Wenn Schwarze Löcher kollidieren


Videocredit und -rechte: Simulating Extreme Spacetimes Collaboration

Beschreibung: Was geschieht, wenn zwei Schwarze Löcher zusammenstoßen? Dieses Extremszenario tritt wahrscheinlich in den Zentren einiger verschmelzender Galaxien und Mehrfachsternsysteme auf. Das hier gezeigte Video zeigt die Computeranimation des Endstadiums einer solchen Verschmelzung, bei der die Gravitationslinseneffekte betont wurden, die vor dem Sternenfeld im Hintergrund zu beobachten wären. Die schwarzen Regionen markieren die Ereignishorizonte des dynamischen Duos, während ein umgebender Ring aus sich verschiebenden Hintergrundsternen die Position ihres gemeinsamen Einsteinrings. Von allen Hintergrundsternen sind nicht nur außerhalb dieses Einsteinrings Bilder sichtbar, sondern auch ein oder mehrere Begleitbilder im Inneren. Schlussendlich verschmelzen die beiden Schwarzen Löcher. Die Endstadien solcher Verschmelzungen könnten zu einem starken, vorhersagbaren Ausbruch an Gravitationsstrahlung führen, das ist eine Nachstrahlung, nach der intensiv gesucht wird, sie hat eine völlig andere Natur als Licht und wurde bisher noch nie direkt beobachtet.

Weltraum-Musikvideo: APOD-Bilder vom September 2015
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Das Kreuz des Südens am Südhimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Beschreibung: Haben Sie schon einmal das Kreuz des Südens gesehen? Dieses berühmte Sternbild ist am besten auf der Südhalbkugel der Erde zu sehen. Die vier hellen Sterne, die das Kreuz des Südens markieren, wurden in Rio de Janeiro (Brasilien) fotografiert und sind auf diesem Bild knapp über dem Horizont zu sehen. Links im Sternbild Kreuz des Südens steht der orangefarbene Stern Gamma Crucis. Das Band aus Sternen, Staub und Gas, das in der Mitte dieses Bildmosaiks aufsteigt, ist Teil unserer Galaxis, der Milchstraße. Rechts neben dem Kreuz des Südens liegt der dunkle Kohlensacknebel, der helle Nebel oben im Bild ist der Carinanebel. Das Sternbild Kreuz des Südens ist so berühmt, dass es auf der australischen Nationalflagge abgebildet ist.

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Mammaten über Saskatchewan

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Bildcredit und Lizenz: Craig Lindsay, Wikipedia

Beschreibung: Warum sind diese Wolken so blasenartig? Normalerweise sind Wolkenunterseiten flach, weil feuchte, warme Luft aufsteigt, dabei abkühlt und bei einer gewissen Temperatur zu Wassertröpfchen kondensiert, die normalerweise einer bestimmten Höhe entspricht. Wenn die Wassertröpfchen wachsen, entsteht eine undurchsichtige Wolke. Unter bestimmten Bedingungen können jedoch Wolkentaschen entstehen, die große Tröpfchen aus Wasser oder Eis enthalten, welche in die klare Luft fallen, während sie verdampfen. Solche Taschen können in der turbulenten Luft in der Nähe eines Gewitters auftreten. Solche Mammatuswolken sehen besonders dramatisch aus, wenn sie seitlich von der Sonne beleuchtet werden. Diese Mammaten wurden im Sommer 2012 über Regina in Saskatchewan (Kanada) fotografiert.

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Die helle Spiralgalaxie M81

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Bildcredit und Bildrechte: Ken Crawford (Rancho Del Sol Observatory)

Beschreibung: Eine der hellsten Galaxien am Himmel des Planeten Erde ist ähnlich groß wie unsere Milchstraße: die große, schöne M81. Die große Spiralgalaxie befindet sich im nördlichen Sternbild Großer Bär (Ursa Major). Dieses prächtige detailreiche Bild zeigt den hellen, gelblichen Kern von M81, die blauen Spiralarme, verräterische rosarote Sternbildungsregionen und ausladende kosmische Staubbahnen von ähnlicher Größe wie die Milchstraße. Eine markante Staubbahn verläuft links neben dem Zentrum der Galaxie direkt durch die Scheibe, entgegengesetzt zu anderen markanten Spiraleigenschaften von M81- ein Hinweis auf eine ungeordnete Vergangenheit. Die verirrte Staubbahn könnte das Überbleibsel einer nahen Begegnung von M81 mit ihrer kleineren Begleitgalaxie M82 sein. Die nähere Betrachtung vieler unterschiedlicher Sterne in M81 führte zu einer der besten Entfernungsbestimmungen einer externen Galaxie – 11,8 Millionen Lichtjahre. Über der großen Spirale steht Holmberg IX, eine Zwerg-Begleitgalaxie von M81.

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Die Nacht verbirgt die Welt

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Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Die Sterne treten zum Vorschein, während die Abenddämmerung auf dieser ruhigen Himmelslandschaft verblasst, frei nach dem persischen Sprichwort „Die Nacht verbirgt die Welt, aber sie enthüllt ein Universum.“ In dieser Szenerie geht die Sonne im Norden Kenias unter, und die Nacht verbirgt bald das Ufer des Turkanasees, der viele Nilkrokodile beherbergt. Die Region ist auch für ihren Reichtum an menschlichen Fossilien bekannt. In dieser Novembernacht leuchtet eine gleißende Venus, damals der Abendstern der Welt, oben am Sternenhimmel. Doch auch blasse Sterne und kosmische Staubwolken im anmutigen Bogen unserer Milchstraße sind zu sehen.

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M16 und der Adlernebel

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Bildcredit und Bildrechte: Jimmy Walker

Beschreibung: M16, ein etwa 2 Millionen Jahre junger Sternhaufen, auch als Adlernebel bekannt, ist hier umgeben von den Geburtswolken aus Staub und leuchtendem Gas umgeben. Dieses prächtige, detailreiche Bild der Region enthält kosmische Skulpturen, die durch Nahaufnahmen des Sternbildungskomplexes mit dem Weltraumteleskop Hubble berühmt wurden. Die dichten, staubhaltigen Säulen werden als Elefantenrüssel oder Säulen der Schöpfung beschrieben, sie ragen nahe der Mitte hoch, sind Lichtjahre lang, kollabieren durch Gravitation und bilden Sterne. Energiereiche Strahlung von den Haufensternen erodiert die Materie an den Spitzen und legen schlussendlich die eingebetteten neuen Sterne frei. Vom hellen Emissionsgrat links neben der Mitte geht eine weitere staubige Sternbildungssäule aus, die als Fee des Adlernebels bekannt ist. M16 und der Adlernebel sind etwa 7000 Lichtjahre entfernt und für Fernglas oder kleine Teleskope ein gutes Ziel in einem nebelreichen Teil des Himmels, der im geteilten Sternbild Serpens Cauda (Schwanz der Schlange) liegt.

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Eine Gegenschein-Mondfinsternis

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek; Rollover-Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Gibt es gegenüber der Sonne irgendetwas Interessantes zu sehen? In einer Nacht letzten Monat gab es einige Dinge.

Als Erstes die rot leuchtende Kugel rechts unten im Bild – sie ist der verdunkelte, gerötete Vollmond, der in den Erdschatten eingetreten ist. Zweitens befinden sich hinter dem Finsterniskegel des Kernschattens reflektierende Staubteilchen, welche um die Sonne kreisen. Diese fallen durch ein diffuses Leuchten auf, das als Gegenschein bezeichnet wird, der als zartes Band von der Mitte des Horizonts aufsteigt und hinter dem Mond vorbeizieht.

Auch ein fast waagrechter Streifen grünen Nachthimmellichtes ist knapp über dem Horizont erkennbar, teilweise verdeckt durch treibenden orangefarbenen Sand. Fern am Himmel ist am oberen Bildrand der Stern Sirius als blauer Punkt erkennbar, das zentrale Band unserer Milchstraße wölbt sich links im Bild nach oben. Die verschwommenen Lichtflecke links neben der Mitte sind die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Rote Emissionsnebel, zu zahlreich um sie alle zu zählen, sind über den Himmel verstreut, sie sind auf einem Zusatzbild markiert.

Im Vordergrund liegt die einsame Deadvlei-Region des Nationalparks Namib-Naukluft in Namibia, und der Astrofotograf blickt über ein Land und einen Himmel, beides so erstaunlich, dass er es als eine der schönsten Erfahrungen seines Lebens beschrieb.

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Der Elefantenrüssel in IC 1396

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Bildcredit und Bildrechte: J.C. Canonne, P. Bernhard, D. Chaplain und L. Bourgon

Beschreibung: Der Elefantenrüsselnebel windet sich wie die Illustration zu einer galaktischen Nur-So-Geschichte durch Emissionsnebel und den jungen Sternhaufenkomplex IC 1396 im weit entfernten Sternbild Kepheus. Natürlich ist der kosmische Elefantenrüssel mehr als 20 Lichtjahre lang. Dieses Kompositbild wurde mit Schmalbandfiltern fotografiert, welche durchlässig sind für das Licht ionisierter Wasserstoff-, Schwefel- und Sauerstoffatome in der Region. Das Ergebnisbild betont die hellen, zurückgefegten Grate, welche die Taschen aus kühlem interstellarem Staub und Gas umranden. Solche eingebetteten dunklen rankenförmigen Wolken enthalten das Rohmaterial für Sternbildung und verstecken Protosterne im undurchsichtigen kosmischen Staub. Der relativ blasse, fast 3000 Lichtjahre entfernte Komplex IC1396 bedeckt am Himmel einen großen Bereich von mehr als 5 Grad.

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Galaxie, Sterne und Staub

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Bildcredit und Bildrechte: Eric Coles und Mel Helm

Beschreibung: Ist diese Galaxie in einem Netz aus Staub gefangen? Nein – sie liegt weit im Hintergrund. Gezackte Sterne und gespenstische Formen sind auf dieser detailreichen kosmischen Himmelslandschaft reichlich vorhanden. Dieses gut gewählte Sichtfeld bedeckt am Himmel im Sternbild Pegasus etwa die Fläche des Vollmondes. Die helleren Sterne liegen weit innerhalb unserer Galaxis und weisen Lichtkreuze auf – ein Effekt, der durch die Fangspiegelmontierung im Inneren von Spiegelfernrohren häufig entsteht. Die blassen, alles durchdringenden Wolken aus interstellarem Staub schweben über der galaktischen Ebene und reflektieren schwach das kombinierte Sternenlicht der Milchstraße. Sie sind als Zirruswolken in hohen galaktischen Breiten oder integrierter Flussnebel bekannt und gehen mit Molekülwolken einher. Die als MBM 54 katalogisierte Wolke, welche diese Szenerie füllt, ist weniger als tausend Lichtjahre entfernt. Die scheinbar in Staub gehüllte Galaxie ist die etwa 60 Millionen Lichtjahre entfernte markante Spiralgalaxie NGC 7497. Sie liegt nahe der Bildmitte und ist fast genau von der Seite sichtbar. Die Spiralarme und Staubbahnen von NGC 7497 spiegeln die Farben der Sterne und des Staubs in der Milchstraße wider.

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Im Zentrum des Trifidnebels

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Bildcredit: Subaru-Teleskop (NAOJ), Weltraumteleskop Hubble, Martin Pugh; Bearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Im Trifidnebel, einem Sternentstehungsgebiet im Sternbild Schütze (Sagittarius), sind Wolken aus leuchtendem Gas mit Staubbahnen vermischt. Die drei markanten Staublinien, die Trifid seinen Namen gaben, laufen im Zentrum zusammen. Rechts liegen Berge aus undurchsichtigem Staub, weitere dunkle Staubfasern durchziehen den ganzen Nebel. Ein einzelner massereicher Stern in der Mitte bringt einen Großteil des Trifidnebels zum Leuchten. Der auch als M20 bekannte Trifid ist nur ungefähr 300.000 Jahre alt und gehört damit zu den jüngsten Emissionsnebeln, die wir kennen. Der Nebel ist etwa 9000 Lichtjahre entfernt, der hier abgebildete Teil umfasst ungefähr 10 Lichtjahre. Das hier gezeigte Bild ist ein Komposit, dessen Leuchtdichte von einem Bild des erdgebundenen 8,2-Meter-Subaruteleskops und die Details vom 2,4-Meter-Hubble-Weltraumteleskop stammen, die Farbdaten wurden von Martin Pugh zur Verfügung gestellt, das ganze Bild wurde von Robert Gendler montiert und bearbeitet.

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Sternenstaub im Perseus

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Bildcredit und Bildrechte: Lynn Hilborn

Beschreibung: Diese kosmische Weite aus Staub, Gas und Sternen bedeckt etwa 6 Grad am Himmel im heroischen Sternbild Perseus. Auf dieser prächtigen Himmelslandschaft liegen links oben der faszinierende junge Sternhaufen IC 348 und der benachbarte Fliegender-Geist-Nebel. Rechts befindet sich das etwa 850 Lichtjahre entfernte Objekt NGC 1333, eine weitere aktive Sternbildungsregion, die durch dunkle, staubige Ranken mit den Randgebieten der gewaltigen Perseus-Molekülwolke verbunden ist. Weitere staubhaltige Nebel und das blasse, rötliche Leuchten von Wasserstoff sind über das Sichtfeld verstreut. Der kosmische Staub versteckt die neu entstandenen Sterne und die jungen stellaren Objekte oder Protosterne vor neugierigen optischen Teleskopen. Die Protosterne entstehen, wenn die dichten, in die staubhaltigen Molekülwolken eingebetteten Kerne unter der Last ihres eigenen Schwerefeldes kollabieren. In der geschätzten Entfernung der Molekülwolke wäre dieses Sichtfeld fast 90 Lichtjahre breit.

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