HH 666: Staubsäulen in Carina und ein Strahl

Eine geschichtete braune Struktur füllt das Bild Sie erinnert an einen Bienenkorb. Aus dem Inneren strömen Strahlen, die ein Protostern ausstößt.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung und Bildrechte: Domingo Pestana

Manche sehen hier einen Bienenkorb mit einer bösen Biene. Doch eigentlich zeigt das Hubble-Bild eine kosmische Säule aus Staub. Sie ist zwei Lichtjahre lang. Darin befindet sich das Objekt Herbig-Haro 666. Es ist ein junger Stern, der mächtige Strahlen ausstößt. Die Struktur liegt in einer der größten Regionen mit Sternbildung unserer Galaxis, dem Carinanebel. Er leuchtet ungefähr 7500 Lichtjahre entfernt am Südhimmel.

Die Winde und die Strahlung von Carinas jungen, heißen, massereichen Sternen formen die schichtartigen Umrisse der Säule. Einige Sterne entstehen noch im Inneren des Nebels. Diese Ansicht entstand in Infrarotlicht, das den Staub durchdringt. Sie zeigt die beiden schmalen, energiereichen Strahlen, die ein Jungstern ausstößt, der noch verborgen ist.

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Horizont in Blau und Rot

Hinter Bäumen und einem Spinatfeld leuchtet der Mond mit einem Hof, rechts ragt ein Vulkan aus den Volken, an dessen Gipfel rote Lava glüht.

Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar (Planetario Ciudad de La Plata)

Was passiert am Horizont? Hinter einem Spinatfeld in Guatemala stehen nicht nur Bäume. Darüber ragt ein großer Vulkan, der Volcán de Fuego (Feuervulkan). Das rote Leuchten auf dem Gipfel ist glühende Lava.

Doch vielleicht wandert euer Auge zum blauen Kreis links über dem Horizont. Er umgibt den Mond. Zusammen mit den anderen Farben bezeichnet man ihn als Korona. Eine Korona entsteht durch die Beugung von Licht – in diesem Fall Mondlicht – an kleinen Wassertröpfchen in der Erdatmosphäre.

In einer Lücke in den Wolken rechts glitzern Sterne und sogar der Planeten Saturn weit hinter dem Vulkan. Der Volcán de Fuego ist zwar häufig leicht aktiv. Doch der Astrofotograf hatte Glück, diese Szene bei einem Ausbruch Ende September fotografieren zu können.

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Erde und Mond

Bildrechte: NASA, JPL, Galileo-Projekt; Bearbeitung und Lizenz: Gordan Ugarkovic

Nur selten werden Erde und Mond zusammen fotografiert. Diesen Monat vor 25 Jahren bot sich eine der besten Gelegenheiten. Damals sauste die Jupitersonde Galileo am System unserer Heimatwelt vorbei. Die Raumsonde Galileo näherte sich auf etwa 15 Erde-Mond-Distanzen. Von dort aus sah sie, wie unser natürlicher Begleiter an unserer Heimatwelt vorbeiglitt.

Dieses Video kombiniert 52 historische Bilder, die farbverstärkt wurden. Der Mond wirkt zwar neben der Erde klein. Doch kein anderer Planet im Sonnensystem hat einen Begleiter, dessen Größe so ähnlich ist. Rechts außen ist die Sonne. Sie beleuchtete etwa die Hälfte jeder Kugel. Die rotierende Erde zeigt Wolken, blaue Ozeane und braune Kontinente.

Heute Nacht leuchtet auf der ganzen Erde ein fast voller EichenSupermond. Er scheint von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

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Vollmondsilhouetten

Videocredit und -rechte: Mark Gee; Musik: Tenderness (Dan Phillipson)

Habt ihr schon einmal gesehen, wie der Mond aufgeht? Wenn der fast volle Mond langsam am klaren Horizont aufgeht, kann eindrucksvoll sein. Der Film entstand Anfang 2013. Er zeigt, wie ein imposanter Mond über der Mount-Victoria-Aussicht in Wellington (Neuseeland) aufgeht. Nach sorgfältiger Planung stellte der Astrofotograf etwa zwei Kilometer entfernt eine Kamera auf. Er richtete sie dahin, wo der Mond bald seinen nächtlichen Auftritt hatte.

Dieses Echtzeitvideo in einem Stück gefilmt. Es ist unbearbeitet – also keine Zeitraffer. Die Menschen, die auf der Mount-Victoria-Aussicht zusehen, wie der größte Satellit der Erde aufgeht, sind kleine Silhouetten. Es ist leicht, selbst zu beobachten, wie der Mond aufgeht: Es geschieht jeden Tag, aber nur die halbe Zeit bei Nacht. Jeden Tag geht der Mond etwa fünfzig Minuten später auf als am Vortag. Ein Vollmond geht immer bei Sonnenuntergang auf.

Heute Abend gibt es eine gute Gelegenheit, um bei Sonnenuntergang zu beobachten, wie der Vollmond aufgeht. Dann kommt der Mond in seiner vollen Phase der Erde relativ nahe – ein sogenannter Supermond. Daher erscheint er etwas größer und heller als sonst.

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Die Messierkrater in Stereo

Das rot-cyan-farbige Stereobild zeigt die Krater Messier und Messier A dreidimensional, wenn man es mit 3-D-Brillen betrachtet. Rechts unten ist ein Bild des Mondes eingeblendet.

Bildcredit: Apollo 11, NASA; Rechte am Stereobild: Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde sind mit dem Astronomen Charles Messier verbunden. Er schuf im 18. Jahrhundert einen berühmten Katalog.

Auch diese zwei großen markanten Krater auf dem Mond tragen seinen Namen. Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Mondmeer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis auf. Sie sind 15 x 8 und 16 x 11 Kilometer groß und haben eine längliche Form. Man kann das mit einem Einschlagkörper erklären, der von links nach rechts auf einer extrem flachen Flugbahn kam, als er die Krater schlug. Der flache Einschlag führte auch zu zwei Strahlen aus hellem Material. Sie liegen außerhalb des Bildes und zeigen nach rechts.

Schaut dieses spannende Stereobild des Kraterpaares mit rot-blauen Brillen an (rot am linken Auge). Es entstand aus hoch aufgelösten Scans zweier Bildern (AS11-42-6304, AS11-42-6305). Diese wurden bei der Mondmission Apollo 11 fotografiert.

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Nordamerika und der Pelikan

Die rote Emissionsregion im Bild wird von einer dunklen Staubwolke strukturiert. So erinnert der Linke Teil wie Nordamerika, der rechte Teil an einen Pelikan.

Bildcredit und Bildrechte: Paolo Moroni

Wer unseren hübschen Planeten mag, kennt sicherlich die Umrisse dieser kosmischen Wolken. Links leuchtet die Emissionsregion NGC 7000. Dunkle Staubbahnen ziehen rechts daneben einen Rand. Sie skizzieren die Form eines Kontinents. Daher hat die Emissionsergion den gängigen Namen Nordamerikanebel. Rechts vor der Ostküste des Nordamerikanebels liegt IC 5070. Sein Profil legt den Namen Pelikannebel nahe.

Die beiden hellen Nebel sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt. Sie gehören zur selben großen, komplexen Sternbildungsregion. Diese ist fast so nahe wie der besser bekannte Orionnebel. Bei dieser Entfernung misst das 6 Grad breite Sichtfeld 150 Lichtjahre.

Dieses sorgfältig erstellte kosmische Porträt entstand aus Schmalbandbildern. So wurden die hellen Ionisationsfronten und das charakteristische rote Leuchten des atomaren Wasserstoffs betont. Diese Nebel seht ihr mit Fernglas an einem dunklen Ort. Sucht sie nordöstlich vom hellen Stern Deneb im Sternbild Schwan.

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Die Dreiecksgalaxie M33

Die Dreiecksgalaxie M33 füllt das Bildfeld. Sie wirkt hier recht zerfleddert. Diese lose Anordnung ihrer Spiralarme macht es schwierig, sie mit einem Teleskop zu beobachten.

Bildcredit und Bildrechte: Peter Nagy

Im kleinen nördlichen Sternbild Dreieck liegt die prächtige Spiralgalaxie M33. Wir sehen sie von oben. Sie hat die gängigen Namen Feuerradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist etwa 50.000 Lichtjahre breit. Sie ist die drittgrößte Galaxie in der Lokalen Gruppe. Die größten sind die Andromedagalaxie M31 und unsere Milchstraße.

M33 ist zirka 3 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Vermutlich ist sie eine Begleiterin der Andromedagalaxie. Forschende in den beiden Galaxien haben vermutlich eine tolle Aussicht auf die jeweils andere Spiralgalaxie.

Dieses scharfe Kompositbild zeigt den Blick vom Planeten Erde. M33 hat blaue Sternhaufen und rosaroten Regionen mit Sternbildung. Sie sind an den lose gewundenen Spiralarmen der Galaxie verteilt. Die hellste Region mit Sternbildung ist NGC 604. Sie ist hohl und liegt hier vom Galaxienzentrum aus etwa auf der 7-Uhr-Position.

Nicht nur bei M31, sondern auch bei M33 konnte man die Entfernung gut vermessen, weil sie eine Population veränderlicher Sterne besitzt. So wurde die Dreiecksgalaxie zu einem kosmischen Markstein, als man die Entfernungsskala im Universum etablierte.

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M42 – der große Orionnebel

Der Orionnebel ist sehr detailreich abgebildet, links leuchtet ein blauer Nebel, rechts die bekannte Höhlung mit dem Trapez.

Bildcredit und Bildrechte: Francesco Battistella

Nur wenige Ansichten der Astronomie regen die Fantasie sosehr an wie ein Sternbildungsgebiet in unserer Nähe. Es ist der Orionnebel. Das leuchtende Gas im Nebel umgibt heiße junge Sterne am Rand einer riesigen interstellaren Molekülwolke. Dieses Bild zeigt viele faserartige Strukturen. Es sind Stoßwellen. Sie bestehen aus Fronten, an denen schnelle Materie auf langsames Gas trifft.

Der Orionnebel ist etwa 40 Lichtjahre groß. Er liegt 1500 Lichtjahre entfernt im selben Spiralarm unserer Galaxis wie die Sonne. Wir sehen den großen Nebel im Orion ist mit bloßem Auge. Er schimmert links unter dem Gürtel aus drei Sternen im beliebten Sternbild Orion, den man leicht erkennt.

Dieses Bild wurde letzten Monat fotografiert. Es wurde zwei Stunden belichtet und zeigt den Nebel in drei Farben. Zum ganze Komplex der Orionnebelwolken gehört auch der Pferdekopfnebel. Er wird im Laufe der nächsten 100.000 Jahre langsam zerstreut.

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