Finsternisablauf auf La Palma

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Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN)

Beschreibung: Die dramatische Bildserie links zeigt die totale Mondfinsternis im September über der rauen Landschaft und einem Wolkenmeer auf der kanarischen Insel La Palma. Die Helligkeit des Vollmondes im Perigäum ist in eine runde Fischaugenprojektion gefasst, seine Helligkeit ändert sich dramatisch, wenn man sie außerhalb der totalen Finsternisphase mit dem schwachen Leuchten während der 72 Minuten langen Totalität vergleicht. Rechts zeigt ein Einzelbild die dunkle rote Mondscheibe während der totalen Finsternisphase, der Mond steht tief im Erdschatten. Die Größe des verfinsterten Mondbildes rechts zeigt den ungefähren Größenvergleich von Mond und Erde, deren Größe mit der Projektion des Finsternisablaufs veranschaulicht wird.

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An Pluto vorbeifliegen


Videocredit: NASA, Johns Hopkins U. APL, SwRI, Stuart Robbins

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man an Pluto vorbeifliegt? Genau das tat die Roboterraumsonde New Horizons Ende Juli und schickt immer noch atemberaubende Bilder des Zwergplaneten. Einige Bilder wurden digital zu dem hier gezeigten Video kombiniert. Die Animation beginnt mit New Horizons‘ Annäherung an das Plutosystem, wobei Pluto und sein größter Mond Charon ihren gemeinsamen Schwerpunkt umkreisen. Während die Raumsonde auf Pluto zustürzt, werden überraschende Oberflächendetails erkennbar, die – leider – schnell aus dem Blickfeld rotieren. New Horizons fliegt dann knapp über eine große, faszinierende, helle herzförmige und ungewöhnlich glatte Region, die nun als Tombaugh Regio bekannt ist. Dann schwenkte die Raumsonde, blickte auf Plutos Nachtseite zurück und sah einen weitreichenden atmosphärischen Nebel. Schließlich verschwindet Pluto in einer letzten Sequenz, welche die Bahnen vieler kleiner Plutomonde zeigt. Zwar hat die Menschheit derzeit keine Pläne zur Rückkehr zu Pluto, doch die Raumsonde New Horizons könnte leicht zu einem Asteroiden gelenkt werden, der derzeit nur als 2014 MU69 bekannt ist.

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Orion über und unter Tibet

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Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai

Beschreibung: Diese Nacht war so klar, dass man Orion nach unten aufgehen sehen konnte. Das ungewöhnliche Schauspiel wurde mit dieser Einzelaufnahme fotografiert, sie zeigt sehr detailreich den Himmel um das berühmte Sternbild Orion oben, aber auch unten – reflektiert in einem friedlichen See im Gyirong-Tal in Tibet (China). Das Bild wurde letztes Jahr zu dieser Zeit fotografiert, die drei Gürtelsterne Orions sind fast senkrecht über und unter dem Himalaja aufgereiht. Auch der komplexe Orionnebel ist rechts neben den Gürtelsternen zu sehen, die rot leuchtende runde Struktur um Orion ist Barnards Schleife. Der helle rote Stern Beteigeuze ist links im Bild doppelt zu sehen, der helle blaue Rigel zweimal rechts im Bild. Das bekannte Sternbild Orion wird nun immer besser beobachtbar, während auf der nördlichen (südlichen) Halbkugel der Winter (Sommer) naht.

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Die Sombrerogalaxie in Infrarot

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Bildcredit: R. Kennicutt (Steward Obs.) et al., SSC, JPL, Caltech, NASA

Beschreibung: Dieser schwebende Ring hat die Größe einer Galaxie. Er ist sogar eine Galaxie – zumindest ein Teil davon: die fotogene Sombrerogalaxie, eine der größten Galaxien im nahen Virgo-Galaxienhaufen. Das dunkle Band aus Staub, das im sichtbaren Licht den mittleren Bereich der Sombrerogalaxie abdeckt, leuchtet im Infrarotlicht hell. Das oben gezeigte digital geschärfte Bild zeigt das Infrarotleuchten in Falschfarben, das mit dem Weltraumteleskop Spitzer im Erdorbit aufgenommen wurde, kombiniert mit einem früheren Bild des Weltraumteleskops Hubble in sichtbarem Licht. Die Sombrerogalaxie, auch bekannt als M104, ist etwa 50.000 Lichtjahre groß und 28 Millionen Lichtjahre entfernt. M104 ist mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Jungfrau (Virgo) zu sehen.

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Ein blauer Blutmond

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Bildcredit und Bildrechte: Dominique Dierick

Beschreibung: Dieser scharfe, mit Teleskop fotografierte Schnappschuss zeigt den Erntemond spät im September, der hier zu Beginn einer totalen Mondfinsternis vollständig in den dunklen Kernschatten der Erde getaucht war. Es war die letzte Finsternis einer Tetrade – einer Serie von vier aufeinanderfolgenden totalen Mondfinsternissen. Der Vollmond erschien nahe dem Perigäum besonders dunkel, die Farbe der totalen Finsternis war ein tiefes Blutrot, da die Mondoberfläche Licht im Erdschatten reflektiert, das durch die niedrigen Atmosphäreschichten gefiltert wird. Von der Mondperspektive aus gesehen stammt das rötliche Licht von allen Sonnenauf- und untergängen am Rand der Erdsilhouette. Doch knapp am Schattenrand hat der Mond einen eindeutig blauen Farbstich. Auch das blaue Mondlicht der Finsternis wird durch die Erdatmosphäre gefiltert, es stammt von Sonnenstrahlen, die durch hohe Atmosphäreschichten dringen und von Ozon gefärbt werden, das rotes Licht streut und für blaues Licht durchlässig ist.

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Charon: Mond von Pluto

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Institute

Beschreibung: Eine abgedunkelte, rätselhafte Polregion, die informell Mordor Macula genannt wird, krönt dieses erstklassige, hoch aufgelöste Porträt von Charon, Plutos größtem Mond. Die Bilddaten wurden von New Horizons während der größten Annäherung am 14. Juli gewonnen und am 21. September zur Erde geschickt. Bei der Bearbeitung der kombinierten Blau-, Rot- und Infrarotdaten wurden die Farben verstärkt, sodass sie Variationen der Oberflächenzusammensetzung mit einer Auflösung von etwa 2,9 Kilometern zeigen. Charon ist 1214 Kilometer groß, das ist etwa 1/10 der Größe des Planeten Erde, aber immerhin der halbe Durchmesser von Pluto. Damit ist er im Sonnensystem in Relation zu seinem Planeten der größte Begleiter. Dieses plastische Bild zeigt die Halbkugel von Charon, die immer zu Pluto gerichtet ist, man erkennt deutlich einen Gürtel aus Rissen und Schluchten, der offenbar den ganzen Mond umgibt, der die sanfte südliche Ebene vom vielfältigen Gelände im Norden zu trennen scheint.

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Verfinstert am Südhimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory)

Beschreibung: Dieses faszinierende Südhimmelspanorama wurde in der farbenprächtigen Nacht vom 27. auf 28. September am Las-Campanas-Observatorium fotografiert. Die zentrale Milchstraße mit diffusem Leuchten und dunklen Furchen hängt über den Kuppeln der Magellan-Zwillingsteleskope mit einem Durchmesser von 6,5 Metern. Am augenfälligsten ist das tiefrote Leuchten des Mondes. Die Mondoberfläche ist während der lang ersehnten totalen Perigäums-Mondfinsternis in den Erdschatten getaucht und reflektiert das Licht aller Sonnenauf- und untergänge, das in den kegelförmigen Kernschatten des Planeten gestreut und reflektiert wird. Zusammen mit dem malerischen Farbton des verfinsterten Mondes hielt die sensible Digitalkamera weitere Farben dieser Nacht fest, etwa die roten und grünen Schattierungen des atmosphärischen Nachthimmelslichtes. Unter dem Mond ist die Andromedagalaxie durch das rötliche Luftleuchten und die Lichter am Horizont hindurch als winziger Fleck erkennbar. Im vollständigen Panorama treten ganz links die Magellanschen Wolken hinzu, sie sind Begleitgalaxien der Milchstraße.

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