Erdschatten und Praesepe

Drei Bilder des Mondes veranschaulichen den runden Querschnitt des Erdschattens. Zwei Bilder entstanden kurz vor und nach Beginn der Totalität, das mittlere Bild etwa zum Höhepunkt der Finsternis. Rechts oben steht der Sternhaufen M44 oder Presaepe im Sternbild Krebs.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Der dunkle Kernschatten der Erde hat die Form eines Kegels und ragt in den Weltraum. Bei einer Mondfinsternis erkennt man in der Entfernung des Mondes leicht seinen runden Querschnitt.

Dieses Kompositbild wurde am 31. Jänner auf der Nachtseite der Erde mit Teleobjektiv fotografiert. Der Erdschatten verleiht dem Mond eine rötliche Farbe. Die Phase der Totalität dauerte ungefähr 76 Minuten. Drei ausgerichtete Einzelbilder veranschaulichen den Schattenbereich der Mondbahn. Sie wurden kurz vor Beginn der Totalität, etwa zur Mitte und kurz nach dem Ende fotografiert.

Rechts oben steht der große Sternhaufen M44, der relativ nahe ist. Seine Distanz zu uns beträgt an die 600 Lichtjahre. Man kennt ihn auch als Praesepe oder Bienenkorb. Während der dunklen Totalität war er leichter zu sehen.

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Monduntergangsfinsternis

Über einem zerklüfteten Berghang geht der verfinsterte Vollmond am blauen Himmel in der Dämmerung unter. Der Mond leuchtet rötlich, weil die Erdatmosphäre rotes Licht in den Kernschatten streut.

Bildcredit und Bildrechte: Fred Espenak (MrEclipse.com)

Der zweite Vollmond im Monat fand am 31. Jänner nahe beim erdnächsten Punkt seiner Bahn statt. Es war auch die erste totale Mondfinsternis 2018. Dabei glitt der Mond durch den Schatten des Planeten Erde.

Dieser Teleskop-Schnappschuss ist eine Postkarte vom Planeten Erde. Er zeigt den total verfinsterten Mond. Er ging über den Chiricahua Mountains im Süden von Arizona am Horizont im Westen unter. Die verräterische rötliche Farbe des Mondes stammt von Sonnenlicht, das in den Schatten gestreut wird. Der Schatten des Planeten wird zur Mitte hin am oberen Rand der Mondscheibe sichtlich dunkler.

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Totale Mondfinsternis über Tadschikistan

Videocredit und -rechte: Jean-Luc Dauvergne (Ciel et Espace); Musik: Valère Leroy und Sophie Huet (Space-Music)

Was sieht man, wenn der Vollmond plötzlich verblasst? Dieses mitreißende Zeitraffervideo zeigt die Antwort. Es wurde bei der totalen Mondfinsternis 2011 in Tadschikistan gefilmt. Bei einer totalen Mondfinsternis wandert die Erde zwischen Sonne und Mond. Dadurch verblasst der Mond dramatisch. Er wird jedoch niemals ganz dunkel, weil die Erdatmosphäre etwas Licht bricht.

Der Beginn dieses Videos wirkt wie eine Tagesszene im Sonnenlicht, doch es ist Nacht. Das Licht des Vollmondes beleuchtet die Szene. Während der Mond verdunkelt wird, ebbt der Wind ab. Vorne spiegeln sich die Sterne im See. Sehr eindrucksvoll füllt sich der Himmel um den verfinsterten Mond plötzlich mit Sternen. Dahinter verläuft die belebte Ebene der Milchstraße. Der Ablauf wiederholt sich mit kleinerem Bildausschnitt. Das Schlussbild zeigt den verfinsterten Mond nahe bei Adler-, Schwanen-, Trifid– und Lagunennebel.

Fast zwei Stunden nach Beginn der Finsternis tritt der Mond aus dem Erdschatten. Sein voller Glanz erhellt wieder den Himmel. Diesen Mittwoch findet wieder eine totale Mondfinsternis statt – diesmal mit einem seltenen blauen Super-Butmond.

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Alle Finsternisse 2017

Vier Bildfelder zeigen die Finsternisse des Jahres 2017 - zwei Mondfinsternisse und zwei Sonnenfinsternisse.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Diese vier Bildfelder zeigen alle Finsternisse von Mond und Sonne, die man 2017 auf dem Planeten Erde sah, im selben Maßstab. Ein Finsternisjäger verfolgte das Schattenspiel am Himmel in vier verschiedenen Ländern.

Links oben wird die Finsternissaison angepfiffen. Der Vollmond im Februar wurde in Tschechien fotografiert. Die zarte Schattierung der Mondfinsternis stammt vom Halbschatten, das ist der hellere äußere Erdschatten. Ende desselben Monats umgab rechts oben ein Feuerring den Neumond. Er wurde fast zum Höhepunkt der plakativen ringförmigen Sonnenfinsternis in Argentinien auf Film fotografiert. Darunter ist das Finsternispaar im August. Links trifft der dunkle Kernschatten der Erde den Mond bei einer partiellen Finsternis in Deutschland. Rechts umgibt die lebhafte Sonnenkorona im Westen der USA die völlig verfinsterte Sonne.

In den Bildfeldern sind links unten die Saroszyklen (Finsterniszyklen) der Finsternisse 2017 notiert.

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Eclipsosaurus Rex

Hinter der Statue eines Dinosauriers in Wyoming leuchtet eine totale Sonnenfinsternis am fast wolkenlosen Himmel. Der dunkle Mond ist von einer strahlenden Korona umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Fred Espenak (MrEclipse.com)

Wir leben in einer Epoche, in der es totale Sonnenfinsternisse gibt, weil die scheinbare Größe des Mondes genau die Sonne bedecken kann. Doch der Mond entfernt sich langsam vom Planeten Erde. Messungen zeigten, dass er sich wegen der Gezeitenreibung um etwa 3,8 Zentimeter pro Jahr von der Erde entfernt.

In etwa 600 Millionen Jahren hat sich der Mond so weit entfernt, dass die Mondscheibe zu klein ist, um die Sonne ganz zu bedecken. Dann sehen wir auf dem Planeten Erde nur noch ringförmige Finsternisse. Dabei umgibt ein Feuerring die Silhouette des zu kleinen Mondes.

Vor 100 Millionen Jahren war der Mond etwas näher und wirkte am Himmel größer. Daher gab es im Zeitalter der Dinosaurier mehr totale Sonnenfinsternisse. Doch diese Statue eines Dinosauriers posierte vor einer aktuellen totalen Sonnenfinsternis. Eine automatische Kamera fotografierte ihn am 21. August bei der großen Finsternis in den USA. Der Dino steht vor dem Tate Geological Museum am Casper College in Wyoming.

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Schichten einer totalen Sonnenfinsternis

Das Bild entstand aus drei verschiedenen Aufnahmen. Die äußere orangefarbene Aufnahme zeigt die Sicht von SOHO. Weiter innen ist ein schwarzweißes Bild von einer Sonnenfinsternis-Expedition. Innen wurde die Sonne zeitgleich von SDO abgebildet.

Bildcredit: Innen: Solar Dynamics Observatory, LMSAL und NASA’s GSFC; Mitte: Jay Pasachoff, Ron Dantowitz und die Williams College Solar Eclipse Expedition/NSF/National Geographic; Außen: LASCO von NRL auf SOHO von ESA

Weder Regen noch Schnee oder das Dunkel der Nacht halten eine Raumsonde im All davon ab, die Sonne zu beobachten. Das SOnnen-Heliosphären-Observatorium (SOHO) der NASA beobachtet an seinem Aussichtspunkt ständig die äußere Atmosphäre der Sonne. Es ist die Korona. SOHOs Bahn liegt von der Erde aus 1,5 Millionen Kilometer Richtung Sonne.

Doch auf der Erde sieht man die hübschen koronalen Ströme und Strukturen nur bei einer totalen Sonnenfinsternis. Dann bedeckt der Mond für kurze Zeit die gleißend helle Oberfläche der Sonne. Man sieht die detailreiche Aktivität der Korona bis zur Sonne hinunter.

Das Kompositbild zeigt SOHOs ungestörte Sicht auf die Sonnenkorona bei der Finsternis im letzten Monat. Im äußeren Bereich ist sie orangefarben gezeigt. Die krapfenförmige Region in der Mitte ist die Korona. Sie wurde von der Expedition des Williams Colleges zur Sonnenfinsternis nach Salem in Oregon fotografiert.

Zeitgleich entstand die innere Ansicht. Sie stammt vom Solar Dynamics Observatory (SDO) der NASA im Erdorbit. SDO bildete die Sonne in extremem Ultraviolettlicht ab. Sie ist golden gezeigt. SDO befand sich außerhalb der Totalität.

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Solargrafie einer Sonnenfinsternis

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Chuck Bueter (Nightwise.org)

Heute ist das Äquinoktium im September. Der Pfad der Sonne am Himmel führt nach Süden. Um 20:02 UT kreuzt er den Himmelsäquator. Zum Äquinoktium sind auf dem ganzen Planeten Erde Nacht und Tag (fast) gleich lang. Doch am 21. August bot der Pfad der Sonne am Himmel manchen eine kleine Extranacht.

Die kreative Solargrafie entstand mit einer Lochkamera aus einer Getränkedose und lichtempfindlichem Papier. Die Ganztagsaufnahme folgt dem Sonnenpfad an diesem Tag. Sie zeigt den Sonnenbogen, der noch hoch über den nördlichen Himmel führt. Der Schnappschuss darunter zeigt ein Panorama der Landschaft.

Die Lücke im Bogen zeigt die Dauer der partiellen und der totalen Phase der Sonnenfinsternis am klaren Himmel über Lowman in Idaho (USA). Dort dauerte die Extranacht der Totalität etwa 2 Minuten. Die breite Lücke im Sonnenbogen zeigt, wie das Sonnenlicht während der längeren partiellen Phasen der Finsternis abnahm.

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Drei Planeten im September am Morgenhimmel

Über Schloss Veszprém in Ungarn versammelten sich am Morgenhimmel der Mond und die Planeten Mars, Merkur und Venus.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Am 18. September versammelten sich der Mond, drei Planeten und ein heller Stern am Morgenhimmel über dem ungarischen Schloss Veszprém auf der Ekliptik. Auf dieser himmlischen Landschaft leuchten Merkur und Mars in der Dämmerung am östlichen Horizont. Sie verschwanden aber bald im Glanz der Sonne. Regulus, der Alphastern im Sternbild Löwe, ist das helle Licht beim abnehmenden Sichelmond. Oben steht die gleißende Venus.

Morgens sah man auf dem ganzen Planeten Erde die schöne Konjunktion von Mond, Planeten und dem hellen Stern. Interessanterweise bedeckte der Mond an manchen Orten Regulus. Er wanderte am 18. September in nur 24 Stunden genau vor Regulus und an jedem der drei Planeten vorbei. Doch es war schwierig, die Beobachtung der Mondbedeckung zeitlich zu planen. Meist war es nur am Tageshimmel möglich.

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