Die Kaulquappen in IC 410

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Diese Teleskop-Nahaufnahme stellt den sonst sehr blassen Emissionsnebel IC 410 in markanten Falschfarben zur Schau. Sie zeigt rechts unter der Mitte auch zwei interessante Bewohner des kosmischen Tümpels aus Gas und Staub – die Kaulquappen von IC 410. Das Bild ist ein Komposit aus Bildern, die mit Schmalbandfiltern fotografiert wurden. Die Schmalbanddaten bilden Atome im Nebel ab: Emissionen von Schwefelatomen in Rot, die der Wasserstoffatome in Grün und der Sauerstoffatome in Blau. Der Nebel selbst, der teilweise von Vordergrundstaub verdeckt ist, umgibt NGC 1893, einen jungen galaktischen Sternhaufen, der das leuchtende Gas anregt. Die Kaulquappen, die aus dichterem, kühlerem Gas und Staub bestehen, sind etwa 10 Lichtjahre lang, und möglicherweise entstehen Sterne darin. Ihre Schweife, die vom Wind und der Strahlung der Haufensterne geformt werden, sind von der Zentralregion des Haufens weggerichtet. IC 410 liegt etwa 12.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Fuhrmann (Auriga).

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Sonnenflecken bei Sonnenuntergang

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Bildcredit und Bildrechte: Jürg Alean

Beschreibung: Sonnenuntergänge sind das vielleicht am häufigsten beobachtete Himmelsereignis, doch unlängst boten sie sogar eine Zugabe. Ein Sonnenfleck so groß, dass er mit bloßem Auge sichtbar war, zog von links nach rechts mitten über die von der Erdatmosphäre gedämpfte und verzerrte Sonnenscheibe und wurde auf dieser Sonnenuntergangsszenerie vom 5. Januar am Schweizer Himmel fotografiert. Detailansichten zeigen eine große aktive Sonnenregion, bestehend aus Sonnenflecken, von denen manche größer sind als der Planet Erde. Sie wurde als Aktive Region AR 1944 katalogisiert, und am 7. Januar stieß sie eine beachtliche Sonneneruption und einen koronalen Massenauswurf (KMA) aus, der voraussichtlich die Erde erreicht. Der KMA könnte am 9. Januar einen geomagnetischen Sturm und Polarlichter auslösen.

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M7: Offener Sternhaufen im Skorpion

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Bildcredit und Bildrechte: Lorand Fenyes

Beschreibung: M7 ist einer der markantesten offenen Sternhaufen am Himmel. Der Haufen besteht vorwiegend aus hellen, blauen Sternen und ist bei dunklem Himmel mit bloßem Auge im Schweif des Sternbildes Skorpion (Scorpius) zu sehen. M7 enthält insgesamt etwa 100 Sterne, er ist ungefähr 200 Millionen Jahre alt, umfasst 25 Lichtjahre und ist zirka 1000 Lichtjahre von uns entfernt. Das oben gezeigte detailreiche Bild wurde letzten Juni in Ungarn mit einem kleinen Teleskop fotografiert und aus mehr als 60 Zwei-Minuten-Belichtungen kombiniert. Der Sternhaufen M7 ist seit dem Altertum bekannt, er wurde schon von Ptolemäus im Jahr 130 n. Chr. erwähnt. Zu sehen sind auch eine dunkle Staubwolke und buchstäblich Millionen unzusammenhängender Sterne in Richtung des galaktischen Zentrums.

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Drei CubeSats freigesetzt

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Bildcredit: Besatzung der Expedition 38, NASA

Beschreibung: Würfel kreisen um die Erde. CubeSats – Würfelsatelliten mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, das entspricht in etwa einer großen Kaffeetasse – werden gebaut, um Kosten zu sparen, sowohl beim Bau als auch beim Start. Oben ist zu sehen, wie letzten November auf der Internationalen Raumstation ISS drei CubeSats mit dem Arm des japanischen Labormoduls Kibō ausgesetzt wurden. CubeSats werden meist von Studenten im Rahmen von universitärer Forschung oder Ingenieursprojekten konstruiert, dazu gehören Missionen wie die das Sammeln von Weitwinkelbildern der Erde, das Testen von Radiokommunikation im Orbit, Überwachung des Erdmagnetfeldes und die Erforschung der die Erde umgebenden Strahlung. Abhängig von der exakten Höhe, in der sie ausgesetzt werden, treten CubeSats nach Monaten oder Jahren wieder in die Erdatmosphäre ein.

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Die Galaxie NGC 474: Schalen und Sternströme

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Bildcredit und Bildrechte: P.-A. Duc (CEA, CFHT), Atlas 3D Collaboration

Beschreibung: Was geschieht mit der Galaxie NGC 474? Die vielschichtigen Absonderungen scheinen seltsam komplex und unerwartet angesichts der relativ strukturlose Erscheinung der elliptischen Galaxie auf weniger detailreichen Bildern. Die noch unbekannte Ursache der Schalen sind vielleicht Gezeitenschweife, die beim Aufsaugen zahlreicher kleiner Galaxien im Laufe der letzten Milliarden Jahre entstanden sind. Die Hüllen könnten aber auch Wellen in einem Teich gleichen, wobei die Kollision mit der Spiralgalaxie knapp über NGC 474, die noch im Gange ist, Dichtewellen verursacht, die durch den galaktischen Riesen wogen. Unabhängig von der tatsächlichen Ursache demonstriert das Bild eine zunehmende Einigkeit darüber, dass zumindest einige elliptische Galaxien in jüngster Vergangenheit entstanden sind, und dass die äußeren Höfe der meisten großen Galaxien eigentlich nicht gleichförmig, sondern komplex sind, was durch häufige Wechselwirkungen mit – und die Aufnahme von – kleineren Galaxien in der Nähe verursacht wird. Der Hof unserer Galaxis, der Milchstraße, ist ein Beispiel für so eine unerwartete Komplexität. NGC 474 umfasst etwa 250.000 Lichtjahre und liegt ungefähr 100 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Fische (Pisces).

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Wolken und Sicheln

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Bildcredit und Bildrechte: Christoph Malin (TWAN)

Beschreibung: Eine Venussichel leuchtet am Westhorizont dieses aufklarenden Himmels in der Abenddämmerung. Der Schwesterplanet der Erde lächelte am 2. Januar bei der Konjunktion mit dem schmalen, jungen Sichelmond oben zwischen den tief hängenden Wolken nahe dem unteren Bildrand hervor. Natürlich war die liebliche Begegnung der Mond- und Venussichel am Neujahrshimmel der ganzen Welt zu genießen. Doch der doppelte Kondensstreifen dieser Szenerie gehörte zu einem Flugzeug über Appenzell in der Schweiz. Bald verschwindet die Venus vom Abendhimmel und nähert sich ihrer unteren Konjunktion am 11. Januar und ihrem Wiederauftritt Ende Januar kurz vor der Morgendämmerung als Morgenstern am Himmel des Planeten Erde. Und auch der Mond wird wieder jung sein.

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Lovejoy im neuen Jahr

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Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Beschreibung: Komet Lovejoy (C/2013 R1), ein Rivale des besiegten Kometen ISON im Jahr 2013, streift noch immer über den frühen Morgenhimmel und ist auf dieser sternklaren Szenerie vom Neujahrstag festgehalten. Das Bildfeld zeigt etwa 3,5 Grad vom Hintergrund blasser Sterne im Sternbild Herkules. Komet Lovejoy ist vor der Morgendämmerung an dunklen Orten nur knapp mit bloßem Auge sichtbar und bleibt auf der Nordhalbkugel ein gutes Ziel für Himmelsbeobachter mit Fernglas. Doch auf dieser detailreichen Aufnahme kommen Lovejoys schöne Schweife und die verlockende grünliche Koma besser zur Geltung beim Blick mit dem Fernglas. Komet Lovejoy ist kein Sonnenstreifer. Er erreichte seine größte Annäherung an die Sonne am 22. Dezember und zog seine Schleife hoch über der Ebene der Ekliptik. Nun, da er ins äußere Sonnensystem unterwegs ist, begann Lovejoy das neue Jahr etwa 6,7 Lichtminuten vom Planeten Erde entfernt.

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Reflexionen des Planeten Erde

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Bildcredit: Michael Fossum, Mission STS-121, NASA

Beschreibung: Wenn Sie Ihre Reflexion in der Auslage eines Kaufhauses oder auf einer glänzenden Radkappe erblicken, kann das unterhaltsam oder gelegentlich sogar ein feierlicher Moment sein. Betrachten Sie also diesen reflexiven Anblick 300 Kilometer über dem Planeten Erde. Das Bild ist eigentlich ein Selbstporträt des Astronauten Michael Fossum vom 8. Juli 2006 während eines Außenbordeinsatzes, als die Raumfähre Discovery an die Internationale Raumstation gekoppelt war. Als er seine Kamera drehte, um einen Schnappschuss seines Helmvisiers zu machen, fotografierte er auch das Spiegelbild seines Kollegen, des Missionsspezialisten Piers Sellers, zu sehen nahe der Bildmitte, sowie eines der goldfarbenen Solarpaneele, das sich darüber wölbt. Natürlich liegt im Hintergrund der Horizont unseres lieblichen Planeten.

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Eine Neujahrssichel

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Bildcredit und Bildrechte: Jay Ouellet

Beschreibung: Das ist nicht der junge Sichelmond, der nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont schwebt. Es ist vielmehr die Venus in einer Sichelphase, die mit einem langen Teleobjektiv am kühlen Abend des 30. Dezember 2013 in Québec in Kanada auf dem Planeten Erde fotografiert wurde. Die sehr helle Himmelsleuchte sinkt mit jedem Tag tiefer in die Abenddämmerung. Doch ihre scheinbare Größe wächst, und beim Blick durch ein Fernglas wird sie zu einer immer dünneren Sichel, während sie sich ihrer unteren Konjunktion nähert, bei der sie am 11. Januar zwischen Erde und Sonne steht. Die nun folgenden Abende ist jedoch ein junger Sichelmond zu sehen, der sich in der Dämmerung zur Venussichel im Westen gesellt. Die ersten historischen Beobachtungen der Phasen der Venus machte Galileo 1610 mit seinem Teleskop – ein Indiz, das im Einklang mit dem kopernikanischen Modell des Sonnensystems stand, nicht jedoch mit dem ptolemäischen System.

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