Wolkenwalze über Wisconsin

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Bildcredit: Megan Hanrahan (Pierre cb), Wikipedia

Beschreibung: Welche Art Wolke ist das? Es ist eine als Wolkenwalze bezeichnete Arcus-Wolke. Diese seltenen, langen Wolken können in der Nähe heranrückender Kaltfronten entstehen. Insbesondere kann durch den Abwind einer heranrückenden Sturmfront feuchte, warme Luft aufsteigen, unter den Taupunkt abkühlen und auf diese Weise eine Wolke bilden. Wenn das einheitlich entlang einer ausgedehnten Front geschieht, entsteht eine Wolkenwalze. In Wolkenwalzen kann sogar Luft entlang der Längsachse der Wolke rotieren. Eine Wolkenwalze kann sich wahrscheinlich nicht in einen Tornado verwandeln. Anders als die ähnliche Böenwalze ist eine Wolkenwalze vollständig von ihrer ursprünglichen Kumulonimbus getrennt. Oben ist eine Wolkenwalze zu sehen, die sich bis in weite Ferne erstreckte, als 2007 in Racine (Wisconsin, USA) ein Sturm heranrückte.

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Nacht im Eiswald der Anden

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Bildcredit und Bildcredit: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Dieser Wald aus Büßerschnee und -eis reflektiert das Mondlicht, das auf die Chajnantor-Hochebene scheint. Die Region liegt in den chilenischen Anden auf einer Höhe von 5000 Metern, in der Nähe des größten astronomischen Observatoriums der Erde, dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array.

Die bis zu mehrere Meter hohen, abgeflachten, scharfkantigen Formen sowie die Ausrichtungen des Büßereises neigen dazu, mittags die Schatten zu minimieren. In der trockenen, kalten, dünnen Atmosphäre ist die vom Sonnenlicht ausgelöste Sublimierung wichtig für ihre Entstehung.

Sublimierung, der direkte Übergang vom festen in den gasförmigen Zustand, formt auch andere Geländearten im Sonnensystem, etwa die eisigen Oberflächen von Kometen und die Eiskappen des Mars.

Über der traumhaften Landschaft breitet sich der Nachthimmel des Südens aus. Betrachten Sie die Sternbilder Pegasus, Andromeda und Perseus am linken Rand des Panoramas, deren Formen in der der Mythologie verwurzelt sind. Die hellen, farbenprächtigen Sterne Orions, des Jägers, stehen nahe der Mitte, und ganz rechts die Große Magellansche Wolke und der Himmelssüdpol.

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Der stille Sagittarius A*

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Bildcredit: Röntgen – NASA / CXC / Q. Daniel Wang (UMASS) et al., Infrarot – NASA/STScI

Beschreibung: Heißes Gas ist schwer zu schlucken. Das zumindest scheint für das extrem massereiche Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxis zu stimmen. Das Schwarze Loch der Milchstraße, bekannt als die Quelle Sagittarius A*, befindet sich im Zentrum dieses Infrarot- (rote und gelbe Farbtöne) und Röntgen- (blaue Farben) Komposits. Die unscharfe Emission, aufgenommen im Rahmen einer umfangreichen Beobachtungskampagne des Röntgenteleskops Chandra, umgibt das Schwarze Loch und ist in der eingefügten Nahaufnahme zu sehen, die etwa 1/2 Lichtjahr des zirka 26.000 Lichtjahre fernen galaktischen Zentrums zeigt. Astronomen fanden heraus, dass die Röntgenemission von heißem Gas stammt, das aus den Winden massereicher junger Sterne in der Region abgezogen wird. Die Chandra-Daten lassen den Schluss zu, dass höchstens ein Prozent des Gases im Gravitationseinfluss des Schwarzen Loches jemals den Ereignishorizont erreicht und genug Hitze und Drehimpuls verliert, um in das Schwarze Loch zu fallen, während der Rest des Gases als Ausfluss entweicht. Das Ergebnis erklärt, warum das Schwarze Loch der Milchstraße so ruhig ist – viel blasser, als man im energiereichen Röntgenspektralbereich erwarten würde. Das gilt wahrscheinlich für die meisten extrem massereichen Schwarzen Löcher in Galaxien im nahen Universum.

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M1: Der unglaublich expandierende Krebs

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Beschreibung: Der Krebsnebel ist als M1 katalogisiert, der erste auf Charles Messiers berühmter Liste an Dingen, die keine Kometen sind. Inzwischen ist der Krabbennebel als Supernovaüberrest bekannt – eine sich ausdehnende Trümmerwolke nach der Explosion eines massereichen Sterns. Die gewaltsame Entstehung der Krabbe wurde 1054 von Astronomen beobachtet. Heute hat der Nebel einen Durchmesser von ungefähr 10 Lichtjahren und expandiert immer noch mit mehr als 1000 Kilometern pro Sekunde. Möchten Sie beobachten, wie sich der Krebsnebel ausdehnt? Das sehen Sie in dieser Videoanimation (vimeo), bei der ein Bild von M1, das 1999 an der Europäischen Südsternwarte fotografiert wurde, mit diesem, das 2012 am Mt. Lemmon Sky Center entstand, verglichen wird. Die beiden Bilder wurden an den Hintergrundsternen ausgerichtet. Der Krebsnebel befindet sich etwa 6500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Stier (Taurus).

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IRAS 20324: Verdampfender Protostern

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble Heritage Team (STScI/AURA) und IPHAS

Beschreibung: Wird sich diese raupenförmige interstellare Wolke eines Tages in einen schmetterlingsförmigen Nebel verwandeln? Das weiß niemand. Sicher ist, dass das Innere von IRAS 20324+4057 schrumpft und einen neuen Stern bildet. Außen weht jedoch ein energiereicher Wind, und energiereiches Licht entfernt einen Großteil des Gases und Staubs, die zur Entstehung des Sterns beitragen hätten können. Daher weiß niemand, welche Masse der entstehende Stern haben wird, weshalb niemand das Schicksal dieses Sterns kennt. Wenn Winde und Licht einen Protostern zurechtschnitzen, der etwa die Masse der Sonne besitzt, könnte sich die äußere Atmosphäre dieses neuen Sterns eines Tages zu einem planetarischen Nebel ausdehnen, vielleicht sogar zu einem, der wie ein Schmetterling aussieht. Wenn jedoch der stellare Kokon genug Masse behält, entsteht ein massereicher Stern, der schlussendlich als Supernova explodiert. Der erodierende protostellare Nebel IRAS 20324+4057 umfasst etwa ein Lichtjahr und liegt etwa 4500 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Schwan (Cygnus). Das oben gezeigte Bild von IRAS 20324+4057 wurde 2006 mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert, aber erst letzte Woche veröffentlicht. Der Kampf zwischen Gravitation und Licht wird wahrscheinlich länger als 100.000 Jahre dauern, doch kluge Beobachtungen und Berechnungen könnten schon früher vielsagende Hinweise liefern.

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Nordamerika und der Pelikan

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Bildcredit und Bildrechte: Scott Rosen

Beschreibung: Hier liegen vertraute Formen an ungewohnten Orten. Links befindet sich ein Emissionsnebel, der als NGC 7000 katalogisiert ist; berühmt ist er unter anderem, weil er an den Kontinent Nordamerika auf unserem hübschen Planeten erinnert. Die Emissionsregion rechts neben dem Nordamerikanebel ist IC 5070, die wegen ihres suggestiven Umrisses als Pelikannebel bekant ist. Die beiden Nebel, die durch eine Dunkelwolke aus undurchsichtigem Staub getrennt sind, sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung umfasst das 4 Grad breite Sichtfeld 100 Lichtjahre. Die Emissionen atomaren Wasserstoffs, Schwefels und Sauerstoffs wurden als Schmalbanddaten festgehalten. Dieses spektakuläre kosmische Porträt kombiniert Schmalband-Bilder, um helle Ionisierungsfronten mit feinen Details aus dunklen, staubhaltigen Formen, die sich als Silhouetten abzeichnen, zu betonen. Diese Nebel sind an dunklen Orten mit einem Fernglas zu sehen – blicken Sie einfach vom hellen Stern Deneb im Sternbild Cygnus (Schwan) Richtung Nordosten.

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Die Milchstraße über Spaniens Bardenas Reales

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Bildcredit und Bildrechte: Maria Rosa Vila

Beschreibung: Was ist hier unter der Milchstraße? Erstens liegt am oberen Rand des obigen Bildes ein zartes Band – es vom Blickwinkel unseres Planeten aus die Seitenansicht der zentralen Scheibe unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Das Band der Milchstraße ist in den meisten klaren Nächten fast überall auf der Erde bei dunklem Himmel zu sehen.

Darunter liegt eine vergleichsweise viel weniger alltägliche Ansicht. Es ist der markante Gipfel des Castil de Tierra, eine Felsformation in der Bardenas Reales, ein natürliches Badland im Nordosten Spaniens. Die 50 Meter hohe Felsnadel besteht aus Lehm und Sandstein, die nach Tausenden Jahren der Erosion durch Wind und Wasser übrig blieb.

Die Astrofotografin wartete Monate, bis der Himmel passte – und fotografierte dann 14 Aufnahmen in einer einzigen Nacht, um daraus das obige Bild zu erstellen.

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Feuer auf der Erde

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Bildcredit: (AFS, BLM)

Beschreibung: Manchmal fangen Regionen auf dem Planeten Erde Feuer. Feuer ist die rasante Anreicherung mit Sauerstoff, und dieser wiederum ist ein Schlüsselindikator für Leben, daher wäre Feuer auf jedem beliebigen Planeten ein Anzeichen für Leben auf diesem Planeten. Ein Großteil der irdischen Landfläche wurde in der Vergangenheit schon einmal von Feuer verbrannt. Obwohl es meist Tragödien auslöst, wird an vielen Orten der Erde Feuer als Teil eines natürlichen Zyklus im Ökosystem betrachtet. Große Waldbrände auf der Erde werden meist durch Blitzschlag verursacht und sind vom Orbit aus sichtbar. Auf dem obigen Bild aus dem Jahr 2000 entkamen benommene amerikanische Elche einem Feuer, das durch das Bitterroot Valley in Montana fegte, indem sie sich in einen Fluss stellten.

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