Von Kalifornien zu den Plejaden

Im schwarzgrauen Nebelfeld treten einige helle Flecken hervor. Links leuchtet der rote Kaliforniennebel, rechts ist der Sternhaufen der Plejaden in blauen Staub gehüllt.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Eine astronomische Reise vom Kaliforniennebel zum Sternhaufen der Plejaden ist am Nachthimmel nur 12 Grad lang. Wenn ihr euer Teleskop über die Grenzen der Sternbilder Perseus und Taurus schwenkt, ist das eine Winkelbreite von 25 Vollmonden.

Das breite, detailreiche Mosaikbild sondiert die staubhaltigen Nebel dieser kosmischen Landschaft sowie Farben, die normalerweise zu blass sind, um sie mit dem Auge zu erkennen. Der Kaliforniennebel links ist als NGC 1499 katalogisiert. Er hat eine vertraute Form, doch seine Küstenlinie ist in Wirklichkeit mehr als 60 Lichtjahre lang und etwa 1500 Lichtjahre entfernt. Das ausgeprägte rötliche Leuchten des Nebels stammt von Wasserstoffatomen, die vom leuchtstarken blauen Stern Xi Persei gleich rechts daneben ionisiert werden.

Der berühmte Sternhaufen der Plejaden rechts ist etwa 400 Lichtjahre entfernt. Er hat einen Durchmesser von ungefähr 15 Lichtjahren. Seine spektakuläre blaue Farbe entsteht durch die Reflexion von Sternenlicht an interstellarem Staub. Dazwischen liegen die heißen Sterne der Perseus-OB2-Assoziation und staubige, dunkle Nebel am Rand der nahen, massereichen Perseus-Molekülwolke.

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Pferdekopf und Orionnebel

Das Bild ist voller rötlichbrauner Staubranken. Dazwischen leuchten blau umrandete Sterne. Der bekannte Pferdekopfnebel ist in der linken unteren Ecke, rechts oben leuchtet der Orionnebel.

Bildcredit und Bildrechte: Roberto Colombari und Federico Pelliccia

Der dunkle Pferdekopfnebel und der leuchtende Orionnebel sind gegensätzliche kosmische Ansichten. Sie sind 1500 Lichtjahre entfernt und treiben in einem der am besten erkennbaren Sternbilder am Nachthimmel. Auf diesem tollen Mosaik stehen sie in gegenüberliegenden Ecken.

Der vertraute Pferdekopfnebel erscheint als dunkle Wolke. Die kleine Silhouette ist links unten in ein langes, rötliches Leuchten gekerbt. Der östlichste Stern im Gürtel des Orion ist Alnitak. Er ist der hellste Stern links neben dem Pferdekopf. Unter Alnitak befindet sich der Flammennebel mit hellen Emissionswolken und dramatischen dunklen Staubbahnen.

Rechts oben glänzt die prachtvollste Emissionsregion, der Orionnebel (alias M42). Links daneben befindet sich ein markanter Reflexionsnebel, der manchmal „laufender Mann“ genannt wird. Alles ist von Ranken aus leuchtendem Wasserstoff durchdrungen. Sie markieren die ganze Region.

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NGC 5195: Der Punkt unter dem Fragezeichen

Vor einer relativ gleichförmigen Galaxie mit einem kleinen hellen Kern verlaufen vorwiegend unten dunkelbraune Staubbahnen. Rechts oben ragen blaue Sternbildungsregionen ins Bild.

Bildcredit: Hubble-Vermächtnisarchiv, NASA, ESABearbeitung: José Jiménez Priego

Die Zwerggalaxie NGC 5195 ist besser bekannt als kleine Begleiterin der Spiralgalaxie M51, der Strudelgalaxie. Zusammen bilden sie scheinbar Kurve und Punkt eines kosmischen Fragezeichens. Im 19. Jahrhundert dokumentierte sie Lord Rosse auf Zeichnungen als einen der ursprünglichen Spiralnebel.

NGC 5195 steht im Schatten der gewaltigen M51 (auch NGC 5194). Sie ist etwa 20.000 Lichtjahre groß. Eine enge Begegnung mit M51 löste wahrscheinlich Sternbildung aus und verstärkte die markanten Spiralarme der Galaxie. Für diese majestätische Nahaufnahme von NGC 5195 wurden Bilddaten aus dem Hubble-Vermächtnisarchiv bearbeitet. Sie zeigt klar, dass die Zwerggalaxie hinter M51 liegt.

Eine Gezeitenbrücke aus dunklen Staubwolken und jungen blauen Sternhaufen geht von den Randgebieten der rechts liegenden M51 aus. Sie bildet eine Silhouette vor dem gelblichen Leuchten der Zwerggalaxie. Das berühmte Paar wechselwirkender Galaxien ist etwa 30 Millionen Lichtjahre entfernt. Es befindet sich bei der Deichsel des Großen Wagens im Sternbild Jagdhunde.

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Die Säulen des Adlerschlosses

Vor einem leuchtenden Nebelhintergrund, der oben blau und unten gelblich-braun leuchtet, ragt eine dunkle, zerfranste Staubwolke hoch. Es sind die berühmten Säulen der Sternbildung, die auf dem kultigen Hubble-Bild aus dem Jahr 1995 abgelichtet wurden.

Bildcredit und Bildrechte: Emanuele Colognato und Jim Wood

Was beleuchtet dieses Sternbildungsschloss? Der bekannte Adlernebel leuchtet in vielen Farben zugleich. Dieses Bild ist ein Komposit aus drei dieser Farben von leuchtendem Gas. Zu den dichteren SternbildungsTürmen zählen die Säulen aus dunklem Staub.

Energiereiches Licht von jungen, massereichen Sternen bringt das Gas zum Leuchten und verdampft Teile des Staubs und Gases in den Entstehungssäulen. Viele dieser Sterne explodieren nach mehreren Millionen Jahren und geben den Großteil ihrer Elemente an den Nebel zurück, in dem sie entstanden sind. Dabei entsteht ein offener Sternhaufen, der als M16 bekannt ist.

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Staubhaltige Nebel in Taurus

Vor einem Hintergrund aus Sternen ranken sich bräunliche Nebel mit einigen weiß beleuchteten Stellen. Teile davon sind blau beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Bob Franke

Dieser Komplex aus staubhaltigen Nebeln ist an die 450 Lichtjahre entfernt. Er lungert am Rand der Taurus-Molekülwolke. In dieser kosmischen Szenerie entstehen Sterne, etwa der extrem junge RY Tauri. Er tritt auf diesem 1,5 Grad großen Teleskopbild oben links markant hervor.

Eigentlich ist RY Tauri ein Vor-Hauptreihenstern, der in seine Entstehungswolke aus Gas und Staub eingebettet ist. Der Reflexionsnebel ist als vdB 27 katalogisiert. Der stark veränderliche Stern ist noch relativ kühl. Er befindet sich im späten Stadium des gravitativen Zusammenbruchs. Bald wird er ein stabiler Hauptreihenstern mit geringer Masse. Er erreicht dann ein Stadium der Sternentwicklung, in dem sich unsere Sonne vor etwa 4,5 Milliarden Jahren befand.

V1023 Tauri ist ein weiterer Vor-Hauptreihenstern. Er ist rechts unten in eine gelbliche Staubwolke eingebettet. Sie grenzt an den markanten blauen Reflexionsnebel Ced 30.

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NGC 2170: Stillleben mit reflektierendem Staub

Das Bild ist mit Nebeln gefüllt, dazwischen leuchten einige Sterne. Manche Sterne beleuchten die Nebel um sie herum blau. In der Mitte glüht ein roter Bereich, rechts oben sind verästelte Dunkelnebel verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Dieses schöne Stillleben am Himmel wurde mit einem kosmischen Pinsel gemalt. Links oben strahlt der staubige Nebel NGC 2170. Er reflektiert das Licht heißer Sterne in seiner Nähe. In der Nähe von NGC 2170 leuchten weitere bläuliche Reflexionsnebel und eine kompakte rote Emissionsregion. Vor dem Hintergrund der Sterne befinden sich Bänder aus undurchsichtigem Staub.

Maler von Stillleben wählen häufig gewöhnliche Haushaltsgegenstände als Motive. Hier sind Wolken aus Gas, Staub und heißen Sternen dargestellt, Sie kommen in dieser Umgebung häufig vor – einer massereichen Molekülwolke im Sternbild Einhorn (Monoceros), die Sterne bildet. Die gewaltige Molekülwolke Mon R2 ist eindrucksvoll nahe. Sie ist nur 2400 Lichtjahre von uns entfernt. In dieser Distanz wäre diese Leinwand etwa 15 Lichtjahre breit.

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Sharpless 115

Der Hintergrund ist von dunklen bräunlichen und einigen bläulichen Nebeln bedeckt, dazwischen sind Sterne dünn verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Bill Snyder (Sierra Remote Observatories)

Sharpless 115 steht am Himmel des Planeten Erde nordwestliche von Deneb, dem Alphastern im Schwan (Cygnus). Der blasse, hübsche Emissionsnebel ist etwa 7500 Lichtjahre entfernt. Er liegt am Rand einer gewaltigen Molekülwolken in der äußeren Milchstraße. Der Astronom Stewart Sharpless vermerkte ihn als Sh2-115 1959 in seinem Katalog.

Das Kompositbild wurde in der Hubble-Farbpalette angelegt. Der Nebel leuchtet im Licht ionisierter Atome von Wasserstoff, Schwefel und Sauerstoff. Die Energie für das Leuchten stammt von heißen Sternen im Sternhaufen Berkeley 90. Die Haufensterne sind wahrscheinlich nur etwa 100 Millionen Jahre alt und noch in Sharpless 115 eingebettet. Doch die starken Winde und die Strahlung der Sterne haben einen Großteil der Staubwolke ihrer Entstehung beiseite geräumt.

In der Entfernung des Emissionsnebels ist diese kosmische Nahaufnahme knapp 100 Lichtjahre breit.

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Orionnebel in Sauerstoff, Wasserstoff und Schwefel

Das Bild zeigt den großen Orionnebel in ungewohnten Farben, sie stammen von den Emissionen der Moleküle von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefelgas.

Bildcredit und Bildrechte: César Blanco González

Nur wenige astronomische Ansichten regen die Fantasie sosehr an wie dieses bekannte, nahe gelegene Sternbildungsgebiet. Es ist der Orionnebel. Das leuchtende Gas im Nebel umgibt junge Sterne am Rand einer gewaltigen interstellaren Molekülwolke. Viele faserartige Strukturen im Bild sind Stoßwellen. Es sind Fronten, an denen schnelle Materie auf langsames Gas trifft.

Der Orionnebel ist etwa 40 Lichtjahre breit. Er ist ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt und befindet sich im selben Spiralarm der Galaxis wie die Sonne. Auf der Nordhalbkugel sieht man den großen Nebel im Orion leicht mit bloßem Auge. Er befindet sich links unter dem markanten Gürtel aus drei Sternen im beliebten Sternbild Orion.

Dieses Bild zeigt den Nebel in drei Farben, die von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefelgas abgestrahlt werden. Der Wolkenkomplex im Orionnebel enthält auch den Pferdekopfnebel. Er löst sich in den nächsten 100.000 Jahren langsam auf.

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