M83: Die Tausend-Rubine-Galaxie

Die Spiralgalaxie M83 im Bild hat prachtvolle Spiralarme. Ihr gelblicher Kern ist von blau und rot leuchtenden Sternhaufen und Sternbildungsgebieten gesprenkelt.

Bildcredit: Subaru-Teleskop (NAOJ), Weltraumteleskop Hubble, Europäische Südsternwarte ESO; Bearbeitung und Bildrechte: Robert Gendler

Die große, schöne Spiralgalaxie M83 ist an die zwölf Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegt am südöstlichen Ende im sehr langen Sternbild Wasserschlange. Ihre markanten Spiralarme sind von dunklen Staubbahnen und blauen Sternhaufen durchzogen. Sie gaben dieser Galaxie ihren gängigen Namen: Südliches Feuerrad.

Rötliche Regionen mit Sternbildung sprenkeln die ausladenden Arme. Sie sind auf diesem funkelnden Farbkomposit betont. Daher hat M83 einen weiteren Spitznamen: Tausend-Rubine-Galaxie.

M83 ist etwa 40.000 Lichtjahre groß. Sie gehört zur selben Galaxiengruppe wie die aktive Galaxie Centaurus A. Der Kern von M83 strahlt im Röntgenlicht. Er besitzt eine hohe Konzentration an Neutronensternen und Schwarzen Löchern. Diese sind nach einem heftigen Sternbildungsausbruch übrig geblieben.

Das scharfe Farbkompositbild zeigt auch gezackte Sterne im Vordergrund in der Milchstraße. Hinten sind ferne Galaxien verteilt. Die Bilddaten stammen vom Subaru-Teleskop und von der Weitwinkel-Bildkamera der Europäischen Südsternwarte ESO sowie aus dem Hubble-Vermächtnisarchiv.

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Eine Sonnwendnacht in Paris

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Bildcredit und Bildrechte: Michel Loic

Beschreibung: Die Nacht des 21. Juni war die kürzeste Nacht auf nördlichen Breiten des Planeten Erde, und Paris auf einer Breite von 48,9 Grad nördlicher Breite war keine Ausnahme. Dennoch hatte die Stadt der Lichter einen besonders strahlenden Abend. Ihr Himmel war überflutet mit silbrig schimmernden oder leuchtenden Nachtwolken nach dem Sonnwend-Sonnenuntergang.

Die eisigen Kondensationen an Meteorstaub oder Vulkanasche schweben am Rande des Weltraums und werden in den extremen Höhenlagen der Mesosphäre noch vollständig von der Sonne beleuchtet. In den Sommermonaten sind auf hohen geografischen Breiten atemberaubende, weithin sichtbare nördliche leuchtende Nachtwolken zu beobachten.

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Längere Tage

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Bildcredit und Bildrechte: Gianluca Belgrado

Beschreibung: Diese kontinuierliche sechsmonatige Belichtung komprimiert die Zeit von Sonnenwende zu Sonnenwende (21. Dezember 2018 bis 16. Juni 2019) auf einer einzigen Aufnahme. Das unkonventionelle Bild wird als Solargraf bezeichnet, es wurde mit einer großen, röhrenförmigen Lochkamera und einem Stück Fotopapier aufgenommen.

Die einfache Kamera war während der gesamten Belichtung an einem Ort in Casarano (Italien) montiert, sie zeichnete ununterbrochen den täglichen Pfad der Sonne auf, indem sie die leuchtende Spur in das lichtempfindliche Papier brannte. Unterbrechungen und Lücken in den Spuren entstehen durch die Bewölkung. Am Ende der Aufnahme wurde das Papier digital abgetastet. Die Sonnenpfade im Dezember um die nördliche Wintersonnenwende herum verlaufen tiefer am Himmel. Sobald die Tage länger wurden und sich die Sommersonnenwende am 21. Juni näherte, kletterten die Pfade höher.

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Leuchtende Nachtwolken, Reflexionen und Silhouetten

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Bildcredit und Bildrechte: Peter Simmering

Beschreibung: Manchmal ist am Boden Nacht, aber in der Luft Tag. Wenn die Erde sich dreht, um die Sonne zu bedecken, steigt der Sonnenuntergang vom Boden auf. Daher scheint das Sonnenlicht bei Sonnenuntergang immer noch oben auf die Wolken. Normalerweise könnte man einen schönen Sonnenuntergang sehen, aber ungewöhnliche leuchtende Nachtwolken schweben so hoch oben, dass sie auch nach Einbruch der Dunkelheit noch gut sichtbar sind. Normalerweise sind sie zu blass, um sie zu sehen, doch im Sommer können sie nach Sonnenuntergang sichtbar werden, wenn das Sonnenlicht sie von unten beleuchtet.

Leuchtende Nachtwolken sind die höchsten Wolken, die wir kennen. Sie werden zu den polaren Mesosphärenwolken gezählt. Hier wurde vor zwei Wochen ein Netzwerk leuchtender Nachtwolken fotografiert – nicht nur am fernen Himmel, sondern auch als Reflexion auf einem kleinen See nördlich von Zwolle in den Niederlanden, mit dunklen Silhouetten von Bäumen am Horizont.

Immer noch erscheinen ungewöhnlich helle leuchtende Nachtwolken über großen Teilen Nordeuropas. Vieles über leuchtende Nachtwolken wurde erst in den letzten Jahren bekannt, doch wie sie entstehen und sich entwickeln, ist weiterhin ein aktives Forschungsthema.

Galerie: Aktuelle leuchtende Nachtwolken über Europa

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Die 25 hellsten Sterne am Nachthimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Tragoolchitr Jittasaiyapan

Beschreibung: Kennen Sie die Namen der hellsten Sterne? Wahrscheinlich kennen Sie einige, obwohl die Namen mancher hellen Sterne so alt sind, dass sie auf den Beginn der Schriftsprache zurückgehen. Viele Weltkulturen haben ihre eigenen Namen für die hellsten Sterne, und es ist kulturell und historisch wichtig, sie in Erinnerung zu behalten. Doch im Interesse einer klaren globalen Kommunikation begann die Internationale Astronomische Union (IAU), Sternen standardisierte Namen zu geben.

Oben sind die 25 hellsten Sterne am Nachthimmel, die Menschen derzeit sehen können, in Echtfarben abgebildet, zusammen mit ihren von der IAU anerkannten Namen. Manche Sternnamen haben interessante Bedeutungen, etwa Sirius („sengend“ im Lateinischen), Wega („herabstoßend“ im Arabischen) und Antares („Gegenmars“ im Griechischen). Wahrscheinlich sind Ihnen andere dieser Namen heller Sterne nicht vertraut, außerdem ist der bekannte Polarstern zu blass für diese Liste.

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Gegendämmerungsstrahlen laufen gegenüber der Sonne zusammen

Beim Blick aus dem Fenster eines Flugzeugs waren diese Gegendämmerungsstrahlen zu sehen. Es sind Strahlenbüschel, die gegenüber der Sonne wieder zusammenlaufen. Oben ist der Himmel wolkig und blau, unten ist grauer Nebel.

Bildcredit und Bildrechte: Juraj Patekar

Gibt es in Gegenrichtung der Sonne je etwas Interessantes zu sehen? Ja, manchmal. Das kann euer Schatten sein. Wenn die Anordnung passt, ist es der Schatten des Mondes bei einer totalen Sonnenfinsternis oder ein verfinsterter Vollmond.

Es kann auch eine Vollerde sein. Manchmal sind es Planeten in Opposition oder das Funkeln von Planeten. Auch der Gegenschein, bei dem Sonnenlicht von interplanetarem Staub reflektiert wird, leuchtet gegenüber der Sonne. Das Zentrum eines Regenbogens, Berghallen-Nebelbögen oder eine Flugzeug-Glorie sind weitere Möglichkeiten. Manchmal ist es auch etwas anderes, wenn die Zeitplanung und die Positionen von Wolken und Sonne genau passen.

Der Effekt im Bild beginnt mit Wolken nahe der Sonne, durch die gewöhnliche Strahlenbüschel strömen. Dieses ungewöhnliche Bild wurde Mitte April in einem Flugzeug fotografiert. Die Strahlenbüschel laufen 180 Grad um den Himmel und strömen auf der anderen Seite gegenüber der Sonne zusammen. Dort werden sie als Gegendämmerungsstrahlen bezeichnet.

Es wirkt, als wäre in der Bildmitte etwas Helles, das am Sonnengegenpunkt leuchtet. Es leuchtet aber hinten, denn das Licht kommt aus der Richtung des Beobachters und nicht umgekehrt.

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Der Carinanebel als Hubble-Panorama

Der Carinanebel ist eine stürmische Gegend, die ihr Aussehen ständig verändert.

Bildcredit: NASA, ESA, N. Smith (U. California, Berkeley) et al. und das Hubble-Kulturerbe-Team (STScI/AURA)

Wie wirken stürmische Sterne auf ihre Umgebung? Astronomys wollten das wissen. Dazu erstellten sie ein hoch aufgelöstes Panorama aus 48 Bildern. Es ist farbgeprüft und zeigt das Zentrum des Carinanebels. Der Carinanabel ist eine der größten Regionen mit Sternbildung am Nachthimmel. Dieses Bild aus dem Jahr 2007 ist das bisher detailreichste.

Der Carinanebel ist als NGC 3372 katalogisiert. Er enthält Ströme aus heißem Gas und Ansammlungen aus kühlem Gas. Im kühlen Gas sind Knoten mit dunklen Globulen und Säulen aus dichtem interstellarem Staub. Links neben der Mitte ist der Schlüssellochnebel. Er enthält einige der massereichsten Sterne, die wir kennen. Die großen, mächtigen Sterne entstanden wahrscheinlich in dunklen Globulen. Mit ihrem energiereichen Licht und den Sternwinden, die sie verströmen, formten sie den Nebel ständig um. Ihre Existenz beenden sie, indem sie als Supernovae explodieren. Auch dabei beeinflussen sie den Nebel.

Wir sehen den ganzen Carinanebel mit bloßem Auge. Seine Breite beträgt mehr als 450 Lichtjahre breit. Er ist etwa 8500 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Kiel des Schiffs (Carina).

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Landeplatz Ares 3: Die Rückkehr zum Mars

Die Marsoberfläche ist Falschfarben-blau dargestellt. Links graben sich drei tiefe Krater in die Oberfläche, der Rest ist mit eher kleinen flachen Kratern übersät.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Diese Nahaufnahme der HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiter zeigt verwitterte Krater und vom Wind verwehte Ablagerungen in der südlichen Acidalia Planitia. Zu den Standard-HiRISE-Bildfarben zählt ein auffällig blauer Farbton. Für ein menschliches Auge würde die Region wohl grau oder rötlich aussehen.

Doch es waren keine menschlichen Augen, die dieses Gelände gesehen haben, außer man zählt die Augen der NASA-Astronauten im Science-Fiction-Roman Der Marsianer von Andy Weir dazu. Dieser Roman berichtet von den Abenteuern Mark Watneys, einem Astronauten, der am Landeplatz der fiktiven Marsmission Ares 3 strandet, und der den Koordinaten dieses beschnittenen HiRISE-Bildes entspricht. Zur Größenordnung: Watneys Habitat mit einem Durchmesser von 6 Metern würde hier etwa 1/10 vom Durchmesser des großen Kraters füllen.

Übrigens liegen die Ares-3-Landekoordinaten nur etwa 800 Kilometer nördlich der (tatsächlichen) Carl Sagan Memorial Station, Pathfinders Landeplatz 1997.

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