
Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis (STScI/AURA)/Hubble-Europe-Kollaboration; Danksagung: D. Padgett (NASA’s GSFC), T. Megeath (U. Toledo), B. Reipurth (U. Hawaii)
Diese beiden kosmischen Strahlen erinnern an ein Lichtschwert mit Doppelklinge. Doch sie strömen aus einem neu entstandenen Stern in einer Galaxie in unserer Nähe. Die faszinierende Szene entstand aus Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble. Sie zeigt einen Ausschnitt des Objekts Herbig-Haro 24 (HH 24), der ungefähr ein halbes Lichtjahr lang ist. HH 24 ist etwa 1300 Lichtjahre entfernt und liegt im Orion-B-Molekülwolkenkomplex, in dem Sterne entstehen.
Den zentralen Protostern in HH 24 sehen wir nicht direkt. Er ist von kaltem Staub und Gas in einer flachen, rotierenden Akkretionsscheibe umgeben. Wenn Materie aus der Scheibe auf das junge stellare Objekt fällt, wird sie aufgeheizt. Die schmalen, energiereichen Strahlen werden in der Rotationsachse des Systems ausgestoßen und liegen einander gegenüber. Sie dringen durch die interstellare Materie in der Region. Dabei bilden sie eine Serie leuchtender Stoßfronten.