Der scheue Quallennebel

Rechts unten leuchtet ein orange-grüner dichter Nebel, der an eine Qualle erinnert. In der Mitte und auf einer größeren Fläche leuchtet ein blasserer, grün-blauer Nebel, der von dunklen Staubfasern durchzogen ist.

Bildcredit und Bildrechte: Bob Franke

Das faszinierende Teleskopbild zeigt den sonst blassen, schwer fassbaren Quallennebel in Falschfarben. Die hellen Sterne My und Eta Geminorum am Fuß der himmlischen Zwillinge flankieren ihn. Der Quallennebel ist die hellere gewölbte Emission rechts unten, an der Tentakel baumeln.

Die kosmische Qualle gehört zum blasenförmigen Supernova-Überrest IC 443. Er ist die Trümmerwolke eines explodierten schweren Sterns, die sich ausdehnt. Das Licht der Explosion erreichte die Erde vor mehr als 30.000 Jahren. Ihr Cousin in astrophysischen Gewässern ist der Krebsnebel. Auch er ist der Überrest einer Supernova. Beide enthalten einen Neutronenstern. Das ist der Überrest des kollabierten Inneren des Sterns.

Der Emissionsnebel Sharpless 249 füllt das Feld links oben. Der Quallennebel ist etwa 5000 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist das Bild einen etwa 300 Lichtjahre breit.

Das Schmalband-Komposit entstand mit einem Farbschema, das durch Bilder des Weltraumteleskops Hubble bekannt wurde. Es kartiert das angeregte Leuchten der Atome von Sauerstoff, Wasserstoff und Schwefel in Blau, Grün und Rot.

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