheibe und Saturn links darunter.

Galerie: die Supermondfinsternis von letzter Nacht

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Heute Nacht: Supermondfinsternis

Videocredit: GSFC der NASA, David Ladd (USRA) und Krystofer Kim (USRA)

Heute Nacht verblasst der helle Vollmond ins Rötliche. Der Mond wird heute Nacht besonders hell, weil er seine voll beleuchtete Phase nahe bei dem Punkt seiner elliptischen Bahn erreicht, wo er der Erde sehr nahe steht. Weil er so groß ist und so hell leuchtet, nennt man heutigen Vollmond einen Supermond. Das ist allerdings etwas übertrieben, weil dieser Vollmond nur ein bisschen größer und heller ist als normalerweise.

Doch der Mond verblasst und wird rötlich, weil außerdem eine totale Mondfinsternis stattfindet. Dabei taucht der Mond ganz in den Erdschatten ein. Die zarte rote Farbe entsteht, weil die Erdatmosphäre blaues Sonnenlicht stärker streut. Man nennt den Vollmond von heute auch Erntemond, weil sich er in zeitlicher Nähe zum Äquinoktium im September auftritt. Auf der Nordhalbkugel wird zu diese Zeit die Ernte eingebracht.

Totale Finsternisse bei Supervollmond sind eher selten. Die letzte Supermondfinsternis fand 1982 statt. Die nächste Gelegenheit haben wir 2033. Die Supermondfinsternis heute Nacht dauert länger als eine Stunde. Im Osten von Nordamerika sieht man sie am besten nach Sonnenuntergang. In Südamerika findet sie um Mitternacht statt und in Westeuropa morgens vor Sonnenaufgang.

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Golden-Gate-Finsternis

Über der Golden-Gate-Bridge leuchtet der total verfinsterte Mond. Brücke und Mond spiegeln sich im Wasser der San Francisco Bay Area.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Schatten spielen auf dem Wasser und am Himmel im abgebildeten Panorama vom 4. April. Es zeigt die Mondfinsternis über der Golden Gate Bridge in San Francisco. Der Vollmond liegt knapp im Erdschatten. Er ist bei der kurzen totalen Phase noch gut erkennbar.

Die nächtliche Landschaft mit Stadt und Himmel zeigt den großen Umfang an Helligkeit, die man mit bloßem Auge erkennt. Diese totale Mondfinsternis war die kürzeste des Jahrhunderts. Sie war auch die dritte von vier totalen Mondfinsternissen, die nacheinander stattfanden. So eine Serie wird als Tetrade bezeichnet. Die Finsternisse ereignen sich in Intervallen von fast exakt in sechs Monaten.

Die ersten zwei Finsternisse der Tetrade fanden letztes Jahr am 15. April und am 8. Oktober statt. Die nächste und letzte Finsternis in Serie sehen wir am 28. September. Diese Tetrade von 2014 bis 2015 ist eine von acht Tetraden totaler Mondfinsternisse im 21. Jahrhundert.

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Vollmond im Erdschatten

Der Vollmond ist merkwürdig dunkel, weil er in den rötlichen Schatten der Erde getaucht ist. Nur oben schimmert er hell und bläulich, denn dorthin fällt Sonnenlicht, das von der oberen Ozonschicht der Erde gefiltert wird.

Bildcredit und Bildrechte: Rolf Olsen

Letzte Woche, am 4. April 2015, tauchte der Vollmond vollständig – wenn auch nur kurz – in den dunklen Kernschatten der Erde. Die totale Phase der Mondfinsternis dauerte weniger als 5 Minuten. Es war die kürzeste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts.

Der Norden des Mondes glitt knapp unter dem oberen Rand des Kernschattens der Erde dahin. Er blieb relativ hell. Über den Rest der Mondseite, die zur Erde zeigt, ergoss sich eine Palette blauer und roter Farbtöne. Das gerötete Licht im Schatten auf der Mondoberfläche wird durch die tiefere Atmosphäre gefiltert. Vom Mond aus gesehen stammt es von allen Sonnenaufgängen und -untergängen am Rand der Erde.

Auch das bläulichere Licht am Schattenrand dringt durch die Erdatmosphäre. Doch hier fließen die Sonnenstrahlen durch Schichten, die hoch oben in der Stratosphäre liegen. Dieses Licht wird vom Ozon gefärbt. Ozon absorbiert rotes Licht und ist durchlässig für blaue Farbtöne.

Dieses scharfe Teleskopbild der Totalität wurde im neuseeländischen Auckland fotografiert. Der Nordpol des Mondes zeigt zum oberen Bildrand.

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Finsternis zu Mondaufgang

Über den bunten Stadtlichtern der chinesischen Stadt Chongqing steigt der verfinsterte Vollmond nach Sonnenuntergang auf.

Bildcredit und Bildrechte: Zhou Yannan

Als der Mond am 8. Oktober aufging und die Sonne unter, fand eine Mondfinsternis statt. Hier seht ihr sie über Chongqing in China. Der aufgehende Mond steigt im lang belichteten Kompositbild auf. Anfangs war er eine total verfinsterte dunkelrote Scheibe im Osten am Horizont. Während er über den bunten Stadtlichtern der dicht besiedelten Stadt am Jangtse höher stieg, wurde die Mondspur heller und breiter. Am Ende trat der helle Vollmond am Abendhimmel aus dem Erdschatten.

Mondfinsternisse sind nicht immer total. Diese und eine Finsternis letzten April waren die ersten zwei von vier aufeinanderfolgenden totalen Mondfinsternissen. So eine Serie bezeichnet man als Tetrade (Vierheit). Die letzten zwei Finsternisse dieser Tetrade finden Anfang April und Ende September 2015 statt.

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Monde in Opposition

Oben leuchtet der verfinsterte Mond. Unten ist der Planet Uranus mit vier seiner Monde.

Bildcredit und Bildrechte: Rick Baldridge

Der total verfinsterte Mond zeigt auf dieser Teleskopansicht eine ganze Farbpalette. Er ging in den frühen Morgenstunden des 8. Oktober über den Santa Cruz Mountains in der Nähe von Los Gatos in Kalifornien auf.

Eine Mondfinsternis ereignet sich nur dann, wenn der Mond am irdischen Himmel gegenüber der Sonne steht und durch den Schatten des Planeten Erde gleitet. Bei dieser Finsternis stand auch der blasse Uranus in Opposition. Er ist nur etwa einen halben Grad vom Mondrand entfernt, was ziemlich ungewöhnlich ist. Man erkennt ihn leicht rechts unten.

Viel blasser sind die eisigen Monde des Riesen. Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt oder diesem Link folgt, findet ihr sie. Die beschriftete Aufnahme wurde länger belichtet. Die dunkle Oberfläche des verfinsterten Mondes ist stark überbelichtet. Dafür sind die Uranusmonde Titania, Oberon und Umbriel gerade noch als zarte Lichtpünktchen erkennbar.

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