Fünfter Mond um Pluto entdeckt

Auf diesem Bild des Weltraumteleskops Hubble von Pluto wurde ein bisher unbekannter Mond entdeckt. Seine vorläufige Bezeichnung ist S/2012 (134340) 1.

Bildcredit: NASA, ESA, Mark Showalter (SETI-Institut)

Bei Pluto wurde ein fünfter Mond entdeckt. Der Mond wurde Anfang des Monats auf Bildern des Weltraumteleskops Hubble gefunden, die zur Vorbereitung auf die Mission New Horizons aufgenommen wurden. Die Raumsonde New Horizons soll 2015 an Pluto vorbeifliegen.

Oben ist der Mond nur eine kleine Markierung, die sich um den Zwergplaneten bewegt, während das ganze System langsam um die Sonne wandert. Der Mond trägt die vorläufige Bezeichnung S/2012 (134340) 1 oder einfach P5 (wie beschriftet). Er hat einen Durchmesser von schätzungsweise 15 Kilometern und besteht wahrscheinlich hauptsächlich aus Wassereis.

Pluto ist vorläufig der einzige berühmte Körper im Sonnensystem, der noch nie Besuch von einer Raumsonde erhielt, die von Menschen gebaut wurde. Daher sind seine Entstehung und sein genaues Aussehen weitgehend unbekannt.

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Orionnebel: Der Hubbleblick

Der Orionnebel ist bildfüllend abgebildet, die Höhlung breitet sich nach unten aus. Die Fasern sind teilweise lila-rötlich, sonst braun-frau, in der Mitte um das Trapez leuchtet er gelblich.

Bildcredit: NASA, ESA, M. Robberto (STScI/ESA) et al.

Nur wenige kosmische Ansichten regen die Fantasie sosehr an wie der Orionnebel. Er ist auch als M42 bekannt. Das leuchtende Gas im Nebel umgibt heiße, junge Sterne am Rand einer gewaltigen interstellaren Molekülwolke. Die Wolke ist nur 1500 Lichtjahre entfernt.

Der Orionnebel bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit der Erforschung, wie Sterne entstehen. Einerseits ist er die am nächsten gelegene große Sternbildungsregion. Andererseits haben die energiereichen Sterne im Nebel die undurchsichtigen Gas- und den Staubwolken fortgeblasen, die uns sonst die Sicht trüben würden. So erhalten wir einen genauen Blick auf eine fortlaufende Reihe an Stadien der Sternbildung und Sternentwicklung.

Dieses detailreiche Bild des Orionnebels ist das schärfste, das je gemacht wurde. Es entstand aus Daten der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble und des 2,2-Meter-Teleskops der Europäischen Südsternwarte ESO auf La Silla. Das Mosaik enthält bei voller Auflösung eine Milliarde Pixel und zeigt etwa 3000 Sterne.

APOD-Sammlung: M42, der Orionnebel
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Das Feuerrad M101 im 21. Jahrhundert

Die Spiralgalaxie im Bild wirkt zerfleddert. Ihre Spiralarme sind stark ausgeprägt und wirken zum Rand hin hinausgeschleudert. Sie besitzen viele rötliche Sternbildungsregionen und bläuliche Sternhaufen.

Bildcredit: NASA, ESA, CXC, JPL, Caltech STScI

Einer der letzten Einträge in Charles Messiers berühmtem Katalog ist die große, schöne Spiralgalaxie M101. Doch sie ist sicherlich nicht die unscheinbarste. Ihr Durchmesser beträgt etwa 170.000 Lichtjahre. Damit ist diese Galaxie gewaltig. Sie ist fast doppelt so groß wie unsere Milchstraße.

M101 war einer der ersten Spiralnebel, die Lord Rosse 19. Jahrhundert mit seinem riesigen Teleskop, dem Leviathan von Parsontown, beobachtete. Dieses Bild zeigt eines der größten Inseluniversen in mehreren Wellenlängen. Das Komposit ist ein starker Kontrast zu den Zeichnungen. Es entstand aus Bildern, die im 21. Jahrhundert mit Weltraumteleskopen aufgenommen wurden.

Die Bilddaten von Röntgenstrahlen bis Infrarotwellenlängen (von hohen zu niedrigen Energien) wurden farblich codiert. Sie stammen vom Röntgenobservatorium Chandra (violett), dem Galaxy Evolution Explorer (blau), dem Weltraumteleskop Hubble (gelb) und dem Weltraumteleskop Spitzer (rot).

Röntgen-Daten zeigen Gas, das mehrere Millionen Grad heiß ist. Man findet es bei explodierten Sternen sowie bei Neutronensternen und Doppelsternsystemen mit Schwarzen Löchern in M101. Bilddaten, die geringere Energien abbilden, zeigen Sterne und Staub in den prachtvollen Spiralarmen von M101.

M101 ist auch als Feuerradgalaxie bekannt. Sie liegt im nördlichen Sternbild Ursa Major und ist etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt.

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NASA bekommt zwei neue Teleskope in Hubble-Qualität

Über der Erde mit Wolken und Ozeanen schwebt das Weltraumteleskop Hubble. Links oben geht die Atmosphäre mit einem blauen Rand in die Schwärze des Weltraums über.

Bildcredit: NASA

Was wäre, wenn ihr kostenlos ein neues Hubble-Teleskop bekommt? Oder gar zwei? Die astronomische Gemeinschaft ist in heller Aufregung, denn die US National Reconnaissance Office übertrug unerwartet die Rechte an zwei weltraumtauglichen Teleskopen in Hubble-Qualität an die NASA.

Nun wird der Nutzen dieser Teleskope für bereits gesetzte wissenschaftliche Ziele geprüft. Es gibt schon Hinweise, dass sogar nur eines dieser Teleskope bei der Suche nach Exoplaneten extrem nützlich wäre. Anhand ferner Galaxien und Supernovae könnte man die Natur der Dunklen Energie besser erforschen.

Nun starten die Teleskope zwar kostenlos, doch es ist teuer, ein Teleskop in Betrieb zu nehmen und mit brauchbaren Kameras auszurüsten. Daher entscheidet die NASA sehr sorgfältig, wie sie die beiden neuen Teleskope in ihr bestehendes Budget einbinden kann.

Oben seht ihr das Original-Weltraumteleskop Hubble, wie es bei der Servicemission 2002 hoch über der Erde schwebte.

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Sternbildung im Tarantelnebel

Das Bild zeigt ein Gewirr aus Staubfasern in 30 Doradus in der Großen Magellanschen Wolke. Links leuchten die Gasfasern sehr hell und fransen nach rechts in eine dunkle Umgebung mit Sternen aus.

Bildcredit: NASA, ESA, ESO, D. Lennon (ESA/STScI) et al. und das Hubble-Vermächtnisteam (STScI/AURA)

Die größte wildeste Sternbildungsregion in der ganzen Lokalen Gruppe liegt in der Großen Magellanschen Wolke (GMW). Diese ist unserer Nachbargalaxie. Wenn der Tarantelnebel so nahe wäre wie der Orionnebel, würde er den halben Himmel bedecken. Der Orionnebel ist eine nahe gelegene Sternbildungsregion.

Die rote und rosarote Gaswolke wird auch 30 Doradus genannt. Sie besteht aus massereichen Emissionsnebeln, doch es gibt dort auch Supernovaüberreste und Dunkelnebel. Der helle Sternenknoten links neben der Mitte ist R136. Er enthält viele der massereichsten und heißesten Sterne, die wir kennen.

Dieses Bild ist eines der größten Mosaike, die je aus Beobachtungsdaten des Weltraumteleskops Hubble erstellt wurden. Es zeigt beispiellose Details dieser rätselhaften Sternbildungsregion. Das Bild wurde am 22. Jahrestag des Starts des Weltraumteleskops Hubble veröffentlicht.

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Die Spiralgalaxie NGC 1672 von Hubble

Die Galaxie NGC 1672 bildfüllend dargestellt. Die Hubble-Aufnahme zeigt einen langen Zentralbalken, viele rosarote Emissionsregionen und dunkle Fasern von Staubwolken.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnisteam (STScI/AURA); Danksagung: L. Jenkins (GSFC/U. Leicester)

Viele Spiralgalaxien haben Balken in der Mitte. Sogar unsere eigene Galaxis, die Milchstraße, hat vermutlich einen kleinen Zentralbalken. Die Spiralgalaxie NGC 1672 mit wurde mit ihrem markanten Zentralbalken vom Weltraumteleskop Hubble detailreich abgebildet.

Das Bild zeigt dunkle, faserartige Staubbahnen, junge Haufen heller, blauer Sterne, rote Emissionsnebel aus leuchtendem Wasserstoff, einen langen, hellen Balken aus Sternen in der Mitte und einen hellen aktiven Kern, der wahrscheinlich ein sehr massereiches Schwarzes Loch enthält.

Licht braucht etwa 60 Millionen Jahre, um von NGC 1672 zu uns zu gelangen. NGC 1672 ist etwa 75.000 Lichtjahren groß und steht im Sternbild Schwertfisch (Dorado). Die Galaxie wird untersucht, um herauszufinden, auf welche Weise ein Spiralbalken zur Sternbildung in der Zentralregion einer Galaxie beiträgt.

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Im Zentrum des Omeganebels

Das Bild zeigt eine dichte Molekülwolke, die an manchen Stellen leuchtet. Einige Flecken sind rötlich, andere türkis-blau. Die ganze Region ist von dunklen Staubfasern überzogen. Rechts unten leuchtet eine gelblich-weiße Region.

Bildcredit: NASA, H. Ford (JHU), G. Illingworth (UCSC/LO), M.Clampin (STScI), G. Hartig (STScI), ACS-Wissenschaftsteam und ESA

Diese dunklen Wolken aus Staub und molekularem Gas sind der Omeganebel. Tief im Inneren entstehen laufend Sterne. Das Bild der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble zeigt die berühmte Sternbildungsregion sehr detailreich.

Die dunklen Staubfilamente um das Zentrum des Omeganebels entstanden in den Atmosphären kühler Riesensterne und in den Überresten von Supernovaexplosionen. Die roten und blauen Farbtöne stammen von leuchtendem Gas, das durch die Strahlung massereicher Sterne in der Nähe aufgewärmt wird.

Die Lichtpunkte sind die jungen Sterne. Einige davon sind heller als 100 Sonnen. Dunkle Globulen sind Hinweise auf sogar noch jüngere Systeme. Es sind Wolken aus Gas und Staub, die gerade kondensieren. Später entstehen darin Sterne und Planeten.

Der Omeganebel ist etwa 5000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schütze (Sagittarius). Diese Region ist etwa 3000-mal so breit wie unser Sonnensystem.

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Nahaufnahme von M106

Die Galaxie im Bild besitzt dunkle Staubwolken, rötliche Sternbildungsregionen, blaue Sternhaufen und ein helles, gelbliches Zentrum.

Bildcredit: KompositbilddatenHubble-Vermächtnisarchiv; Adrian Zsilavec, Michelle Qualls, Adam Block / NOAO / AURA / NSF; BearbeitungAndré van der Hoeven

Dieses Himmelswunder liegt nahe bei der Großen Bärin (Ursa Major). Es ist von den Sternen der Jagdhunde (Canes Venatici) umgeben und wurde 1781 vom metrischen französischen Astronomen Pierre Mechain entdeckt. Später nahm es sein Freund und Kollege Charles Messier als M106 in seinen Katalog auf.

Aktuelle Ansichten, die mit Teleskop fotografiert werden, zeigen viele Details dieser Insel im Universum. M106 ist eine Spiralgalaxie mit einem Durchmesser von etwa 30.000 Lichtjahren. Sie liegt nur zirka 21 Millionen Lichtjahre hinter den Sternen der Milchstraße. Dieses farbige Kompositbild zeigt junge blaue Sternhaufen und rötliche Sternschmieden in den Spiralarmen der Galaxie, markante Staubbahnen und einen hellen zentralen Kern.

Das hoch aufgelöste Galaxienporträt ist ein Mosaik. Es entstand aus Daten von Hubbles scharfer ACS-Kamera, die mit Farbbilddaten von der Erde kombiniert wurden. M106 ist auch als NGC 4258 bekannt. Sie ist eine nahe gelegene, aktive Seyfertgalaxie und leuchtet im ganzen Spektrum an Strahlung, das von Radiowellen bis Röntgenstrahlung reicht. Die Energie der lebhaften aktiven Galaxien stammt von Materie, die in ein massereiches Schwarzes Loch im Zentrum fällt.

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